Imbolc – das Fest des Lichts

Schneeglöckchen - Imbolc

Nach dem Gregorianischen Kalender – also dem, der mit dem 1. Januar beginnt – ist es das erste Fest des Jahres. Im Wicca-Jahreskreis, der mit Samhain im Oktober startet, handelt es sich bei Imbolc um bereits das dritte Fest.

Anfang Februar herrscht oft noch strenger Frost, der Winter hat seinen Höhepunkt erreicht. Die Landschaft ist hierzulande nicht selten tief verschneit.

Verschneite Winterlandschaft - Imbolc

Nichtsdestotrotz werden die Tage bereits länger… und mit dem Licht kehrt das Leben in der Natur zurück. Schneeglöckchen lassen sich blicken, vielleicht auch schon die Spitzen von Krokussen und Tulpen. An etlichen Bäumen und Sträuchern kannst du die ersten Knospen entdecken.

Schneeglöckchen

Der Tag verlängere sich „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“, besagt eine Redensart. Stimmt – mittlerweile ist es abends noch bis sechs, halb sieben hell.

Imbolc feiert das wiederkehrende Licht und die Reinheit des Neubeginns. Es ist ein Fest der Reinigung – ganz profan auch im physischen Sinne. Weg mit dem Wintermuff, Platz für den Frühling!

Imbolc ist also eine gute Zeit für den Frühjahrsputz – einmal so richtig gründlich ausmisten und saubermachen. Das schadet nie, macht jetzt aber deutlich mehr Spaß als bei 30°C im Schatten. Wenn du möchtest, kannst du zudem auch räuchern, um den letzten Rest der trüben Winterstimmung zu vertreiben.

Früher galt Imbolc bzw. Lichtmess übrigens als Beginn des Bauernjahres. Dem Gesinde wurde an diesem Datum der Lohn für das Vorjahr ausbezahlt; wer den Dienstherrn wechseln wollte oder musste, tat dies jetzt in der Verschnaufpause vor den landwirtschaftlichen Arbeiten im Frühjahr.

Gleichzeitig mit den wieder länger werdenden Tagen kehrt auch in dein Leben das Licht zurück. Passend dazu schmücken den Altar zu Imbolc helle Farben – etwa Weiß oder zarte Pastelltöne – sowie viele Kerzen.

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