Tschüss 2021 – mein Jahresrückblick

Tschüss 2021 - Jahresrückblick

Gefühlt haben wir gerade noch auf den Frühling gewartet und schon ist das Jahr auch schon wieder zu Ende…

Also ist es an der Zeit für meinen fast schon traditionellen Jahresrückblick: was ist 2021 so geschehen und wie hat sich mein Blog entwickelt?

Das zweite Jahr im Zeichen der Pandemie

Fangen wir an mit dem Elefanten im Raum: Corona dominiert nach wie vor viele Bereiche des Alltags. Zum Glück kann ich weitestgehend im Home Office arbeiten. Das klappt soweit auch gut, viele meiner Kollegen leben ohnehin nicht in Deutschland.

Ich bin dankbar, dass meine Lieben und ich alle mehrfach geimpft sind und dem Virus somit nicht ganz schutzlos ausgeliefert sind. Dennoch, die latente Unsicherheit zermürbt allmählich.

Im Sommer war ich nach langem Hin- und Herüberlegen zweimal feiern und es war so surreal, ohne Maske unter Menschen zu sein. Genossen habe ich dieses Stückchen Normalität sehr! Passiert ist glücklicherweise nichts, aktuell sind wir von so etwas aufgrund der hohen Inzidenzen und Omikron aber wieder meilenweit entfernt.

Zwei Tage vor Weihnachten ereilte uns dann eine Hiobsbotschaft: der Schnelltest des Besten fiel positiv aus und das bestätigte dann auch der PCR-Test. Trotz aller Vorsicht, trotz dreifacher Impfung.
Immerhin hat er „nur“ Halsschmerzen, Husten und Fieber und scheint somit also zumindest glimpflich davonzukommen. Ohne Impfung sähe das sicher ganz anders aus.

Gleich nach dem Schnelltest ist der Beste mit seinen Siebensachen in den Keller umgesiedelt, sodass wir seitdem im Haus räumlichen Abstand halten (zum Glück haben wir zwei Toiletten).

Heiligabend fiel damit weitestgehend ins Wasser – eigentlich wollte meine Mama herkommen. Das haben wir natürlich gestrichen und auf irgendwann später vertagt. Zwar befinden der Beste und ich uns im gleichen Haus und wir haben ein Zoom-Meeting aufgesetzt, aber durch die verschiedenen Etagen und das Abstandhalten war es letztlich dann doch mein erstes Heiligabend alleine… doof.

Ich selber bin negativ getestet und symptomfrei; toi toi toi, dass das so bleibt. Wegen der MS bin ich da etwas angespannter als eh schon. Also go, Immunsystem, go!

Daher bin ich eigentlich nicht in Quarantäne. Zur Sicherheit halte ich mich gerade aber einige Tage freiwillig von Menschen fern und war seit Mittwoch auch nicht mehr bei Dolida im Stall. Zum Glück kümmern sich liebe Menschen um sie. Morgen lasse ich mich nochmal testen und dann sehen wir weiter.

In der Hinsicht ist das also echt ein bescheidener Abschluss für 2021 und ein doofer Start ins neue Jahr. 😞

Erschreckenderweise tauchte übrigens auch in unserem Bekanntenkreis Impfgegner-Geschwurbel auf. Zwar nur vereinzelt, aber irgendwann ist man’s einfach leid, dagegen zu argumentieren… geht eh links rein und rechts wieder raus.

Dolida

Die wohl größte Veränderung war dieses Jahr, dass ich im Januar stolze Besitzerin vom besten Pferd der Welt geworden bin. Und ich habe diesen Schritt keine Minute lang bereut! Nicht nur, weil Dolida so eine unglaublich intelligente, verschmuste Zaubermaus mit einem ganz eigenen Charakter ist. Sondern auch, weil mir die Zeit mit ihr unheimlich gut tut und ich im Stall nicht zuletzt auch eine wunderbare Freundschaft geschlossen habe.

