Blutmond – Mondfinsternis im Januar 2019

14 Kommentare
Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

Whoohoo, zwei Beiträge an einem Tag – das ist hier auch selten. 😀 Aber noch während ich heute früh an meinem Artikel über unsere Brücke tippte, fand am Himmel ja ein besonderes Schauspiel statt: eine totale Mondfinsternis, durch die ein rot leuchtender Blutmond zu sehen war.

Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Schon gestern Nachmittag ging ein beeindruckender Vollmond auf:

Für heute früh hatte ich mir den Wecker auf 5 Uhr gestellt. Das Spektakel hatte bereits eine halbe Stunde vorher begonnen, der Mond sah aus wie ein angefressener Keks.

Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

Ursprünglich hatten der Beste und ich überlegt, zum Fotografieren ein Stück raus aufs Feld zu fahren. In Anbetracht der eisigen Temperaturen (-10°C) verwarfen wir den Plan aber – von unserer Loggia aus war der Mond schließlich wunderbar zu sehen. 😀

Immer mal wieder ging ich also nach draußen, um ein paar Bilder aufzunehmen.

Notiz an mich selbst: am besten so belichten, dass der helle Bereich des Monds gescheit zu erkennen ist. Lieber säuft der dunkle Teil im Nachthimmel ab, als dass der helle Bereich so vollkommen überbelichtet ist.

Dann war es soweit – Blutmond:

Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

Nach einem Weilchen tauchte der Mond wieder aus dem Erdschatten auf:

Mittlerweile war es an der Zeit, mit dem Hund rauszugehen. Die Kamera nahm ich mit. Alter Schwede – es war sowas von schweinekalt! Trotz Handschuhen taten mir die Finger weh und nach der Hälfte der Strecke waren sie so eingefroren, dass ich die Rädchen und Knöppe an der Kamera kaum noch bedienen konnte. 😀

Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

Daher hatte ich keine Muße, länger stehenzubleiben und den Mond beim Untergehen zu beobachten.

Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

Stattdessen brachte ich Hund & Kamera nach Hause und machte mich wieder auf den Weg, diesmal um die Pferde zu versorgen. Aufgrund der eisigen Temperaturen dauerte das heute etwas länger. Während die Ponys ihr Frühstück mampften, hackte ich erstmal das Eis auf den Wassertrögen auf und fischte die Eisschollen ab. Das Minishetty trägt zwar eh schon eine Decke, zitterte aber trotzdem vor Kälte. Also packte ich der Kleinen kurzentschlossen noch die Satteldecke vom großen Pony unter ihre Decke.

Auf dem Rückweg dachte ich eigentlich, dass der Mond schon längst untergegangen sein. Aber nee – das Timing war perfekt. Als große rosafarbene Scheibe prangte er noch knapp überm Horizont an einem nicht minder kitschigen Himmel. Also schnell Stallschuhe aus, nach oben geflitzt und von der Loggia aus noch ein paar Aufnahmen gemacht.

Blutmond - Mondfinsternis im Januar 2019

So, jetzt muss ich erstmal wieder auftauen… 🥶

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Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 32 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

14 Kommentare

  1. wahnsinn, was für mega geniale bilder! <3 ich war leider zu faul aufzustehen :/ und das letzte bild ist dann noch das richtige zuckerl oben drauf…

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  2. Urgs, so früh, so kalt. Ich bin vier Stunden später auf dem Weg zur Arbeit noch halb eingefroren. Gelohnt hat es sich für dich aber ja auf jeden Fall – danke für’s Teilen!

    Was wohl die richtige Ausrüstung für so eine Aktion wäre? Ich denke, ich würde es mit meinen 0°C-Winterhandschuhen über leichten Unterziehhandschuhen probieren, da kann ich die dickeren ausziehen zum Fotografieren und wieder an wenn ich gerade nicht auslösen muss, und dazu diese wiederverwendbaren, auf Druck auslösbaren Taschenwärmer. Keine Ahnung, ob / wie lange das reichen würde…

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    • Das klingt auf jeden Fall nach einem Plan. Wenn du das ausprobierst, berichte bitte mal. :o)

      Ich hatte einfache Wollhandschuhe an (sind eigentlich Reithandschuhe, also dünnere Wolle und an den Handflächen mit Noppen besetzt), weil ich mit denen die Rädchen noch gut bedienen kann. Wenn ich nicht fotografiere, laufe ich derzeit mit richtig dicken Fleecehandschuhen rum, die halten die Kälte deutlich besser ab. Nur arbeiten lässt es sich damit nicht. 😀

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  3. Das erste hat´s mir besonders angetan,das find ich wunderschön 🙂
    Ich hab´s leider total verpasst.War zwar eh seit 03:00 Uhr war (so wie heute ^^) aber ich wusste nichts von Blutmond und Finsternis. Irgendwie ist das total an mir vorbei.
    Hätte auch nicht ablichten können,von wegen fehlendes Objektiv.

    :)ja etwas frisch zur Zeit. Aber ich find´s schön nach dem ganzen zu warmen Herbstwetter und Regen.
    Stimmt,diese kleinen Handwärmer für die Tasche sind genial. Fernauslöser bei dem Wetter ist praktisch. Wenn man doch mal keine ruhigen Hände hat,verwackelt das Bild wenigstens nicht 😉

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    • Och Mensch, wie schade… da hättest du ja nur aus dem Fenster gucken müssen, wenn du eh schon wach warst. :o)
      Ich hatte es über die Online-Zeitungen mitbekommen.

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  4. Tolle Aufnahmen, besonders die Qualität vom dritten von unten gefällt mir unglaublich gut! *_* Wie nah du halt auch ran gekommen bist. Darf ich die technischen Details erfahren? 😀

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    • Dankeschön! 🙂

      Ich hab mit der 5D Mk III fotografiert und vorne das Sigma 70-200er draufgeschraubt. Die Fotos von der Loggia habe ich mit Stativ aufgenommen, die anderen freihändig. Man merkt halt schon, dass der Mond ziiieeemlich weit weg ist… deswegen sind die Fotos fast alle Crops aus größeren Aufnahmen. 😀
      Bei dem besagten 3. Foto von unten hatte ich ISO 100, 1/100s belichtet bei f/4,5.

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