Zurück aus dem Krankenhaus & eine unschöne Diagnose

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Leute, sorry für die vorübergehende Sendepause hier auf dem Blog! Wie etliche von euch via Instagram oder Twitter mitbekommen haben, war ich eine Woche lang im Krankenhaus. Und seitdem ist mein Leben nicht mehr ganz so, wie es vorher war.

Ich habe eine Diagnose erhalten, die etwas unschöner ist als ein simpler Schnupfen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, ob ich das Thema hier im Blog überhaupt erwähnen soll. Schließlich weiß man ja nie, wer hier mitliest, und sei es erst in fünf Jahren, hmm?

Gleichzeitig ist es auch nichts, wovon die Welt untergeht. Und das hier ist halt mein Blog – hier fließen einfach auch immer persönliche Dinge von mir mit ein. Ohne die wäre es nur ein schnöder Fachblog über einen Garten oder was auch immer. Es hätte sich für mich falsch angefühlt, hier einfach kommentarlos wieder zum normalen Posten überzugehen.

Und last but not least – ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen, muss mich für nichts schämen. Bei mir wurde die Vorstufe einer Krankheit entdeckt, die anscheinend jeden einfach so treffen kann. Deswegen muss ich mich nicht verstecken.

Ich will damit nicht hausieren gehen und ganz bestimmt kein Mitleid bzw. Aufmerksamkeit erheischen – ich erwähn’s hier jetzt einfach mal und damit basta. Danach kommen wieder die gewohnteren Themen. 😉

Ist viel Text geworden, Obacht.

Was ist überhaupt passiert?

Gefühlt ging das alles mit einer ganz banalen Erkältung los. Vor mittlerweile fast einem Monat fühlte ich mich morgens schon nicht sonderlich doll und nachdem ich nachmittags mit Schüttelfrost in Meetings saß, fuhr ich nach Hause und kippte daheim mit Fieber aufs Sofa. Um niemanden anzustecken, arbeitete ich die nächsten beiden Tage von Zuhause – so dreckig ging es mir nicht, es war einfach eine Erkältung mit Halsschmerzen, laufender Nase, Husten, Heiserkeit, Kopfweh, was man halt so hat.

Dooferweise ging es mir statt besser aber immer schlechter, sodass ich mittwochs zum Arzt ging. Mandelentzündung, hieß es. Und weil mein Körper gegen die ankämpfte, hatten die ganzen anderen Infekte leichtes Spiel. Ich wurde für den Rest der Woche krankgeschrieben und bekam eine Woche lang Antibiotika.

Darauf die Woche ging ich wieder normal arbeiten. Die Mandelentzündung und der Husten waren zwar immer noch da, aber naja… ich bin ja echt nicht so der Typ, der sich „einfach mal ins Bett legt“ oder sonstwie die Füße stillhalten kann.

Mittwochmorgen letzter Woche zweifelte ich dann dezent an meiner selbst, als ich auf der Hunderunde plötzlich die Verkehrsschilder und Bäume doppelt sah. oO Ehrlich gesagt, habe ich das aber irgendwie erstmal wieder weit weggeschoben. Im Nahbereich sah ich alles ganz normal und da ich an dem Tag Home Office machte, fiel mir das auch immer nur auf, wenn ich halt mit dem Hund rausging. Komisch war es schon.

Wegen einiger wichtiger Meetings fuhr ich donnerstags ins Büro, war aber sehr froh, dass der Beste mich da eh mit dem Auto mit in die Stadt nahm und ich nicht selber fahren musste. Für Freitag nahm ich mir vor, nochmal zu meiner Hausärztin zu gehen.

Auf der Hunderunde am Freitagmorgen war es dann auch echt gruselig… alle Spaziergänger und Autos sah ich doppelt. So richtig, als sei ich betrunken. Da habe ich wirklich Angst bekommen.

Meine Hausärztin hörte sich das an, leuchtete mir in die Augen, konstatierte dazu eine nach wie vor existente Mandelentzündung… und schickte mich direkt zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus. Dass sie meinte, ich solle sicherheitshalber ein Köfferchen für eine Nacht mitnehmen, machte mich schon nervös… direkt dableiben müssen?

Notaufnahme, CT & Lumbalpunktion

Im Krankenhaus ging es erstmal in die Notaufnahme und nach erfreulich kurzer Wartezeit kam ich auch schon zu einer Neurologin. Mir wurde erstmal ein Zugang gelegt und jede Menge Blut abgenommen, wieder in die Augen geleuchtet, dann wurde ich zum CT geschickt. Die Untersuchung ging flott über die Bühne – ich musste mich hinlegen, wurde mit dem Kopf in eine Röhre geschoben und nach 10 Minuten war das Ganze auch schon fertig.

