Was kostet das Bloggen?

Was kostet das Bloggen?

In den letzten Tagen gab es einige Beiträge darüber, wie teuer so ein Blog eigentlich ist.

Insbesondere der Post von Mel auf GourmetGorilla hat etliche Kontroversen ausgelöst, weil sie auf monatliche Kosten von über 1.300 Euro kommt. Mel plädoyiert dafür, dass man sich als Blogger einfach bis zu einem gewissen Grad über Werbung finanzieren muss, um zumindest einen Teil der Ausgaben wieder reinzubekommen. Gesponserte Postings sind ja immer wieder ein kritisch diskutiertes Thema, und Auslöser für Mels Beitrag war, dass ein Leser aufgrund solcher Beiträge die Glaubwürdigkeit eines Blogs in Frage stellte und sich verabschiedete.

Puh. Ist Bloggen denn wirklich so teuer? Mit welchen Ausgaben musst du rechnen, wenn du kürzlich deinen Blog gestartet hast und angesichts von solchen Kosten für ein Hobby erstmal spontan in Schockstarre verfallen bist?

In diesem Beitrag lege ich einfach mal offen, was ich persönlich so für das Bloggen ausgebe, was davon in meinen Augen notwendig ist und was eher Luxus.

Ist Bloggen kostenlos?

Eigentlich ist es ja sehr simpel, Blogger zu werden: bei Blogger oder WordPress anmelden – was nichts kostet – und einfach munter in die Tasten hauen. Ta-daa… Kostenpunkt: 0 Euro.
Aber ist es damit wirklich getan?

Katharina hat drüben auf Bloggen für schlaue Frauen vor einiger Zeit schon einmal über die Kosten beim Bloggen geschrieben. Viele ihrer Posten tauchen auch bei mir auf, weiter unten habe ich das mal genauer aufgedröselt. Auch Peer hat kürzlich einen interessanten Beitrag über die Kosten des Bloggens, Geld und Transparenz veröffentlicht, in dem er insbesondere auf den Unterschied zwischen Hobby- und Profiblogs eingeht.

Geld ausgeben für ein Hobby…?!

Ganz grundsätzlich musst du keinen Cent ausgeben, um Blogger zu sein. Ebenso, wie du theoretisch auch in deinen stinknormalen Alltagsklamotten zum Marathon antreten kannst. Es geht.

Bloß merkst du früher oder später, dass ein passenderes Equipment die Dinge erheblich einfacher macht. Laufschuhe statt Pumps. Bequeme Tights statt Jeans. Und eine Stoppuhr für die Zeit wäre ja schon praktisch, ne? – Also legst du dir nach und nach, wenn du merkst dass du beim Laufen bleibst, eine gewisse Ausrüstung zu und gibst somit Geld für etwas aus, was doch „nur ein Hobby“ ist.

Beim Bloggen ist das ganz genau so: du stellst fest, dass eine *.de-Domain seriöser wirkt als eine *.blogspot.com-Adresse. Beim Einkaufen wandern auf einmal immer mal wieder Dinge in deinen Warenkorb, die sich „gut als Deko im Hintergrund“ deiner Foodfotos machen würden. Dafür wünschst du dir eh schon seit Längerem eine bessere Kamera. Vielleicht besuchst du auch eine Veranstaltung wie die Blogst und kaufst dir ein Ticket. Und so weiter…

Ja, es ist nicht ungewöhnlich, für das Bloggen Geld auszugeben. Genau so, wie man das bei so ziemlich jedem anderen Hobby tut – vom Motorrad und Klamotten über Musikinstrumente bis hin zum Briefmarkenalbum.
Bloß beim Bloggen wird so ein Terz darum gemacht. Warum? Weil Blogs „nicht echt“ sind, nur im Internet? Bitte, über diese Neuland-Haltung sind wir doch schon hinaus, oder? 😉

… oder welches damit verdienen?

Was das Bloggen von vielen anderen Hobbys unterscheidet: es ist verhältnismäßig leicht, damit tatsächlich auch Geld zu verdienen.

