iPhone 12 Pro: wie gut ist die Kamera?

12. November 2020- aktualisiert: 12. November 2020 Foto-Tipps 6 Kommentare

Die Kamera des iPhone 12 Pro* will (mal wieder) völlig neue Maßstäbe in Sachen Qualität setzen. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen verspricht Apple hervorragende Aufnahmen. Neben der Hardware soll dabei auch die Software dank künstlicher Intelligenz zu perfekten Fotos verhelfen – ganz automatisch.

Was ist dran? Kann mich die iPhone 12 Pro-Kamera überzeugen? – Ich hab sie getestet und erzähle dir hier, was die Kamera so kann und zeige dir, welche Fotos damit bei mir bisher entstanden sind.

Dieser Beitrag enthält – wie das bei Produkttests nun mal so ist – Werbung durch Markennennung, allerdings unbeauftragt und unbezahlt. Ich habe das iPhone selber gekauft. Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Landschaft
Den iPhone-Bildern sieht man definitiv nicht an, dass es „nur“ Handyfotos sind

Eine Kamera? Nein, vier!

Mit ganzen vier Kameras bzw. Objektiven ist das iPhone 12 Pro bestückt, ebenso wie schon sein Vorgänger iPhone 11 Pro:

  • eine Frontkamera für Selfies
  • eine Dreifachkamera auf der Rückseite:
    • ein „normales“ Weitwinkelobjektiv
    • ein Ultraweitwinkel
    • ein Teleobjektiv

Alle Kameras liefern ordentliche 12 Megapixel. Die Fotos haben dabei eine Größe von 4032 x 3024 Pixeln. Damit sehen sie nicht nur am Bildschirm prima aus, das reicht auch zum Drucken in guter Qualität.

Anders als bei einem normalen Zoomobjektiv kannst du beim iPhone nicht stufenlos zoomen, es ist ein „harter“ Wechsel von einem Objektiv zum anderen. Also so, als würdest du auf deine Spiegelreflex oder Systemkamera jeweils ein anderes Objektiv draufschrauben.
Im Zweifelsfall musst du also per pedes näher ans Motiv ran oder davon weg.

Jemand fragte mich dieser Tage übrigens, wofür man denn das Teleobjektiv bräuchte. Man könne doch auch bei normalen Handyfotos einfach über die Finger reinzoomen und ein Objekt so näher heranholen? – Der Unterschied liegt in der Qualität. Wenn du über die Finger reinzoomst, ist das nur digital. Da wird dann ein Bildausschnitt größer gerechnet. Das geht zu Lasten der Bildqualität, denn das Bild wird matschig. Bei einem Teleobjektiv passiert das nicht.

Die Kameras des iPhone 12 Pro
Die Kameras auf der Rückseite des iPhone 12 Pro

Die Frontkamera

Was wäre ein Smartphone ohne Selfie-Kamera… 😀

Mit einer maximalen Offenblende von f/1.4 ist die Linse super lichtstark und verhilft dir auch bei düsterem Licht zu richtig guten Selbstportraits. Dafür hat das iPhone 12 Pro auch sechs schicke Effekte an Bord – dazu unten mehr im Abschnitt Porträtmodus.

Das Weitwinkelobjektiv

… ist die „normale“ Kamera mit 26mm Brennweite. Das entspricht ungefähr dem Sichtfeld des menschlichen Auges. Du fotografierst hier also so ziemlich genau das, was du auch siehst.

Dank Blende f/1.6 ist das Weitwinkel ebenfalls schön lichtstark.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Weitwinkel
Unser Hof, fotografiert mit dem Weitwinkelobjektiv des iPhone 12 Pro

Das Ultraweitwinkelobjektiv

Für Landschaftsaufnahmen, Gruppenfotos oder Bilder von Innenräumen bietet sich das Ultraweitwinkel an. Hier passt dank 13mm bzw. 120° Sichtfeld einfach mehr aufs Bild.

Mit Blende f/2.4 ist es weniger lichtstark als die anderen beiden Objektive. Bei Landschaftsfotos ist das aber kein Problem – hier geht es ja mehr um Schärfe im gesamten Bereich, für die du normalerweise eh ein paar Stufen abblendest.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Ultraweitwinkel
Von der gleichen Stelle aus aufgenommen – diesmal mit dem Ultraweitwinkel

Das Teleobjektiv

Na gut – das ist wirklich nur ein bisschen Tele. 😉 Mit 65mm kommst du nicht gerade viel näher ans Objekt heran – zum Vergleich: mein Teleobjektiv für die Spiegelreflex geht erst bei 70mm los und reicht bis 200mm. Das ist schon ein Unterschied.