Von dort aus sollte ich mich auf der Neurologie in meinem Zimmer einfinden… denn als nächstes sollte eine Lumbalpunktion vorgenommen werden und nach der müsste ich auf jeden Fall über Nacht bleiben. Da half nichts. 🙁

Außerdem wolle man montags ein MRT machen und bis dahin müsse ich stationär bleiben. Ich könnte aber am Wochenende tagsüber jeweils nach Hause fahren. Na gut.

Vor der Lumbalpunktion war ich nervös, weil ich die Vorstellung gruselig fand, dass da Flüssigkeit aus meinem Rückenmark abgezapft wird. Die Punktion selber stellte sich aber als harmlos heraus. Ich musste mich auf die Bettkante setzen, die Füße auf einen Hocker stellen, auf den Schoß bekam ich ein Kissen gelegt und sollte mich mit mit einem möglichst runden Rücken vorbeugen. Aus dem Bereich zwischen den Wirbelkörpern wurde dann auf Höhe der Lendenwirbelsäule mit einer Spritze das Liquor entnommen – das tat auch nicht weiter weh, war ein ganz normaler Nadelpieks.

Danach sollte ich auf dem Rücken liegen bleiben und viel trinken, hieß es, um keine Kopfschmerzen zu bekommen. Leider half das überhaupt nicht:

Die Folgen der Lumbalpunktion – irghs.

Schon abends bekam ich heftige Rückenschmerzen. Am nächsten Morgen fühlte ich mich wie gerädert. Sobald ich aufstand, explodierte mein Kopf – so krasse Kopfschmerzen habe ich noch nie gehabt. Es fühlte sich an, als würde etwas mein Gehirn in mein Rückenmark hineinsaugen. oO
Unter der Dusche klappte ich vor lauter Kreislaufproblemen fast zusammen, aber ich bin ja stur bei sowas… nein, schwor ich mir, ich würde garantiert nicht splitterfasernackt in der Dusche auf dem Boden sitzen und die dusselige Klingelschnur ziehen. Never!

Allerdings hatte ich mir ja vorgenommen, tagsüber nach Hause zum Hundetier zu fahren. Die Autofahrt war… anstrengend. Einmal mussten wir rechts ranfahren, weil mir schlecht wurde, war aber falscher Alarm.

Daheim weiß ich gar nicht, wer sich mehr über das Wiedersehen freute – Nala oder ich. Mehr als auf dem Sofa liegen und dösen / schlafen ging allerdings einfach nicht. Anfangs war Nala irritiert, verstand aber irgendwie, dass es mir nicht gut ging. Sie saß dann die ganze Zeit neben mir und passte auf mich auf. Hach, mein Herzenshund. <3

Rausgehen war keine gute Idee, nach 3 Minuten Draußensitzen musste ich mich übergeben.

Der Beste war natürlich etwas geknickt, weil es mir so mies ging und auch aus so Plänen wie Spazierengehen oder Eiscafé mit meiner Mom definitiv nichts wurde. Immerhin bestellten wir abends Pizza, denn darauf hatte ich mich so gefreut! Naja… ich schaffte es, zwei Stücke Pizza im Liegen zu essen und bekam echt Bammel vor den Kopfschmerzen auf der Rückfahrt, die ja unvermeidlich anstand.

Im Auto stellte ich mir den Sitz zurück, schloss die Augen und nahm sicherheitshalber eine Tüte in die Hand. Und was soll ich sagen… kurz vorm Ziel brauchte ich die dann auch. Adieu Pizza. :/
(Dass sich aber auch sämtliche Mülleimer auf dem Krankenhaus-Parkplatz direkt neben Sitzbänken befinden mussten, wo überall Menschen die laue Abendluft genossen… sorry, aber irgendwo musste ich die Kotztüte dann einfach loswerden. 😀 )

Sonntag ging es mir nicht viel besser, sodass ich im Krankenhaus blieb. Ab mittags bekam ich dreimal täglich Koffeintabletten gegen die Kopfschmerzen, die halfen einigermaßen.

Weitere Untersuchungen

Montagfrüh wurde ich im Rollstuhl von der Station bis zum MRT-Untersuchungsraum geschoben, das war mir so unglaublich peinlich. Wie so eine alte Frau. °_°

Das Umständlichste am MRT war es eigentlich, meine ganzen Piercings rauszufriemeln. Danach musste ich einfach ca. 20 Minuten in einer Röhre liegen. Allzu laut war das gar nicht (Paul Kalkbrenner könnte aus dem Sound sicherlich was machen!) und Platzangst habe ich zum Glück nicht.