Nur unser Konto und der Beste ächzen bisweilen und fragen, ob es nicht auch ein Hamster getan hätte… 😀

Dolida im November 2021

Demnächst möchte ich mich mal an einen ausführlicheren Rückblick auf das erste Jahr mit eigenem Pferd setzen… ereignisreich war es auf jeden Fall mit drei Stallwechseln, unfreiwilligen Slapstick-Einlagen, einigen Tierarztbesuchen, anfänglich vielen schlaflosen Nächten und schließlich einer Menge Fortschritte.

Merke: ich kann es im Kalender rot einkringeln, wenn ich bei einem Ausritt mal nicht zwischendurch absteigen muss. Irgendwas ist immer… vergessen nachzugurten (geht beim Westernsattel von oben nicht sonderlich gut), gruseliger Riesentraktor mit Anhänger kommt, ein Hufschuh sitzt nicht mehr richtig oder ist ganz flöten gegangen, …
Um bei Dolidas Größe dann wieder aufs Pferd kommen, braucht es eine Bank, einen Baumstamm oder einfach einen Hang. Der aber auch nicht zu hangig sein darf (Insider 😀 )… und idealerweise bleibt das Pferdle dann auch stehen und klettert nicht kurzentschlossen selber mit auf die Aufstiegshilfe. 🙈
Wer mit uns ausreitet, bekommt auf jeden Fall immer etwas zu lachen. 😂

Unser Garten

Der Garten kam 2021 tatsächlich etwas zu kurz.

Teils, weil ich um die 3 Stunden pro Tag im Stall verbringe und mir einfach diese Zeit für den Garten fehlt. Teils aber auch, weil Frühjahr und Sommer größtenteils so verregnet waren, dass ich im Garten nicht viel machen konnte. Unter anderem rächte sich das, als die Gemüsebeete nach der Aussaat zu matschig zum Unkrautjäten waren und dadurch Möhren, Mangold & Co. schlichtweg überwuchert wurden.

Der viele Regen in Kombination mit unserem Lehmboden, in dem das Wasser ja nicht gut versickert, hat mir die Kartoffelernte weitestgehend vermasselt. Und das war das erste Jahr ohne Zucchini-Schwemme – gerade mal zwei Zucchini konnte ich ernten, bevor die Pflanze vor lauter Mehltau die Grätsche gemacht hat.

Irgendwelche größeren Veränderungen gab es dieses Jahr nicht im Garten.

Unser Gartenguckloch, den allmonatlichen Rückblick, habe ich seit dem Frühling pausiert. Ich kam schlicht nicht dazu, die Bilder zu bearbeiten und mir dazu auch noch entsprechend Text aus den Fingern zu saugen. Damit habe ich mich selber unter Druck gesetzt und irgendwann die Reißleine gezogen.

Rückblickend betrachtet, vermisse ich diese monatlichen Galerien aber schon und möchte sie 2022 wieder fortführen. Vermutlich in einem etwas anderen Format, bei dem ich nicht stundenlang am Artikel sitze.

Garten vom Landleben im Juni 2021

Haus & Hof

Dieses Jahr haben wir einen lang gehegten Traum des Besten erfüllt: im Keller wurde eine Fußbodenheizung nachgerüstet. Wir erinnern uns, der Keller war bislang ungeheizt. Beim Hausbau hieß es ja, dass wir ihn dank all der Dämmung „mit einem Teelicht“ heizen könnten. Nun ja. Die Realität sah anders aus und war usselig kalt.
Unschön, vor allem da der Beste den Werkraum mittlerweile mehr und mehr als Atelier zum Malen nutzt und sich regelmäßig den Allerwertesten abfror.
Das war ein Riesenprojekt und lief auch nicht so ganz am Schnürchen ab… darüber müsste ich auch mal einen Artikel schreiben.

Deutlich einfacher fiel dann das Umgestalten des Werkelzimmers im Erdgeschoss aus.