Immerhin holt die Telelinse am iPhone 12 Pro die Dinge 2,5x näher heran als die Weitwinkelkamera. Irgendwo setzt dann halt auch die Physik so ihre Grenzen… ein wirkliches Teleobjektiv ist nun mal ziemlich lang. Und aus dem „Kamerabuckel“ hinten am Smartphone soll ja schließlich kein Rohr herausragen. 😀

Das Tele kommt auf eine starke Blende f/2.0.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Tele
Wieder stand ich an der gleichen Stelle – hier fotografiert mit dem Teleobjektiv

Alle Kameras des iPhone 12 Pro im Vergleich

Megapixelmax. BlendenöffnungBrennweite
Weitwinkel12f/1.626mm
Ultraweitwinkel12f/2.413mm
Tele12f/2.065mm

Alles automatisch?!

Mit einem Smartphone fotografiere ich anders als mit einer „richtigen“ Kamera.
Denn während ich es bei meiner Spiegelreflex sehr schätze, durch die diversen Knöpfe und Rädchen ganz gezielt Einfluss auf Blende, Belichtung, ISO & Co. zu nehmen, will ich mich beim Handy damit gar nicht aufhalten. Das soll einfach auf Knopfdruck perfekte Fotos liefern. Demzufolge will ich mich auch nicht lange durch verschiedene Einstellungen klicken müssen.

Das iPhone macht das verdammt gut! Tatsächlich ist es sogar darauf ausgelegt, dem Fotografen all diese Entscheidungen abzunehmen.

Das kann man doof finden, weil dadurch Hinz & Kunz theoretisch genauso gute Bilder hinbekommen wie ein professioneller Fotograf. Oder man erfreut sich einfach an der genialen Technologie und hat Spaß beim Knipsen. 🙃

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Baum

Aufnahmemodi und Menüführung

Drei Modi stehen zur Verfügung:

  • Foto – der normale Modus
  • Porträt für, nun ja, Porträtaufnahmen. Hierzu komme ich weiter unten noch.
  • Pano für Panorama-Aufnahmen. Dabei drehst du dich mit dem iPhone in der Hand um 360° und erhältst ein laaaaaanges Bild.

Die Oberfläche präsentiert sich sehr übersichtlich. Am unteren Bildrand kannst du über die Anzeige ,5 – 1 – 2 zwischen den drei Kameras umschalten. Das funktioniert einfach und reibungslos.

Fotografieren mit dem iPhone 12 Pro
Die Kamerasteuerung beim iPhone 12 Pro

Der Pfeil oben in der Mitte blendet zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten ein, mit denen du mehr Einfluss auf dein Bild nehmen kannst:

  • Blitz (auto, ein, aus)
  • Bei wenig Licht: die Belichtungsdauer im Nachtmodus (auto, aus oder bis zu 29 Sekunden)
  • Live, also ob auch vor und nach dem Auslösen noch 1,5 Sekunden lang ein Minivideo aufgenommen werden soll (auto, ein, aus)
  • Bildformat: 4:3, quadratisch (perfekt für Instagram!), 16:9
  • Belichtung – heller oder dunkler
  • Timer für die Auslöseverzögerung, wahlweise 3 Sekunden oder 10 Sekunden
  • Filter – hier kannst du einstellen, ob das Bild etwa in schwarz-weiß aufgenommen werden soll
Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Herbstlandschaft

Der Autofokus arbeitet übrigens so flott, dass sogar Aufnahmen aus einem fahrenden Auto kein Problem darstellen – saubere Scheiben vorausgesetzt. 😀 Dieser Schnappschuss ist bei rund 70km/h entstanden (natürlich vom Beifahrersitz aus):

iPhone 12 Pro - Schnappschuss aus einem fahrenden Auto
Schnappschuss aus einem fahrenden Auto

Der Porträtmodus

Im Porträtmodus kannst du zudem die Blende kontrollieren. Wie bei normalen Kameras gilt: je kleiner die Zahl, desto größer die Blende – und desto unschärfer der Hintergrund. Dieser Bokeh-Effekt ist ja für Portraits zu Recht sehr beliebt.

Auch wenn du im Porträtmodus auf Automatik fotografierst, zaubert dir das iPhone ein Bokeh in den Hintergrund.

Zudem stehen 6 Effektfilter zur Auswahl: Natürlich, Studio, Kontur, Bühne, Bühne Mono, High‑Key Mono. Die beiden Mono-Filter erstellen dabei Schwarzweiß-Aufnahmen.

Ein super praktisches Feature bringt die Option High Key-Mono mit: der Hintergrund wird weiß, die fotografierte Person also freigestellt. Das klappt auch mit der Frontkamera für Selfies und macht richtig Spaß!

Dieses Selfie ist auf die Schnelle entstanden, während ich an dem Artikel hier tippte. Im Zimmer war es dabei dunkel, nur der Monitor leuchtete sowie eine recht funzelige Schreibtischlampe.

iPhone 12 Pro: Selfie mit High Key-Mono
Ein Selfie auf die Schnelle sieht dank High Key Mono-Effekt richtig professionell aus

Deep Fusion & Smart HDR 3: jedes Foto ist ein HDR

In allen vier Kameras kommen die sogenannte Deep Fusion-Engine sowie das Smart HDR 3-Feature zum Einsatz. Dabei wird bei einer Aufnahme unter der Haube tatsächlich eine ganze Belichtungsreihe aus 9 Fotos erstellt.

