Bäume im Nebel

Bäume im Nebel

Nebel übt eine ganz eigene Faszination auf mich aus.

Nicht nur, weil die Stimmung an nebligen Tagen einfach irgendwie mystisch und geheimnisvoll ist. Weil vertraute Landschaften plötzlich völlig verändert aussehen, Orientierungspunkte vom Dunst verschluckt werden.
Sondern auch, weil sich bei Nebel ganz besondere Fotomotive ergeben.

Bäume im Nebel

Insbesondere kahle Bäume kommen durch den Nebel imposant zur Geltung. Kein unruhiger Hintergrund lenkt von ihren Silhouetten ab, die Farben sind reduziert auf das Nötigste.

Bäume im Nebel

Vor ein paar Tagen nutzte ich die Gunst der Stunde und zog auf der morgendlichen Hunderunde mit der Kamera los in den Nebel.

Bäume im Nebel

Der Weg war nur schemenhaft zu erkennen. Der Übergang zwischen Himmel und Erde verschwamm irgendwo im Unbestimmten.

Bäume im Nebel

Hie und da leuchteten einige wenige kleine Lichtpunkte durch den Dunst – Straßenlaternen, beleuchtete Fenster, ab und an mal Autoscheinwerfer.

Bäume im Nebel
Bäume im Nebel

Da es ziemlich frostig war, bedeckte Rauhreif die Pflanzen am Wegesrand.

Pflanzen im Nebel
Bäume im Nebel

Außer mir war niemand unterwegs und mir kam mal wieder das berühmte Gedicht von Hesse in den Sinn:

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse

Aber wie das oft so ist: einige Stunden später wurde daraus tatsächlich noch ein sonniger Wintertag.