Warum du deine Artikel planen solltest (und welche Tools dir dabei helfen)

10. April 2013- aktualisiert: 2. Dezember 2020 Bloggen 16 Kommentare

Es ist schon spät abends und du sitzt frustriert vor deinem Blog. Schon wieder ist heute kein Beitrag live gegangen, obwohl du dir doch so fest vorgenommen hattest, endlich mal wieder zu bloggen. Aber dafür war einfach keine Zeit… und jetzt willst du eigentlich auch nur noch ins Bett. Ideen hast du gerade eh keine.

Kennst du das?

Ein vernünftiger Blogeintrag schreibt sich halt nicht einfach mal so nebenbei. Dafür brauchst du Zeit und Ruhe – und an stressigen Tagen ist das einfach nicht drin. Ehe du jetzt halbherzig ein paar Sätze hinklatschtst, nur um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen, habe ich aber eine bessere Idee für dich: Plane deine Beiträge im Voraus.

Wieso dir Vorausplanung hilft

In der oben beschriebenen Situation wirst du kaum einen wirklich guten Blogpost zuwege bringen können. Und vor allem wird es dir keinen Spaß machen. Ist das der Sinn der Sache? Nö.

Besser ist es, wenn du dir an einem entspannteren Tag – beispielsweise am Wochenende – die Zeit nimmst, um gleich mehrere Beiträge auf einmal vorzubereiten. Die sollen natürlich nicht alle gleichzeitig live gehen – vielmehr legst du dir einen kleinen Vorrat an Artikeln an.

Dadurch nimmst du dir selber viel Druck von den Schultern. Du hast immer ein paar Beiträge in Reserve, die du im Zweifelsfall ins Rennen schicken kannst. Unter der Woche hast du dann den Kopf frei und kannst dich um deine ganzen anderen Aufgaben kümmern.

Und oft ist es ja ohnehin so, dass dir beim Tippen eines Blogeintrags gleich zwei, drei Ideen für weitere Posts kommen. Nutze die Gunst der Stunde. 😉

Wie organisierst du deine Artikelreserven am besten?

Wenn du Beiträge schreibst, die nicht gleich veröffentlicht werden sollen, stehst du vor zwei verschiedenen Herausforderungen:

  1. Du musst deine Entwürfe irgendwo ablegen.
  2. Du musst sie zum gewünschten Zeitpunkt veröffentlichen – entweder von Hand oder automatisiert.

Bei beidem solltest du dir das Leben so leicht wie möglich machen. 🙂

Am einfachsten ist es, wenn du deine Entwürfe genau da speicherst, wo du auch sonst an deinen Blogartikeln arbeitest. Je nachdem, wie dein Workflow aussieht, kann das beispielsweise ganz normal in deinem Blogsystem sein oder vielleicht auch in einem Tool wie Evernote.
Dadurch ersparst du dir unnötiges Hin- und Herkopieren und siehst auf einen Blick, wie viele Entwürfe bei dir gerade in der Pipeline liegen.

Weniger Druck beim #Bloggen dank Planung – so organisierst du deine Ideen am besten: Klick um zu Tweeten

Und wie gehst du am besten beim Veröffentlichen vor? Planst du deine Beiträge direkt für einen bestimmten Termin vor, an dem sie dann automatisiert veröffentlicht werden, oder machst du das besser von Hand, wenn es gerade passt?

Ich selber lege für einen fertig geschriebenen Artikel immer gleich fest, wann er erscheinen soll. Wenn das ein Datum in drei Wochen ist, kann es durchaus sein, dass ich das später nochmal um einige Tage nach vorne oder hinten schiebe, weil kurzfristig aktuelle Beiträge dazu kommen. Aber theoretisch kann ich beruhigt mein Blog schließen und muss mich erstmal nicht mehr weiter um den Artikel kümmern.

Ich finde es einfach beruhigend, wenn für die kommende Woche feststeht, an welchem Tag welcher Artikel live gehen wird und wenn dieser dann eben auch schon fertig vorbereitet ist. Das stelle ich denn auch im Vorfeld so in WordPress ein, sodass ich mich unter der Woche nicht darum kümmern muss.

Beiträge in WordPress planen

Anstatt direkt auf “Veröffentlichen” zu klicken, wählst du “Sofort veröffentlichen – Bearbeiten” aus.

Beiträge planen in WordPress

Hier kannst du nun ein beliebiges Datum in der Zukunft eingeben und auch die Uhrzeit festlegen.

Nach dem Bestätigen mit “OK” siehst du, dass der rote Button jetzt auch nicht länger “Veröffentlichen” heißt, sondern “Planen”. Nachdem du den angeklickt hast, musst du nichts mehr weiter tun, der Beitrag wird automatisch zum gewünschten Zeitpunkt veröffentlicht.

Beiträge planen in WordPress

Beiträge bei Blogger planen

Bei Blogger funktioniert das Ganze recht ähnlich – hier wählst du in der rechten Sidebar die Option “Planen” aus und gibst dein Datum und die Uhrzeit ein:

Beiträge planen bei Blogger

Tools, die dir beim Vorausplanen helfen

Jetzt weißt du, wie du deine Beiträge rein technisch an einem Datum in der Zukunft erscheinen lassen kannst.
Aber wie organisierst du diese ganzen geplanten Artikel?

Über Redaktionspläne zum Bloggen sind schon unzählige Beiträge verfasst worden – und mindestens ebenso viele Tools gibt es, die dich dabei unterstützen wollen.
Dabei kannst du zwischen eigenständigen Programmen, Plugins oder ganz schnöden analogen Papierlösungen wählen. Probier einfach aus, was am besten zu dir passt.