Kleiner Exkurs: bei einer Belichtungsreihe sind auf dem dunkelsten Foto die hellen Bereiche hervorragend zu erkennen, die Schatten aber viel zu dunkel – wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Auf dem hellsten Foto hingegen erkennst du in den Schatten alle Details, die hellsten Stellen sind aber gnadenlos überbelichtet.

Das iPhone fügt diese 9 Bilder zu einem einzigen Foto zusammen und nutzt dabei wie bei einer HDR-Aufnahme alle Detailinformationen – dadurch sind sowohl die hellen, als auch die dunklen Bereiche jeweils perfekt zu erkennen. Das kommt dem menschlichen Auge ziemlich nah, das sich ja auch in Sekundenbruchteilen auf verschiedene Lichtverhältnisse einstellt.

Das iPhone geht dann sogar noch einen Schritt weiter: jeder Pixel wird hinsichtlich Schärfe, Farbgebung und Belichtung untersucht. Sogar unterschiedliche Strukturen wie Haut, Tierfell oder Himmel werden unterschieden und jeweils differenziert bearbeitet. Am Ende wählt die Software dann für jede Stelle den jeweils besten Pixel aus und setzt das finale Foto dadurch wie ein gigantisches Puzzle zusammen.
Dadurch sollen die Bilder detailreicher und realitätsgetreuer werden.

De facto wird jedes Bild also ein HDR. Diese Funktion lässt sich nicht abschalten… und wie das bei HDR so ist: manchmal ist es einfach zu viel des Guten, die Bilder wirken mitunter schon arg künstlich. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Bei der Aufnahme von Rufus auf der Weide finde ich es schon grenzwertig, wie scharf und fast schon „grisselig“ die Grashalme sind:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Pferd

Ziemlich ins Klo gegriffen hat die Automatik dann im Wald – hier sind die Kontraste gerade im Bereich des Laubs viel zu groß. Das Bild wirkt überschärft und unnatürlich.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Wald

Der Nachtmodus – lange Belichtung ohne Verwackeln

Für die Frontkamera, das Weitwinkel- und das Ultraweitwinkelobjektiv gibt es einen Nachtmodus. Der soll ohne Blitz stimmungsvolle Selfies und Fotos ermöglichen, auf denen man mehr erkennt als wildes Pixelrauschen. 🙂

Der Nachtmodus ist tatsächlich erstaunlich gut. Als mir angezeigt wurde, dass da jetzt 5 Sekunden lang belichtet wird, dachte ich mir erst: is‘ klar, das muss ja verwackeln. Schließlich hielt ich das iPhone einfach in der Hand und benutzte kein Stativ.
Aber, surprise surprise: die Aufnahme wurde gestochen scharf. Das Geheimnis ist: das iPhone nutzt seine Bewegungssensoren, um die Verwackler der Hand zu messen und herauszurechnen. Das ist echt irre!

Spannend ist beim Nachtmodus natürlich, wie die Automatik mit verschieden hellen Bereichen umgeht. Dazu habe ich mich nachts bei uns auf die Straße gestellt: vor der Haustür und an der Garage waren unsere Bewegungsmelder an, im Hintergrund ist das Fachwerkhaus unserer Nachbarn erleuchtet und vor mir auf dem Boden stand meine Taschenlampe und strahlte die Büsche vor mir an.
Voilà:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Nachtmodus
Nachtmodus des iPhone 12 Pro: das Foto out of cam

Das ist schon ziemlich beeindruckend. Sogar einige Sterne sind zu erkennen!

Ein bisschen zu verrauscht und am Himmel zu hell war mir das Bild allerdings. Mit ein paar Griffen lässt sich das aber problemlos in Lightroom anpassen:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Nachtmodus
leicht nachbearbeitet in Lightroom

Das macht schon wirklich Spaß. Ich freue mich schon auf die Zeit nach Corona, wenn man mal wieder weggehen und nachts spannendere Dinge fotografieren kann als unser Dorf im Halbdunkeln. 😉

Fotografieren im RAW-Modus dank Apple ProRAW

Bald soll das iPhone auch Rohdaten liefern – das ist super, wenn du die Bilder etwa in Lightroom oder Luminar bearbeiten möchtest.

Aktuell ist dieses neue Format namens Apple ProRAW allerdings noch nicht verfügbar. Es soll noch dieses Jahr mit einem der nächsten Software-Updates nachgeliefert werden.
Ich bin gespannt!

Einfach noch ein paar Bilder…

… die in den letzten Tagen entstanden sind. Alle Fotos sind out of cam, also nicht nachbearbeitet. Ich habe nur den Bildausschnitt geändert, da das iPhone leider nicht das Format 2:3 anbietet, was ich hier im Blog aber verwende.