Wenn wir mal beim Beispiel vom Laufen bleiben – mei, da musst du schon verdammt gut sein, um einen Sponsor zu finden. Die (bescheidene) Prämie bekommen, wenn überhaupt, nur die Erstplatzierten eines Wettkampfs, die große Masse der übrigen Läufer zahlt eine oft nicht unerhebliche Startgebühr.

Das ist beim Bloggen anders. Es steht dir jederzeit frei, beispielsweise mit Firmen Kooperationen einzugehen oder Werbeplätze in deiner Sidebar zu vermieten. Ohne, dass du dafür unter den besten 3 Bloggern deiner Nische sein musst und ohne, dass du erst ein Ladenlokal mieten und herrichten musst.

Spätestens wenn du mit deinem Blog den ein oder anderen Euro verdienen möchtest, steigen die Ansprüche: erstens an dein Handwerkszeug und zweitens an dein Zeitmanagement. Professionelle Tools erleichtern bzw. ermöglichen dir dabei eine Menge, sind aber oft nicht kostenlos. Ergo: um Geld zu verdienen, musst man halt auch mal Geld in die Hand nehmen. 😉

Was gebe ich für das Bloggen aus?

Blogsystem

Wie gesagt: die beliebtesten Blogsysteme, WordPress und Blogger, sind beide kostenlos. Bei WordPress hast du die Wahl zwischen der selbstgehosteten Variante sowie wordpress.com, wo du direkt ähnlich wie bei Blogger loslegen kannst. Auf wordpress.com ist die Basisversion umsonst, für mehr Funktionalitäten musst du zahlen. Die selbstgehostete Version ist komplett gratis und gibt dir alle Freiheiten, du benötigst jedoch Webspace.

Ich verwende ein selbstgehostetes WordPress, sodass ich hier auf 0 Euro komme.

Webspace

Ich habe gerade mal nachgeschaut: seit dem 4. Januar 2006 bin ich jetzt schon Kunde bei all-inkl.com (Affiliate-Link). :o) Diesen Hoster kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, der Dienst ist zuverlässig und der Service extrem schnell (Samstagnacht um 3 die Datenbank zerschossen? Kein Problem, eine Mail senden und früh um 7 läuft alles wieder…).

Für meinen Webspace bezahle ich im Monat knapp 5 Euro, 3 Domains sind dabei inklusive.

Bildbearbeitung & Grafiken: Photoshop

Ich will einfach nicht mehr drauf verzichten und kann mit den kostenlosen Alternativen nicht so effizient arbeiten – Photoshop nutze ich seit über zehn Jahren tagtäglich.
Mittlerweile kann man es nicht mehr einmalig auf CD kaufen, sondern nur als Cloud-Abonnement. Finde ich aber okay.

Seit dem Umstieg auf den Mac vor einem Jahr nutze ich die Version „Fotografieprogramm“ und zahle monatlich 11,89 € für den Doppelpack aus Photoshop und Lightroom.

Postings planen: CoSchedule

Aus der Kategorie „Nice to have“: zum Planen meiner Blogartikel und der Social Media-Posts verwende ich seit Jahren CoSchedule, was mich knapp 18 Euro im Monat kostet.

CoSchedule

Visitenkarten, Logostempel & Co.

Kein Muss, aber unglaublich praktisch: Visitenkarten und Logostempel für deine Post. Bei Vistaprint habe ich zuletzt für 500 Visitenkarten irgendwas um die 15 Euro bezahlt und damit komme ich locker einige Jahre hin.

Last but not least: die Gewerbeanmeldung

Sofern du mit deinem Blog eine Gewinnabsicht hast, wie es so schön heißt – sei es also, dass du Geld für Verlinkungen bekommst oder auch Produkte zum Rezensieren erhältst – musst du ein Gewerbe anmelden.

Je nachdem, wo du wohnst, kostet die Anmeldung zwischen 11 und 45 Euro. Ich selber habe damals 20 Euro gezahlt.

Übrigens wird dieser Betrag auch fällig, wenn du umziehst und dein Gewerbe daher neu anmelden musst.

Unterm Strich…

… gebe ich im Monat also rund 35 Euro für meine Blogs aus – nicht gerechnet habe ich hierbei die Dinge, die ich ohnehin benutze und nicht explizit fürs Bloggen angeschafft habe.

Die „Hab ich eh“s – Kamera, Computer & Co.