WordPress-Plugin: Editorial Calendar

WordPress generiert eine Liste aller geplanten Beiträge. Allerdings ist diese Auflistung herzlich unübersichtlich.

Daher kann ich dir das Plugin Editorial Calendar wärmstens empfehlen: es erzeugt eine Kalenderansicht, sodass du auf einen Blick siehst, welche Beiträge für welches Datum geplant sind. Die einzelnen Beiträge lassen sich sehr bequem per Drag & Drop einem anderen Tag zuordnen und über ein einfaches Formular kannst du auch neue Beiträge bzw. Entwürfe anlegen.

Screenshot: Editorial Calendar für WordPress

Ja, im Vergleich zu anderen Tools kommt der Editorial Calendar recht einfach und zugegebenermaßen in einem etwas altbackenen Layout daher. Dafür ist aber kostenlos.

Den Editorial Calendar habe ich eine ganze Weile lang benutzt, ehe ich auf ein anderes Tool umgestiegen bin:

CoSchedule: Redaktionsplan für Artikel und Social Media-Beiträge mit WordPress-Anbindung

CoSchedule* kann all das, was der Editorial Calendar kann… und jede Menge mehr.

Vor allem kannst du mit CoSchedule nicht nur deine Blogartikel planen, sondern auch deine Social Media-Aktivitäten auf Twitter, facebook & Konsorten. Und die kannst du sogar direkt mit den Artikeln verknüpfen!

Ausführlicher habe ich CoSchedule hier vorgestellt: Blogmarketing mit CoSchedule

CoSchedule innerhalb von WordPress

Das gute alte Papier

So, nun sitzt du ja aber – auch als Blogger 😉 – nicht ständig am Rechner. Ideen für DIY-Projekte oder Beiträge kritzele ich da auch sehr gern auf das nächstbeste Fitzelchen Papier, was mir gerade in die Finger kommt. Ich gehöre nämlich zu jener Sorte zerstreuter Menschen, die ihre hervorragenden Geistesblitze so schnell wieder vertüddeln, wie sie ihnen gekommen sind. *hüstel* Dass das allerdings relativ schnell zu einer chaotischen Zettelwirtschaft führt, kannst du dir denken. 😉

Abhilfe schafft da ein Notizbuch oder auch Bullet Journal, in dem du all deine Blogideen festhältst.

“Ich bin zu doof zum Planen!”

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Und vermutlich kennst du das ja auch: Du beginnst ganz euphorisch, ein neues Tool zu nutzen – und nach zwei, drei Wochen schläft das Ganze irgendwie ein. Du machst dir Vorwürfe. Hast du schon wieder nicht durchgehalten. Warst du wieder zu faul.

Stopp! Denn vielleicht liegt es gar nicht an mangelnder Disziplin, sondern es gibt einen viel simpleren Grund: das Tool passt nicht zu dir und deinem Workflow.
Das heißt auch nicht, dass das Tool an sich schlecht ist. Jeder Jeck ist halt einfach anders, wie der Kölner weiß. 😉

Ich selber habe auch schon verschiedene Formate durchprobiert. Mittlerweile weiß ich: zum wirklichen Planen komme ich mit einem Online-Tool am besten klar. Hier sehe ich, wann ich was geplant habe, kann direkt zum Artikel springen, kann Beiträge ohne Durchstreichen oder Radieren verschieben und so weiter.
Notizen hingegen halte ich am liebsten auf Papier fest, einfach weil ich viel schneller etwas hinkritzeln kann, als erst die entsprechende App zu starten und dann auf der fuppeligen Handytastatur herumzutatschen.

Wie gesagt: da probierst du dich am besten durch und findest heraus, was dir am besten hilft.

Fazit

Deine Beiträge im Voraus zu planen, kann dir viel Stress ersparen. Zudem behältst du durch leichter einen Überblick darüber, wann was online geht – und vermeidest du Durststrecken sowie Zeiten, in denen du deine Leser mit lauter neuen Beiträgen förmlich bombardierst.
Ein Redaktionsplan ist eine sehr nützliche Sache (und klingt auch noch so professionell! 😀 ). Hierfür gibt es eine Vielzahl von Tools wie beispielsweise CoSchedule, die dich beim Planen unterstützen.

Und wie machst du das? Planst du deine Beiträge im Voraus?
Sammelst du deine Ideen irgendwo?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

Warum du deine Artikel planen solltest (und welche Tools dir dabei helfen)

10. April 2013- aktualisiert: 2. Dezember 2020 Bloggen 16 Kommentare

Es ist schon spät abends und du sitzt frustriert vor deinem Blog. Schon wieder ist heute kein Beitrag live gegangen, obwohl du dir doch so fest vorgenommen hattest, endlich mal wieder zu bloggen. Aber dafür war einfach keine Zeit… und jetzt willst du eigentlich auch nur noch ins Bett. Ideen hast du gerade eh keine.

Kennst du das?

Ein vernünftiger Blogeintrag schreibt sich halt nicht einfach mal so nebenbei. Dafür brauchst du Zeit und Ruhe – und an stressigen Tagen ist das einfach nicht drin. Ehe du jetzt halbherzig ein paar Sätze hinklatschtst, nur um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen, habe ich aber eine bessere Idee für dich: Plane deine Beiträge im Voraus.

Wieso dir Vorausplanung hilft

In der oben beschriebenen Situation wirst du kaum einen wirklich guten Blogpost zuwege bringen können. Und vo