Wenn es in diesem Artikel nicht explizit um einen Kameratest ginge, würde ich sie aber teilweise noch nachbearbeiten, um sie etwa „knackiger“ werden zu lassen. Aber auch so können sich die iPhone-Bilder schon wirklich sehen lassen, finde ich:

Mein Fazit

Das Fotografieren mit dem iPhone 12 Pro macht richtig Spaß! Die Qualität der Fotos ist so gut, dass sie oft nicht von denen einer Spiegelreflex zu unterscheiden sind.

Nun ja – oft, aber nicht immer. Je nach Motiv fällt halt schon auf, dass beispielsweise der Schärfeverlauf künstlich berechnet wurde – und da passieren auch schon mal Fehler. Stellenweise übertreibt es die Künstliche Intelligenz zudem mit der Schärfe bzw. Detailliertheit eines Motivs. Und bisweilen entspricht das, was die Automatik aus einem Motiv macht, auch nicht unbedingt dem, was bzw. wie ich es abbilden wollte.

Nach wie vor möchte ich meine Spiegelreflexkamera deswegen nicht missen. Aber das iPhone 12 Pro ist eine großartige Ergänzung – gerade, weil es unterwegs immer mit dabei ist.

Besonders spannend finde ich die Möglichkeiten im Bereich der Low Light-Fotografie, die das iPhone ohne Mitschleppen eines Stativs bietet.

Künftig werden hier im Blog sicherlich öfter Fotos auftauchen, bei denen du nicht sagen kannst, ob sie mit einer DSLR oder dem iPhone aufgenommen wurden. Ich freu mich schon darauf, welche Motive mir damit noch so vor die Linse kommen werden. 🙂

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

iPhone 12 Pro: wie gut ist die Kamera?

12. November 2020- aktualisiert: 12. November 2020 Foto-Tipps 6 Kommentare

Die Kamera des iPhone 12 Pro* will (mal wieder) völlig neue Maßstäbe in Sachen Qualität setzen. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen verspricht Apple hervorragende Aufnahmen. Neben der Hardware soll dabei auch die Software dank künstlicher Intelligenz zu perfekten Fotos verhelfen – ganz automatisch.

Was ist dran? Kann mich die iPhone 12 Pro-Kamera überzeugen? – Ich hab sie getestet und erzähle dir hier, was die Kamera so kann und zeige dir, welche Fotos damit bei mir bisher entstanden sind.

Dieser Beitrag enthält – wie das bei Produkttests nun mal so ist – Werbung durch Markennennung, allerdings unbeauftragt und unbezahlt. Ich habe das iPhone selber gekauft. Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Landschaft
Den iPhone-Bildern sieht man definitiv nicht an, dass es „nur“ Handyfotos sind

Eine Kamera? Nein, vier!

Mit ganzen vier Kameras bzw. Objektiven ist das iPhone 12 Pro bestückt, ebenso wie schon sein Vorgänger iPhone 11 Pro:

  • eine Frontkamera für Selfies
  • eine Dreifachkamera auf der Rückseite:
    • ein „normales“ Weitwinkelobjektiv
    • ein Ultraweitwinkel
    • ein Teleobjektiv

Alle Kameras liefern ordentliche 12 Megapixel. Die Fotos haben dabei eine Größe von 4032 x 3024 Pixeln. Damit sehen sie nicht nur am Bildschirm prima aus, das reicht auch zum Drucken in guter Qualität.

Anders als bei einem normalen Zoomobjektiv kannst du beim iPhone nicht stufenlos zoomen, es ist ein „harter“ Wechsel von einem Objektiv zum anderen. Also so, als würdest du auf deine Spiegelreflex oder Systemkamera jeweils ein anderes Objektiv draufschrauben.
Im Zweifelsfall musst du also per pedes näher ans Motiv ran oder davon weg.

Jemand fragte mich dieser Tage übrigens, wofür man denn das Teleobjektiv bräuchte. Man könne doch auch bei normalen Handyfotos einfach über die Finger reinzoomen und ein Objekt so näher heranholen? – Der Unterschied liegt in der Qualität. Wenn du über die Finger reinzoomst, ist das nur digital. Da wird dann ein Bildausschnitt größer gerechnet. Das geht zu Lasten der Bildqualität, denn das Bild wird matschig. Bei einem Teleobjektiv passiert das nicht.

Die Kameras des iPhone 12 Pro
Die Kameras auf der Rückseite des iPhone 12 Pro

Die Frontkamera

Was wäre ein Smartphone ohne Selfie-Kamera… 😀

Mit einer maximalen Offenblende von f/1.4 ist die Linse super lichtstark und verhilft dir auch bei düsterem Licht zu richtig guten Selbstportraits. Dafür hat das iPhone 12 Pro auch sechs schicke Effekte an Bord – dazu unten mehr im Abschnitt Porträtmodus.

Das Weitwinkelobjektiv

… ist die „normale“ Kamera mit 26mm Brennweite. Das entspricht ungefähr dem Sichtfeld des menschlichen Auges. Du fotografierst hier also so ziemlich genau das, was du auch siehst.

