Ein feuchter Dreier im Herbst

… oder so ähnlich. ^^

Wie gesagt – Schwimmen war bislang nie so meins. Chlorwasser in der Nase und gewisse Badegäste, bei deren Blicken man sich fühlt wie die Auslage in der Fleischtheke, führten dazu, dass ich seit der 10. oder 11. Klasse erstmal etliche Jahre kein Schwimmbad mehr betrat. Letzten Sommer war ich dann immerhin einmal im Freibad. Leider hatte sich mein Schwimmstil in der Zwischenzeit nicht wie durch Zauberhand verbessert und ich war dezent frustriert, dass ich zwar zweieinhalb Stunden am Stück laufen kann, beim Schwimmen aber schon nach einigen wenigen Bahnen japsend am Beckenrand klebte. *_*
Das Unternehmen Bleiente wurde dann aus Gründen erstmal auf unbestimmte Zeit vertagt.

Bis letzte Woche! Nach meiner Triathlon-Anmeldung am Montag war ich dann am Dienstagabend total motiviert zusammen mit dem Besten schwimmen. Selbiger hat einen sehr schönen Kraulstil und hat sich erboten, mich zu trainieren. 🙂

Dienstag waren wir etwas länger als eine Stunde in der Halle schwimmen, Samstag früh sind wir dann wieder zur Schwimmhalle gefahren und haben uns dafür entschieden, das letzte Wochenende mit geöffnetem Freibad auszunutzen. Aus mir unerfindlichen Gründen muss man sich beim Eintritt entscheiden, ob man drinnen oder draußen schwimmen will und darf dann auch nicht wechseln, obwohl beide Bereiche zum gleichen Schwimmbad gehören.  %D

Da ich den Bewegungsablauf beim Kraulen momentan in seine Einzelteile zerlegt übe und dabei a) keine ganzen Bahnen brauche und b) auch niemandem im Weg sein will, sind wir ins leere Nichtschwimmerbecken gegangen, wo das Wasser etwa brusthoch steht. ALTER, war das kalt! *_* Ich schnappte erstmal nach Luft und hatte dann immerhin einen Ansporn, in Bewegung zu bleiben. ^^
Nach einiger Zeit wollte der Beste mal ein paar Bahnen im 50m-Becken schwimmen, ging rüber und brüllte los: „Ehh!! Dat is ja hier wie inner Badewanne!“ Tatsächlich, das normale Becken scheint beheizt zu sein… da bin ich dann auch geblieben. ^^

In der Zwischenzeit hatte es angefangen zu regnen, wobei die Tropfen beim Aufschlagen auf das Wasser sehr nett aussahen. 🙂
Nach einer Stunde war ich dann trotzdem ziemlich durchgefroren.

Abends stand bei mir dann noch Laufen auf dem Plan. Es regnete immernoch und war schon relativ spät. In weiser Voraussicht pappte ich mir also die Reflektorbänder an den Arm und nahm die Stirnlampe mit. Beim Schuheschnüren veranstaltete Nala einen derartigen Freudentanz, dass ich den Hund kurzerhand mitnahm.
Weil ich keine Lust hatte auf die Strecken, die ich sonst immer laufe, wollte ich dann mal den Bürgerbusch erkunden, ein Waldgebiet hier in der Nähe.

Nach einem Stück an der Straße entlang biegt man also ab und läuft an der Gezelinkapelle vorbei, wo dann auch schon ein Waldweg abzweigt. Erstmal geht es hier ziemlich lange geradeaus und ich staunte nicht schlecht, wie groß das Areal doch ist. So ein richtiger Wald, fast wie zu Hause. 😉 Weiß gar nicht, warum ich nicht schon eher hier war?
Irgendwann gabelte sich der Weg und Kollege Schlapppohr und ich bogen nach rechts ab. Der Weg führt leicht, aber beständig bergauf, und wir schlugen ein entspanntes Tempo an. Nala läuft sehr ordentlich an der Leine mit, die ein oder andere Schnupperpause habe ich ihr aber natürlich gegönnt. Rechterhand kam irgendwann wieder eine Abzweigung, die ich aber ebenso ignorierte wie die nächste.

Mittlerweile dämmerte es und außer unseren Schritten und dem Geprassel des Regens war fast nichts zu hören, nur die Autobahn rauschte leise im Hintergrund (ja, ein Naturschutzgebiet, durch das mittendurch die A1 führt… sowas gibt es. oO ) Nebel kam auf und waberte um die mittlerweile nur noch als dunkle Silhouetten erkennbaren Tannen… hach, eigentlich fehlte nur noch ein röhrender Hirsch. ^^ Alldieweil ich aber eher mit hungrigen Wildschweinen rechnete als mit erhabenen Hirschen, legte ich dann mal einen Zahn zu und bei der nächsten Weggabelung machte ich kehrt. Ich überlegte kurz, ob ich für eine Variation des Rückwegs den mittleren der Abzweige ausprobieren sollte, an denen ich vorhin vorbeigelaufen war, entschied mich dann aber dagegen. Weise, weise… ein Blick auf Google Maps offenbarte später, dass der Weg nach einigen Abzweigungen als Sackgasse endet.

Nach rund 50 Minuten waren wir wieder daheim, durchnässt und zufrieden.

Am Sonntagabend kam dann Disziplin No. 3 dran, das Radfahren. Es hatte aufgehört zu regnen und durch die nochmal ein ganzes Stück kältere Luft wirbelten die ersten Blätter. Ich liebe den Herbst, habe ich das schon mal erwähnt? *heart*
Unterwegs habe ich zwei Fotos mit dem Handy aufgenommen:

Himmel

Himmel

Wer mir auf Instagram folgen mag, der findet mich hier: instagram.com/neontrauma

3 Kommentare

  1. Chrissy sagt:

    Sportlich, Sportlich… Ich hab ja beim Lesen schon das Luftschnappen bekommen 😀

  2. Ragnar sagt:

    Die Bleiente wird noch zum Delfin…

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