Was genau ist Pinterest? Und warum du es unbedingt nutzen solltest:

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Social Media-Plattformen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
Jede setzt dabei unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte: auf facebook finden sich hauptsächlich Freunde und Bekannte, Xing ist für die geschäftlichen Kontakte da,  Twitter besticht durch die limitierte Beitragslänge und Instagram lebt von Smartphone-Schnappschüssen.

2017 habe ich Pinterest für mich entdeckt – und dadurch nicht nur unzählige hilfreiche Artikel gefunden, sondern auch jede Menge neuer Leser auf meinen Blog aufmerksam machen können.

Vor allem im deutschsprachigen Raum schwirren aber immer noch viele Fragezeichen über den Köpfen: „Pinterest? Was ist Pinterest?!“ oder „Davon gehört habe ich ja schon mal, aber hmm…“ – Daher starte ich hiermit eine Artikelserie über Pinterest, die dir diese großartige Plattform näherbringt. 🙂

Was ist Pinterest denn eigentlich?

Oft wird Pinterest als Bildersuchmaschine bezeichnet. Das ist naheliegend, denn Bilder stehen bei Pinterest im Mittelpunkt: jeder Eintrag („Pin“) besteht aus einem großformatigen Bild mitsamt ein bisschen Text und einem Link.
Allerdings handelt es sich dabei um ganz spezielle Bilder: nämlich um Infografiken, inspirierende Zitate oder Fotos, die irgendeine Art von Anleitung illustrieren.

Screenshot von Pinterest

Pinterest ist vollgestopft mit Ideen und Tipps für alle nur erdenklichen Lebensbereiche

Pinterest ist also keine Plattform für Fotografie-Portfolios wie etwa flickr. Stattdessen tummeln sich auf Pinterest Rezepte, DIY-Tutorials, Wohnideen, Infografiken zu allen nur erdenklichen Themen („Welche Städte sind die umweltfreundlichsten der Welt?“, „Informationen rund um Huhn und Ei“, „44 Ways to be more productive“, …) und und und.
Denn genau darum geht es bei Pinterest – um Inspiration und Anleitungen!
Aus diesem Grund nenne ich Pinterest lieber die „Wie kann ich besser werden?“-Suchmaschine.

Wie funktioniert Pinterest?

Jeder Beitrag ist ein sogenannter Pin. Entweder steht der Pin für sich selbst, etwa wenn es sich um eine Infografik handelt. Oder er fungiert als Aushängeschild für einen externen Blogeintrag, der mit dem Pin verlinkt wird.

Anatomie eines Pins auf Pinterest

Die Anatomie eines Pins

Du kannst neue Beiträge pinnen, indem du ein Bild hochlädst oder von einer Webseite aus ein Bild auf Pinterest hinzufügst. Auf vielen Blogs erscheint ein rotes „P“, wenn du mit der Maus über ein Bild fährst – das ist der sogenannte „Pin it“-Button, über den du das Bild pinnen kannst. Beispielsweise hier:

Was ist Pinterest? Warum solltest du es unbedingt nutzen?

Viel verbreiteter ist aber das sogenannte Repinnen: hierbei merkst du dir einen Pin, den du auf Pinterest gefunden hast, auf einer deiner eigenen Pinnwände.

Was ist eine Pinnwand?

Pinnwände sind der zentrale Bestandteil deines Profils. Hier findest du alle Pins, die du dir gemerkt hast. Du kannst beliebig viele Pinnwände anlegen – das hilft dir dabei, deine gemerkten Pins thematisch zu sortieren.

Pinnwände auf Pinterest

Einige meiner Pinnwände

Eine besondere Form von Pinnwänden (im Englischen „boards“ genannt) sind sogenannte Gruppenboards: hier pinnen mehrere Nutzer zusammen auf eine Pinnwand, um gemeinsam eine große Sammlung zu einem bestimmten Thema aufzubauen.

Für wen ist Pinterest interessant – sollte ich mich anmelden?

Auf jeden Fall! Zumindest, wenn du gerne Neues lernst. Pinterest ist einfach eine riesengroße Fundgrube an hilfreichen Inhalten – für berufliche Themen ebenso wie für Hobbys, den Haushalt, Kinderspiele oder was auch immer.
Dabei macht das Stöbern auf Pinterest auch unheimlich viel Spaß, weil es immer so viele nützliche, kreative und spannende Ideen zu entdecken gibt.

Unangemeldet kannst du Pinterest übrigens nicht nutzen, du benötigst dazu einen Account.

Wenn du Blogger bist, sollte du erst recht auf Pinterest aktiv sein! Denn hier findest du nicht nur unzählige Tutorials rund um das Bloggen, sondern vor allem bietet Pinterest dir eine verdammt große Chance auf mehr Leser! Wie genau das funktioniert und was du beachten solltest, erfährst du in den kommenden Artikeln.

