#21in2021: mein Bücherstapel im 1. Quartal

1. April 2021- aktualisiert: 1. April 2021 Leben 3 Kommentare

Wie versprochen berichte ich dir heute davon, was ich so in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 gelesen habe. Im Rahmen der Challenge #21in2021 habe ich mir ja vorgenommen, dieses Jahr insgesamt auf 21 Bücher zu kommen.
Kurze Rechnung nach Adam Riese: das bedeutet knapp 2 Bücher pro Monat bzw. 5-6 Bücher pro Quartal.

Erstes Zwischenfazit: ich liege ganz gut im Schnitt! 🙂

#1: Steile Schulter, kurzer Rücken & Co. – Christine Hlauscheck

Los ging es mit einem pferdigen Fachbuch: Steile Schulter, kurzer Rücken & Co.* Der Untertitel Ausbildung und Korrektur von Pferden mit Exterieurmängeln fasst ganz gut zusammen, um was es hier auf rund 170 Seiten geht.

Pferd ist schließlich nicht gleich Pferd. Und so wie es bei uns Menschen Exemplare mit Plattfüßen, schiefen Nasen oder kurzen Beinen gibt, haben auch Pferde oft “ungünstige” Proportionen. Sei es etwa ein zu kurzer Rücken, durch den die Hinterbeine keinen Platz für raumgreifende Schritte haben, oder ein zu langer Hals.

Das Buch erläutert generell die Anatomie des Pferdes, welche Besonderheiten es in der Ausprägung einzelner Körperregionen gibt und welche Auswirkungen diese haben. Dazu gibt es jeweils umfangreiche Trainingstipps – welche Übungen helfen dem Pferd, was lässt sich durch Gymnastik ausgleichen und wo setzt die Anatomie aber halt auch Grenzen. Dabei steht die Gesundheit des Pferdes immer an oberster Stelle.

Witzigerweise habe ich mir dieses Buch rein interessehalber bestellt, noch ehe ich wusste, dass ich mir mit Dolida ein Pferd mit Senkrücken kaufen würde. Jetzt ist dieses Hintergrundwissen natürlich extrem aufschlussreich,, um unser Training entsprechend zu gestalten.

Definitiv eine Leseempfehlung für alle, die mit Pferden zu tun haben – auch wenn es augenscheinlich “normal” gebaute Tiere sind.

#2: Blackout – Marc Elsberg

Ob es so eine gute Idee war, während einer Pandemie ausgerechnet einen Thriller über ein Katastrophenszenario zu lesen? – Vielleicht nicht. Immerhin: “Schlimmer geht immer”, so ein Vergleich schadet ja nicht.

Der Strom fällt aus. Flächendeckend erst in Europa, dann auch in den USA. Innerhalb nur weniger Tage bricht die Zivilisation weitestgehend zusammen, weil die Menschen frieren, hungern und gewalttätig werden. In Kernkraftwerken fällt die Kühlung aus, Radioaktivität tritt aus.
Schnell wird klar, dass Hacker dahinterstecken. Die Motive bleiben jedoch lange unklar: ist das etwa ein gewaltiger Terroranschlag oder sogar eine internationale Kriegserklärung?

Spannend geschrieben und auch nicht komplett an den Haaren herbeigezogen. Ohne Strom fallen halt nicht nur Heizung und Kühlschrank aus – sondern so ziemlich alles von Telefon und Internet über Zapfsäulen, elektrische Verriegelungen in Supermärkten, Zoos und Gefängnissen bis hin zu den ganzen Computern und Maschinen, die Industrie und Landwirtschaft am Laufen halten.

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
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#3: Westernreiten: Das Praxisbuch – Sylvia Frevert & Brigitte Tönsfeuerborn

Weiter ging es wieder mit einem Pferdebuch, das mir eine Freundin geschenkt hat. Wie die meisten hierzulande, bin ich mit der englischen Reitweise aufgewachsen. Schon länger liebäugelte ich allerdings mit dem Westernreiten.

Wie es der Zufall willt, habe ich dazu jetzt mit meinem Pferd die Chance. Dolida ist nicht nur im Westernreiten ausgebildet, sie hat auch einen speziellen baumlosen Westernsattel angepasst bekommen, der das Gewicht gleichmäßiger auf ihrem Rücken verteilt als ein englischer Sattel.

Das Buch richtet sich an Reitanfänger, die noch nie auf einem Pferd gesessen haben, ist aber auch für Umsteiger super geeignet.

