Glück auf! – Ein Ausflug zum Bergbau-Museum Bochum

Der Beste und ich haben ja gerade gleichzeitig Urlaub, und jetzt wollten wir auch endlich mal was für die Kultur tun: ab ins Museum! 😉 Zur Auswahl standen das Neandertaler-Museum in Düsseldorf, das Haus der Geschichte in Bonn – die ich beide schon kenne – und schließlich das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum. Alldieweil es mit einem fast echten Anschauungsbergwerk aufwarten kann, hat letzteres das Rennen gemacht. 😉

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Wir hatten Glück und mussten nur ein paar Minuten warten, ehe eine Führung durch das Anschauungsbergwerk begann. Mit dem Aufzug ging es 15 Meter in die Tiefe und dort unten durchwanderten wir eine Stunde lang diverse Strecken und erfuhren so Einiges über die verschiedenen Maschinen, über das Vorantreiben von Tunneln und den Bergbau im Allgemeinen. Am Wochenende kann man den Rundgang auch auf eigene Faust unternehmen, heute blieb nicht ganz so viel Zeit zum Fotografieren – aber die Führung war richtig gut gemacht. 🙂

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Danach ging es hoch hinauf auf den Förderturm, von wo aus wir einen guten Rundumblick auf Bochum und das Ruhrgebiet genossen:

Deutsches Bergbau-Museum Bochum - Blick über Bochum

Deutsches Bergbau-Museum Bochum - Blick über Bochum

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Anschließend schlenderten wir durch die ungefähr 15 weitläufigen Ausstellungshallen, wobei wir uns längst nicht alles ansehen konnten. Besonders toll fand ich die unzähligen liebevoll bis ins Detail gefertigten Modelle. 🙂

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Es gab waaaahnsinnig viel zu sehen… neben unzähligen Maschinen, Schaubildern und Modellen auch ganze Sammlungen von Grubenlampen, verzierten Briketts, den verschiedensten Rohstoffen und Mineralien, interaktive Anwendungen zum Verständnis der Wasserpumpen, und und und.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Das Bergbaumuseum kann ich also eindeutig empfehlen. 🙂

War da jemand von euch vielleicht schon mal?

10 Kommentare

  1. Jenny sagt:

    Ich finde es immer noch seltsam von meiner neuen Heimat bei anderen zu lesen. Das Bergbaumuseum steht auch noch auf meiner Liste, war mir aber nie wirklich sicher ob es sich lohnt. Aber ich werde es wohl doch mal in Angriff nehmen, danke für den Bericht ^^

  2. NoHeroIn sagt:

    Ohja, mindestens 3x… ich wohne ja nur eine halbe Stunde von Bochum entfernt und wurde da in jeder Schule, die ich besucht habe, durchgetrieben… genauso, wie auch durch die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) in Dortmund (die finde ich aber wesentlich interessanter).

    Das Bergbaumuseum ist ganz nett. Mein Opa war auch ein Kumpel und hat lange in Zechen gearbeitet… Übrigens gibt’s bei jeder Führung die man mit der Klasse macht, einen Vollidioten der im aufzug in den Schacht „Glück Ab!“ sagt, was anschließend einen 10münitgen Vortrag des Bergbauarbeiters nach sich zieht, warum man das nicht sagt und warum es ihn sehr wütend macht. x)

    Hier in den etwas ländlicheren Gegenden darf man einige Wälder nicht betreten, weil Stollen darunter sind, die einstürzen könnten. Es tun sich ja auch immer mal wieder Löcher auf, in denen igrnedwas verschwindet. Meine Oma hatte auch ein Kohleflöz im Garten, fand es aber nur blöd, weil ihre Blumen da nicht richtig wuchsen. 😀

  3. Bonnie sagt:

    Ich hätte mich für’s Neandertaler-Museum entschieden … da war ich nur einmal, im Bergbaumuseum ungefähr dreizig mal – aus dem selben Grund wie NoHeroin. Das fängt im Kindergarten an und zieht sich bis in die verflixte Oberstufe 😀

    Tatsächlich ist erst vor zwei Jahren ein Stollen im Garten meiner Mutter eingestürzt. Den durfte man dann auch zwei Jahre nicht betreten, bis wieder alles gesichert war. Die ganze Gartenhütte ist im Erdreich veschwunden, inklusive allem Habgut, welches dort gelagert war.
    Wir munkeln, dass auch ein Maulwurf, der sein Unwesen trieb, starb.

  4. Chrissy sagt:

    Und was hat es mit diesen „Glück auf“, „Glück ab“ auf sich?

    • NoHeroIn sagt:

      Der Gruß bedeutet, dass man im Idealfall wieder aus dem Stollen rauskommt, also „auffährt“, nach oben halt. „Glück ab“ wäre dann ja die Umkehrung dieses Wunsches und würde bedeuten, dass der so Gegrüßte nicht wieder rauskommen soll. Und da Stollen potentiell lebensgefährliche Orte sind, kann’s halt schnell passieren, dass jemand tatsächlich nicht wieder rauskommt. Darum reagieren die Bergleute da recht allergisch auf.

      Bei Wikipedia gibt’s auch einen Artikel dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCckauf

  5. Caro sagt:

    Woow, das würde mich auf Jeden Fall auch interessieren. Mein Liebster würde sich sofort auf die Modelle stürzen 😉 das kommt also auch auf meine To-Do Liste ;D

  6. Maik sagt:

    Ins Bergbau-Museum wollte ich die Tage auch mal. Fotografieren ist also kein Problem, ja?

  7. Anne sagt:

    Genau – am besten fährst du am Wochenende hin, wenn man auch ohne Führung in das Ausstellungsbergwerk kommt, da man ansonsten nur recht wenig Zeit zum Fotografieren hat. Ich mag da definitiv auch irgendwann nochmal hin. 🙂

  8. Leeri sagt:

    Lustig, obwohl ich seit der 7. Klasse in Bochum zur Schule (die sich auch noch 5 Minuten entfernt befindet…) gehe, war ich noch nie im Bergbaumuseum. Ich interessiere mich auch nicht sooo sehr für den Bergbau, mich würde wohl eher die Aussicht von oben interessieren und Fotos machen, aber es sieht schon alles irgendwie cool aus 🙂

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