Nicht unerwähnt bleiben sollen natürlich die Posten, die du zwar für deinen Blog verwendest, aber nicht eigens dafür kaufst. Alldieweil es in diesem Beitrag aber darum geht, mit welchen zusätzlichen Kosten du als Blogger rechnen musst, habe ich sie hier oben nicht mit aufgeführt. Einen Computer samt Internetanschluss besitzt du ja höchstwahrscheinlich schon, und vermutlich auch irgendeine Kamera.

Workflow beim Fotografieren

Nichtsdestotrotz kann es sein, dass du je nach Blogthema nach und nach zusätzliche Accessoires anschaffst: möchtest du beispielsweise Kosmetik oder Food fotografieren, benötigst du insbesondere in der dunklen Jahreszeit eine entsprechende Beleuchtung, dazu kommen natürlich Speicherkarten, Fototaschen, verschiedene Hintergründe und Deko-Materialien. Nicht zu vergessen die zusätzlichen Schränke, die du für den ganzen Kram irgendwann brauchst… 😀

Fazit

Im Grunde genommen ist Bloggen ein sehr preiswertes Hobby. Wenn dein Blog aber eine gewisse Größe erreicht und / oder du damit Geld verdienen möchtest, fallen an diversen Stellen Investitionen an – teilweise einmalig, teilweise regelmäßig. Wie viel das genau ist, hängt nicht zuletzt auch von der thematischen Ausrichtung deines Blogs ab und davon, wie viele Props du benötigst.

Wie viel Geld gibst du denn für deinen Blog aus?

34 Kommentare

  1. Jess sagt:

    Hallo Anne,

    ich habe die Diskussion eine Weile schon mitverfolgt und stimme dir in allen Punkten zu. Man muss sich den Blog nichts kosten lassen. Es liegt alles im Ermessen des Bloggers, wohin man möchte. Danke für den tollen Beitrag.

    Liebe Grüße
    Jess

  2. arne sagt:

    Das ist doch schon eine deutlich realistischere Einschätzung der Kosten.

    Bei mir fallen als direkte Kosten tatsächlich nur das Hosting an, dass bei mir ebenfalls bei ca. 8€ im Monat liegt. Das wars.

  3. Linh sagt:

    Finde deinen Beitrag auch gut und realstisch. Der Post der dieses Thema ausgelöst hat fand ich sehr übertrieben. Ich mein das Essen was gekocht wird, wird ja eh konsumiert und Internet hat man auch ohne das Bloggen. Es wurden also sehr viele Sachen in die Rechnung genommen die eigentlich keine Zusatzkosten sind. Wenn bloggen ein Hobby ist dann kann das auch Geld kosten. Fast jedes Hobby kostet Geld wir du bereit sagtest 🙂

  4. Hans sagt:

    Jo, diese Zahlen sind schon etwas nachvollziehbarer. Man kann sich immer was dazu nehmen, was einem das Ganze etwas kommoder macht, aber ob das dann alles in ne Kalkulation gehört?
    HG Hans

  5. Thomas sagt:

    Yep, passt! Das sind Kosten, die man nachvollziehen kann, wenn man selber auch einen Blog betreibt.

    LG Thomas

  6. Gedanken zur Refinanzierung des Blogs - Das Helmut Webdings sagt:

    […] Stimmen der Blogger: Warum bloggen wir eigentlich? von Verena – Was kostet das Bloggen? von Anne – Es war einmal ein Leserbrief oder was ein Blog kosten darf von Katharina – Was ein […]

  7. Himmel, wie kommt man denn auf 1300 Euro?!? Das muss ich gleich mal nachlesen … Also, ich bezahle 3 Euro im Monat für Webspace und das war’s im Grunde. Klar, dann kommt noch die Kamera-Ausrüstung dazu, aber die kaufe ich nicht explizit für den Blog und auch nicht ständig etwas Neues. Damit bleiben die Kosten überschaubar. Trotzdem finde ich es vollkommen okay, mit seiner Seite auch Geld zu verdienen, wenn man sich dabei nicht total verkauft. Ich finde es aber nicht ganz logisch, dafür ein Gewerbe anzumelden. Ich bin als freie Journalistin gemeldet und wenn ich Artikel schreibe, dann ist das journalistische Arbeit. Dafür braucht man keinen Gewerbeschein, sondern nur eine Steuernummer und die kostet nichts. Aber ich weiß nicht, wie das genau mit Werbebannern ist. Ist vermutlich alles etwas schwammig.