Dank Blende f/1.6 ist das Weitwinkel ebenfalls schön lichtstark.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Weitwinkel
Unser Hof, fotografiert mit dem Weitwinkelobjektiv des iPhone 12 Pro

Das Ultraweitwinkelobjektiv

Für Landschaftsaufnahmen, Gruppenfotos oder Bilder von Innenräumen bietet sich das Ultraweitwinkel an. Hier passt dank 13mm bzw. 120° Sichtfeld einfach mehr aufs Bild.

Mit Blende f/2.4 ist es weniger lichtstark als die anderen beiden Objektive. Bei Landschaftsfotos ist das aber kein Problem – hier geht es ja mehr um Schärfe im gesamten Bereich, für die du normalerweise eh ein paar Stufen abblendest.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Ultraweitwinkel
Von der gleichen Stelle aus aufgenommen – diesmal mit dem Ultraweitwinkel

Das Teleobjektiv

Na gut – das ist wirklich nur ein bisschen Tele. 😉 Mit 65mm kommst du nicht gerade viel näher ans Objekt heran – zum Vergleich: mein Teleobjektiv für die Spiegelreflex geht erst bei 70mm los und reicht bis 200mm. Das ist schon ein Unterschied.

Immerhin holt die Telelinse am iPhone 12 Pro die Dinge 2,5x näher heran als die Weitwinkelkamera. Irgendwo setzt dann halt auch die Physik so ihre Grenzen… ein wirkliches Teleobjektiv ist nun mal ziemlich lang. Und aus dem „Kamerabuckel“ hinten am Smartphone soll ja schließlich kein Rohr herausragen. 😀

Das Tele kommt auf eine starke Blende f/2.0.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Tele
Wieder stand ich an der gleichen Stelle – hier fotografiert mit dem Teleobjektiv

Alle Kameras des iPhone 12 Pro im Vergleich

Megapixelmax. BlendenöffnungBrennweite
Weitwinkel12f/1.626mm
Ultraweitwinkel12f/2.413mm
Tele12f/2.065mm

Alles automatisch?!

Mit einem Smartphone fotografiere ich anders als mit einer „richtigen“ Kamera.
Denn während ich es bei meiner Spiegelreflex sehr schätze, durch die diversen Knöpfe und Rädchen ganz gezielt Einfluss auf Blende, Belichtung, ISO & Co. zu nehmen, will ich mich beim Handy damit gar nicht aufhalten. Das soll einfach auf Knopfdruck perfekte Fotos liefern. Demzufolge will ich mich auch nicht lange durch verschiedene Einstellungen klicken müssen.

Das iPhone macht das verdammt gut! Tatsächlich ist es sogar darauf ausgelegt, dem Fotografen all diese Entscheidungen abzunehmen.

Das kann man doof finden, weil dadurch Hinz & Kunz theoretisch genauso gute Bilder hinbekommen wie ein professioneller Fotograf. Oder man erfreut sich einfach an der genialen Technologie und hat Spaß beim Knipsen. 🙃

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Baum

Aufnahmemodi und Menüführung

Drei Modi stehen zur Verfügung:

  • Foto – der normale Modus
  • Porträt für, nun ja, Porträtaufnahmen. Hierzu komme ich weiter unten noch.
  • Pano für Panorama-Aufnahmen. Dabei drehst du dich mit dem iPhone in der Hand um 360° und erhältst ein laaaaaanges Bild.

Die Oberfläche präsentiert sich sehr übersichtlich. Am unteren Bildrand kannst du über die Anzeige ,5 – 1 – 2 zwischen den drei Kameras umschalten. Das funktioniert einfach und reibungslos.

Fotografieren mit dem iPhone 12 Pro
Die Kamerasteuerung beim iPhone 12 Pro

Der Pfeil oben in der Mitte blendet zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten ein, mit denen du mehr Einfluss auf dein Bild nehmen kannst:

  • Blitz (auto, ein, aus)
  • Bei wenig Licht: die Belichtungsdauer im Nachtmodus (auto, aus oder bis zu 29 Sekunden)
  • Live, also ob auch vor und nach dem Auslösen noch 1,5 Sekunden lang ein Minivideo aufgenommen werden soll (auto, ein, aus)
  • Bildformat: 4:3, quadratisch (perfekt für Instagram!), 16:9
  • Belichtung – heller oder dunkler
  • Timer für die Auslöseverzögerung, wahlweise 3 Sekunden oder 10 Sekunden
  • Filter – hier kannst du einstellen, ob das Bild etwa in schwarz-weiß aufgenommen werden soll
Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Herbstlandschaft

Der Autofokus arbeitet übrigens so flott, dass sogar Aufnahmen aus einem fahrenden Auto kein Problem darstellen – saubere Scheiben vorausgesetzt. 😀 Dieser Schnappschuss ist bei rund 70km/h entstanden (natürlich vom Beifahrersitz aus):

iPhone 12 Pro - Schnappschuss aus einem fahrenden Auto
Schnappschuss aus einem fahrenden Auto

Der Porträtmodus

Im Porträtmodus kannst du zudem die Blende kontrollieren. Wie bei normalen Kameras gilt: je kleiner die Zahl, desto größer die Blende – und desto unschärfer der Hintergrund. Dieser Bokeh-Effekt ist ja für Portraits zu Recht sehr beliebt.

