Von Blogger zu WordPress – der Trend 2014?

24. Juli 2014- aktualisiert: 30. Dezember 2019 Bloggen4.5 min read 37 Kommentare

Bine von waseigenes.com hat es getan. Mirela von coral and mauve hat es getan. Julia von kochlie.be hat es getan. Laura von le blog de pueppi (mittlerweile offline) hat es getan…
Sie alle sind mit ihren Blogs von Blogger zu WordPress umgezogen.

Witzigerweise entbrennen in der Blogger Lounge und ähnlichen Gruppen auf facebook in letzter Zeit erstaunlich emotionale Diskussionen darüber, ob das Wechseln nun ein Hype geworden sei oder nicht. Teilweise erinnert das schon fast an das berühmte Bashing zwischen Apple- und Windowsjüngern. 😀

Allerdings herrscht bisweilen auch Verwirrung darüber, was denn nun für oder gegen Blogger oder WordPress spricht und was eigentlich der Unterschied zwischen beiden Systemen ist.

Daher habe ich mal ein paar Fakten zusammengetragen und die jeweiligen Vor- und Nachteile gegenübergestellt, damit du entscheiden kannst, welcher Anbieter am besten für dich passt und ob du wechseln solltest.
Außerdem gehe ich der Frage auf den Grund, ob das Wechseln denn nun tatsächlich ein Hype geworden ist und welches die Gründe dafür sind.

Blogger vs. WordPress

Blogger – einfach, aber wenige Freiheiten

Das Blogsystem Blogger wird von Google bereitgestellt und wegen der Domain xyz.blogspot.com auch als Blogspot bezeichnet.
Es ist kostenlos und recht einfach zu bedienen.
Allerdings ist der Funktionsumfang relativ eingeschränkt und lässt sich nicht durch Plugins erweitern. Die Inhalte liegen bei Google, somit bist du stark von Google abhängig.

WordPress – 2 Versionen, 2 Konzepte

WordPress gibt es in zwei verschiedenen Varianten:

Auf wordpress.com kannst du dich, ähnlich wie bei Blogger, einfach anmelden und ein kostenloses Blog starten. Layouts und Erweiterungen kannst du aber nur sehr begrenzt hinzufügen – größtenteils gegen Aufpreis. Auch hier bist du also vom Anbieter abhängig.

Spannend ist allerdings das selbstgehostete WordPress, das du kostenlos auf wordpress.org herunterladen kannst. Anschließend installierst du es auf deinem Webspace und hast alle Freiheiten, um das Layout zu ändern und den Funktionsumfang durch etliche Tausend Plugins nach deinen Wünschen anzupassen. Die allermeisten Plugins sind kostenlos, ebenso wie viele Themes (so werden die Layouts genannt), es gibt aber natürlich auch Premium-Versionen.

Während WordPress gratis ist, musst du hier jedoch ein paar Euro für deinen Webspace und eine Domain investieren. Üblicherweise mietest du nur einen Teil eines Servers an und musst dich nicht um dessen Wartung kümmern. Sonderlich kompliziert ist das Installieren und Anpassen von WordPress nicht, aber theoretisch kannst du dir dein ganzes Blog zersemmeln. 😉

Laut einer Auswertung von März 2014 laufen übrigens weltweit 60% aller Blogs mit WordPress, mit Blogger hingegen nur 3%. 😉

Eine deutschsprachige Pro- und Contra-Liste hat Anett von herznah.net gebloggt: Blogger & WordPress – soll ich wechseln?

Sollte ich denn wechseln?

Frage dich, ob du mit Blogger zufrieden bist. Wenn dir nichts fehlt, wenn du nicht das Gefühl hast, dauernd an die Grenzen des Machbaren zu stoßen – dann gibt es eigentlich keinen Grund, umzusteigen. Never change a running system, eh? 😉

Für Einsteiger ist Blogger sicherlich eine gute Wahl, um zu testen, ob dir das Bloggen überhaupt Spaß macht. Wenn du Gefallen daran gefunden hast und deinen Blog aufrüsten möchtest, beispielsweise in Sachen Suchmaschinenoptimierung, dann solltest du allerdings über einen Wechsel zu einem selbstgehosteten WordPress nachdenken.

Ich will von Blogger zu WordPress! Wie geht das?

Zwei sehr ausführliche und leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit vielen Bildern findest du bei Mirela von coral and mauve.