Für’s Erste ist wichtig, dass ich dir Pinterest auf jeden Fall wärmstens ans Herz lege. 🙂

Ist Pinterest kostenlos?

Ja. Sowohl für Privatpersonen, als auch für Unternehmen kostet die Nutzung von Pinterest nichts.

Wie kann ich mich bei Pinterest anmelden?

Über pinterest.de kannst du deinen Account anlegen. Hierbei hast du die Wahl zwischen einem eigenständigen Pinterest-Account oder der Verknüpfung mit deinem facebook- oder Google-Konto.
Die Anmeldung geht ruckzuck und ist selbsterklärend. 🙂

Wie du dein Profil optimal ausfüllst und was du tun musst, um so ein privates Profil in einen Business-Account umzuwandeln, sind ebenfalls künftige Themen dieser Artikelreihe. Stay tuned. 🙂

Jetzt suchen wir aber erstmal ein paar spannende Inhalte:

Wie kann ich auf Pinterest suchen?

Ganz oben befindet sich ein großes Suchfeld, in das du deine Stichwörter eintippst.

Pinterest – Suchfeld

Das Suchfeld bei Pinterest befindet sich ganz oben auf der Seite

Dabei klappt ein Menü nach unten aus, das dir verschiedene Vorschläge unterbreitet:

Die Suche auf Pinterest

Zu jedem Suchbegriff präsentiert Pinterest dir Vorschläge

Das sind zum einen spezifischere Suchbegriffe, die das Thema eingrenzen. Desweiteren werden dir Nutzer vorgeschlagen, die sich vermutlich mit diesem Thema beschäftigen, sowie einschlägige Pinnwände.

Interessant sind außerdem die bunten Schlagwörter-Kästchen, die unter dem Suchfeld auftauchen:

Die Suchfunktion auf Pinterest

Über die bunten Kästchen kannst du deine Suche verfeinern

Die fügen deiner Suche weitere Stichwörter hinzu, sodass du die Ergebnisse eingrenzen kannst.

Auf diese Weise findest du im Handumdrehen Dutzende von Anleitungen und Tipps. 🙂

Muss ich denn aktiv pinnen?

Theoretisch musst du nicht pinnen, wenn du Pinterest nutzt: du kannst auch einfach so nach interessanten Inhalten suchen und das war’s – genau so, wie du es auch beim Googeln machst.

Allerdings bringt es gleich vier Vorteile mit sich, wenn du aktiv pinnst und selber nach und nach deine Pinnwände füllst:

1. Du findest die Pins wieder

Pins funktionieren wie eine Art hübsches Lesezeichen – über deine Pinnwände findest du spannende Inhalte auch später wieder. Übrigens kannst du auch „geheime“ Pinnwände anlegen, die nur du siehst.

2. Du hilfst den anderen Nutzern, gute Inhalte zu entdecken

Beim Anlegen thematischer Pinnwände kuratierst du ja die Inhalte. Du pinnst schließlich nur das, was du selber nützlich und interessant findest. Diese Sammlungen helfen anderen Nutzern, die sich für das gleiche Thema interessieren – sie müssen mit ihrer Suche nicht bei Null anfangen. Umgekehrt profitierst natürlich auch du von den Pinnwänden, die andere angelegt haben.

3. Du hilfst den Verfassern, Wertschätzung zu erfahren

Indem du einen Artikel pinnst bzw. repinnst, machst du ihn bekannter. Davon profitiert der Verfasser des Pins – derjenige, der Zeit und Herzblut investiert hat, um diese Infografik zu erstellen oder jenen Beitrag zu schreiben. Das Pinnen kostet dich nichts und ist im Nu erledigt, du kannst damit aber ein „Danke“ aussprechen.

4. Du baust eine gewisse Reichweite auf

Durch das Pinnen von guten Inhalten wirst du nach und nach auf Pinterest bekannter: andere Nutzer mit denselben Interessen werden auf dich aufmerksam und folgen deinen Pinnwänden oder deinem kompletten Account. Das mag deinem Ego schmeicheln 😉 , wichtig ist das aber vor allem, wenn du eigene Inhalte wie etwa Blogposts promoten möchtest: deine Pins werden von mehr Menschen gesehen und gehen nicht irgendwo unter.


Im nächsten Beitrag erfährst du, wie du deine Pinnwände optimal aufbaust und organisierst.

Nutzt du Pinterest bereits bzw. hast es nach der Lektüre dieses Artikels vor? Wenn ja, dann hinterlasse doch einen Link zu deinem Profil in den Kommentaren! 🙂 Und wenn nein – warum nicht, was sind deine Gründe?