  8. sagt:

    Schöner Artikel.
    CoSchedule höhrt sich spannend an, werde ich mir mal ansehen.

    Der Post von Mel, den du am Anfang angesprochen hast, der hat wirklich sehr viele kritische Kommentare erhalten.
    Dabei steckt in dem Artikel von Mel nur die Aussage:“Hey, ich habe auch unkosten!“.
    Die 1300 € sind sicherlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Das man, wenn man einen unfangreichen Blog führt etwas Geld durch bezahlte Artikel zurückholt finde ich nicht schlimm.

    Beste Grüße

  9. Cat sagt:

    Schöner Beitrag! Hier mal meine Kosten:

    Hosting (monatlich): Ist bei mir auch All-Inkl., allerdings noch kostenlos (die ersten 3 Monate). Danach ca. 7,00 € monatlich.
    Word-Press-Buch (einmalig): ca. 39,00 €
    Word-Press-Theme (einmalig): ca. 40,00 €
    Außerdem hatte ich noch einmalig Geld ausgegeben, als ich von Blogspot nach WordPress umgezogen bin und das nicht ganz so unproblematisch lief wie erhofft.

    Regelmäßige monatliche Ausgaben habe ich neben dem Hosting keine.
    Hätte ich was gelesen von „monatlich um die 1000 €“ weiß ich nicht, ob ich je angefangen hätte zu bloggen.

    Liebe Grüße

  10. Sabrina sagt:

    Also ich zahle auch für meherer 8€ Hosting. Planen tue ich im Filofax, also hab ich eh. ähm joar das wars eigentlich. Gewerbe hat man mir abgeraten, mir hat man das gesagt was auch Larissa meinte. Man sei Freelancer und das reicht die Steuernummer, da man journalistische texte schreibt. anders ist es wenn man Banner oder Links verkauft. Ich habs gemeldet mehrmals nen EÜR eingereicht und dann hieß es zu wenig um zu versteuern, also soll cih mir keine mühe mehr machen, solange ich nicht monatlich über 100€ komme (das schaff ich grad mal im jahr XD)

    • Maik sagt:

      Ist tatsächlich so. Du solltest einfach argumentieren können, dass der Hauptteil der Einnahmen über das Verfassen journalistischer Texte rein kommt. Letztlich bringen Banner ja auch nur was, wenn man Texte schreibt, die Leute lesen – das lässt viel Interpretations-Spielraum. 😉 Gewerbe braucht man aber definitiv nicht, sobald man Geld verdient.

  11. Sarah sagt:

    Hey Anne,

    das ist ein guter, nachvollziehbarer Beitrag. Ich habe 5 Euro monatliche Kosten für das Hosting des Blogs und einmalig ca. 40 Euro für das Theme bezahlt (und für das davor^^). Alles andere (z.B. Lightroom) würde ich auch ohne den Blog nutzen.

  12. Emma sagt:

    der Post ist schon deutlich realistischer von den Kosten im Monat !

    Ist es Pflicht, wenn man Sachen gesponsert bekommt das man dann seinen Blog als Gewerbe anmelden muss ? Macht man sich sonst Strafbar ?

    Lieben Gruß

  13. Hallo Anne,
    tolle Aufstellung. Ich habe die Beiträge auch verfolgt und teilweise gelesen. Ich weiß ja nicht was ein „Pro“ wirklich so ausgibt, aber den doch hohen Betrag konnte ich nicht ganz glauben.
    Hier sieht deine Aufstellung weit realistischer aus.
    LG Tanja

  14. Mici sagt:

    ich muss mich kurz für diese sinnvolle Kostenaufstellung bedanken – ich mein klar Ihr Blog und dein Blog – ihr werdet wahrscheinlich auch unterschiedlich damit umgehen, andere Anbieter haben etc etc.

    aber als ich ihren Beitrag las bin ich teilweise echt sauer geworden, weil der meiner Meinung nach allgemein schlecht auf den Rest abstrahlt.

