Tutorial: erste Schritte mit WordPress

Erste Schritte mit WordPress

Immer wieder höre ich von Bloggern, dass sie eigentlich gerne WordPress verwenden würden – aber dass die Komplexität sie abschreckt. Ja, WordPress kann tatsächlich viel mehr als beispielsweise Blogger und lässt sich nahezu unbegrenzt anpassen. Nichtsdestotrotz ist es eigentlich eine sehr einfach zu bedienende Blogsoftware, die ich jedem Blogger nur ans Herz legen kann.
Dass ich WordPress liebe, merkst du vermutlich schon. 😉

Dieses Tutorial gibt dir einen leicht verständlichen Einstieg in WordPress und zeigt dir, wie du die grundlegenden Dinge wie Blogeinträge, Seiten und Widgets anlegst.

Was brauche ich, um mit WordPress loszulegen?

WordPress gibt es in zwei Varianten:

  • Entweder, du lädst es dir von de.wordpress.org kostenlos herunter und installierst es dann auf deinem Webspace.
  • Oder du richtest dir einen Account auf wordpress.com ein. Das ist dann ähnlich wie bei Blogger; du musst dich nicht um das Hosting kümmern, sondern kannst direkt mit dem Bloggen loslegen. Allerdings kannst du dein Blog dort nur bis zu einem gewissen Grad anpassen (du kannst keine Plugins installieren) und bestimmte Zusatzfeatures wie etwa mehr Speicherplatz sind kostenpflichtig.

Wenn du WordPress selber hosten möchtest, brauchst du etwas Webspace mit einer MySQL-Datenbank. Das ist schon für wenige Euro im Monat zu haben. Empfehlen kann ich dir hier den Anbieter all-inkl.com (Affiliate-Link) – hier hoste ich selber seit über vierzehn Jahren all meine Projekte und bin sehr, sehr zufrieden mit der Leistung und dem superschnellen Support.

Ich rate dir zur ersten Variante, dem selbstgehosteten WordPress. Hier entstehen dir abgesehen vom Webspace, der nicht teuer ist, keine weiteren Kosten. Und das Wichtigste: dir stehen alle Möglichkeiten offen, dein Blog ganz nach deinen Wünschen anzupassen!
Daher beschreibe ich im Folgenden auch diese Version.

Installiere WordPress & finde dich zurecht

Als erstes lädst du dir die Installationsdateien als kostenloses Zip-Archiv hier auf der offiziellen deutschsprachigen WordPress-Seite herunter.

Die Installation gestaltet sich sehr einfach und trägt nicht ohne Grund den Titel „5-Minuten-Installation“. 😉  Ich verweise da einfach mal auf diese Anleitung.

Schließlich gelangst du über deinblog.de/wp-admin zum Verwaltungsbereich, dem Backend. Dessen Einstiegsseite wird im WordPress-Jargon übrigens Dashboard genannt.

Das WordPress-Dashboard
Das Dashboard

Auf der linken Seite findest du die Hauptnavigation. Von hier aus gelangst du zu der Eingabemaske für neue Beiträge und Seiten, zu den Einstellungen, den Plugins und so weiter.

Am oberen Bildschirmrand gibt eine zweite Menüleiste. Diese erreichst du über „Ansicht anpassen“ und dort kannst du festlegen, welche Elemente dir auf der jeweiligen Seite angezeigt werden sollen. Je nachdem, ob du dich gerade im Dashboard oder etwa auf der „Alle Beiträge“-Seite befindest, können das ganz verschiedene Inhalte sein. Es lohnt sich, hier mal einen Blick auf die verfügbaren Optionen zu werfen!

Ansicht anpassen in WordPress

Wir legen jetzt erstmal die grundlegenden Dinge wie etwa deinen Blognamen fest: diese findest du unter dem Punkt Einstellungen im Hauptmenü.

Passe dein Theme an: der Customizer

Die Layouts bei WordPress heißen Themes.

Bei der Installation wird automatisch ein Standardtheme eingerichtet und auch einige Alternativen werden gleich mitinstalliert. Jedes Jahr wird übrigens eine neue Version des WordPress-Default-Themes herausgegeben, sodass es jeweils alle aktuellen Features unterstützt.

Über Design » Customizer kannst du etliche Dinge wie etwa das Headerbild mit ein paar Klicks verändern.

Der Customizer in WordPress
Über den Customizer kannst du komfortabel das Aussehen deines Blogs verändern

Natürlich kannst du dir aber auch ein anderes Theme aussuchen! Dir stehen hier etliche Tausend kostenlose und ebensoviele Premium-Themes zur Verfügung. Kostenlose Themes findest du beispielsweise im Theme-Verzeichnis von wordpress.org. Eine große Sammlung an Premium-Themes gibt es etwa auf ThemeForest.