Dieser Beitrag wurde bereits 17mal kommentiert - was denkst du? Hau in die Tasten! 🙂

Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

17 Kommentare

  1. Mal wieder ein perfekter Beitrag von dir für andere Blogger. Super verständlich und umfassend erklärt. 🙂
    Ich selbst nutze Pinterest seit Ende 2016 aktiv für den Blog, habe es aber immer noch nicht geschafft für alle alten Beiträge pinnbare Grafiken zu erstellen. Aber es steht auch für 2018 auf meiner Liste. 😉
    Zu finden bin ich unter https://www.pinterest.de/lexasleben/.

    Ich bin gespannt, wie lange sich Pinterest noch so lohnen wird für Blogger. Noch lässt es sich ja gut nutzen, ohne Geld in die Hand zu nehmen, aber ich habe so meine Zweifel, dass es noch lange so bleiben wird. Irgendwann wird sicherlich die Enwicklung einsetzen wie bei FB, dass ohne Werbung kaum noch etwas geht… aber bis dahin immer schön weiter pinnen und das beste hoffen. Es funktioniert 🙂

    LG Lexa

    Antworten

    • Hallo Lexa,

      danke für die Blumen! 🙂

      Ja, da habe ich auch noch einen Haufen Arbeit vor mir… teilweise möchte ich auch zwei oder drei verschiedene Pinterest-Grafiken pro Artikel erstellen und ausprobieren, welche am besten funktioniert. Langeweile kommt da also sicher nicht auf. 😉
      Deine wunderbare Übersicht über die Gruppenboards werde ich im nächsten Artikel übrigens verlinken, die ist so klasse!

      Mhm, das vermute ich leider auch… die Plattform hat halt auch einfach enorm viel Potential für Werbung. Schauen wir mal, was 2018 so bringt.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  2. Pingback: Linkliebe № 11 - LexasLeben

  3. Ich benutze Pinterest als Ideensuche …. selbst Pinwände angelegt hab ich kaum bzw. ich hat mir jetzt nen ganz frischen Account gemacht gehabt,da ist eh noch nicht viel. Wubs,sollte das vllt auf´m Blog aktualisieren … ganz vergessen 😀 Find es super als Inspirationsquelle und stöber mich da quasie täglich durch.

    Die Werbefreiheit genieß ich da gerade umso mehr. Instagram ist inzwischen auch mit Werbung,gegen FB-Werbung hab ich ein Plugin im Browser,weil´s wirklich massiv genervt hat.

    L.G
    Blackmoon

    Antworten

  4. Liebe Anne,
    Vielen Dank für deine tolle Beschreibung! Ich habe auch letztes Jahr Pinterest entdeckt und bin vollkommen begeistert! Es gibt wirklich Ideen aus allen Ecken der Welt und man baut einfach und schnell neues Wissen auf – das kann natürlich gefährlich werden, wenn man gerne nachahmt und ZU VIEL NEUES findet 😀
    Viele Grüße,
    Izabella

    Antworten

    • Hallo Izabella,

      haha, ja, irgendwann muss man halt auch die Zeit finden, die ganzen Ideen umzusetzen. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  5. Ich habe Pinterest auch in letzter Zeit für mich entdeckt – sowohl als Inspirations- als auch als Trafficquelle für meinen Blog. Man merkt richtig, wie die Plattform gerade wächst.
    Sehr schön zusammengefasst, Danke dafür!

    Antworten

    • Hallo Carolyn,

      ja, gerade in Deutschland startet Pinterest gerade erst durch, habe ich das Gefühl. In der englischsprachigen Bloggerwelt ist das schon deutlich etablierter.

      Antworten

  6. Deine Pinterest-Reihe kommt wie gerufen. Erst vor Kurzem habe ich mir vorgenommen, für meinen Blog dort mal etwas aktiver zu werden, aber bis jetzt bin ich noch unschlüssig. Bin auf deine weiteren Artikel gespannt!

    LG
    Shaoshi

    Antworten

  7. Ja, du hast mich überzeugt. ;D
    Ich werde mich mal demnächst damit beschäftigen und mich dort anmelden. Aber zuerst kommt meine eigene Domain dran *freu*

    Lieben Gruß, nossy

    Antworten

  8. Hallo Anne,

    ich bin bisher auch noch nicht so richtig mit Pinterest warm geworden, da ist noch reichlich Luft nach oben… 😉 Vielen Dank für diesen Beitrag, der mir schon weitergeholfen hat, jetzt bin ich gespannt auf die Fortsetzung! Wenn ich mich doch noch mit Pinterest anfreunden kann, wird das sicher auch mit an dir und deinen Beiträgen liegen.

    LG Linni

    Antworten

    • Hallo Linni,

      na, dann freue ich mich, wenn ich dir da weiterhelfen kann! 🙂
      Der zweite Teil über Pinterest ist gerade „in der Mache“ und sollte morgen erscheinen. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

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