    Ich mein – wie kann man einen Blogger denn bitte noch ernstnehmen, wenn er Lebensmittel als Kostenpunkt angibt? Ist ja nicht so, als würde sie die NUR für die Blogfotos verwenden und danach nicht mehr essen können. Oder genauso die 50€ monatlich für Küchenzubehör etc. etc.

    Hätte jetzt ein Fashionblogger als monatliche Kosten „300€ pro Monat für neue Klamotten“ angegeben, wäre er gelyncht worden.

    Ich finde deine Unterscheidung mit „Die “Hab ich eh”s – Kamera, Computer & Co.“ sehr gut. Denn mittlerweile hat JEDER Haushalt einen Computer oder Laptop (oder mehrere) und wahrscheinlich eine Kamera… da finde ich es schon dreist, wenn man sich „teurer“ darstellt, als man eigentlich ist.

  15. Andrea sagt:

    was für ein toller Artikel!! Vielen vielen Dank dafür…jedes, einzelne Wort passt für mich. LG Andrea

  16. Lisa K sagt:

    Diese 1300€ fand ich total lächerlich. Wer für seinen Blog Geld ausgeben will kann das tun. Möglichkeiten gibt es genug. Oder aber eben nicht.
    0€ kostet mich mein Blog. Es ist ein Hobby, er muss mir kein Geld einbringen. Aber er hat mir Freundscahften gebracht. Das wäre mir auch ein paar € wert.
    Und warum soll ein Hobby denn kein Geld kosten? Gibt es denn ansonsten kostenlose Hobbies? Bücher muss ich laufen, Bastelsachen muss ich kaufen, …
    Wenn wer mal ein teueres Hobby haben will soll er mal Poledancen. 6 Wochen Kurs 140€ – und ich überlege mir nicht wie ich das refinanzieren soll. Dafür geh ich ja arbeiten.

    Obwohl – eig mach ich Poledance ja nur für den Blog, ich kaufe nur gesundes Essen für den Blog und die Zeit investier ich aja auch nicht freiwillig…. Wer kommt nur auf so einen Blödsinn.

  17. Inga sagt:

    Mich nervt dieses Rumgejammer von vielen Bloggern so abartig! Dann sollen sie sich halt nen andren Job suchen, ins Büro gehen oder was weiß ich. Dein Artikel kommt sympathisch rüber (der erste sympathische, der in diese Richtung geht). Der Post von Mel geht einfach mal so gar nicht. Wenn sie dafür Mitleid wil, das kriegt sie sicher nicht

  18. Markus sagt:

    Hey, sehr spannender, interessanter Bericht. Also 1300 Euro?! Mmmhhh, naja, man kann es auch übertreiben… Und ganz ehrlich, es gibt genug Hobbys die Geld kosten, daher find ich ein paar läppische Euros jeden Monat auch völlig OK… Müsste mal nachrechnen was das bei mir so ausmacht…
    lg Markus

  19. Liebe Anne!
    Danke für die tolle Auflistung, die endlich mal der Realität entspricht.

    Greetings & Love
    Ines

  20. Steffi sagt:

    Ich habe die Diskussion auch eine Weile verfolgt. Der Beitrag von Mel war wirklich alles andere als realistisch und sie hat sich damit leider nun einige „Feinde“ gemacht.

    Danke dir deshalb für deinen auch wirklich nachvollziehbaren und realitistischen Beitrag. 🙂

    Meine Kosten sind auch sehr überschaubar.

    Domain: 10 Euro jährlich
    Hosting: 35 Euro jährlich
    WordPress: 0 Euro
    Theme: 40 Euro einmalig

    Und dann noch eine Anschaffung auf Grund der Jahreszeit:
    kleines Studiolicht: ca 35 Euro einmalig.

    Grafikprogramme nutze ich ebenfalls einige zähle diese aber nicht dazu, da ich diese schon auf Grund meine Ausbildung hatte.

