Le Petit Médoc 2014

Ein Laufevent der etwas anderen Art ist der Petit Médoc in Königswinter-Oberdollendorf: alle paar Hundert Meter erwarten einen auf der Strecke nämlich örtliche Winzer, die Weißwein, Rotwein und Met ausschenken. Auch die ein oder andere Kleinigkeit zu essen gibt es – alles unter dem Motto „Laufen wie Gott in Frankreich… aber mit rheinischem Flair“. 😉

Gestern war es denn soweit: der Petit Médoc 2014. 🙂 Letztes Jahr sind der Beste und ich ja zusammen gestartet, diesmal fiel das Datum leider auf sein Dienstwochenende.

Anmelden sollte man sich so früh wie möglich, weil die Startplätze heiß begehrt sind. Daher hatte ich mich auch gleich im April beim Start der Anmeldephase eingetragen – nur um einen Tag später zu erfahren, dass just an diesem Tag nachmittags auch die Sommerfeier der Firma stattfinden würde. *möp*
Da ich auf keine der beiden Veranstaltungen verzichten wollte, habe ich dann beim Veranstalter angefragt, ob ich vom großen rhenag-Lauf (11km, Start um 14 Uhr) ummelden könnte auf den kleinen Winzerlauf (3,65km, Start 13.30). Ich hatte schon befürchtet, dass das nicht gehen würde, weil der Winzerlauf da schon ausgebucht war… aber dann bekam ich per Mail doch grünes Licht und eine neue Startnummer. Puh!

Startnummernausgabe vom Weingut Blöser

Startnummernausgabe vor dem Weingut Blöser

An dieser Stelle muss ich mal meiner Mom Danke sagen, die mir bei der logistischen Herausforderung geholfen hat: von Leverkusen nach Oberdollendorf ist es mit den Öffentlichen eine halbe Weltreise, und nach dem Lauf wollte ich ja so schnell wie möglich nach Hause, um wenigstens halbwegs rechtzeitig auf der Sommerfeier anzukommen. Alldieweil ich aber natürlich etwas trinken wollte, fiel das Auto flach. Also bin ich morgens mit den Öffentlichen nach Hennef gefahren, habe mich dort mit meiner Mom getroffen und nach einem Besuch bei meiner Oma im Altersheim hat sie mich dann nach Oberdollendorf gebracht, hat geduldig am Streckenrand gewartet und mich dann anschließend nach Leverkusen gefahren, damit ich flott unter die Dusche springen und anschließend mit dem Besten auf die Sommerfeier nach Köln fahren konnte. Merci!

Zurück zum Lauf: regnerisch war’s, aber das hat der Stimmung absolut keinen Abbruch getan. Fand ich sogar besser als die Hitze letztes Jahr.

Start-/Zielbereich

Start-/Zielbereich

Die Strecke war leicht variiert worden; diesmal liefen wir in der entgegengesetzten Richtung vom Weingut Sülz aus erst durch ein Wohngebiet, dann ging es im Wald den Berg hinauf.

Oben auf der Oberdollendorfer Hardt hatte man rechterhand den Waldrand und links die steil abfallenden Weinberge mit einem spektakulären Ausblick über die Rheinebene:

Blick auf Oberdollendorf und die Rheinebene - da unten seht ihr den Start- und Zielbereich

Blick auf Oberdollendorf und die Rheinebene – da unten seht ihr den Start- und Zielbereich

Blick über die Rheinebene - bis nach Bonn

Blick über die Rheinebene – bis nach Bonn

Dann ging es durch die Weinberge steil bergab…

Le Petit Médoc 2014

… und mit einem anschließenden Schlenker durch den historischen Ortskern von Oberdollendorf mit seinen Fachwerkhäuschen. Die „Zielgerade“ seht ihr ganz oben beim Artikelbild. 😉

Unterwegs gab es stilgerechte musikalische Untermalung:

Le Petit Médoc 2014

Ich habe bei jeder der sechs Stationen Halt gemacht, mich durch das leckere Weinsortiment probiert, mit den Winzern geplaudert, Fotos gemacht, einmal ein Honigbrot gegessen und einmal ein Stück Wrap… an solche Läufe könnte man sich glatt gewöhnen. *g*

Zum Ausgleich habe ich dann von Weinstand zu Weinstand etwas Tempo gemacht, um mal zu sehen, ob ich Berge immer noch so furchtbar gemein finde. Und siehe da, ich kam mit den Steigungen besser zurecht. Ob das nun am Training liegt oder am Alkohol, sei mal dahingestellt… ^^

Wie gesagt, es geht nicht um Zielzeiten, sondern ums Genießen. Somit gebe ich auch nicht viel darauf, dass ich Zweite in der Altersklasse W20 geworden bin. 😉

Im Zielbereich gab es für jeden Läufer ein Weinglas (und für die Kostümierten zudem eine Flasche Wein), ungeachtet des Regenwetters konnte man sich in einem großen Gartenbereich gemütlich hinsetzen und etwas essen und trinken. Die beiden Stars des Gartens:

Le Petit Médoc 2014

^^

Zum Abschluss haben wir dann noch ein paar Flaschen Wein gekauft.

Kurzum: ein schöner Lauf mit netten Leuten, großartiger Strecke und tollem Flair – ich freu mich schon auf nächstes Jahr (dann hoffentlich wieder auf der großen Runde)! 🙂

5 Kommentare

  1. Shanee sagt:

    Das ist ja mal wirklich eine Laufstrecke der besonderen Art. ^^ Klingt irgendwie als wäre man danach ziemlich lustig drauf. 🙂

    Zu deinem Kommentar auf meiner Seite:
    Früher habe ich auch mehr unterwegs gelesen und bin somit auch viel schneller mit den Büchern voran gekommen. 🙂 Zuhause geht das eigentlich auch ganz gut, nur mit dem aktuellen Buch leider irgendwie gar nicht. Man kommt viel zu leicht raus, wenn man mal einen Tag nicht gelesen hat und überhaupt ist alles etwas verwirrend, weswegen ich bezüglich dieses Buches allein schon in eine Leseflaute rutsche. xD

    Viele liebe Grüße
    Shanee

  2. Anna sagt:

    Danke für dein nettes Kommentar! 🙂 Schade das du nichts von dem Bloggertreffen mitbekommen hast. Ja ein weiteres Treffen ist nächstes Jahr geplant, jedoch nur noch für ausgewählte Blogger.
    Ich schreib dich mal auf die Liste dann bist du vermerkt 🙂
    Auf meinem Blog läuft zur Zeit ein Gewinnspiel! 🙂 Vllt wllst du ja mitmachen??
    http://flawless-dandelion.blogspot.de/2014/06/gewinnspiel-250-leser-gewinnspiel.html

    Alles Liebe Anna.

  3. Thomas sagt:

    hallo anne,

    ich grüße dich aus köln nach leverkusen. ein schöner bericht und auch schöne fotos, hast du noch mehr fotos gemacht??? ich war das erste mal dabei und es war sehr schön, nächstes jahr auf jeden fall mit verkleidung. habe viele fotos in den 3 runden gemacht und sie bei facebook eingestellt.

    läufergrüße aus köln

    thomas

  4. […] wollte ich dieses Jahr ja keine Wettkämpfe laufen, mal abgesehen vom Triathlon im September. Der Petit Médoc war ja eher ein Spaßlauf und zählt daher nicht.  Als wir von der Firma aus im Juni wieder beim […]

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