100km!

18. April 2014- aktualisiert: 30. November 2020 Leben 4 Kommentare

Ich hab’s ja mit Zahlen. Der Beste kam vor einiger Zeit von einer Radtour wieder und vermeldete stolz, 94km gefahren zu sein. Wtf? Da hätten nur noch schäbige 6 Kilometerchen bis zur 100 gefehlt, und die hat er nicht noch eben mitgenommen? oO Nun gut. Mittlerweile liegt sein Streckenrekord bei läppischen 149km, aber ich wollte endlich selber mal die 100km-Marke in Angriff nehmen. Meine weiteste Strecke bis jetzt waren irgendwas um die 70km im letzten Sommer.

Heute sollte es soweit sein: wir hatten beide frei, es fand sich ein Hundesitter, der nachmittags mit Nala rausgehen würde, und eine entsprechende Strecke hatte der Beste auch parat. Einzig das Wetter bereitete uns etwas Sorgen, weil die Regenwahrscheinlichkeit laut diverser Wetterportale recht hoch war und sich am Himmel entsprechende Wolkenberge auftürmten. Egal, wir wollten es halt drauf ankommen lassen. 😉

Von Leverkusen nach Fliesteden

Von Leverkusen aus fuhren wir erstmal auf die andere Rheinseite und dort durch Rheinkassel hindurch den Damm entlang. Da unten am Rhein pfeift einem der Wind meistens ganz schön um die Ohren, und heute ließ er sich erst recht nicht lumpen. Alter Schwede, was für ein Gegendwind!
Auf Höhe der Langeler Fähre bogen wir links ab und folgten der L43 an Köln-Chorweiler und Blumenberg vorbei bis nach Roggendorf. Der Wind bog übrigens mit ab und ließ uns desöfteren gefühlt gegen eine Wand fahren. oO

Diese Strecke sind wir schon öfter zusammen gefahren, alldieweil dort eine unserer Standardrouten (bis nach Hackenbroich und wieder retour) entlangführt. Diesmal hielten wir uns aber nicht in Richtung Dormagen, sondern fuhren nach erst Sinnersdorf und dann an Pulheim vorbei nach Fliesteden.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Links und rechts immer wieder leuchtend gelbe Rapsfelder, wie mit einem Textmarker in die Landschaft gemalt.
(Weniger idyllisch: Raps stinkt!)

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Die Kilometer läpperten sich und da wir uns in Sachen Tempo deutlich zurückhielten, hätte es eigentlich eine entspannende Fahrt werden können. Wäre da nicht der Gegenwind gewesen… selbst an den Passagen, wo es Schuss bergab ging und ich dazu noch kräftig in die Pedale trat, kam ich nicht über die 25km/h-Marke raus. Ohne Wind hätte da locker die 40er-Marke fallen müssen. Uff.

Zwei Kraftwerke und ein Klosterhof

Über Büsdorf und Rheidt kamen wir schließlich zu den beiden Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath – da waren wir ja vor einiger Zeit schon mal mit dem Auto, wo ich die große Kamera dabei hatte (die heutigen Fotos sind schnöde Handybilder *möp*).
Am Kraftwerk Neurath standen 56km auf dem Tacho.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Von hier aus ging es nach Anstel, und kurz darauf (bei km71) kehrten wir in den Klosterhof Knechtsteden ein. Sportlich trve alkoholfreies Weizen, isotonisch bliblablupp… Hauptsache, etwas zu trinken, was nicht so pappig süß schmeckte wie der Riegel, den ich als Wegzehrung dabei hatte.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

(Öhm – eigentlich habe ich nicht solche Wurschtfinger. Ein Hoch auf die Handyperspektive .*g*)

Die Rast tat richtig gut, wobei es empfindlich kalt wurde, sobald sich mal wieder Wolken vor die Sonne schoben. Kuriose Szene, als wir frisch gestärkt gerade wieder aufsitzen wollten: eine ältere Dame, die ihr Rad neben uns geparkt hatte, mustert erst mich und dann den Besten von oben bis unten. „Haben Sie da auch so eine Hose aus Leder an?“ – /me: „?!“ – „Ja, ich hab da noch so eine Radhose zu Hause – ihm *deutet auf den Besten* wird die wohl nicht passen, aber Ihnen… die könnt‘ ich Ihnen schenken!“ Öhm. Sehen wir in unserer atmungsaktiven Funktionsbekleidung etwa so abgerissen und bedürftig aus? 😀

Endspurt – über Hackenbroich zurück nach Leverkusen

Nun gut. Wir nahmen dann die letzten 30km in Angriff… durch Hackenbroich, wieder nach Roggendorf/Thenhoven, wieder Langel und ab da die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg.

