Schlehe - Blüte im März

Bloggen in Zeiten der Coronakrise

Wohl kaum ein Thema wird derzeit so angespannt verfolgt wie die Ausbreitung des Coronavirus mitsamt der damit verbundenen gesellschaftlichen Auswirkungen. Die Zeitungen und Nachrichten sind voll davon, auf Twitter trenden #coronavirus, #coronadeutschland und #SocialDistancing.

Bloß in einem Bereich scheint Sars-CoV-2 bislang kaum eine Rolle zu spielen: in der Blogosphäre. Nanu?!

Um dem belastenden Thema Corona etwas entgegenzusetzen, habe ich diesen Beitrag bewusst mit Frühlingsfotos einer wunderschön blühenden Schlehe bebildert. Denn auch der Frühling passiert gerade um uns herum und ist genauso real wie das Coronavirus.

Schlehe - Blüte im März

Corona und die Blogger: meine Filterblase oder eine allgemeine Situation?

Dass die Coronakrise auf den meisten Blogs keine Rolle spielt, ist zumindest mein Eindruck, wenn ich so durch meinen Feedreader scrolle. Rund 100 Blogs verfolge ich dort.
Es geht um Rezepte, den Frühling im Garten, um gelesene Bücher, wie man seinen Yogalehrer in Indien findet, um die Kommunikation mit Pferden und so weiter. Kurzum: die gleichen Themen wie immer.

Natürlich mag es daran liegen, dass ich nun mal hauptsächlich Fachblogs lese bzw. Blogs mit Themenschwerpunkten, die mich interessieren: Garten, Selbstversorgung, Nachhaltigkeit und so weiter. Da gibt es naturgemäß einfach wenige thematische Überschneidungen mit der aktuellen Lage.

Ein paar persönlichere Blogs sind auch darunter, aber auch hier wird Corona allenfalls am Rande erwähnt.

Schon irgendwie merkwürdig. Die Blogosphäre wirkt wie eine heile Parallelwelt.

Dazu sei gesagt: ich habe diesen Artikel bereits vor anderthalb Wochen, am 12. März, angefangen zu schreiben. Aus verschiedenen Gründen wurde er aber erst jetzt fertig. Seitdem hat sich die Lage verändert und es gibt nun doch verschiedene Beiträge zur Coronakrise. Ich habe sie dir weiter unten verlinkt.

Schlehe - Blüte im März

Bloggen in Zeiten von Corona: business as usual oder die Pandemie thematisieren?

Auch ich habe überlegt, ob ich die Coronakrise hier im Blog aufgreifen soll oder nicht. Mit Gartenthemen hat das Ganze ja nun nichts zu tun – und das Internet ist doch eh schon voll von Corona-Content.

Wie verhält man sich da als Blogger? Befeuern wir die Krise am Ende noch, indem wir mit noch mehr Artikeln dazu aufwarten?! Oder sind wir weltfremd und irgendwie auch nicht mehr authentisch, wenn wir einfach nur den ganz normalen Redaktionsplan abspulen?
Es ist eine Gratwanderung, und wir haben keine Erfahrung damit, über eine Pandemie zu bloggen. Es gibt keine erprobten Best Practices.

Auf der einen Seite ist es definitiv gut, ein Stück weit Normalität aufrechtzuerhalten. Es muss jetzt nicht auf Biegen und Brechen ein reißerischer Corona-Artikel nach dem nächsten rausgehauen werden, nur weil das Thema gerade hohe Klickzahlen verspricht.
Covid-19 ist ohnehin schon omnipräsent. Da ist es gesund, sich auch mal mit etwas anderem zu beschäftigen.

Gleichzeitig fühlt es sich auch sehr unaufrichtig an, das ganze Weltgeschehen einfach auszuklammern und so weiterzumachen, als sei nichts geschehen.

Letztlich habe ich mich daher entschlossen, das Thema auch hier aufzugreifen. Denn Themenfokus hin oder her – hinter einem Blog stecken halt immer ein Mensch und sein Erleben. Und das wird von einer globalen Krise, die uns vor die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg stellt, nun mal unweigerlich beeinflusst.

Was soll man denn eigentlich über Sars-CoV-2 bloggen?

… habe ich mich dann gefragt, ebenso wie vermutlich auch viele andere Blogger.

