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Unser Haus nimmt Gestalt an

Unser Haus nimmt Gestalt an

Es gibt mal wieder Neuigkeiten von der Hausbau-Front! 🙂

Seit dem letzten Post zum Projekt Hausbau hat sich tatsächlich so Einiges getan, ich kam nur schlicht nicht dazu, auch darüber zu bloggen.

Endlich Grundstücksbesitzer!

Das für uns momentan Spannendste: morgen ist der 1. Oktober, das heißt, ab morgen sind wir endlich offiziell Besitzer unseres Grundstücks! 🙂

Vorne rechts wird unsere Garage stehen, das Haus kommt da hinten hin, wo man die Betonplatte erahnen kann (nein, das ist nicht unser Fundament *g* - da stand wohl mal ein Schuppen)
Vorne rechts wird unsere Garage stehen, das Haus kommt da hinten hin, wo man die Betonplatte erahnen kann (nein, das ist nicht unser Fundament *g* – da stand wohl mal ein Schuppen)

Wir hatten beim Vertragsschluss im März ja vereinbart, den sogenannten wirtschaftlichen Übergang erst im Oktober zu machen. Dadurch konnten die Mieter des Nachbargrundstücks – das ebenfalls der Verkäuferin unseres Grundstücks gehört – den Sommer über unser Grundstück noch als Garten nutzen.

Bislang hatten wir für das Grundstück also nur eine Anzahlung geleistet und waren im Grundbuch lediglich vorgemerkt. Jetzt haben wir den restlichen Betrag bezahlt und sind ab morgen also Besitzer. Und sobald der Notar nun alles Nötige im Grundbuch veranlasst hat, werden wir auch Eigentümer sein (ja, bis vor ein paar Monaten war mir auch nicht klar, dass es zwischen Besitz und Eigentum Unterschiede gibt…). 🙂

Bisher fühlte ich mich auf dem Grundstück immer ein wenig fremd und konnte noch nicht richtig glauben, dass das wirklich unser Zuhause wird – so, wie wenn man bei einer Wohnungsbesichtigung bei wildfremden Leuten im Schlafzimmer steht.

Blick in Richtung Straße - hier ungefähr wird unsere Garage stehen
Blick in Richtung Straße – hier ungefähr wird unsere Garage stehen

So richtig kann ich mir auch jetzt noch nicht vorstellen, dass dieses Haus, was wir seit Monaten planen, tatsächlich genau dort stehen wird. Und dass wir in zwanzig Jahren vermutlich mal auf diese Fotos gucken werden und uns zurückzuerinnern versuchen, wie das da ja mal aussah… 😉

Diesen Monat waren wir zweimal am Grundstück; einmal gemeinsam zum exakten Vermessen der Baumpositionen und ich dann nochmal, um Äpfel zu pflücken.
Es stehen ja wirklich eine ganze Menge Obstbäume auf dem Grundstück – die meisten werden wir vermutlich leider fällen müssen, weil dort unsere Garage und die Einfahrt hinkommen. Aber ich hoffe sehr, dass wir einige stehenlassen können.

Apfelbaum auf unserem Grundstück - September 2015

Am Samstag fahren der Beste und ich wieder hin, um das Grundstücksbesitzer-Sein zusammen mit meiner Mom zu feiern. 🙂

Brackemich

Der Blick vom Grundstück auf die angrenzende Weide
Der Blick vom Grundstück auf die angrenzende Weide

Die Danhaus-Bemusterung

Auch unser Haus wird allmählich immer konkreter.
Ende August hatten wir unseren Bemusterungstermin bei Danhaus. Das heißt, ich nahm mir einen Tag Urlaub und wir verbrachten rund drei Stunden in der FertighausWelt in Frechen, um uns für Innentüren, Klinkersteine, Fensterbänke und so weiter zu entscheiden.

Die Elektro- und Sanitärbemusterungen finden separat statt. Bei einigen Fertighausherstellern wird alles aus einmal bemustert, sodass man ein oder sogar zwei Tage von morgens bis abends mit nichts anderem beschäftigt ist. Dass Danhaus die Bemusterung auf mehrere Einzeltermine aufteilt, finde ich viel sinnvoller… schließlich sind das ja durchaus wichtige Entscheidungen, die man da treffen muss.

Im Großen und Ganzen kamen wir mit den Entscheidungen sehr zügig voran, aber es sind einfach unglaublich viele Details, die da ausgesucht werden wollen. Die Checklisten umfassen nicht ohne Grund stolze 13 Seiten.

Treppen sind mitnichten einfach nur Stufen...
Treppen sind mitnichten einfach nur Stufen…

Natürlich hatten wir uns bereits im Vorfeld schon so unsere Gedanken gemacht und ich hatte fleißig gegoogelt und Häuslebauer-Blogs gelesen.
Unsere Beraterin hatte aber noch etliche praktische Tipps… beispielsweise finde ich ja diese Innentüren schick, die ein paar waagerechte Fräslinien haben. Dass die einen Aufpreis kosten, ist die eine Sache. Dass sich in diesen Rinnen aber auch alsbald Staub ansammelt und dann noch mehr geputzt werden will, eine andere… letztlich haben wir uns jetzt überall für schlichte weiße Türen entschieden außer für die Tür zwischen Flur und Wohnzimmer sowie zwischen Wohnzimmer und Küche, hier wird es ein schmales Glaselement in der Tür.