Und wie war es nun, 100km zu fahren? – An den Anstiegen, bei denen uns der Gegenwind voll entgegenhielt, musste ich ziemlich kämpfen. Das hat natürlich ordentlich Körner gekostet, wie der geneigte Radfahrer so schön sagt. So ungefähr ab Kilometer 80 fingen die Muskeln an meinen Oberschenkeln dann an wehzutun, aber von sowas lässt man sich ja nicht unterkriegen. Alles in allem kam ich mit der Strecke ganz gut zurecht, auch wenn wir über das Tempo hier jetzt mal nicht reden wollen. *g*
Merke: für den nächsten Kilometersprung einen weniger stürmischen Tag aussuchen. 😉

Abgesehen von 80% Gegenwind hatten wir mit dem Wetter übrigens ziemliches Glück, nur einmal haben wir ein paar Tropfen abbekommen.

Ich fand’s ja bemerkenswert, dass ich mir vom Besten eine Strecke von 100km gewünscht hatte und als wir wieder in den heimischen Hof abbogen, standen 100,17km auf dem Tacho. Das nenn ich mal Präzision. 😉

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

100km!

18. April 2014- aktualisiert: 30. November 2020 Leben 4 Kommentare

Ich hab’s ja mit Zahlen. Der Beste kam vor einiger Zeit von einer Radtour wieder und vermeldete stolz, 94km gefahren zu sein. Wtf? Da hätten nur noch schäbige 6 Kilometerchen bis zur 100 gefehlt, und die hat er nicht noch eben mitgenommen? oO Nun gut. Mittlerweile liegt sein Streckenrekord bei läppischen 149km, aber ich wollte endlich selber mal die 100km-Marke in Angriff nehmen. Meine weiteste Strecke bis jetzt waren irgendwas um die 70km im letzten Sommer.

Heute sollte es soweit sein: wir hatten beide frei, es fand sich ein Hundesitter, der nachmittags mit Nala rausgehen würde, und eine entsprechende Strecke hatte der Beste auch parat. Einzig das Wetter bereitete uns etwas Sorgen, weil die Regenwahrscheinlichkeit laut diverser Wetterportale recht hoch war und sich am Himmel entsprechende Wolkenberge auftürmten. Egal, wir wollten es halt drauf ankommen lassen. 😉

Von Leverkusen nach Fliesteden

Von Leverkusen aus fuhren wir erstmal auf die andere Rheinseite und dort durch Rheinkassel hindurch den Damm entlang. Da unten am Rhein pfeift einem der Wind meistens ganz schön um die Ohren, und heute ließ er sich erst recht nicht lumpen. Alter Schwede, was für ein Gegendwind!
Auf Höhe der Langeler Fähre bogen wir links ab und folgten der L43 an Köln-Chorweiler und Blumenberg vorbei bis nach Roggendorf. Der Wind bog übrigens mit ab und ließ uns desöfteren gefühlt gegen eine Wand fahren. oO

Diese Strecke sind wir schon öfter zusammen gefahren, alldieweil dort eine unserer Standardrouten (bis nach Hackenbroich und wieder retour) entlangführt. Diesmal hielten wir uns aber nicht in Richtung Dormagen, sondern fuhren nach erst Sinnersdorf und dann an Pulheim vorbei nach Fliesteden.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Links und rechts immer wieder leuchtend gelbe Rapsfelder, wie mit einem Textmarker in die Landschaft gemalt.
(Weniger idyllisch: Raps stinkt!)

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Die Kilometer läpperten sich und da wir uns in Sachen Tempo deutlich zurückhielten, hätte es eigentlich eine entspannende Fahrt werden können. Wäre da nicht der Gegenwind gewesen… selbst an den Passagen, wo es Schuss bergab ging und ich dazu noch kräftig in die Pedale trat, kam ich nicht über die 25km/h-Marke raus. Ohne Wind hätte da locker die 40er-Marke fallen müssen. Uff.

Zwei Kraftwerke und ein Klosterhof

Über Büsdorf und Rheidt kamen wir schließlich zu den beiden Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath – da waren wir ja vor einiger Zeit schon mal mit dem Auto, wo ich die große Kamera dabei hatte (die heutigen Fotos sind schnöde Handybilder *möp*).
Am Kraftwerk Neurath standen 56km auf dem Tacho.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

Von hier aus ging es nach Anstel, und kurz darauf (bei km71) kehrten wir in den Klosterhof Knechtsteden ein. Sportlich trve alkoholfreies Weizen, isotonisch bliblablupp… Hauptsache, etwas zu trinken, was nicht so pappig süß schmeckte wie der Riegel, den ich als Wegzehrung dabei hatte.