Westernreiten: Das Praxisbuch
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#4: Barfuß auf dem Dixi-Klo – Lars Terörde

Alle paar Tage scheuche ich meinen inneren Schweinehund auf das Spinningrad im Keller. Das ist einerseits toll, weil es um die Zeit draußen dann oft schon stockduster ist. Weil ich es aber unglaublich dröge finde, drinnen zu strampeln, lese ich dabei. Passenderweise Sportbücher. 😀

Barfuß auf dem Dixi-Klo ist eine herrlich geschriebene Triathlon-Satire. Der Autor berichtet von den kleinen und großen Hindernissen, mit denen sich ein ambitionierter Freizeit-Triathlet so herumplagen muss: das Jonglieren von Job, Familie und Training, der berühmte innere Schweinehund, widersinnige Wettkampfbedinungen… und nicht zuletzt ein stichelnder Schwager, der trotz Trainingsfaulheit im Wettkampf besser abzuschneiden droht als unserer wackerer Held.

Ich hatte das Buch vor einigen Jahren schon mal gelesen, als ich selber noch im Triathlon-Training steckte. Auch wenn ich dieses Kapitel für mich selber mittlerweile an den Haken gehängt habe – sehr lustig zu lesen ist’s trotzdem. 🙂

Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer.
Preis: 12,80 €
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#5: Blutige Nachrichten – Stephen King

Ein neues Buch von Stephen King ist für mich immer ein kleines Fest! 🙂

Dieser Band wartet mit 4 Kurzgeschichten auf. In guter King-Manier entdeckt man als eingefleischter Fan wieder viele Bezüge zu den anderen Romanen… ohne zu viel verraten zu wollen: es gibt ein Wiedersehen mit der wunderbaren Holly Gibney (beispielsweise aus Mr. Mercedes oder dem Outsider) und wir kehren zurück ins Gebiet TR 90 (Sara, Puls, …).

Wie immer spannend – und nach dem Auslesen habe ich mir noch gleich einen weiteren King-Roman zugelegt, siehe unten.

Blutige Nachrichten
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#6: Ich spüre was, was du nicht spürst – Anne Heintze

Eine liebe Freundin hat mir dieses Buch ausgeliehen, dessen Klappentext mit der Überschrift “Hochsensibel? Herzlichen Glückwunsch!” beginnt.

Hochsensibilität mag in vielen Bereichen tatsächlich auf mich zutreffen; es ist nicht das erste Mal, dass ich etwas über diese Thematik gelesen und mich darin wiedererkannt habe.
Dieses Büchlein beschäftigt sich weniger mit den Hintergründen, sondern gibt ähnlich wie ein Coach in erster Linie Anregungen und Übungen, um im Alltag besser klar zu kommen. Da waren einige gute Anstöße dabei. Die Erklärung der Sinneslehre nach Rudolf Steiner, derzufolge Menschen 12 Sinne haben, fand ich etwas befremdlich.

Ich fand Ich spüre was, was du nicht spürst ziemlich anstrengend zu lesen, da sich Fließtext, Infokästen und Übungen dauernd abwechseln und jeder Abschnitt dabei nicht länger als drei, vier Sätze ist. Man springt also dauernd von einem Gedankengang zum nächsten und bleibt dabei immer recht oberflächlich.

#7: Der Gesang der Flusskrebse – Delia Owens

Weiter ging es mit einem Roman, den ich zu Weihnachten geschenkt bekam.
Kennst du das, wenn du ein Buch erstmal nicht zur Hand nimmst, weil du denkst, es sei irgendwie “schwierig”? – So erging es mir hier, und das stellte sich als eine absolute Fehleinschätzung heraus. Der Gesang der Flusskrebse liest sich nämlich wunderbar flüssig und ich bin förmlich zwischen den Buchdeckeln versunken.

Erzählt werden abwechselnd zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe des Buchs immer weiter aneinander annähern. Denn natürlich sind sie eng miteinander verwoben: einmal die Geschichte des wilden “Marschmädchens” Kya, das in den 1950er Jahren in der Wildnis von North Carolina aufwächst, unter ärmlichen Bedingungen und von ihrer Familie im Stich gelassen. Und dazu die Geschichte des Mords an einem wohlhabenden weißen Stadtbewohner, der sich Ende der 1960er Jahre in dieser Gegend ereignet.

Eine große Leseempfehlung!