Im Badezimmer sowie im starren Teil der Haustür wollte ich auf jeden Fall blickdichtes Ornamentglas haben, während der Beste zu normalem Glas und Vorhängen tendierte. Die Idee unserer Beraterin: normales Glas und dann einfach Sichtschutzfolie anbringen. Ist deutlich günstiger und lässt sich nach Belieben ändern. 🙂 Ornamentglas haben wir jetzt nur im Fenster des Gäste-WCs (da natürlich Satinovo, was gefühlt alle Danhaus-Bauherren nehmen, auch wenn es Aufpreis kostet).

Sprossenfenster sind auch nicht gleich Sprossenfenster, da gibt es vier verschiedene Varianten. Wir nehmen die „Deutsche Sprosse“ – quasi die gleichmäßige Standardaufteilung, die Kinder einzeichnen, wenn sie ein Haus malen. 😀

Für die Treppe wollte ich ein härteres Holz als Kiefer (Standard), da haben wir jetzt Buche.

Unsere Fassade wird im Erdgeschoss verklinkert, im Dachgeschoss mit weißem Holz verkleidet. <3
Natürlich muss man sich hier zwischen 83429472 verschiedenen Klinkern entscheiden. Unsere Wahl ist auf Terca Cienna gefallen. Wir bleiben allerdings bei der grauen Standardfuge, weil weiße Fugen direkt ein paar Tausend Euro mehr kosten.

Terca Cienna mit heller Fuge ist am Musterhaus in Frechen verbaut, mit dunkler Fuge sieht der Stein aber auch gut aus (linkes Beispiel)
Terca Cienna mit heller Fuge ist am Musterhaus in Frechen verbaut, mit dunkler Fuge sieht der Stein aber auch gut aus (linkes Beispiel)

Die Dachziegel werden klassisch rot – auch hier mussten wir uns für eine Form entscheiden. Herrje, da habe ich vorher noch nie drauf geachtet. 😀

… und die Gesamtkostenaufstellung.

Während der Bemusterung konnten wir nicht von allen Posten den Preis klären. Im Zweifelsfall nahmen wir daher immer die teurere Alternative in die Checkliste rein, umentscheiden würden wir uns dann später immer noch können. 😀

Die Gesamtkostenaufstellung erreichte uns denn einige Zeit später. Wider Erwarten sind wir nicht vom Stuhl gekippt, sondern wir liegen sogar unter dem Preis, mit dem wir ursprünglich kalkuliert hatten.

Schon vor einer ganzen Weile hatten wir uns ja gegen den ursprünglich angedachten Panorama-Erker entschieden, was unser Budget beträchtlich entlastete.
Dafür kamen dann ja aber die Gaube im Treppenhaus sowie ein zusätzliches Dachfenster in meinem Arbeitszimmer hinzu, der Beste plädierte für den Einbau der Kühlfunktion, durch die eingezogene Küchenwand brauchen wir nicht nur mehr Innenwand, sondern auch noch eine weitere Tür, und so weiter…

Tatsächlich werden wir aber einen Posten canceln – wir hatten mal ganz optimistisch eine Wandverkleidung mit Riemchenklinkern für eine Wand in der Küche sowie für ein Stück Wand im Wohnzimmer geordert. Da das aber weit über 2.000 Euro bedeuten würde, werden wir da einfach zu Tapete in Klinkeroptik greifen.

Unterm Strich sind wir sehr überrascht und glücklich, dass auch diese ganzen kleinen und größeren Extras finanziell noch völlig in unserem Rahmen liegen und wir keine Abstriche machen müssen. 🙂

Was macht eigentlich der Bauantrag?

Er läuft beinahe. Wir warten.

Küchenplanung

Nachdem die Raumgrößen jetzt endgültig feststehen, können wir ans Planen der Inneneinrichtung gehen. Zu 90% werden wir einfach unsere jetzigen Möbel mitnehmen – nur für das Badezimmer werden wir uns neue Schränke gönnen und was wir mit der Küche machen, steht noch nicht ganz fest.

Die große amerikanische Kühlschrank-Gefrierkombi nehmen wir auf jeden Fall mit, Backofen und Herd sind auch super. Die uralte Mikrowelle, deren gellendes Piep-Pfeif-Irgendwas-Signal einem jedesmal durch Mark und Bein fährt, soll durch ein neueres Modell ersetzt werden. Das soll dann auch nicht mehr freistehen, sondern platzsparend unter einem entsprechenden Hochschrank befestigt werden.
Auch eine neue Dunstabzugshaube muss her, weil die jetzige sehr funzelig ist.