Die wenigsten von uns sind Virologen oder sonstige einschlägige Experten. Als Hobby taugen Pandemien nun auch nicht unbedingt. Das heißt, wir können anders als sonst keine Fachbeiträge liefern, keine Erfahrungen weitergeben.

Was wir auf unseren Blogs tun können, ist unsere persönliche Situation zu schildern.

Was ich noch letzte Woche dazu in meinem Entwurf tippte, stimmt jetzt definitiv nicht mehr:

Für die allermeisten dürfte sich aber noch nicht viel geändert haben, über das es sich lohnen würde zu berichten. Im Großen und Ganzen läuft der Alltag hierzulande ja noch so weiter wie bisher.

Mittlerweile spüren wir nämlich deutliche Auswirkungen der Coronakrise.

Schlehe - Blüte im März

Unser derzeitiger Alltag

Schulen & Kitas sind geschlossen, Sportstätten haben zu, ebenso die Gemeindebücherei, der Wertstoffhof und viele Geschäfte. Unser Tennistraining und mein Yogakurs fallen also flach, auch das Schwimmbad sehen wir erstmal nur noch von außen.
Ehrlicherweise habe ich meine 4 Buchstaben bis jetzt noch nicht hochbekommen, zu Hause Sport zu machen. Aber Gartenarbeit ist ja auch ein Workout! 😀

In unserer Firma arbeiten wir rund um den Globus alle von zu Hause aus. Das klappt soweit gut – ein Hoch auf eCommerce, wir sind halt zum Glück nicht von physischen Zulieferungen oder so abhängig.
Man merkt aber, dass einigen Kollegen schon jetzt die Decke auf den Kopf fällt. Mit meinem Team starte ich deswegen mit einem kurzen informellen Videocall in den Tag und gestern Abend hat sich die ganze Firma zu einem virtuellen Feierabendbier im Videochat getroffen. Sprich, jeder saß mit einem durchaus realen Bier vor dem heimischen Rechner und es wurde sich zugeprostet. 😉

Der Beste arbeitet ja auf der Intensivstation. Nicht notwendige Operationen wurden dort verschoben, noch ist es von den Fallzahlen her ruhig. Drücken wir die Daumen, dass es so bleibt… auch wenn die Prognosen leider dagegen sprechen. Und selbst jetzt zeichnen sich schon Engpässe beim Personal und der Materialversorgung ab-

In den Supermärkten sind hier, wie vermutlich überall, Nudeln und Klopapier weitestgehend ausverkauft. An der Kasse trennen Plexiglasscheiben und behelfsmäßige Barrikaden aus Leergutkisten die Kassierer von den Kunden. Es hängen Zettel mit maximalen Abgabemengen von Milch, Reis & Co. aus sowie der Hinweis, nach Möglichkeit bitte nicht mit Bargeld zu bezahlen und Abstand voneinander zu halten.
Von einer aggressiven Stimmung habe ich hier aber nichts gespürt, man ist freundlich und geht rücksichtsvoll miteinander um.

In den nicht weit von uns entfernten Städten Köln und Leverkusen sind Treffen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten. Eine mögliche Ausgangssperre wird ja gerade diskutiert.
Vor gerade einmal zwei Wochen habe ich noch auf einer Goldhochzeit gefeiert, inklusive Liveband und Schunkeln… das kommt mir schon jetzt vor wie eine andere Zeit.

Insgesamt fühlt sich dieses New Normal sehr surreal an. Ich finde es krass, innerhalb wie kurzer Zeit sich der Alltag so komplett verändert hat-

Um meine Mom mache ich mir viele Sorgen, da sie COPD hat und somit zur Risikogruppe zählt. Vorhin war ich für sie einkaufen, wir halten allerdings viel Abstand und telefonieren stattdessen täglich.

Mir selber macht das Social Distancing ansonsten noch nicht sonderlich zu schaffen. Tatsächlich hat sich abgesehen vom Job und den Sportkursen an meinem Alltag nicht allzu viel geändert. In meiner freien Zeit bin ich viel im Garten, bei den Pferden oder bespaße den Hund. Da bin ich extrem dankbar, dass wir so abgeschieden ländlich wohnen und einen Garten haben!

