Frühjahrsputz im Blog

Frühjahrsputz im Blog

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Sobald die Tage wieder länger werden und der letzte Schneematsch wegschmilzt, schwingen viele das Staubtuch und blasen zum Frühjahrsputz. Dann wird entrümpelt, geschrubbt und poliert, was das Zeug hält!

Was Frische und Leichtigkeit in die Wohnung zaubert, ist auch für deinen Blog eine gute Idee:

Warum du deinem Blog einen Frühjahrsputz gönnen solltest

Veraltete Artikel, längst überfällige Plugin-Updates oder ein eingestaubtes Design: beim Bloggen gibt es viel, was im Alltagstrubel auf der Strecke bleibt.
Da ist es eine gute Idee, dir (mindestens) einmal im Jahr bewusst Zeit zum Aufräumen zu nehmen.

Sorg für neue Energie & Motivation

Genau wie in der Wohnung wirkt so ein großes Ausmisten & Saubermachen auch im Blog unheimlich motivierend!

Du wirst eine Menge alten Muff und Ballast los – und das hat einen befreienden Effekt, ähnlich wie ein ordentlich aufgeräumter Schreibtisch.

Verbessere die Sicherheit und Performance

Neben diesem psychologischen Effekt bannst du damit auch eine sehr reale Gefahr: Altlasten und Sicherheitslücken stellen ein Risiko für deinen Blog dar. Nicht aktualisierte Plugins oder Themes können Hackern nämlich Tür & Tor öffnen.

Spätestens bei so einem Frühjahrsputz solltest du also auch einen Blick auf deine Update-Strategie werfen.

Deine Leser werden es dir danken!

Last but not least: ein gepflegter Blog macht einen viel besseren Eindruck und sorgt dafür, dass deine Leser gerne wiederkommen.

Gerade “Evergreen-Artikel” profitieren davon, wenn du sie regelmäßig überarbeitest und aktuell hältst. Dann sind die Chancen nämlich groß, dass sie gut in Google & Co. ranken und dir zuverlässig Aufrufe liefern.

Also – los geht’s! 🙂

Plugins

Wir fangen an mit der Liste deiner Plugins: sind alle aktiven Plugins auf dem neusten Stand? Wenn nicht, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Update. Updates bringen nämlich mitunter nicht nur neue Features mit, sondern schließen vor allem oft auch Sicherheitslücken.

Benötigst du eigentlich alle Plugins, die bei dir im Einsatz sind? Häufig sucht man ja nach einer bestimmten Funktionalität und installiert dann zwei, drei ähnliche Plugins, um sie auszuprobieren und miteinander zu vergleichen. Schau also mal deine Plugins durch, ob du sie wirklich nutzt. Andernfalls solltest du sie deaktivieren.

Im letzten Schritt geht es dann daran, alle deaktivierten Plugins zu löschen.

Grundsätzlich gilt bei Plugins (wie so oft im Leben): so viele wie nötig, aber so wenige wie möglich. Unter Umständen können sie die Ladezeit deines Blogs nämlich ganz schön ausbremsen.

Tipp: Um die Updates nicht immer manuell durchführen zu müssen, wähle einfach die Option “Automatische Aktualisierungen aktivieren” ganz rechts auf der Plugin-Seite. Dann hält WordPress von sich aus alle Plugins aktuell.

  • Schau nach, ob du alle aktiven Plugins wirklich auch verwendest. Wenn nicht, deaktiviere sie.
  • Aktualisiere alle Plugins, die du nutzt.
  • Lösche alle deaktivierten, nicht mehr benötigten Plugins.

Themes

Ähnlich wie bei den Plugins, misten wir jetzt auch mal die Theme-Liste aus. Hier hast du logischerweise sowieso immer nur eines in Verwendung. Also solltest du alles Themes entfernen, die du nicht benutzt.

Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass du jemals alle Versionen der mitgelieferten Standard-Themes von WordPress nutzen möchtest, oder? Oder dass du nochmal dein Layout von Annopief an den Start bringen möchtest?

Tipp: Wenn du frühere Designs aufheben möchtest, tu das nicht auf deinem Server. Sichere den entsprechenden Ordner aus wp-content/themes stattdessen einfach auf deiner lokalen Festplatte.

  • Lösche alle Themes, die du nicht verwendest.

Wenn du WordPress nutzt, kannst du anschließend einen Blick auf den “Zustand der Website” werfen. Diese Übersichtsseite findest du unter Werkzeuge » Website-Zustand.

