Die Sache mit dem Mehrwert

8. Oktober 2014- aktualisiert: 29. Dezember 2019 Bloggen5.1 min read 24 Kommentare

In letzter Zeit sind mir gleich mehrere Blogartikel begegnet, in denen die mittlerweile allgegenwärtige Empfehlung kritisiert wird, dass ein Blog unbedingt einen “Mehrwert” haben müsse.  Christin schreibt darüber zum Beispiel unter dem Titel Dieses Blog gibt es ohne 19%.

Also gucken wir uns das Thema doch mal genauer an. 🙂

“Mehrwert?” Was soll das überhaupt sein?

So ein Blog funktioniert ja nach einem recht einfachen Prinzip: du schreibst etwas, dann wird es von der Öffentlichkeit gelesen und im besten Fall hinterlassen dir deine Leser Kommentare, verbreiten vielleicht sogar deinen Artikel, nehmen selber darauf Bezug.
Frustrierend ist es natürlich, wenn kaum jemand deinen Blog liest und die Interaktion ausbleibt. Da kannst du den Kram auch deiner Katze erzählen. 😉

Du musst also:

  1. auf deinen Blog aufmerksam machen und
  2. dafür sorgen, dass die Leute auch wiederkommen.

Dabei siehst du dich im Jahr 2014 einer verdammt großen “Konkurrenz” gegenüber. Die Blogosphäre ist immens riesig geworden und zu so ziemlich jedem Thema gibt es mehrere Blogs – im Falle von populären Themen wie Lifestyle-Blogs sind es sogar etliche Tausend.

Warum also sollte jemand ausgerechnet deinen Blog besuchen? – Weil du in irgendeinem Punkt positiv aus der Masse herausstichst.

Der Mehrwert ist das, weswegen die Leute deinen Blog lesen.

Welche Formen von Mehrwert gibt es denn?

Achte mal darauf, weswegen du genau die Zeitschriftenartikel, Bücher und Blogs liest, die du eben liest. Du wirst deine Zeit mit nichts verschwenden, was dich überhaupt nicht interessiert, was langweilig ist. Sofern hinter dir nicht der Schatten eines Lehrers oder Profs aufragt 😉 , wirst du genau das lesen, was dir irgendetwas bringt:

  • Einen Roman, der dich von der öden Zugfahrt ablenkt.
  • Einen Artikel in der Zeitung, der dich über das Tagesgeschehen informiert.
  • Ein Fachbuch, aus dem du etwas lernst.
  • Einen Comicstrip, weil er dich zum Lachen bringt.
  • Ein Rezept, das dir zu deinem Mittagessen verhilft.
  • Und so weiter.

Das alles ist Mehrwert.
Ganz gleich, ob es um Informationen geht oder um Unterhaltung, um Ablenkung oder Inspiration.

Ganz knapp heruntergebrochen könnte man sagen:

Mehrwert: das Gegenteil von langweiligem Content. Klick um zu Tweeten

Aktiver und passiver Mehrwert

… sind keine feststehenden Definitionen, aber diese beiden Begriffe passen meiner Meinung nach ganz gut.

Ein aktiver Mehrwert entsteht dann, wenn du etwas bewusst für deine Leser schreibst. Das kann zum Beispiel ein Tutorial sein oder ein Gewinnspiel. In deinem Tagebuch würdest du solche Beiträge sicherlich nicht schreiben.

Hingegen ist es ein passiver Mehrwert, wenn du in erster Linie für dich bloggst und deine Leser trotzdem etwas davon haben: du hast zum Beispiel deine Babykatze beim Spielen fotografiert und hältst diese Momente in deinem Blog fest. Wenn die Fotos deinen Lesern ein entzücktes Quietschen entlocken und sie das tapsige Kitten aufmuntert, hast du quasi unabsichtlich einen Mehrwert für sie geschaffen. Sie werden wiederkommen, um noch mehr süße Katzenfotos zu sehen, weil sie sich dadurch besser fühlen – ganz egal, ob du die Fotos nun extra für die #catcontent-Sucher aufgenommen hast oder nur, um eben die Entwicklung deines Stubentigers festzuhalten.