Allerdings fühlt es sich schon weird an, dass wir dieses Jahr im Dorf wohl keinen Tanz in den Mai haben werden, kein Sommerfest, kein Feierabendbierchen auf dem Dorfplatz, keine Clubmeisterschaft vom Tennis und vermutlich überhaupt kein Tennistraining, und so weiter…

Naja. Ja, wir haben mit vielen Einschränkungen und Belastungen zu kämpfen. Vor allem der Verzicht auf Sozialkontake im Real Life ist belastend; auch bestimmte Berufsgruppen oder gestresste Eltern im Home Office machen jetzt eine Menge durch.
Aber: die allermeisten von uns haben zum Glück noch keine schweren Covid 19-Erkrankungen oder gar Tote im Bekanntenkreis zu verzeichnen. Noch geht es uns letztlich gut. Das müssen wir uns einfach mal klarmachen.

Schlehe - Blüte im März

Wer bloggt sonst so über Corona?

Jetzt zur versprochenen Zusammenstellung von Lesefutter!
In meinem Feedreader sind mir die folgenden Beiträge über die Coronakrise begegnet:

Außerdem seien noch genannt:

  • Linnis Eindrücke auf ombidombi.de waren damals die ersten, die ich über Corona las. Sie lebt seit einiger Zeit in Peking, wo aufgrund von Covid-19 schon der Ausnahmezustand herrschte, als eine ähnliche Situation hier in Deutschland noch völlig unmöglich schien.
  • Auf smarticular.net finden sich viele Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Aktuell werden dort vor allem Artikel rund um die Coronakrise veröffentlicht, etwa über Hausmittel gegen Viren oder nachhaltige Vorräte.

In diesem Sinne: passt auf euch auf, bleibt gesund.
Nehmt das Coronavirus bitte ernst. Haltet physischen Abstand voneinander und seid dafür einfach noch ein Stück weit netter, aufmerksamer, menschlicher in der übrigen Kommunikation.

We’re #InThisTogether, #TogetherAtHome.

Hat dir dieser Beitrag gefallen? Dann nimm ihn doch mit auf Pinterest und speichere ihn, damit du ihn später wiederfindest und auch andere Leute ihn entdecken! 🙂


16 Kommentare

  1. Izabella sagt:

    Vielen lieben Dank für die Verlinkung! Morgen erscheint eine Blogparade mit dem Thema „Wohin mit dem ganzen Mehl“ 🙂 Tatsächlich will ich gar nicht über das Thema schreiben. Überall lese ich darüber, wie Leute Panikkäufe tätigen und sich ausrechnen lassen, wie viel Klopapier sie benötigen… So wie dir geht es uns auch : wir sind total happy, hier draußen zu wohnen, mit Garten und viel Ruhe. Viele Grüße, Izabella

    • Anne sagt:

      Guten Morgen Izabella,

      gern geschehen! 🙂 Ja, Mehl hamstern die Leute ja auch wie verrückt… wobei wir tatsächlich immer ziemlich viel Mehl haben, auch viele unterschiedliche Sorten, da mein Mann vor längerem ja unter die Hobbybäcker gegangen ist und viel backt. Wir haben das große Glück, eine Mühle ganz in der Nähe zu haben.
      Haha, für den Klopapierverbrauch gibt es sogar eine Webseite… verrückt. Wie konnte die Menschheit nur Tausende von Generationen ohne Klopapier überleben? 😉

      Liebe Grüße
      Anne

  2. Birgit sagt:

    Ehrlich gesagt, bin ich HEILFROH, wenn Blogger NICHT über Corona posten.

    Zum einen …
    wenn man gerade auf FB so mitliest, wo ständig Fotos von leeren Regalen gepostet werden, hab ich schon manchmal den Eindruck, dass das manch „labile“ Seele noch mehr anstachelt, jetzt loszurennen, Stichwort Hamsterkäufe.
    Es macht den Anschein, wenn teilweise mancherorts die Panik und Hysterie vor einer „Hungersnot“ noch regelrecht gepusht wird.
    Von daher würde ich mir weniger Fotos wünschen von leeren Regalen, weniger Posts von Leuten, die – ihrer eigenen Erfahrung oder Psyche geschuldet – eher zum Ängstlichen tendieren und andere „mitziehen“. Gut, das ist überwiegend auf FB & Co.