Auch wenn du im Porträtmodus auf Automatik fotografierst, zaubert dir das iPhone ein Bokeh in den Hintergrund.

Zudem stehen 6 Effektfilter zur Auswahl: Natürlich, Studio, Kontur, Bühne, Bühne Mono, High‑Key Mono. Die beiden Mono-Filter erstellen dabei Schwarzweiß-Aufnahmen.

Ein super praktisches Feature bringt die Option High Key-Mono mit: der Hintergrund wird weiß, die fotografierte Person also freigestellt. Das klappt auch mit der Frontkamera für Selfies und macht richtig Spaß!

Dieses Selfie ist auf die Schnelle entstanden, während ich an dem Artikel hier tippte. Im Zimmer war es dabei dunkel, nur der Monitor leuchtete sowie eine recht funzelige Schreibtischlampe.

iPhone 12 Pro: Selfie mit High Key-Mono
Ein Selfie auf die Schnelle sieht dank High Key Mono-Effekt richtig professionell aus

Deep Fusion & Smart HDR 3: jedes Foto ist ein HDR

In allen vier Kameras kommen die sogenannte Deep Fusion-Engine sowie das Smart HDR 3-Feature zum Einsatz. Dabei wird bei einer Aufnahme unter der Haube tatsächlich eine ganze Belichtungsreihe aus 9 Fotos erstellt.

Kleiner Exkurs: bei einer Belichtungsreihe sind auf dem dunkelsten Foto die hellen Bereiche hervorragend zu erkennen, die Schatten aber viel zu dunkel – wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Auf dem hellsten Foto hingegen erkennst du in den Schatten alle Details, die hellsten Stellen sind aber gnadenlos überbelichtet.

Das iPhone fügt diese 9 Bilder zu einem einzigen Foto zusammen und nutzt dabei wie bei einer HDR-Aufnahme alle Detailinformationen – dadurch sind sowohl die hellen, als auch die dunklen Bereiche jeweils perfekt zu erkennen. Das kommt dem menschlichen Auge ziemlich nah, das sich ja auch in Sekundenbruchteilen auf verschiedene Lichtverhältnisse einstellt.

Das iPhone geht dann sogar noch einen Schritt weiter: jeder Pixel wird hinsichtlich Schärfe, Farbgebung und Belichtung untersucht. Sogar unterschiedliche Strukturen wie Haut, Tierfell oder Himmel werden unterschieden und jeweils differenziert bearbeitet. Am Ende wählt die Software dann für jede Stelle den jeweils besten Pixel aus und setzt das finale Foto dadurch wie ein gigantisches Puzzle zusammen.
Dadurch sollen die Bilder detailreicher und realitätsgetreuer werden.

De facto wird jedes Bild also ein HDR. Diese Funktion lässt sich nicht abschalten… und wie das bei HDR so ist: manchmal ist es einfach zu viel des Guten, die Bilder wirken mitunter schon arg künstlich. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Bei der Aufnahme von Rufus auf der Weide finde ich es schon grenzwertig, wie scharf und fast schon „grisselig“ die Grashalme sind:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Pferd

Ziemlich ins Klo gegriffen hat die Automatik dann im Wald – hier sind die Kontraste gerade im Bereich des Laubs viel zu groß. Das Bild wirkt überschärft und unnatürlich.

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Wald

Der Nachtmodus – lange Belichtung ohne Verwackeln

Für die Frontkamera, das Weitwinkel- und das Ultraweitwinkelobjektiv gibt es einen Nachtmodus. Der soll ohne Blitz stimmungsvolle Selfies und Fotos ermöglichen, auf denen man mehr erkennt als wildes Pixelrauschen. 🙂

Der Nachtmodus ist tatsächlich erstaunlich gut. Als mir angezeigt wurde, dass da jetzt 5 Sekunden lang belichtet wird, dachte ich mir erst: is‘ klar, das muss ja verwackeln. Schließlich hielt ich das iPhone einfach in der Hand und benutzte kein Stativ.
Aber, surprise surprise: die Aufnahme wurde gestochen scharf. Das Geheimnis ist: das iPhone nutzt seine Bewegungssensoren, um die Verwackler der Hand zu messen und herauszurechnen. Das ist echt irre!

Spannend ist beim Nachtmodus natürlich, wie die Automatik mit verschieden hellen Bereichen umgeht. Dazu habe ich mich nachts bei uns auf die Straße gestellt: vor der Haustür und an der Garage waren unsere Bewegungsmelder an, im Hintergrund ist das Fachwerkhaus unserer Nachbarn erleuchtet und vor mir auf dem Boden stand meine Taschenlampe und strahlte die Büsche vor mir an.
Voilà:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Nachtmodus
Nachtmodus des iPhone 12 Pro: das Foto out of cam

Das ist schon ziemlich beeindruckend. Sogar einige Sterne sind zu erkennen!