Muss mein Blog denn einen Mehrwert bieten?

Nichts muss. 😉 Schließlich dürfte dein Blog in den allermeisten Fällen dein Hobby sein und da kannst du tun und lassen, was du willst.

Solange du in erster Linie für dich selber schreibst, kann es dir herzlich wumpe sein, ob irgendwelche Leser deine Inhalte nun interessant finden oder nicht. Wenn du damit glücklich bist, ist das vollkommen okay.

Die Frage ist einfach, wie wichtig dir Leser sind. Nicht ohne Grund ist das Internet voller Fragen wie: “Wodurch wird mein Blog bekannter?” / “Wie bekomme ich mehr Leser?” / “Wie erhalte ich mehr Kommentare?” – Denn meistens bloggt man dann ja doch, um ein gewisses Echo zu bekommen.

Wenn dein Blog einen wie auch immer gearteten Mehrwert liefert, verbesserst du deine Chance auf regelmäßig wiederkehrende, begeisterte Leser immens.

Und wie bekommen meine Beiträge jetzt so einen Mehrwert?

Es geht nicht darum, dass du plötzlich über völlig andere Themen bloggen musst. Wie gesagt – der Mehrwert ist weitaus mehr als nur Informationen. Und reine Informationen liefern auch noch keinen Mehrwert.

Frage dich bei deinen Beiträgen, ob du selber diese Texte in drei Jahren noch einmal lesen würdest. Sind sie unterhaltsam geschrieben? Gefallen dir selber die Fotos, oder hast du sie nur mehr oder weniger pflichtbewusst auf die Schnelle reingeklatscht?

Experimentiere ruhig ein wenig mit deinem Schreibstil herum – das ist schließlich ein Blog, kein “Was ich diesen Sommer erlebt habe”-Schulaufsatz. 😉

Ganz gleich, worüber du schreibst – gib ein kleines Sahnehäubchen an Extra-Inhalten dazu! Du zeigst zum Beispiel Fotos von deinem letzten Städtetrip? Dann erwähne doch kurz die historische Bedeutung der Sehenswürdigkeiten, die du da zeigst – denn die kennt sicher nicht jeder.

Wenn du mit Herzblut bei der Sache bist, kannst du aus so ziemlichen jedem Thema einen lesenswerten Artikel machen!

Und dann war da noch… der Mehrwert für dich selber

Wir haben jetzt viel über deine Leser geredet; was du tun kannst, um deine Beiträge für sie interessanter zu gestalten.

In den allermeisten Fällen dürfte dein Blog aber kein Business sein, sondern, wie gesagt, dein Hobby. Und deswegen ist eines ganz wichtig: der Mehrwert, den du selber vom Bloggen hast. Dass es dir Spaß macht! Und diesen Aspekt solltest du nie vergessen, ganz egal, ob du nur privat bloggst oder ob du dich in Richtung ProBlogging orientierst.

Fazit

Ein Mehrwert für deine Leser entsteht genau dann, wenn sie aus deinem Beitrag irgendetwas für sich selbst mitnehmen können – Inspirationen, Informationen oder schlicht Unterhaltung. Das verhilft deinem Blog zu mehr und wiederkehrenden Lesern. Dennoch sollte der Mehrwert kein Selbstzweck werden – im Vordergrund sollten beim Bloggen immer noch der Spaß und die Kreativität stehen.

Was meinst du dazu?