2021 im Blog

Und wie ist es mit dem Blog gelaufen? – Unterschiedlich. Die meiste Zeit über habe ich es ganz gut hinbekommen, ungefähr einmal in der Woche einen neuen Beitrag zu veröffentlichen. Aber zwischen September und November kam ich vor lauter Job, Pferd und sonstigem Real Life-Gedöns einfach gar nicht mehr zum Bloggen… da waren es dann gerade mal drei Artikel in den ganzen drei Monaten. Aus so einer ungeplanten Auszeit dann wieder zurückzufinden zu einem Schreibrhythmus, ist übrigens nicht ganz einfach.

Insgesamt sind dabei 42 Beiträge zusammengekommen.

Blogprojekte 2021

Dieses Jahr habe ich ja an zwei Blogprojekten teilgenommen:

  • 12 von 12, bei dem man immer am 12. im Monat seinen Tag in 12 Fotos festhält
  • #21in2021, wo es im Laufe des Jahres 21 Bücher zu lesen galt

Unterm Strich haben beide Projekte für mich nicht so wirklich gut funktioniert:

12 von 12 war relativ viel Arbeit dafür, dass solche Beiträge einfach nicht dauerhaft gelesen werden. Nach einiger Zeit sind sie halt nicht mehr aktuell und verstauben allmählich in den Untiefen des Blogs. Den Aufwand zum Erstellen stecke ich dann doch lieber in Evergreen-Artikel, die langfristig interessant bleiben.
Hinzu kommt, dass ich es mehrfach schlichtweg verplant habe, dass es schon der 12. im Monat war… upsi. 🙈

Die 21 Bücher habe ich gelesen, mehr sogar. Aber das vierteljährliche Rezensieren in einem zusammenfassenden Beitrag hat sich für mich nicht bewährt. Teils auch wieder, weil solche Beiträge nicht oft gelesen werden; ein einzelner Beitrag pro Buch dürfte da sinnvoller sein. Teils aber auch einfach, weil es mit dem Thema des Blogs nicht so wahnsinnig viel zu tun hat, ob ich nun den neuesten Roman von Stephen King gelesen habe. Auch wenn es hier ja ein bisschen bunt zugeht… so querbeet dann doch nicht. Aber dazu weiter unten mehr.

Die beliebtesten Artikel

… anhand ihrer Aufrufe:

Am häufigsten werden also tatsächlich Gartenartikel gelesen. Rund 40% der Aufrufe machen Gartentipps, Beiträge über unseren Garten oder über die Hühnerhaltung aus. Das schlägt sich auch darin nieder, dass die allgemeinen Zugriffszahlen im Frühling und Sommer deutlich höher ausfallen als in der kalten Jahreszeit.

Was kommt 2022?

In einem Wort: mehr Planung, mehr Fokus.

Ich habe einfach nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen wie früher. Das bedeutet, dass ich nicht drei Stunden mit Ideenfindung vertrödeln kann. Deswegen starte ich ins neue Jahr mit einem Redaktionsplan, der so ausgearbeitet ist wie in noch keinem Jahr zuvor.

Einmal pro Woche – immer am Wochenende – kannst du dich auf einen neuen Beitrag freuen. 😊
Thematisch wird sich dabei viel um Natur, Garten und die Fotografie drehen.

Vor einiger Zeit hatte ich ja die Beiträge von ehemals eigenständigen Fachblogs hierher umgezogen, sodass es hier auch Artikel über das Bloggen gibt und solche über Organisation und Bullet Journaling. Immer mal wieder hatte ich vor, in diesen Bereichen mehr zu veröffentlichen… aber ich kann und will nicht mehr auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Und auch wenn es mir Spaß macht, muss ich nicht über alles bloggen, mit dem ich mich so beschäftige.


Ich bin gespannt, was das Jahr 2022 bringt… ehrlicherweise fehlt es mir derzeit ein wenig an Zuversicht. Aber wie pflegte meine Oma in schönstem Pfälzisch zu sagen: „als weida“, immer weitermachen also…