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

(Öhm – eigentlich habe ich nicht solche Wurschtfinger. Ein Hoch auf die Handyperspektive .*g*)

Die Rast tat richtig gut, wobei es empfindlich kalt wurde, sobald sich mal wieder Wolken vor die Sonne schoben. Kuriose Szene, als wir frisch gestärkt gerade wieder aufsitzen wollten: eine ältere Dame, die ihr Rad neben uns geparkt hatte, mustert erst mich und dann den Besten von oben bis unten. „Haben Sie da auch so eine Hose aus Leder an?“ – /me: „?!“ – „Ja, ich hab da noch so eine Radhose zu Hause – ihm *deutet auf den Besten* wird die wohl nicht passen, aber Ihnen… die könnt‘ ich Ihnen schenken!“ Öhm. Sehen wir in unserer atmungsaktiven Funktionsbekleidung etwa so abgerissen und bedürftig aus? 😀

Endspurt – über Hackenbroich zurück nach Leverkusen

Nun gut. Wir nahmen dann die letzten 30km in Angriff… durch Hackenbroich, wieder nach Roggendorf/Thenhoven, wieder Langel und ab da die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg.

Und wie war es nun, 100km zu fahren? – An den Anstiegen, bei denen uns der Gegenwind voll entgegenhielt, musste ich ziemlich kämpfen. Das hat natürlich ordentlich Körner gekostet, wie der geneigte Radfahrer so schön sagt. So ungefähr ab Kilometer 80 fingen die Muskeln an meinen Oberschenkeln dann an wehzutun, aber von sowas lässt man sich ja nicht unterkriegen. Alles in allem kam ich mit der Strecke ganz gut zurecht, auch wenn wir über das Tempo hier jetzt mal nicht reden wollen. *g*
Merke: für den nächsten Kilometersprung einen weniger stürmischen Tag aussuchen. 😉

Abgesehen von 80% Gegenwind hatten wir mit dem Wetter übrigens ziemliches Glück, nur einmal haben wir ein paar Tropfen abbekommen.

Ich fand’s ja bemerkenswert, dass ich mir vom Besten eine Strecke von 100km gewünscht hatte und als wir wieder in den heimischen Hof abbogen, standen 100,17km auf dem Tacho. Das nenn ich mal Präzision. 😉

Radtour: Kraftwerksrunde - 100km!

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  1. Christiane 18. April 2014 um 23:18- Antworten

    Hihi, ich hab das Bild von dir gesehen und mir gedacht: Oh, hat Anne aber geschwollene Hände XD
    (Dann las ich die Klammer)

    Also erstmal: Respekt. 100 Kilometer.

    Mein Rad hat vorne nen Platten. Muss nächsten Monat mal zum Fahrradladen Ersatz ranschaffen…

  2. Patrizia 25. April 2014 um 23:19- Antworten

    Respekt! Ich fand letzt meine Tour von irgendetwas zwischen 30 und 40km schon extrem lang^^
    Und dann auch noch mit so blödem Gegenwind…da vergeht mir ja sowieso jedes Mal jegliche Lust am Fahren.

  3. Maik 20. Mai 2014 um 08:17- Antworten

    Glückwunsch. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man so eine Marke bricht… und zudem scheint es ja noch ein toller Tag gewesen zu sein :).

  4. […] … sowie von meinem ersten 100km-Training. […]

Ich freue mich über jeden ehrlichen Kommentar und gebe mein Bestes, zeitnah zu antworten! Ein Hinweis an die Spam-Fraktion: ich überprüfe die Kommentare vor dem Freischalten. Wer etwa scheinheilig schreibt, dass er einen guten Malerbetrieb sucht, nur um selber einen ebensolchen als Link anzugeben – der kann sich seine Mühe sparen.

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  1. Christiane 18. April 2014 um 23:18- Antworten

    Hihi, ich hab das Bild von dir gesehen und mir gedacht: Oh, hat Anne aber geschwollene Hände XD
    (Dann las ich die Klammer)

    Also erstmal: Respekt. 100 Kilometer.

    Mein Rad hat vorne nen Platten. Muss nächsten Monat mal zum Fahrradladen Ersatz ranschaffen…

  2. Patrizia 25. April 2014 um 23:19- Antworten

    Respekt! Ich fand letzt meine Tour von irgendetwas zwischen 30 und 40km schon extrem lang^^
    Und dann auch noch mit so blödem Gegenwind…da vergeht mir ja sowieso jedes Mal jegliche Lust am Fahren.

  3. Maik 20. Mai 2014 um 08:17- Antworten

    Glückwunsch. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man so eine Marke bricht… und zudem scheint es ja noch ein toller Tag gewesen zu sein :).

  4. […] … sowie von meinem ersten 100km-Training. […]

Ich freue mich über jeden ehrlichen Kommentar und gebe mein Bestes, zeitnah zu antworten! Ein Hinweis an die Spam-Fraktion: ich überprüfe die Kommentare vor dem Freischalten. Wer etwa scheinheilig schreibt, dass er einen guten Malerbetrieb sucht, nur um selber einen ebensolchen als Link anzugeben – der kann sich seine Mühe sparen.