Hast du das Stichwort “Mehrwert” in Bezug auf Blogs schon gehört?
Achtest du bei deinen eigenen Beiträgen darauf, dass sie immer einen Mehrwert liefern, oder ist das für dich eher nebensächlich?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

Die Sache mit dem Mehrwert

8. Oktober 2014- aktualisiert: 29. Dezember 2019 Bloggen 24 Kommentare

In letzter Zeit sind mir gleich mehrere Blogartikel begegnet, in denen die mittlerweile allgegenwärtige Empfehlung kritisiert wird, dass ein Blog unbedingt einen “Mehrwert” haben müsse.  Christin schreibt darüber zum Beispiel unter dem Titel Dieses Blog gibt es ohne 19%.

Also gucken wir uns das Thema doch mal genauer an. 🙂

“Mehrwert?” Was soll das überhaupt sein?

So ein Blog funktioniert ja nach einem recht einfachen Prinzip: du schreibst etwas, dann wird es von der Öffentlichkeit gelesen und im besten Fall hinterlassen dir deine Leser Kommentare, verbreiten vielleicht sogar deinen Artikel, nehmen selber darauf Bezug.
Frustrierend ist es natürlich, wenn kaum jemand deinen Blog liest und die Interaktion ausbleibt. Da kannst du den Kram auch deiner Katze erzählen. 😉

Du musst also:

  1. auf deinen Blog aufmerksam machen und
  2. dafür sorgen, dass die Leute auch wiederkommen.

Dabei siehst du dich im Jahr 2014 einer verdammt großen “Konkurrenz” gegenüber. Die Blogosphäre ist immens riesig geworden und zu so ziemlich jedem Thema gibt es mehrere Blogs – im Falle von populären Themen wie Lifestyle-Blogs sind es sogar etliche Tausend.

Warum also sollte jemand ausgerechnet deinen Blog besuchen? – Weil du in irgendeinem Punkt positiv aus der Masse herausstichst.

Der Mehrwert ist das, weswegen die Leute deinen Blog lesen.

Welche Formen von Mehrwert gibt es denn?

Achte mal darauf, weswegen du genau die Zeitschriftenartikel, Bücher und Blogs liest, die du eben liest. Du wirst deine Zeit mit nichts verschwenden, was dich überhaupt nicht interessiert, was langweilig ist. Sofern hinter dir nicht der Schatten eines Lehrers oder Profs aufragt 😉 , wirst du genau das lesen, was dir irgendetwas bringt:

  • Einen Roman, der dich von der öden Zugfahrt ablenkt.
  • Einen Artikel in der Zeitung, der dich über das Tagesgeschehen informiert.
  • Ein Fachbuch, aus dem du etwas lernst.
  • Einen Comicstrip, weil er dich zum Lachen bringt.
  • Ein Rezept, das dir zu deinem Mittagessen verhilft.
  • Und so weiter.

Das alles ist Mehrwert.
Ganz gleich, ob es um Informationen geht oder um Unterhaltung, um Ablenkung oder Inspiration.

Ganz knapp heruntergebrochen könnte man sagen:

Mehrwert: das Gegenteil von langweiligem Content. Klick um zu Tweeten

Aktiver und passiver Mehrwert

… sind keine feststehenden Definitionen, aber diese beiden Begriffe passen meiner Meinung nach ganz gut.

Ein aktiver Mehrwert entsteht dann, wenn du etwas bewusst für deine Leser schreibst. Das kann zum Beispiel ein Tutorial sein oder ein Gewinnspiel. In deinem Tagebuch würdest du solche Beiträge sicherlich nicht schreiben.

Hingegen ist es ein passiver Mehrwert, wenn du in erster Linie für dich bloggst und deine Leser trotzdem etwas davon haben: du hast zum Beispiel deine Babykatze beim Spielen fotografiert und hältst diese Momente in deinem Blog fest. Wenn die Fotos deinen Lesern ein entzücktes Quietschen entlocken und sie das tapsige Kitten aufmuntert, hast du quasi unabsichtlich einen Mehrwert für sie geschaffen. Sie werden wiederkommen, um noch mehr süße Katzenfotos zu sehen, weil sie sich dadurch besser fühlen – ganz egal, ob du die Fotos nun extra für die #catcontent-Sucher aufgenommen hast oder nur, um eben die Entwicklung deines Stubentigers festzuhalten.