Sie zeigt dir an, ob in Sachen Sicherheit alles paletti ist oder ob du noch etwas verbessern kannst. Praktisch!

WordPress: Website-Zustand
WordPress sagt dir direkt, wo du in Sachen Sicherheit noch etwas optimieren kannst

Spam-Kommentare

Es gibt sie wie Sand an Meer und leider sind sie auf einem Blog unvermeidlich: Spam-Kommentare. 🙄

Der meiste Spam lässt sich zum Glück mit Plugins wie Antispam Bee recht zuverlässig herausfiltern. Je nachdem, was du eingestellt hast, werden diese Kommentare nach einem bestimmten Zeitraum automatisch gelöscht – oder verschimmeln für immer und ewig in deinem Blog. Höchste Zeit, den ganzen Müll mal rauszubringen!

Leere diesen Spam-Ordner und auch alle Kommentare, die du vielleicht manuell in den Papierkorb gelegt hast.

Anschließend schau, ob die Einstellungen des Plugins so sinnvoll sind:

Tipp: In den Einstellungen von Antispam Bee kannst du festlegen, was mit Spamkommentaren geschehen soll. Standardmäßig werden sie aussortiert und alle 14 Tage gelöscht. Du kannst sie aber auch direkt löschen lassen.

Hier findest du eine ausführliche Anleitung zu Antispam Bee:

WordPress-Plugin: Antispam Bee

  • Lösche alle als Spam markierten Kommentare.
  • Überprüfe die Einstellungen deines Spamfilters – arbeitet er zuverlässig?

Kaputte Verlinkungen

Sei es in einem deiner Beiträge oder sei es die URL, die ein Kommentator angegeben hat: es passiert immer mal wieder, dass ungültige Links auftauchen, die ins Leere führen. Beispielsweise, weil ein Blog gelöscht wurde, oder weil sich ein Kommentarschreiber im Eifer des Gefechts beim Eintippen seiner Blogadresse verschrieben hat.

Von diesen kaputten Verlinkungen solltest du deinen Blog in regelmäßigen Abständen bereinigen. Denn es ist nicht nur für deine Leser frustrierend, in einer Sackgasse zu landen – auch Google sieht es nicht gern, wenn eine Seite offenbar so verwahrlost ist, dass sie zu lauter nicht mehr existenten Adressen verlinkt.

Wie du diese Verlinkungen mit Hilfe des kostenlosen WordPress-Plugins Broken Link Checker einfach aufspürst und beheben kannst, habe ich vor einiger Zeit hier beschrieben: Kaputte Links entdecken & beseitigen

Kaputte Links finden und beheben
Tipp: Je nachdem, wie groß dein Blog ist, rödelt der Broken Link Checker eine ganze Weile vor sich hin und kann deinen Blog dabei superlangsam machen. Lass ihn daher am besten zu einer Uhrzeit laufen, zu der du wenige Besucher hast.

  • Identifiziere alle ungültigen Links.
  • Schau nach, ob du die Verlinkung komplett aufheben oder nur das Linkziel
    ändern möchtest (beispielsweise, wenn du weißt, dass ein Blog
    mittlerweile unter einer anderen Domain zu finden ist).

Revisionen

Während du an einem Beitrag tippst, speichert WordPress automatisch Zwischenstände ab. Das ist superpraktisch, falls dein Rechner plötzlich abstürzen sollte oder du eine frühere Version wiederherstellen möchtest.

In der Regel benötigst du diese sogenannten Revisionen aber nicht mehr, sobald ein Artikel fertig ist. Und schon gar nicht drölfzighundert Versionen davon.

Wie du alte Revisionen löschst und sie generell limitierst, habe ich dir hier ausführlich beschrieben:

Revisionen in WordPress

So, das waren die Aufwärmübungen in Sachen Frühjahrsputz! 😀
Jetzt nehmen wir deinen Content unter die Lupe:

Entwürfe für Beiträge und Seiten

Geht es dir auch so, dass du manchmal mehr Ideen hast als Zeit zum Schreiben? Ich erstelle mir dann immer einen neuen Beitrag mit ein paar Stichwörtern und speichere ihn als Entwurf. Vielleicht notierst du dir deine Ideen auch in Evernote, einem stinknormalen Notizbuch oder an anderer Stelle.

Auf jeden Fall sammeln sich da schnell wirklich viele angefangene Blogposts an! Willst du die wirklich alle noch weiterschreiben?

