Schlagwörter unter der Lupe

Schlagwörter unter der Lupe

Es gibt so einige Wartungsarbeiten hinter den Kulissen, die du zum Wohl deines Blogs regelmäßig in Angriff nehmen solltest. Dieses Mal schauen wir uns die Tags an.

Bei WordPress siehst du über einen Klick auf Beiträge -> Schlagwörter, wie viele Tags du verwendest – hier auf vom Landleben sind es derzeit (Dezember 2019) 1023, verteilt auf 638 Beiträge. Es waren schon mal deutlich mehr Tags, aber vor rund einem Jahr hatte ich schon mal ausgemistet.
Dennoch sind es eindeutig ein paar zuviel, um noch hilfreich zu sein. 😉

Vorab: wofür sind die Schlagwörter eigentlich gut?

Grundsätzlich helfen Schlagwörter dabei, Blogartikel differenzierter zu gruppieren als nur durch Kategorien: ein Beitrag sollte nur einer Kategorie zugeordnet werden, kann aber beliebig viele Tags haben.

„Beliebig viele?“ – Nun ja. 😉 Hierbei musst du zwischen zwei verschiedenen Einsatzgebieten unterschieden: innerhalb des Blogs und außerhalb.

Extern

Etliche Bloganbieter stellen eine globale Schlagwortsammlung zur Verfügung – beispielsweise auf wordpress.com unter dem sprachlich etwas wackeligen Titel „Themen durchforschen“.

Hier werden die häufigsten Schlagwörter aller Blogs dargestellt. Damit ein Artikel gut gefunden wird, solltest du in diesem Fall also möglichst alle denkbaren Tags vergeben: bei einer Rezension etwa wäre da nicht nur „Buch“ ratsam, sondern auch „Bücher“, und Fotos lassen sich mit „Foto“, „Fotos“, „Fotografie“, „Photo“ etc. auf vielfältige Weise verschlagworten. Somit steigen die Chancen, ein beliebtes Schlagwort zu verwenden und dadurch neue Leser auf dich aufmerksam machen zu können.

Intern

Anders verhält es sich, wenn du die Tags nur innerhalb deines eigenen Blogs nutzt. Standardmäßig werden bei den einzelnen Einträgen die jeweils vergebenen Schlagworte aufgelistet, und oft sieht man die häufigsten Schlagwörter zudem auch in der Sidebar. Dort dann sowohl „Buch“, als auch „Bücher“ anzuzeigen, wäre doppelt gemoppelt und sonst nichts.

Schließlich geht es nicht nur darum, dass deine Leser aktiv nach einem bestimmten Schlagwort suchen. Vielmehr lädt sie eine solche Tagwolke dazu ein, interessante Begriffe anzuklicken und somit zu weiteren relevanten Inhalten zu gelangen.

Logischerweise ist es dabei frustrierend, ein Tag anzuklicken und dann nur ein oder zwei Beiträge zu finden – vor allem, wenn es eigentlich viel mehr passende Einträge gäbe, bloß eben unter einem anderen Stichwort. Daher solltest du hier also darauf achten, beim Verschlagworten möglichst stringent vorzugehen und dir vorher zu überlegen, ob du die Beiträge nun unter „Fotos“ oder „Photos“ ablegen magst.

Die Schlagwörter ausmisten & aufräumen

Genau das habe ich mir jetzt also mal wieder für meinen Blog vorgenommen!

Als erstes habe ich alle Tags gelöscht, denen gar kein Beitrag mehr zugeordnet war. Das passiert, wenn du Artikel ganz löschst oder auch einfach nachträglich einige Schlagwörter entfernst.

Um in WordPress zu sehen, welche Schlagwörter Singles sind ;), wechselst du auf Beiträge –> Schlagwörter und klickst dann auf den Titel der rechten Spalte, „Beiträge“. Dadurch werden die Tags anhand der Anzahl ihrer zugehörigen Artikel sortiert.
Markiere alle Schlagwörter mit einer „0“ und lösche sie.

Auf vom Landleben blieben dann noch 880 Tags übrig.

Überlegungen zur Schlagwort-Vergabe

Für meinen Blog habe ich mir beim ersten Schlagwort-Ausmisten ein grobes Konzept überlegt, nach welchen Kriterien ich Tags vergeben will. Bei Rezepten bieten sich die wichtigsten Zutaten an, bei Ausflugsberichten werden die Ortsnamen erwähnt, bei Artikelserien der jeweilige Name (etwa „Gartenguckloch“). Dazu die Namen der Pflanzen, die im Artikel eine Rolle spielen. Und so weiter.