Muss mein Blog denn einen Mehrwert bieten?

Nichts muss. 😉 Schließlich dürfte dein Blog in den allermeisten Fällen dein Hobby sein und da kannst du tun und lassen, was du willst.

Solange du in erster Linie für dich selber schreibst, kann es dir herzlich wumpe sein, ob irgendwelche Leser deine Inhalte nun interessant finden oder nicht. Wenn du damit glücklich bist, ist das vollkommen okay.

Die Frage ist einfach, wie wichtig dir Leser sind. Nicht ohne Grund ist das Internet voller Fragen wie: “Wodurch wird mein Blog bekannter?” / “Wie bekomme ich mehr Leser?” / “Wie erhalte ich mehr Kommentare?” – Denn meistens bloggt man dann ja doch, um ein gewisses Echo zu bekommen.

Wenn dein Blog einen wie auch immer gearteten Mehrwert liefert, verbesserst du deine Chance auf regelmäßig wiederkehrende, begeisterte Leser immens.

Und wie bekommen meine Beiträge jetzt so einen Mehrwert?

Es geht nicht darum, dass du plötzlich über völlig andere Themen bloggen musst. Wie gesagt – der Mehrwert ist weitaus mehr als nur Informationen. Und reine Informationen liefern auch noch keinen Mehrwert.

Frage dich bei deinen Beiträgen, ob du selber diese Texte in drei Jahren noch einmal lesen würdest. Sind sie unterhaltsam geschrieben? Gefallen dir selber die Fotos, oder hast du sie nur mehr oder weniger pflichtbewusst auf die Schnelle reingeklatscht?

Experimentiere ruhig ein wenig mit deinem Schreibstil herum – das ist schließlich ein Blog, kein “Was ich diesen Sommer erlebt habe”-Schulaufsatz. 😉

Ganz gleich, worüber du schreibst – gib ein kleines Sahnehäubchen an Extra-Inhalten dazu! Du zeigst zum Beispiel Fotos von deinem letzten Städtetrip? Dann erwähne doch kurz die historische Bedeutung der Sehenswürdigkeiten, die du da zeigst – denn die kennt sicher nicht jeder.

Wenn du mit Herzblut bei der Sache bist, kannst du aus so ziemlichen jedem Thema einen lesenswerten Artikel machen!

Und dann war da noch… der Mehrwert für dich selber

Wir haben jetzt viel über deine Leser geredet; was du tun kannst, um deine Beiträge für sie interessanter zu gestalten.

In den allermeisten Fällen dürfte dein Blog aber kein Business sein, sondern, wie gesagt, dein Hobby. Und deswegen ist eines ganz wichtig: der Mehrwert, den du selber vom Bloggen hast. Dass es dir Spaß macht! Und diesen Aspekt solltest du nie vergessen, ganz egal, ob du nur privat bloggst oder ob du dich in Richtung ProBlogging orientierst.

Fazit

Ein Mehrwert für deine Leser entsteht genau dann, wenn sie aus deinem Beitrag irgendetwas für sich selbst mitnehmen können – Inspirationen, Informationen oder schlicht Unterhaltung. Das verhilft deinem Blog zu mehr und wiederkehrenden Lesern. Dennoch sollte der Mehrwert kein Selbstzweck werden – im Vordergrund sollten beim Bloggen immer noch der Spaß und die Kreativität stehen.

Was meinst du dazu?

Hast du das Stichwort “Mehrwert” in Bezug auf Blogs schon gehört?
Achtest du bei deinen eigenen Beiträgen darauf, dass sie immer einen Mehrwert liefern, oder ist das für dich eher nebensächlich?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

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