Bleibt die Frage nach den Schränken selber. Unsere jetzigen Küchenschränke haben wir 2011 gekauft, als wir hier in die Wohnung eingezogen sind. Auberginenfarbene Hochglanzfronten, kombiniert mit einer Arbeitsplatte und Seitenteilen aus hellem Holz.
Das gefällt uns beiden nach wie vor und deswegen stehen wir vor der Entscheidung, ob wir in eine neue Küche investieren oder die bestehende erweitern. Letztlich werden wir das am Preis festmachen… nachkaufen ist leider oft teurer als eine komplette Neuplanung. :/

Am Wochenende waren wir in dem Möbelhaus, in dem wir die Küche damals gekauft haben, und haben uns ein Angebot für eine entsprechende Erweiterung machen lassen. Nun ja… derzeit liegt das mal locker-flockig um die Hälfte über dem Budget, was wir eigentlich für die Küche angesetzt hatten. Mal sehen, ob wir auf einige Spezialschränke verzichten (15cm breite Apothekerschränke sind wohl nicht gerade das Preiswerteste unter der Sonne) und ob wir uns da mit dem Verkäufer noch etwas einiger werden können.

Auf jeden Fall haben wir auch noch einen Termin mit einem anderen Küchenplaner, dazu unten mehr.

Und dann waren da noch…

  • … die Garage: ist mittlerweile soweit fertig geplant. Ein bisschen teurer als ursprünglich geplant, dafür mit elektrischen Sektionaltoren. Und Türen auf der Rückseite zum Garten hin. Und einer Stützmauer am der Seite vom Hof, die wir da leider brauchen.
  • … die Finanzierung: seit ein paar Wochen unterzeichnet und mittlerweile auch schon dem Praxistest unterzogen – die restliche Kaufpreissumme für das Grundstück wanderte von der Bank direkt zu den Verkäufern und das hat tadellos pünktlich geklappt. Puh!
  • … die Versicherungen: sind alle soweit abgeschlossen.

Wie geht es weiter?

Mitte Oktober haben wir einen Termin zur Sanitär-Bemusterung.
Dabei suchen wir uns Waschtisch, Toilette und so weiter aus bzw. erfahren dann, inwieweit das, was bei Danhaus inklusive ist, sich mit unseren Vorstellungen deckt. Ansonsten nehmen wir die Punkte aus dem Danhaus-Paket raus und organisieren sie in Eigenleistung.

Zusammen mit den Verkäufern des Grundstücks und den Mietern aus dem Nachbarhaus treffen wir uns zur „symbolischen“ Grundstücksübergabe und wollen gemeinsam ein Lagerfeuer machen. 🙂

Ende des Monats treffen wir uns dann schließlich mit einem Küchenplaner der Firma Volt. Den Kontakt hat Danhaus vermittelt – wir werden uns auf jeden Fall anhören, welche Ideen er hat und in welchem Budgetrahmen wir dort liegen würden. Vergleichen schadet ja nicht. Wir halten ja auch die Augen nach anderen Küchenangeboten auf.

Währenddessen warten wir darauf, dass der Bauantrag genehmigt wird und wir auf die Richtliste aka Warteliste bei Danhaus kommen. Denn erst, wenn der Richttermin für das Haus feststeht, ergibt sich der Termin für den Kellerbau und in dem Zusammenhang der Zeitpunkt für die Erdarbeiten. Und die Garage kommt logischerweise erst ganz am Schluss, weil sie ja vorm Haus stehen wird.

Unser Grundstück - September 2015

Es bleibt also noch viel zu tun… aber mittlerweile denken wir ganz optimistisch nicht mehr „noch ein Jahr“, sondern „noch 9 Monate!“. 😀
Nachdem wir unseren ursprünglichen, etwas naiven Schlachtruf „Weihnachten im Haus!“ dann doch recht bald ernüchtert revidiert haben, peilen wir jetzt aber an, an unserem 1. Hochzeitstag – am 20. Juni – im Haus übernachten zu können. Wenn auch vielleicht mit Schlafsäcken. ^^

5 Kommentare

  1. vor 3 Jahren

    Anne – wow! Das klingt alles nach so unglaublich viel Spaß – aber auch nach mindestens so viel Arbeit und Dingen, die man bedenken muss. 🙂 Auf das „Endergebnis“ bin ich wahrlich gespannt. ;D

  2. vor 2 Jahren

    Huhu,

    bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und merke merke mir den mal 🙂
    Finde es immer spannend auf andere Häuser mit dem Cienna-Klinker zu stoßen und zu sehen, wie unterschiedlich die Häuser am Ende doch aussehen.

    Wünsche Euch alles Gute für die Bauzeit 🙂

    LG, Teyla

  3. […] waren. Die hatten wir lange gespannt erwartet – immerhin waren wir mit der normalen Danhaus-Bemusterung, der Bad- und der Fliesenbemusterung bereits seit letztem Jahr durch. Aber Elektro sollte es erst […]

  4. […] erste Verzögerung entstand durch die Tatsache, dass wir laut Kaufvertrag ja erst ab dem 1. Oktober Besitzer des Grundstücks würden. Bekanntlich haben wir ja ein Flurstück komplett gekauft und einen Teil des […]

  5. […] Nun ist unsere Danhaus-Bemusterung ja bereits über ein Jahr her. Ich war der festen Überzeugung, dass wir uns für Terca Ciena […]