... und über was blogge ich heute?!

„… und über was blogge ich heute?!“

Diese Frage hast du dir vermutlich auch schon mindestens einmal gestellt. 😉

Denn ja, natürlich soll das Bloggen Spaß machen und einen tunlichst nicht unter Druck setzen. Natürlich ist es in den allermeisten Fällen schließlich „nur“ ein Hobby. Und natürlich muss man auch nicht jeden Tag einen neuen Artikel raushauen. Natürlich, natürlich, natürlich.
Nichtsdestotrotz gibt es so Tage, da will man eigentlich etwas bloggen – und es fällt einem partout nichts ein.
Was nun, was tun?

Was du nicht tun solltest:

Einen uninspirierten Beitrag à la „Sorry, dass hier momentan nix los ist, mir fällt irgendwie nichts ein“ schreiben. Das interessiert niemanden. Damit tust du weder dir und deinem Blog, noch deinen Lesern einen Gefallen.

Stattdessen könntest du…

1.) … im Voraus planen

Das ist sicherlich die eleganteste Lösung: anstatt abends vor einem nervös blinkenden Cursor zu sitzen und auf ein Techtelmechtel mit der nächstbesten Muse zu warten, schlägst du einfach deinen Redaktionsplan auf, siehst die Liste mit den geplanten Themen der nächsten Tage durch und schreibst los. Am Artikel für nächste Woche, selbstverständlich. Denn der Beitrag für heute war ja schon seit Tagen fertig und ist pünktlich heute früh online gegangen. 🙂

Hand auf’s Herz – das wäre die Idealvorstellung. In der guten alten Realität klappt es mit solch hehren Plänen dann meistens doch nicht so super.

Denn eigentlich hat der Wecker doch gerade eben erst geklingelt… und schon findest du dich nach einem 10-Stunden-Tag im Feierabendverkehr wieder, legst auf dem Weg nach Hause noch einen Spurt durch den Supermarkt ein und während du nach dem Abendessen dann noch schnell mit dem Staubsauger in der Wohnung herumfuhrwerkst, gehst du im Kopf schonmal die Agenda der morgigen Meetings durch. 
Wenn du dann mit dem ganzen Kram endlich fertig bist – bist du ja noch nicht fertig. Der Blogeintrag, you know? Weil deine letzten paar Tage auch nicht großartig anders aussahen, hast du natürlich nicht vorgebloggt.

Also muss jetzt eine Idee her:

2.) … über kommende Events berichten

Guck doch mal in den Kalender: stehen in nächster Zeit irgendwelche Events an? Beispielsweise hast du Karten für ein Konzert nächste Woche? – Dann erzähl deinen Lesern doch schon mal davon, lass sie an deiner Vorfreude teilhaben, stell die Band kurz vor, welches ist dein absolutes Lieblingsstück, weißt du noch wie du auf die Band aufmerksam geworden bist, hast du auf einem anderen Konzert vielleicht schon mal etwas Besonderes erlebt?

So kannst du auch über geplante Urlaubsreisen schreiben, über sportliche Wettkämpfe, den Martinsumzug in deiner Stadt, und und und.

3.) … an einer Blogparade teilnehmen

Blogparaden können eine nette Inspirationsquelle sein. Üblicherweise stellt ein Blogger ein oder mehrere Fragen zu einem bestimmten Thema, und innerhalb eines gewissen Zeitraums kann jeder Blogger sie in einem Artikel beantworten. Am Ende wird meistens eine Zusammenfassung / Auswertung erstellt, bei der alle Teilnehmer verlinkt werden.

Aktuelle Blogparaden findest du zum Beispiel auf blog-parade.de.

4.) … dich an Eckdaten orientieren

Sozusagen der kleine Bruder eines richtigen Redaktionsplans: überleg dir ein paar feste Tage im Monat, an denen immer ein bestimmtes Thema an der Reihe ist. Hier auf neontrauma.de sind das zum Beispiel der Monatsletzte („gelesen im…“), der Monatserste („Blog des Monats“) und der Freitag („Foto-Freitag“). Dann hast du zumindest einen groben Anhaltspunkt, über was du schreiben könntest.

5.) … auf aktuelle Themen eingehen

Auf das Tagesgeschehen kannst du natürlich auch Bezug nehmen, gerade wenn es zu deinem Blog passt. Der Verkaufsstart der neuen iPhones dürfte zum Beispiel auf jedem Apple-Blog ein Thema gewesen sein.

6.) … einfach etwas Persönliches erzählen

Was liest du eigentlich gerade und wie gefällt dir das Buch? Wie sieht eigentlich dein Schreibtisch aus, von wo aus bloggst du meistens? hast du beim Bloggen eine bestimmte Routine, welche Programme verwendest du? Stell deine Meerschweinchen vor, plaudere über deinen Studiengang, zeig ein paar Fotos vom letzten Waldspaziergang, … da gibt es jede Menge.

Und wenn dir gar nichts einfällt…

… dann schreibst du halt einen Artikel darüber, über was man schreiben könnte, wenn einem nichts einfällt. :p

14 Kommentare

  1. Carolin sagt:

    Ich stecke gerade in genau so einer Phase. Mir fällt einfach nichts ein und es passiert auch nichts, worüber ich schreiben könnte. Deinen Post finde ich aber hilfreich. 🙂

  2. Hey,

    guter Beitrag liebe Anne. Vor allem der letzte Punkte „Einfach etwas Persönliches erzählen“ ist glaube ich sehr wertvoll und daraus können gute Artikel entstehen.