Denn manchmal hast du eine vage Idee und stellst beim Tippen fest, dass daraus doch kein “runder” Beitrag wird. Oder du dokterst ewig und drei Tage an einem Artikel herum und hast unterwegs jegliches Herzblut dafür verloren (was man deiner Schreibe dann auch anmerkt).
Das ist nicht schlimm und passiert uns allen beim Bloggen – trau dich ruhig, solche Rohrkrepierer beherzt in die Tonne zu kloppen!

Lösch alles, was sich wie ein Bremsklotz anfühlt.

  • Willst du überhaupt noch über all diese Themen schreiben, oder hat sich manches vielleicht längst von selbst erledigt?
  • Welche Ideen möchtest du in den nächsten drei, vier Wochen konkret in einem Beitrag verwandeln?
  • Kannst du diese schon zu einem groben Redaktionsplan zusammenstellen?
  • Und lassen sch einige Entwürfe vielleicht zu einer Artikelserie clustern?

Vielleicht kommen dir beim Sortieren deiner Entwürfe ja sogar weitere Ideen zugeflogen. 🙂

Alte Beiträge

Oldies sind Goldies – alte Beiträge ranken meistens besser in Google und sind oft häufig von anderen Bloggern verlinkt worden. Darum tust du gut daran, sie nicht unter einer dicken Schicht Staub verschwinden zu lassen, sondern weiterhin zu pflegen.

Sorg dafür, dass die Inhalte weiter aktuell sind.

Tipp: Wenn du schon einmal dabei bist, kannst du diese alten Beiträge jetzt in deinem Redaktionskalender einplanen, um sie in den nächsten Wochen beispielsweise auf Pinterest noch einmal zu teilen!

Eine großartige Chance stellen außerdem interne Verlinkungen dar: wann immer es sich anbietet, solltest du in deinen Beiträgen auf themenverwandte Artikel hinweisen. Das macht es für deine Leser viel leichter, alle relevanten Inhalte zu entdecken.

Schau dir die Liste deiner Artikel an und fang dabei mit dem ältesten Beitrag an:

  • Passt der Artikel überhaupt noch zu deinem Blog?
  • Ist der Inhalt noch aktuell? Gab es beispielsweise ein Update in der Software, die du beschreibst, oder geänderte Öffnungszeiten?
  • Funktionieren die Bilder und Verlinkungen noch?
  • Hast du in der Zwischenzeit vielleicht über ein verwandtes Thema gebloggt, auf das du hier verweisen möchtest?
  • Passt das Artikelbild noch von der Größe und Qualität her?

Tipp: Wenn du bereits viele Artikel geschrieben hast, kann es unmöglich werden, sie alle auf einmal durchzugehen. Vor allem, wenn du jeweils viel überarbeiten musst. Da heißt es priorisieren! Nimm dir zuerst die 15 meistgelesenen Beiträge vor. Danach schreib dir einen Plan, um jeden Monat 10-20 weitere Artikel durchzuarbeiten.

Infos auf Seiten

Nicht nur deine Artikel wollen regelmäßig gepflegt werden, sondern natürlich auch deine Seiten: von der “Über mich”-Seite und deinem MediaKit über Impressum und Datenschutzerklärung hin zu Seiten mit weiteren Informationen, beispielsweise zu den Preisen deiner Angebote. Und vergiss nicht deine Startseite oder andere Landing Pages!

Sind alle Infos dort noch aktuell?

Geh alle Seiten durch:

  • Sind die Inhalte aktuell? Preise, Öffnungszeiten, Zugriffszahlen, Hinweise auf aktuelle Angebote, …
  • Siehst du den Fotos von dir noch ähnlich? 😉
  • Hast du in der Datenschutzerklärung alle relevanten Tracking-Dienste, Plugins etc. aufgelistet?

Erledige endlich, was dich selber nervt

Nachdem wir die offensichtlichen Baustellen jetzt abgehakt haben, geht es an die berühmten “Ich müsste mal…”-Kandidaten.

Du kennst das: dass dein Logo verpixelt ist, stört dich schon eine ganze Weile – aber du kommst einfach nicht dazu, es endlich mal in höherer Auflösung hochzuladen. Vorerst scrollst du lieber immer schnell dran vorbei… und denkst dabei jedesmal, dass du dieses lästige Newsletter-PopUp auch schon längst umgestellt haben wolltest. Und so weiter…

Das sind alles Kleinigkeiten, die sich ganz gut ignorieren lassen. Unterbewusst denkst du aber doch immer wieder dran – und das saugt dir Energie aus.