    Und damit hat es sich auch schon mit den Kosten. Da gibt es Hobbys die deutlich mehr kosten und darüber beschwert sich doch auch keiner. 😉

    LG
    Steffi

    http://thesimplemess.com

  21. Paleica sagt:

    finde ich sehr schön geschrieben. und ich denk mir das auch – es gibt praktisch kein hobby, für das man nicht geld in die hand nimmt, warum also sollte es beim bloggen anders sein? bloggen KANN man wenn man will auch gratis. viele sportarten kann man nur betreiben, wenn man sich von vornherein ausrüsung kauft, fürs zocken muss man im vorhinein geld ausgeben, bücher kosten etwas… darüber diskutiert ja auch niemand.
    obwohl ich die diskussion eher dahingehend verstanden habe, dass erklärt wird, was es kostet, um rechtzufertigen, dass man sich beiträge bezahlen lässt. aber auch das finde ich eigen. wenn die beiträge gut und interessant sind dann haben sie ja für die zielgruppe einen mehrwert. wenn sie es nicht sind, dann wird sowieso nicht mehr gelesen und es erledigt sich acuh von selbst.

  22. Katha sagt:

    Hallo Anne,

    ich habe mich in deiner Auflistung auch ganz gut wieder gefunden. 🙂 Trotzdem muss ihc sagen, dass ich es von Mel wirklich gut und auch mutig finde, dass sie das Thema einmal so deutlich angestupst hat.
    Hier mal meine Kosten:
    Ich wechsle jetzt auf einen anderen Server beim gleichen Anbieter, damit steigen die monatlichen Kosten für das Hosting auf 10€. Ansonsten gebe ich rund 100€ im Jahr für Deko Schnickschnack aus, den ich wirklich nur kaufe weil er auf den Fotos schön aussieht. Visitenkarten gebe ich scheinbar zu wenige aus, mit den 50 Moo Kärtchen für um die 20€ komme ich über das Jahr. 😉 Einmalkosten waren bei mir noch ca. 120€ für das Logo (wenn man nicht selbst begabt ist oder jemanden kennt der einem eins bastelt), um die 250€ für das 35er Objektiv und 80€ für die Studio-Lampe die ich beide wirklich nur für die Food Fotos verwende. Aber das hält sich alles noch in Grenzen. IT-Support macht glücklicherweise Bessere Hälfte und den „bezahle“ ich mit warmen Mahlzeiten.
    Wie gesagt, eine sehr schöne Aufstellung die du gemacht hast und jetzt schaue ich mich mal auf deinem Blog um!
    Liebe Grüße,
    Katha

  23. Frida sagt:

    Ich versteh ehrlich gesagt nicht wieso das Thema so ein Aufreger ist… Wenn jemand Unsummen investiert und denkt dass sich das lohnt soll er doch. Ich gebe auch einiges aus, aber das ist absolut überschaubar – Design, Domain, einige einmalige Dinge. Aber von professionell bin ich auch weit weg

  24. Hi Anne, ein schöner Artikel!

    Besonders die Analogie mit dem Laufen als Hobby gefällt mir gut, die trifft es ziemlich.

    Ich habe eine zeitlang zum Beispiel das Tool „Geckoboard“ benutzt. Das sammelt aus allen möglichen Tools meine Daten und zeigt sie mir schön übersichtlich als Dashboard an. Es ist also wie eine digitale Berichtszentrale. Sehr cool! Ich habe mich nach dem kostenlosen Probemonat vorerst gegen diese monatlichen Kosten entschieden – aber wer weiß, irgendwann werde ich mir dieses Tool wahrscheinlich wieder zulegen 🙂

    Und als Alternative zu CoSchedule könnte man auch Hootsuite nehmen. Nicht so praktisch wie CoSchedule finde ich, aber kostenlos 🙂

    Viele Grüße
    Katharina

  25. Sandra sagt:

    Ich fand deinen Eintrag sehr informativ und ich finde es super wenn Blogger so offen über diese (oft) verschwiegeneren Themen schreiben 🙂

  26. kaddinator sagt:

    So hab ich mir eine Kostenaufstellung vorgestellt, die ist wirklich mal realistisch. Das man bei einem höheren Besucher Aufkommen mehr für den Server ausgeben muss ist klar, aber die Aufstellungen von besagter Bloggerin waren überspitzt.
    Ich habe das Glück bei einem Freund auf dem Server zu sein und nur fürs Hosting meiner Domain zu bezahlen. Bloggen muss nicht immer Unsummen kosten.