Ein bisschen zu verrauscht und am Himmel zu hell war mir das Bild allerdings. Mit ein paar Griffen lässt sich das aber problemlos in Lightroom anpassen:

Fotos mit dem iPhone 12 Pro - Nachtmodus
leicht nachbearbeitet in Lightroom

Das macht schon wirklich Spaß. Ich freue mich schon auf die Zeit nach Corona, wenn man mal wieder weggehen und nachts spannendere Dinge fotografieren kann als unser Dorf im Halbdunkeln. 😉

Fotografieren im RAW-Modus dank Apple ProRAW

Bald soll das iPhone auch Rohdaten liefern – das ist super, wenn du die Bilder etwa in Lightroom oder Luminar bearbeiten möchtest.

Aktuell ist dieses neue Format namens Apple ProRAW allerdings noch nicht verfügbar. Es soll noch dieses Jahr mit einem der nächsten Software-Updates nachgeliefert werden.
Ich bin gespannt!

Einfach noch ein paar Bilder…

… die in den letzten Tagen entstanden sind. Alle Fotos sind out of cam, also nicht nachbearbeitet. Ich habe nur den Bildausschnitt geändert, da das iPhone leider nicht das Format 2:3 anbietet, was ich hier im Blog aber verwende.

Wenn es in diesem Artikel nicht explizit um einen Kameratest ginge, würde ich sie aber teilweise noch nachbearbeiten, um sie etwa „knackiger“ werden zu lassen. Aber auch so können sich die iPhone-Bilder schon wirklich sehen lassen, finde ich:

Mein Fazit

Das Fotografieren mit dem iPhone 12 Pro macht richtig Spaß! Die Qualität der Fotos ist so gut, dass sie oft nicht von denen einer Spiegelreflex zu unterscheiden sind.

Nun ja – oft, aber nicht immer. Je nach Motiv fällt halt schon auf, dass beispielsweise der Schärfeverlauf künstlich berechnet wurde – und da passieren auch schon mal Fehler. Stellenweise übertreibt es die Künstliche Intelligenz zudem mit der Schärfe bzw. Detailliertheit eines Motivs. Und bisweilen entspricht das, was die Automatik aus einem Motiv macht, auch nicht unbedingt dem, was bzw. wie ich es abbilden wollte.

Nach wie vor möchte ich meine Spiegelreflexkamera deswegen nicht missen. Aber das iPhone 12 Pro ist eine großartige Ergänzung – gerade, weil es unterwegs immer mit dabei ist.

Besonders spannend finde ich die Möglichkeiten im Bereich der Low Light-Fotografie, die das iPhone ohne Mitschleppen eines Stativs bietet.

Künftig werden hier im Blog sicherlich öfter Fotos auftauchen, bei denen du nicht sagen kannst, ob sie mit einer DSLR oder dem iPhone aufgenommen wurden. Ich freu mich schon darauf, welche Motive mir damit noch so vor die Linse kommen werden. 🙂

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

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  1. Paleica 13. November 2020 um 08:57- Antworten

    ich hab ja das 11 pro und finde die qualität da auch einfach wirklich top – mittlerweile fotografiere ich nur mehr selten mit der DSLR, also nur dann, wenn ich wirklich konkrete dinge fotografieren will, wo ich zB ein makro oder tele brauche oder sowas. die sache mit dem zu hohen kontrast und schärfe bei deinem wald-bild stört mich beim 11er auch ziemlich – das ist gefühlt mit dem softwareupdate seit die v 13 (glaub ich?) heraußen ist auch nochmal eher schlechter geworden. aber so insgesamt erfüllt es schon lange den „immerdabei“-kameraanspruch, den ich früher lang vermisst hatte, weil ich nicht noch ein zusätzliches teil mitschleppen wollte.

    • Anne 17. November 2020 um 06:42- Antworten

      Ja, genau das habe ich am Fotografieren mit dem Smartphone auch so zu schätzen gelernt – es ist halt (fast) immer mit dabei. Gerade diese kleinen, schönen Momente im Alltag halte ich damit viel eher fest, weil ich da selten die DSLR dabei habe. Wobei ich mittlerweile manche Momente dann aber auch nicht fotografiere, weil ich weiß, dass die Smartphone-Kamera das Motiv nicht so einfangen kann, wie ich es gerne hätte. Bspw. wenn der Dunst über relativ weit entfernten Tälern aufsteigt, während der Vordergrund eher langweilig ist – das kommt dann einfach nicht rüber.