    Liebe Grüße aus Wien

  3. Daniela sagt:

    Moin Anne!

    Vielen Dank für diese total hilfreiche Liste! Die meisten Punkte sind für mich unverzichtbar: ich blogge immer vor, habe auch feste Themen (DIY- und Blogger-Freutag) und wann immer Ideen kommen versuche ich sie festzuhalten damit ich hinterher darüber schreiben kann. Eigentlich vorbildlich 🙂 Mein Problem sind vielmehr die Posts, die plötzlich doch 10x länger als geplant brauchen, die schnelle Reaktion auf Kommentare oder gegen das Bedürfnis zu kämpfen noch viel häufiger zu bloggen (weil mein Privatleben sich dann nur noch darauf beschränken würde). Wie gehst du damit um?

    Liebe Grüße,
    Daniela / siebenkilopaket

    • Anne sagt:

      Hej,

      dass ich an einem Artikel letztlich doch länger schreibe als geplant, kenne ich. Meistens schreibe ich ja morgens vor der Arbeit, aber in solchen Fällen tippe ich dann halt abends noch weiter und der Beitrag geht entweder erst abends online oder eben am nächsten Morgen.
      Kommentare beantworte ich ebenso halt morgens oder abends… nur in wirklichen Ausnahmefällen auch mal in der Mittagspause. Am Wochenende versuche ich da, immer ein bisschen nachzuholen.

  4. Melissa sagt:

    Obwohl im Alltag und Berufsleben ohne Pläne nicht sein könnte, gibt es den für meinen Blog nur sehr indirekt. Es gibt ein paar wenige wiederkehrende Beiträge (Rückblicke etc.), aber ansonsten schreibe ich spontan. Und ich schreibe fast immer nur morgens, bevor ich zur Arbeit gehe. Da bin ich noch frisch und motiviert. Abends wird der Rechner in der Regel gar nicht mehr angemacht.

  5. Ariane sagt:

    Echt schöner Artikel, die Tipps sind richtig gut 🙂

  6. Diana sagt:

    Das Problem, das du unter Punkt 1 schilderst kenne ich selbst nur zu gut. Nach einem anstrengenden Arbeitstag habe ich einfach auch mal keine Lust, mir noch Gedanken darüber zu machen, was ich bloggen könnte/sollte/müsste.
    Das Vorausplanen plane ich auch immer sehr gewissenhaft, aber letztlich klappt es bei mir noch nicht so.
    Danke dir in jedem Fall für die Tipps. 🙂

  7. Susanne sagt:

    Todesicherer Tip: duschen. Unter der Dusche kommen allen Schreibern die besten Ideen. Habe ich selbst schon oft erlebt. Und wenn auch das nicht hilft, einfach mal das Kleingedruckte auf dem Duschgel oder der Shampooflasche lesen. http://pyrolim.de/pyrocontra/2014/werbedeutsch-das-raetsel-der-kaemmbarkeit/

  8. Katie sagt:

    Da sind echt ein paar gute Tipps dabei 🙂 Ich habe leider oft das Problem, dass ich eigentlich weiß worüber ich bloggen möchte und mir diese Themen auch schon notiert habe – aber mir dann einfach kein guter Einstieg in das Thema einfällt oder mir generell die Worte fehlen. Wie du schon schreibst: erst recht nach einem langen Tag in der Uni fehlt mir dann oft die Motivation..!

    • Anne sagt:

      Mh, das geht mir manchmal auch so – dass mir kein gescheiter Einstieg ins Thema einfallen will. Dann schreibe ich lieber einfach mal mitten drauf los und verfasse den Opener als Letztes, ehe ich dann alles nochmal redigiere. Das klappt ganz gut, um in den Schreibfluss zu kommen. 🙂

  9. Sarah sagt:

    Ich schluder einfach vor mich hin, hab alle Vorsätze über Bord geschmissen (was aber mit 2 Haushalten und somit auch 2 PCs und mieser Sync und allem eh ätzend ist) bzw werde sie hoffentlich nach meinem Umzug wieder retten.

    Vorausbloggen mit einem „einfachen“ Thema finde ich praktisch.

    Blogparaden lustig – aber: Lebt die seite noch? Seit Juli gibt es keinen neuen Eintrag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da grade so Ebbe ist??

  10. Christiane sagt:

    Duschen ist ein guter Tipp, klappt bei mir auch oft.
    Deine Ideen finde ich schon mal sehr gut. Nutze ich auch einige.

    Ansonsten kann man auch einfach mal nichts schreiben und nur lesen und kommentieren.
    Erzwunge Beiträge oder mal so schnell-schnell getippte landen bei mir oft, trotz Veröffentlichung im Papierkorb irgendwann.

  11. michael sagt:

    Hallo Anne…
    schön, dass ich Deinen Blog gefunden habe… Da mein Blog etwas tatsächlich rein persönliches ist, habe ich selten Not, Themen zu finden. Allerdings führt das dazu, dass ich dann auch teilweise recht lange Blogpausen habe… Um so mehr freut es mich, wenn es interessierte, regelmäßige Leser gibt…
    Bin auf Deine nächsten Beiträge zum Thema Bloggen gespannt…

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