    Zum zweiten …
    was Posts auf Blogs angeht, mag ich BEWUSST nichts zu Corona lesen, denn selbst „subjektive“ Erfahrungen, die man so liest, gleiten gerne ab in „macht lieber das“, „nehmt lieber das ein“, „sorgt vor mit“ und dann kommen immer wieder mal dubiose „Tipps“ – und schon geistern dann irgendwelche Fake-Fakten durch die Welt.
    Da informiere ich mich sowieso lieber NUR im Podcast vom NDR mit Prof. Drosten oder den RKI Seiten, da weiß man, dass das fundierte Zahlen und Fakten sind – unaufgeregt und ohne Clickbait Headlines.

    Zum dritten …
    eben WEIL die aktuelle Nachrichtenberichterstattung – sei es im TV, in Talkshows, in Nachrichten, in Social Media sich fast NUR noch um das Thema Corona dreht, braucht mein Geist wirklich ab und zu „Entspannung“. Und die hole ich mir dann auch in meinem Feedreader, auf Blogs, die sich EBEN NICHT damit beschäftigen. Man kann es mal anreißen, um nicht vielleicht gänzlich ignorant dazustehen, wenn man unbedingt meint.
    Aber ansonsten möchte ich meinen Geist auch online auch ab und zu mit beruhigenderen Sachen füttern. In meinem Fall mit Posts zu WP-Themen 😉 … zum Beispiel. Sachlich, unaufgeregt, meinen Interessen entsprechend. Mittlerweile klicke ich im Feedreader schon gar keine Posts mehr an, die nur irgendwie nach „Corona“ riechen – dafür hab ich meine offiziellen Seiten, die ich dafür ansteuere.
    Deinen, Anne, hab ich nur angeklickt, weil … hm … weil dein Blog eben für mich wichtig und besoners ist und ich deine unaufgeregte Art zu schreiben mag. So, muss auch mal gesagt sein 🙂 Bleib gesund ♥

    • Anne sagt:

      Hallo Birgit,

      vielen Dank für deine lieben Worte! <3

      Um fb mache ich ja schon seit längerem einen Bogen. Dieser Tage habe ich nur mal kurz auf der Seite des hiesigen Gartencenters reingeschaut, weil mich interessiert hat, was jetzt eigentlich mit den ganzen Pflanzen geschieht. Das Gartencenter hat halt schon länger geschlossen und vor allem die ganzen Frühlingsblüher will in ein paar Wochen ja keiner mehr haben. Ehe die weggeschmissen werden, könnte man sie ja beispielsweise an Altenheime etc. spenden oder die Grünstreifen der Stadt damit bepflanzen? So ähnliche Vorschläge hatte da schon jemand als Kommentar gepostet und was da für Antworten kamen... boah, unterste Schublade. Den ganzen anderen Blödsinn da will ich mir echt nicht antun.

      Hier wird es jetzt auch wieder ganz normal mit Corona-freien Beiträgen weitergehen. 😉

      Liebe Grüße! <3

  3. Verena sagt:

    Sehr schöne Frühlingsbilder! Das brauche ich im Moment. 😊
    Ich verzichte seit Anfang des Monats auf Social Media, wobei in in den letzten Tagen wenigstens einmal am Tag kurz auf Twitter, FB und Instagram vorbeigeschaut habe. Dabei meide ich das Thema mit dem C-Wort allerdings. Mein Mann hält mich aber auf dem Laufenden. Ich verpasse also nichts.

    Mein Mann macht sowieso sehr oft Homeoffice, weil es einfach bequemer ist statt jeden Tag nach Köln zu fahren mit dem Zug. Das letzte Mal war er in der Karnevalswoche im Büro. Seit dieser Woche müssen alle in der Firma Homeoffice machen. Ich selber kann auch von zuhause arbeiten und der Start des Semesters wurde verschoben.