Welche Aspekte genau das sind, ist von Blog zu Blog unterschiedlich. Jetzt ist aber auf jeden Fall der Zeitpunkt gekommen, um diese nervigen Punkte endlich in Angriff zu nehmen und sie ein für allemal zu erledigen!

Danach sei stolz auf dich. 💪

Der Test aus Lesersicht

Den letzten Schliff verleihst du deinem Blog mit einer kleinen Qualitätskontrolle. Tu so, als würdest du deinen Blog nicht kennen und versetz dich in die Perspektive deiner Besucher!

Ich selber rufe meinen Blog beispielsweise fast immer nur vom großen Rechner aus auf. Denn hier habe ich eine Tastatur, hier kann ich easy-peasy an Artikeln arbeiten oder Kommentare beantworten. Auf dem Handy wäre mir das viel zu fuppelig.
Allerdings stammen rund 70% der Seitenaufrufe hier von Smartphones. Die meisten meiner Leser erleben meinen Blog also anders als ich. Da passiert es schnell, dass mir selber Darstellungsfehler auf Mobilgeräten erstmal gar nicht auffallen!

Ein weiteres beliebtes Fettnäpfchen ist das Kommentarformular. Als Blogger sind wir ja in der Regel eingeloggt, sehen also gar nicht die Eingabefelder für Name, E-Mail und Webseite.
Und wie oft passiert es, dass sich da Fehler einschleichen – von verschobenen Input-Bereichen über nicht gestylte Buttons bin hin zu vergessenen Übersetzungen. Been there, done that. 🙈

  • Sieh dir deinen Blog auf verschiedenen Geräten an: Desktop-Rechner mit großen Bildschirmen, Laptops, Tablets, Smartphones, … wenn möglich, teste auch verschiedene Browser und Hersteller (bspw. iPhone vs. Android)
  • Öffne einen Inkognito-Tab im Browser, sodass du nicht eingeloggt bist, und schau dir das Kommentarformular an.
  • Falls du einen Newsletter oder E-Mail-Benachrichtigungen anbietest, trag dich hierfür mal ein und teste den Flow. Ist da alles stimmig?

E-Mail-Benachrichtigungen

Mit deinem Blog selber bist du jetzt fertig – aber lass uns doch noch mal schnell einen Blick in deinen Posteingang werfen.

Je nachdem, was du eingestellt hast, bekommst du vielleicht eine ganze Menge Mails von deinem Blog: Benachrichtigungen, wenn es neue Kommentare gibt. Benachrichtigungen, wenn sich jemand für deinen Newsletter eingetragen hat. Benachrichtigungen, dass kaputte Verlinkungen entdeckt wurden. Und so weiter…

Möchtest du all diese Mails wirklich bekommen? Oder nerven sie dich eigentlich und du klickst sie fast schon unbewusst immer in den Papierkorb? – Dann stelle sie jetzt endlich mal ab. Ich hab das selber auch viel zu lange vor mir hergeschoben, obwohl ein ruhiger Posteingang so wohltuend ist. 😉

  • Überprüfe die Einstellungen deines Blogs: bekommst du genau die E-Mail-Benachrichtigungen, die du lesen möchtest?

  • Ob du eine Mail erhältst, sobald jemand einen neuen Kommentar verfasst hat, legst du unter Einstellungen > Diskussionen fest.
  • Wenn du Antispam Bee nutzt, kannst du einstellen, ob du via Mail über neuen Spam informiert werden möchtest oder nicht.
  • Auch das Plugin “Broken Link Checker” schickt dir standardmäßig eine E-Mail, sobald es eine kaputte Verlinkung entdeckt hat. Das änderst du unter Einstellungen > Link Checker, indem du die Häkchen bei den E-Mail-Benachrichtigungen entfernst.

Übrigens kannst du dann natürlich auch gleich mit den E-Mail-Einstellungen auf anderen Plattformen weitermachen und die Liste deiner Newsletter-Abos überprüfen. 🙂


Und, hast du entrümpelt?

So, wenn du mitgemacht hast, blitzt und blinkt dein Blog jetzt ja nur so. 🙂

Hast du deinen Blog entrümpelt? Hatte sich viel unnützer Kram angesammelt? Und hast du vielleicht eine Beitragsidee wiedergefunden, die du schon ganz vergessen hattest? – Lass es mich in einem Kommentar wissen! 🙂

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