Einiges wurde konzeptionell gestrichen: da die Themen ja schon durch die Kategorien sortiert werden, wäre es wenig sinnvoll, parallel zu der Kategorie „Bloggen“ noch das Tag „Bloggen“ zu verwenden.

Das große Löschen

Weiter ging es bei meiner Aufräumaktion jetzt mit den nur einmal genutzten Schlagworten: „Paris“ flog raus, zusammen mit „Adorno“ und „Duden helau“ –  Tags also, über die ich höchstwahrscheinlich nie wieder schreiben werde. „Bachelorprüfung“ wurde in das allgemeinere „Uni“ eingegliedert. „Fotos“ nutzte ich als eines der häufigsten Schlagwörter, aber da hier so gut wie jeder Beitrag bebildert ist, war das herzlich überflüssig.

Von einigen Tags existierten verschiedene Schreibweisen: „Google Plus“, „GooglePlus“ und „Google+“. Eine reicht, sodass ich hier die betreffenden Artikel neu verschlagwortet habe.
Ebenso verfuhr ich mit unterschiedlichen Begriffen wie etwa „Ausflug“ und „Tour“ sowie „Balkon“ und „Balkonien“, die ich zusammenlegte.
Last but not least hatten schließlich einige Schlagwörter durch Tippfehler unfreiwillige Doppelgänger. 🙂

Fazit

Das Bearbeiten der einzelnen Artikel ist mit Sicherheit der aufwändigste Teil der ganzen Geschichte. Je nachdem bietet es sich beim Durchsehen der alten Einträge ja auch an, diesen neue Tags zu verpassen. Alles in allem kann man aus der Vergabe von Schlagwörtern sicher eine Wissenschaft machen. 🙂

Nach etwa zwei Stunden und 220 verbliebenen Tags hatte ich damals bei der ersten Runde zugegebenermaßen keinen Nerv mehr dafür. Diesmal hat es mich ungefähr eine halbe Stunde gekostet, also deutlich weniger.

… und bei dir?

Wie hältst du es mit den Schlagwörter?
Vergibst du viele davon? Hast du irgendein Konzept dahinter?
Hast du sie auch schon mal ausgemistet?

6 Kommentare

  1. Alex L sagt:

    Hi Anne,
    schöner und ausführlicher Artikel und ich verschlagworte meine Artikel ebenfalls und nutze dabei allerhand Tags. Ich achte immer darauf, dass es keine Doppelgänger gibt und alles mit einem einheitlichen Tag verschlagwortet ist. Tags dienen wunderbar zur internen Verlinkung und die Tagwolke wie man sie in der Sidebar zahlreicher Blogs hat, hat keineswegs ausgedient. Ich arbeite sehr gerne mit den Tags. Auf meinem Joomla-Blog, der hier auch verlinkt ist, arbeite ich genauso mit Tags und dort sind es Schlüsselwörter, welche man beim Erstellen eines Beitrages vergeben kann. Diese werden dann in der Blogsidebar angezeigt.

  2. Caro sagt:

    Huhu 😀 Ich mag „Pimp my Blog“! Man lernt immer wieder neues 🙂
    Ich tagge meine Beiträge auch, allerdings nicht ganz so durchgängig wie du das beschriebst. Ich sollte wohl auch mal aussortieren, aber da fehlt mir einfach die Übersicht. Mal sehen wannich das schaffe. 😉
    Tagwolken finde ich klasse. Da siehtr man auf den ersten Blick um was es bei dem Blog hauptsächlich geht. ;D

  3. Aki sagt:

    Ich benutze bisher gar keine Tags. Zwischendurch habe ich immer wieder überlegt, aber die faule Socke in mir hat bisher immer gewonnen. Ich habe ein paar wenige Kategorien, da passt eigentlich alles rein – ob das sinnvoll ist, weiß ich nicht. Mit Tags kann man eben weiter spezifizieren.. mhm.
    Als Leser bei anderen ignoriere ich die Tagcloud meistens, ich finde die Dinger wirken sehr unruhig. |D

  4. arne sagt:

    Ich benutze relativ viele Tags, da diese bei mir für viele Dinge genutzt werden.

    Zum einen gewichtet das „Related Posts“-Plugin Tags bei mir relativ hoch, da ich so besser steuern kann, welche Artikel dort angezeigt werden.

    Außerdem benutz ich Tags auch für die Navigation, da es bei mir mehrere Möglichkeiten gibt sich eine Untermenge aller Beiträge anzusehen. Etwas nachlässig bin ich allerdings dabei die Tag-Beschreibungen auszufüllen, obwohl diese bei mir ebenfalls angezeigt werden.

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