    Eigentlich wollten wir diesen Frühling den Garten machen, also Rollrasen kaufen und legen, ein großes Beet anlegen und vielleicht ein Hochbeet. Das muss aber nun warten, weil wir auch Social Distancing machen und wir nicht zum Gartencenter etc. fahren wollen. Ich habe schon überlegt, ob ich nicht die Unkräuter, die aus der Erde sprießen, ausrupfen soll, einfach um was zu tun. 😃 Dafür habe ich aber Efeu am der Hauswand entfernt und Zweige abgeschnitten, die in unseren Garten wachsen. Meine Pflanzen im Haus habe ich umgetopft, soweit es geht (mein Mutter hatte mir zum Glück irgendwann mal etwas Blumenerde in eine Tüte gefüllt). Ich versuche mich also so gut es geht abzulenken, denn mir geht es teilweise mit dieser Situation nicht gut. Ich wollte nächsten Monat die Bachelorarbeit anmelden, aber im Moment weiß ich nicht, ob ich mich bereit dazu fühle.

    Gespräche drehen sich nur noch um eines, das merke ich wenn ich mit meinen Eltern telefoniere. Wenn wir nicht über den Virus direkt sprechen, erzählen wir uns wie es beim Einkaufen war. Wieder kein Klopapier gefunden usw. Meine Eltern sind beide schon etwas älter und daher gehören sie auch zur Risikogruppe. Wir besuchen sie im Moment auch nicht.

    Auf meinem Blog versuche ich, so wie bisher weiterzumachen, auch wenn ich das Thema schon nicht vermeiden kann. Das spiegelt sich allein in den Büchern wieder, die ich lese und von denen ich dann im Blog berichte. Ich bin nämlich wieder in mein altes Muster verfallen und lese Romance. 😃 Aber es lenkt ab! Ebenso wie Fünf Freunde hören, Yoga, meditieren und malen. Oder Unkraut auszupfen. 😃 Ob mich die Nachbarn für bescheuert erklären, wenn ich das echt mache?

    Bleibt gesund!

    • Anne sagt:

      Guten Morgen Verena!

      Gut, dass ihr beide von Zuhause aus arbeiten könnt. Zusammen fällt einem da auch nicht so schnell die Decke auf den Kopf, denke ich.
      Das mit eurem Garten ist ja doof… aber hmm, anstatt die Unkräuter alle auszurupfen und dann in einer braunen Wüste zu sitzen, kannst du sie ja auch erstmal stehenlassen? Dann haben Insekten auch gleich eine Nahrungsquelle. Und vieles sieht hübsch aus, wenn es demnächst blüht, oder kann sogar in den Salat wandern. 🙂

      Wir Bücherwürmer haben da echt Glück. Es gibt halt doch viel mehr gute Bücher als Netflix-Inhalte. 😀
      Wobei ich gerade ein Buch über die Spanische Grippe gelesen habe, das relativiert den Blick auf die aktuelle Lage auch nochmal (Spoiler: wir sind verdammt gut dran!).

      Liebe Grüße
      Anne

      • Verena sagt:

        ich glaube, dass was da gerade wächst, blüht leider nicht. 😞 Und außerdem stand dort bis letzten Herbst das ganze Grünzeug über einen Meter hoch teilweise. Es soll auf keinen Fall wieder so aussehen. Denn ich bin froh, endlich freie Sicht zu haben (wenn es auch nur auf die untere Hälfte des Nachbarhauses ist). Jetzt können endlich Katzen und Eichhörnchen durch den Garten jagen und Vögel überall rumpicken.
        Vielleicht bestelle ich mir ein paar Pflanzen und Samen im Internet. Von unserer Hochzeit haben wir noch einen Strauch, der darauf wartet, eingepflanzt zu werden. Der steht noch in seinem Topf, blüht und duftet! Mir ist nur der Name entfallen.

        Warum liest du jetzt ein Buch über die Spanische Grippe? 😃 Es passt zwar sicher thematisch, für mich wäre das aber bestimmt genau das Falsche. Ich brauche jetzt leichte Lektüren.

        • Anne sagt:

          Och, schade. Ja, dann leg doch einfach los – ist doch wurscht, was die Nachbarn denken. Hier auf dem Dorf werkeln von morgens bis abends in ihren Gärten. 🙂

          Haha, es fiel mir jetzt in die Hände und dachte mir, warum nicht. 😉
          Wobei ich mich tatsächlich dabei ertappe, auf Netflix & Co. aktuell auch lieber einen Bogen um Katastrophenfilme zu machen.