  27. Steffi sagt:

    Liebe Anne,
    du hast so recht. Mels Auflistung gilt wohl eher für professionelle Blogger. Viele Ausgaben nutzt man ja auch so, wenn man nicht bloggt. Ich bin noch bei Blogspot und habe sehr wenig Geld mit meinem Blog verdient, das ich dann gleich für die Blogst ausgegeben habe. Aber das ist mir egal, weil es mein Hobby ist und mir Spaß macht. Wenn dann noch die eine oder andere Kooperation dabei heraus springt, dann freue ich mich natürlich, das muss aber nicht sein.
    LG Steffi

  28. kirschbluetenschnee sagt:

    Sehr interessantes Thema & toll geschriebener Beitrag! Ich hab nur ganz minimale monatliche Kosten, aber viele optionale Ausgaben (Softbox, Fotoleinwand, Objektive für die Kamera, Deko etc.).
    Ich denke auch nicht, dass Mel (oder ein anderer Blogger) sich jemals über solche Ausgaben beschweren wollte, man hat die ja, weil einem das bloggen Spaß macht und man sich stetig verbessern will. Ich finde es aber wichtig, aufzuzeigen, dass jedes Hobby irgendwann Geld kostet (deine Vergleiche sind echt gut gelungen!), damit der Leser versteht, dass man ab und zu auch mal Werbung schaltet um die Kosten auszugleichen 🙂

  29. Die 12 besten Blogposts im Februar – Frau Margarete sagt:

    […] wäre nicht Anne, wenn sie nicht auch zu dem anderen Blogger-Brennpunkt etwas geschrieben hätte. Was kostet das Bloggen? fragt sie in diesem Beitrag und räumt mit dem Mythos auf, ein Blog koste über 1000 Euro im […]

  30. Kimi sagt:

    Hallo Anne,
    ich gab die Wochen über auch das Thema verfolgt und fand den Post ehrlich gesagt ziemlich unangemessen. Aber vielleicht ist da einfach nur ein Fass übergelaufen.
    Ich hab sogar ein paar Euro mehr ausgegeben, weil mir jemand das Logo designt hat und ich hab dem Umzug von Blogger auf self-hosted in Auftrag gegeben. Ich hab einfach nicht Resourcen dafür, weder Wissen noch Zeit. Aber so wie mein Mann sich ein eues Mountain-Bike anschafft für ein Hobby. Ich hab das nie an die große Glocke gehängt oder muss das Geld wieder reinholen. Und wenn doch, ist es meine Entscheidung, wie alles, was den Blog betrifft, meine Entscheidung ist. Ich verstehe die Diskussion nicht, vor wen man sich rechtfertigen muss oder warum man jetzt den bösen Leser (der ja von nichts ne Ahnung hat) auf den Pott setzen muss. Kapier ich einfach nicht.
    Großes Kompliment für diesen Artikel, Ich finde, dass er die Dinge wieder gerade gerückt hat.
    Liebe Grüße,
    Kimi

    • Anne sagt:

      Hallo Kimi,

      mh – so ganz grundsätzlich finde ich es ja gut, dass auch mal über das Thema Geld gesprochen wird. Da wird sonst immer so ein Geheimnis drum gemacht. Aber ich gebe dir vollkommmen Recht – rechtfertigen muss man sich da nun wirklich nicht. Mein Hobby, meine Entscheidung. Auch wenn es interessant ist, einfach mal darüber zu sprechen, was andere so damit verdienen und hineininvestieren.

      • Kimi sagt:

        Hi Anne,
        das stimmt! Rund um’s Geld wird immer ein großes Geheimnis gemacht (im echten Leben ja auch schon). Vielleicht hab ich mich bisschen falsch ausgedrückt. Ich meinte eher, dass mir der Tonfall (den ich rauslas) unangemessen fand.
        Und ja, interessant ist es allemal 🙂

  31. […] ihr einen eigenen Blog habt? Schon vor einer ganzen Weile hat Anne darüber geschrieben, was das Bloggen eigentlich so kostet und spätestens seitdem denke ich immer wieder darüber nach, wenn ich mich mit dem Gedanken […]

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