Je nach Theme findest du im Customizer übrigens unterschiedliche Funktionen. Vor allem kostenpflichtige Premium-Themes bieten dir hier sehr viele Einstellungsmöglichkeiten.

Widgets

Bei Blogger heißen sie Gadget, hier bei WordPress Widget: kleine Anwendungen wie beispielsweise die Anzeige der letzten Kommentare, die du etwa in der Sidebar unterbringen kannst.

Über Design » Widgets siehst du, welche widgetfähigen Bereiche dein Theme mitbringt. Via Drag & Drop kannst du deine Widgets einfach an die gewünschte Position ziehen.

Widgets in WordPress

Beiträge vs. Seiten

So, jetzt kommen wir endlich zum Herzstück deines Blogs – zu den Inhalten! 🙂

Im Menü siehst du, dass du sowohl Beiträge anlegen kannst, als auch Seiten. Von der Eingabemaske her unterscheiden sich die beiden nicht sonderlich. Allerdings kann man Beiträge in Kategorien einsortieren und mit Schlagwörtern versehen, während sich Seiten nur hierarchisch ineinander verschachteln lassen.

Je nachdem, wie komplex dein Theme ist, kannst du für den Artikel ein Beitragsformat auswählen – etwa, um Zitate anders darzustellen als einen reinen Bilderpost. Das Pendant bei den Seiten nennt sich Seitentemplate.

Einen Beitrag erstellen in WordPress
Einen Beitrag erstellen in WordPress

Jetzt kannst du also schon mal loslegen und die ersten Inhalte anlegen. 🙂

Erste Schritte mit #WordPress – eine leicht verständliche Einführung: #bloggen Klick um zu Tweeten

Ganz nach Maß: Plugins

Du hast dich mit WordPress ein wenig vertraut gemacht? – Prima, dann kommen wir jetzt zu einer verdammt großartigen Sache: den Plugins. Für so ziemlich jeden Fall gibt es nämlich ein Plugin – von Bildergalerien und Spamschutz über Kontaktformulare und SEO-Maßnahmen bis hin zur Tourdatenverwaltung und ganzen Forensystemen. Sozusagen Toys’r’us, Zalando und Amazon in einem. 😀

Über Plugins » Plugins installieren kannst du nach einem Stichwort suchen und bekommst eine Liste aller relevanten Plugins angezeigt und kannst sie mit wenigen Klicks einrichten. Etliche Plugins erweitern dann übrigens auch die Navigationsleiste am linken Bildschirmrand.

Und jetzt: ran an die Tastatur!

So, jetzt hast du hoffentlich einen groben Überblick über WordPress bekommen – und vielleicht kribbelt es dir jetzt in den Fingern, gleich mit einem Blog durchzustarten? 🙂

9 Kommentare

  1. Phinphin sagt:

    Dass ich einen Spamschutz aktivieren musste, hat mich auch gewundert. Ich hatte damals bei Blogger in 2 Jahren ein einziges Mal Spam. Bei WP trudeln täglich irgendwelche Spam Kommentare ein. 🙁

    • Anne sagt:

      Naja, dadurch hast du aber die Freiheit, dir das Plugin deiner Wünsche frei auszuwählen und es hindert dich auch nichts daran, selber ein Plugin zu entwickeln und es der Community zur Verfügung zu stellen. 😉

  2. Jonathan sagt:

    Habe noch nie etwas von wpde.org gehört und es scheint auch irgendwie nur ein Werbe-mirror zu sein.

    Hier gibts das offizielle deutsche Release: http://de.wordpress.org/

    Ansonsten überflogen, super Anleitung!

    • Anne sagt:

      Mh, an wpde.org ist als WordPress Deutschland bekannt; die mussten sich vor einiger Zeit umbenennen, weil WordPress es niemandem mehr gestattet, das Wörtchen „WordPress“ im Domainnamen zu verwenden. Dahinter steht mit Inpsyde ein anderes Unternehmen, stimmt. Allerdings ist das daran angeschlossene Forum meines Wissens nach die größte deutschsprachige WordPress-Community.

  3. Alex L sagt:

    Hi, tolles Tutorial und alles auch sehr verständlich. Das wird allen WordPress-Beginnern auf die Sprünge helfen und beim Einrichten des BLogs begleiten.

  4. Leni sagt:

    Toll erklärt 🙂 Ich bin auch vor längerer Zeit von Blogger auf WordPress gewechselt und muss sagen, dass ich mich doch viel besser zurecht finde. Auch die vielen Möglichkeiten, die man hat sind toll.

  5. Pascal sagt:

    Hallo Anne,
    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag.
    Ich bin seit ca. 1 Monat auf WP und kam bisher mit den Unterschieden zwischen Beiträgen und Seiten nicht ganz zurecht. Das sollte dank deiner Anleitung nun aber besser funktionieren.

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