          Liebe Grüße <3

  4. […] Wir leben gerade in surrealen Zeiten. Eine Pandemie hält die ganze Welt in Atem, unser Alltag steht Kopf. Auch drüben auf meinem anderen Blog vom Landleben habe ich gestern über die Auswirkungen der Coronakrise geschrieben. […]

  5. Paleica sagt:

    ich hab mir auch schon gedacht, dass ich in der bloggerwelt nicht viel davon lese, was mich ebenfalls erstaunt hat, da meine welt rundherum stillsteht und praktisch aus nichts anderem mehr besteht. hier in Ö ist ja schon länger ausgangsbeschränkung, im laufe der letzten woche hat gefühlt 3/4 vom land aufgehört zu arbeiten oder arbeitet nur mehr sehr eingeschränkt und die stadt ist dicht. am land merkt man es ein bisschen weniger arg, aber hier in wien… es ist schon sehr gruselig. ich will am blog auch gern was dazu schreiben, noch hab ich aber nicht den richtigen zugang dazu gefunden.

    • Anne sagt:

      Guten Morgen!

      Ja, bei euch ist’s ja nochmal eine Spur heftiger als hierzulande. Dürft ihr denn zum Spazierengehen noch rausgehen?
      Da bieten sich ja jetzt bestimmt viele einmalige Fotomotive für dich, wenn Wien so ausgestorben ist…

      Liebe Grüße

  6. Guten Morgen liebe Anne,

    vielen Dank für die Verlinkung. Das Schreiben hilft mir sehr und mein Garten. Ich bin froh, dass ich gerade jetzt die Zeit auch draußen verbringen kann und etwas sinnvolles tun kann. Heute ist auf meinem Blog ein Beitrag online gegangen mit Links für Eltern und Kinder. Und ich plane einen Beitrag mit Blogadressen zu den unterschiedlichsten Themen. Da werde ich mich gerne mit einer Verlinkung bei Dir revanchieren.
    Liebe Grüße aus dem zurzeit sehr stillen Hamburg
    Birgit

    • Anne sagt:

      Hallo Birgit,

      gern geschehen! 🙂
      Dein Beitrag klingt gut, da bin ich schon gespannt – ich freu mich ja immer über neue Leseempfehlungen und Blogs, die ich noch nicht kenne. 🙂

      Hab ein schönes Wochenende!
      Anne

  7. […] möchte ich noch kurz auf den Beitrag von Anne verweisen, die sich über die aktuelle Situation Gedanken macht und auch eine Linksammlung zu […]

  8. Leia sagt:

    Hmmm, also, ich bin da ein bisschen zwiegespalten.
    Einerseits ist es ja schön, auch noch etwas anderes lesen zu können als Corona-Panik.
    Andererseits wirkt es schon ein bisschen, hm, geschmacklos?, wenn man jetzt noch die tollen Reisen präsentiert bekommt, als wäre nichts gewesen.
    Aber man muss es vielleicht einfach realistisch sehen: das wird ja größtenteils nicht zum Spaß gepostet, sondern weil da schlicht und ergreifend Verträge dran hängen. Die Werbung im Fernsehen etc ist ja gerade auch irgendwie aus der Zeit gefallen, und nichts anderes ist es. Nimmt vielleicht einfach bei vielen Blogs doch die so genannte „Authentizität“, die immer betont wird. Aber andererseits schaut man sich ja vieles auch nicht an, weil es so alltäglich wirkt, sondern um gerade davon ein wenig abzuschalten. Ist es also das, was die Werbung präsentiert, oder was der Kunde will, auch jetzt noch?
    Ich weiß, das hört sich jetzt so moralisierend an, das will ich irgendwie gar nicht, trotzdem stört mich bei manchen gerade ein bisschen dieses gnadenlose „der Konsum muss weitergehen“.
    Ach, ich weiß auch nicht…

    • Anne sagt:

      Hallo Leia,

      ja, ich weiß was du meinst… the show must go on – auf Biegen und Brechen?
      Ich fände es gar nicht mal schlimm, wenn bei solchen Beiträgen eine kurze Erklärung dabeistehen würde – à la, die Kooperation war schon länger geplant und es gibt vertragliche Regelungen, daher erscheint der Beitrag jetzt trotz Corona, und so weiter. Ich vermute, da hätte jeder Verständnis. Aber aktuell einfach so für Veranstaltungen und Reisen zu werben, finde ich dann schon etwas… zweifelhaft und weltfremd.

      Liebe Grüße
      Anne

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