  2. Blackmoon 14. November 2020 um 02:36- Antworten

    Ein Iphone hab ich nun nicht … es ist ein mittelpreisiges Xiaomi. Was ich gekauft hatte,da alles von der Kamera schwärmte wie toll sie sei.
    Meine dicke DSLR sollte es natürlich nicht ersetzen. Nur was einigermaßen „gescheites“ in der Tasche. Der Vorgänger war ein Nexus Google,wo die Kamera wirklich zufriedenstellend war. Nur leider eben nicht mehr von Updates versorgt. Benutz die Telefone eigentlich ja bis sie auseinanderfallen o.ä

    Tja,was soll ich sagen,das Xiaomi war ein Griff ins Klo ^^ Die Kamera find ich katastrophal und alles andere als toll. Keine Schärfe,verfälschte(keine) Farbe und überhaupt,zufrieden ist was anderes. Naja shit happens oder so ähnlich.
    Das Gerät ansich ist völlig in Ordnung,da hab ich nix zu meckern. Nur eben die Kamera ist absolut mistig ^^

    Überleg ernsthaft ob der Nachfolger ein Pixel oder ein Samsung wird. Da werd ich wohl sehen wie die Preise sind,wenn´s soweit ist 😉

    • Anne 17. November 2020 um 06:43- Antworten

      Och Mensch, das ist ja doof, dass die Kamera so über den grünen Klee gelobt wurde und dann doch schrottig ist. :/ Wer weiß, mit was die Bewerter da vorher fotografiert haben als Vergleich. 😀

  3. Peter 14. November 2020 um 16:27- Antworten

    Tolle Fotos und danke für den Beitrag.

Ich freue mich über jeden ehrlichen Kommentar und gebe mein Bestes, zeitnah zu antworten! Ein Hinweis an die Spam-Fraktion: ich überprüfe die Kommentare vor dem Freischalten. Wer etwa scheinheilig schreibt, dass er einen guten Malerbetrieb sucht, nur um selber einen ebensolchen als Link anzugeben – der kann sich seine Mühe sparen.

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  1. Paleica 13. November 2020 um 08:57- Antworten

    ich hab ja das 11 pro und finde die qualität da auch einfach wirklich top – mittlerweile fotografiere ich nur mehr selten mit der DSLR, also nur dann, wenn ich wirklich konkrete dinge fotografieren will, wo ich zB ein makro oder tele brauche oder sowas. die sache mit dem zu hohen kontrast und schärfe bei deinem wald-bild stört mich beim 11er auch ziemlich – das ist gefühlt mit dem softwareupdate seit die v 13 (glaub ich?) heraußen ist auch nochmal eher schlechter geworden. aber so insgesamt erfüllt es schon lange den „immerdabei“-kameraanspruch, den ich früher lang vermisst hatte, weil ich nicht noch ein zusätzliches teil mitschleppen wollte.

    • Anne 17. November 2020 um 06:42- Antworten

      Ja, genau das habe ich am Fotografieren mit dem Smartphone auch so zu schätzen gelernt – es ist halt (fast) immer mit dabei. Gerade diese kleinen, schönen Momente im Alltag halte ich damit viel eher fest, weil ich da selten die DSLR dabei habe. Wobei ich mittlerweile manche Momente dann aber auch nicht fotografiere, weil ich weiß, dass die Smartphone-Kamera das Motiv nicht so einfangen kann, wie ich es gerne hätte. Bspw. wenn der Dunst über relativ weit entfernten Tälern aufsteigt, während der Vordergrund eher langweilig ist – das kommt dann einfach nicht rüber.

  2. Blackmoon 14. November 2020 um 02:36- Antworten

    Ein Iphone hab ich nun nicht … es ist ein mittelpreisiges Xiaomi. Was ich gekauft hatte,da alles von der Kamera schwärmte wie toll sie sei.
    Meine dicke DSLR sollte es natürlich nicht ersetzen. Nur was einigermaßen „gescheites“ in der Tasche. Der Vorgänger war ein Nexus Google,wo die Kamera wirklich zufriedenstellend war. Nur leider eben nicht mehr von Updates versorgt. Benutz die Telefone eigentlich ja bis sie auseinanderfallen o.ä

    Tja,was soll ich sagen,das Xiaomi war ein Griff ins Klo ^^ Die Kamera find ich katastrophal und alles andere als toll. Keine Schärfe,verfälschte(keine) Farbe und überhaupt,zufrieden ist was anderes. Naja shit happens oder so ähnlich.
    Das Gerät ansich ist völlig in Ordnung,da hab ich nix zu meckern. Nur eben die Kamera ist absolut mistig ^^

    Überleg ernsthaft ob der Nachfolger ein Pixel oder ein Samsung wird. Da werd ich wohl sehen wie die Preise sind,wenn´s soweit ist 😉

    • Anne 17. November 2020 um 06:43- Antworten

      Och Mensch, das ist ja doof, dass die Kamera so über den grünen Klee gelobt wurde und dann doch schrottig ist. :/ Wer weiß, mit was die Bewerter da vorher fotografiert haben als Vergleich. 😀

  3. Peter 14. November 2020 um 16:27- Antworten

    Tolle Fotos und danke für den Beitrag.

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