Deine bisherigen Beiträge kannst du übrigens mitnehmen, nur das Layout nicht.

Die Kosten für deinen Webspace und die Domain fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. Ich bin seit Jahren bei all-inkl.com (Affiliate-Link), das kleinste Paket kostet dort knapp 5 Euro im Monat – also ungefähr soviel wie ein Kaffee bei Starbucks. 😉

Und warum wechseln ausgerechnet jetzt so viele Blogger? Ist das ein Hype?

Von einem Hype zu sprechen, hat immer so einen abwertenden Beigeschmack. 😉

Allerdings ist es schon auffällig, dass in letzter Zeit doch so einige Blogger auf WordPress umgestiegen sind. Warum ist das so?

Ich denke, dass es zum Einen an einem generellen Trend zur Professionalisierung von Blogs liegt. Klar, je ausgefeilter ein Blog daherkommt, desto eher sticht er aus der immer weiter wachsenden Masse heraus. Und auch wenn das Layout nur die halbe Miete neben dem Content ist, macht es doch verdammt viel aus. Nicht zuletzt wirkt ein gut gemachtes Blog auch einfach seriöser, was sich positiv auf Kooperationen mit Firmen auswirkt.

Zudem existieren viele Blogs jetzt schon seit geraumer Zeit und sind aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Die Blogger haben Erfahrungen gesammelt, sich viel mit ihrem Hobby auseinandergesetzt – und sind bereit, einen Schritt weiter zu gehen. So wird einem etwa die Möglichkeit, eigene Backups anzulegen, mit jedem veröffentlichten Eintrag ein Stück wichtiger.

Von den Blogs in meinem Feedreader setzt ungefähr die Hälfte auf WordPress, die andere Hälfte auf Blogger. Und auch wenn man in den letzten Monaten häufiger von Wechseln liest, betrifft das verhältnismäßig gesehen natürlich doch nur einen Bruchteil der Blogs.

Mein Blog & ich…

… setzen schon immer auf WordPress. 😉 Seit 2007 arbeite ich damit und bin nach wie vor sehr, sehr zufrieden.

… und du?

Bist du vielleicht schon von Blogger zu WordPress gewechselt? Was waren deine Beweggründe und wie zufrieden bist du mit diesem Schritt?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

Von Blogger zu WordPress – der Trend 2014?

24. Juli 2014- aktualisiert: 30. Dezember 2019 Bloggen 37 Kommentare

Bine von waseigenes.com hat es getan. Mirela von coral and mauve hat es getan. Julia von kochlie.be hat es getan. Laura von le blog de pueppi (mittlerweile offline) hat es getan…
Sie alle sind mit ihren Blogs von Blogger zu WordPress umgezogen.

Witzigerweise entbrennen in der Blogger Lounge und ähnlichen Gruppen auf facebook in letzter Zeit erstaunlich emotionale Diskussionen darüber, ob das Wechseln nun ein Hype geworden sei oder nicht. Teilweise erinnert das schon fast an das berühmte Bashing zwischen Apple- und Windowsjüngern. 😀

Allerdings herrscht bisweilen auch Verwirrung darüber, was denn nun für oder gegen Blogger oder WordPress spricht und was eigentlich der Unterschied zwischen beiden Systemen ist.

Daher habe ich mal ein paar Fakten zusammengetragen und die jeweiligen Vor- und Nachteile gegenübergestellt, damit du entscheiden kannst, welcher Anbieter am besten für dich passt und ob du wechseln solltest.
Außerdem gehe ich der Frage auf den Grund, ob das Wechseln denn nun tatsächlich ein Hype geworden ist und welches die Gründe dafür sind.

Blogger vs. WordPress

Blogger – einfach, aber wenige Freiheiten

Das Blogsystem Blogger wird von Google bereitgestellt und wegen der Domain xyz.blogspot.com auch als Blogspot bezeichnet.
Es ist kostenlos und recht einfach zu bedienen.
Allerdings ist der Funktionsumfang relativ eingeschränkt und lässt sich nicht durch Plugins erweitern. Die Inhalte liegen bei Google, somit bist du stark von Google abhängig.

WordPress – 2 Versionen, 2 Konzepte

WordPress gibt es in zwei verschiedenen Varianten:

Auf wordpress.com kannst du dich, ähnlich wie bei Blogger, einfach anmelden und ein kostenloses Blog starten. Layouts und Erweiterungen kannst du aber nur sehr begrenzt hinzufügen – größtenteils gegen Aufpreis. Auch hier bist du also vom Anbieter abhängig.

Spannend ist allerdings das selbstgehostete WordPress, das du kostenlos auf wordpress.org herunterladen kannst. Anschließend installierst du es auf deinem Webspace und hast alle Freiheiten, um das Layout zu ändern und den Funktionsumfang durch etliche Tausend Plugins nach deinen Wünschen anzupassen. Die allermeisten Plugins sind kostenlos, ebenso wie viele Themes (so werden die Layouts genannt), es gibt aber natürlich auch Premium-Versionen.

Während WordPress gratis ist, musst du hier jedoch ein paar Euro für deinen Webspace und eine Domain investieren. Üblicherweise mietest du nur einen Teil eines Servers an und musst dich nicht um dessen Wartung kümmern. Sonderlich kompliziert ist das Installieren und Anpassen von WordPress nicht, aber theoretisch kannst du dir dein ganzes Blog zersemmeln. 😉

Laut einer Auswertung von März 2014 laufen übrigens weltweit 60% aller Blogs mit WordPress, mit Blogger hingegen nur 3%. 😉

Eine deutschsprachige Pro- und Contra-Liste hat Anett von herznah.net gebloggt: Blogger & WordPress – soll ich wechseln?

Sollte ich denn wechseln?

Frage dich, ob du mit Blogger zufrieden bist. Wenn dir nichts fehlt, wenn du nicht das Gefühl hast, dauernd an die Grenzen des Machbaren zu stoßen – dann gibt es eigentlich keinen Grund, umzusteigen. Never change a running system, eh? 😉

Für Einsteiger ist Blogger sicherlich eine gute Wahl, um zu testen, ob dir das Bloggen überhaupt Spaß macht. Wenn du Gefallen daran gefunden hast und deinen Blog aufrüsten möchtest, beispielsweise in Sachen Suchmaschinenoptimierung, dann solltest du allerdings über einen Wechsel zu einem selbstgehosteten WordPress nachdenken.

Ich will von Blogger zu WordPress! Wie geht das?

Zwei sehr ausführliche und leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit vielen Bildern findest du bei Mirela von coral and mauve.

Deine bisherigen Beiträge kannst du übrigens mitnehmen, nur das Layout nicht.

Die Kosten für deinen Webspace und die Domain fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. Ich bin seit Jahren bei all-inkl.com (Affiliate-Link), das kleinste Paket kostet dort knapp 5 Euro im Monat – also ungefähr soviel wie ein Kaffee bei Starbucks. 😉

Und warum wechseln ausgerechnet jetzt so viele Blogger? Ist das ein Hype?

Von einem Hype zu sprechen, hat immer so einen abwertenden Beigeschmack. 😉

Allerdings ist es schon auffällig, dass in letzter Zeit doch so einige Blogger auf WordPress umgestiegen sind. Warum ist das so?

Ich denke, dass es zum Einen an einem generellen Trend zur Professionalisierung von Blogs liegt. Klar, je ausgefeilter ein Blog daherkommt, desto eher sticht er aus der immer weiter wachsenden Masse heraus. Und auch wenn das Layout nur die halbe Miete neben dem Content ist, macht es doch verdammt viel aus. Nicht zuletzt wirkt ein gut gemachtes Blog auch einfach seriöser, was sich positiv auf Kooperationen mit Firmen auswirkt.

Zudem existieren viele Blogs jetzt schon seit geraumer Zeit und sind aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Die Blogger haben Erfahrungen gesammelt, sich viel mit ihrem Hobby auseinandergesetzt – und sind bereit, einen Schritt weiter zu gehen. So wird einem etwa die Möglichkeit, eigene Backups anzulegen, mit jedem veröffentlichten Eintrag ein Stück wichtiger.

Von den Blogs in meinem Feedreader setzt ungefähr die Hälfte auf WordPress, die andere Hälfte auf Blogger. Und auch wenn man in den letzten Monaten häufiger von Wechseln liest, betrifft das verhältnismäßig gesehen natürlich doch nur einen Bruchteil der Blogs.

Mein Blog & ich…

… setzen schon immer auf WordPress. 😉 Seit 2007 arbeite ich damit und bin nach wie vor sehr, sehr zufrieden.

… und du?

Bist du vielleicht schon von Blogger zu WordPress gewechselt? Was waren deine Beweggründe und wie zufrieden bist du mit diesem Schritt?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

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