Eigentlich hatte ich gehofft, danach entlassen zu werden – allerdings lagen noch nicht alle Ergebnisse der Blut- und Liquoruntersuchungen vor und vorher durfte ich nicht gehen. Am nächsten Tag sollte ich zudem noch direkt vom Krankenhaus aus zu einem Augenarzt.

Also noch eine Nacht… oh Mann. Mittlerweile war ich echt fertig und wollte einfach nur noch nach Hause, in meine eigenen vier Wände und zum Besten und den Tieren. :/
Der Beste kam mich nachmittags besuchen und weil ich unbedingt an die frische Luft wollte, liefen wir ein bisschen über das KH-Gelände. Alter Schwede… eigentlich torkelte ich nur so an seiner Seite entlang, mit Kopfschmerzen und Doppelbildern und jeder Menge #mimimi. :/

Am Dienstag ging es mir zwar schon deutlich besser als am Wochenende, aber die Folgen der Lumbalpunktion machten mir doch noch ganz schön zu schaffen, als es morgens mit dem Taxi zum Augenarzt ging. Der Augenarzt machte diverse Tests mit einem an die Wand projizierten Kreuz, das ich halt mit einem Auge immer normal einmal sah – und mit beiden Augen gleichzeitig doppelt. Gnah.

Mit meinen Augen an sich habe das allerdings nichts zu tun, sondern mit dem 4. Hirnnerv… der steuert einen bestimmten Augenmuskel und wenn das nicht gescheit funktioniert, entstehen Doppelbilder. Warum auch immer der Hirnnerv da so rumzuspinnen meinte.

Nicht noch länger hier…!

… und dann kam die Ärztin zur Visite und meinte: sorry, aber mit Ihren Werten stimmt etwas nicht, wir möchten Sie gerne mit hochdosiertem Kortison behandeln. Fünf Tage lang, intravenös, und nein, das muss auf jeden Fall stationär gemacht werden.

… das war der Punkt, wo ich echt fast angefangen habe zu heulen. Bzw. es dann auch tat, als ich den Besten anrief. 🙁

Und was tat mein Held? Hörte sich das an, meinte, er müsse mal gerade etwas klären… und dann: er habe bei sich im Krankenhaus mit den Kollegen von der Neurologie gesprochen – ich könnte noch am gleichen Tag dort hin verlegt werden!
Er arbeitet ja im Krankenhaus Leverkusen. Dort wäre ich zumindest während seiner Arbeitszeit bei ihm in der Nähe, er müsste für Besuche nicht immer durch die ganze Weltgeschichte juckeln, und überhaupt, in Leverkusen kenne ich ja auch einfach Bekannte und Freunde, wir haben da ja jahrelang quasi hinterm Klinikum gewohnt. Puh! Direkt mittags würde der Beste mich abholen kommen und mit dem Auto von Krankenhaus zu Krankenhaus bringen.

Ins Klinikum Leverkusen

Nachdem der Papierkram erledigt war, konnten wir nach Leverkusen fahren. Nach mittlerweile fünf Stunden auf dem Beinen war mir schon etwas schwummerig, aber naja. Der Beste lieferte mich bei der Patientenaufnahme ab und sprang dann zu sich auf Station, er hatte Spätdienst.

Die Neurologie im Klinikum Leverkusen befindet sich in einem ganz neuen Gebäudeteil und ist topmodern. Und das Genialste… ich hatte das unverschämte Glück, ein Einzelzimmer zu bekommen.
Irgendwie fiel mir da erst auf, als ich so auf dem Bett lag und auf das Abklingen der Kopfschmerzen wartete, wie sehr es mich unterbewusst auch angestrengt hatte, seit mittlerweile 4,5 Tagen ununterbrochen unter fremden Menschen zu sein, in einer fremden Umgebung mit Schreien, Stöhnen, kranken Menschen, fiependen Geräten und so weiter. Allein schon einfach so für mich zu sein, tat unheimlich gut.

Mittlerweile war es schon relativ spät; ich hatte noch ein Gespräch mit dem Oberarzt und einer weiteren Ärztin und wurde dann auch schon an die erste Kortison-Infusion angeschlossen. 1000mg pro Tag, erstmal drei statt fünf Tage lang.

Die potentiellen Nebenwirkungen von derart hoch dosiertem Kortison bereiteten mir ja schon ziemlichen Bammel… Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und es hieß, wenn ich danach nach Hause käme, könnten mich die Entzugserscheinungen wie in Depressionen stürzen. An Arbeitengehen sollte ich für die nächsten zwei Wochen erstmal nicht denken, viele seien schon mit dem Zubereiten des Mittagessens überfordert. Wow… urgh.

Allerdings hatte ich Glück und bekam keine Probleme mit Nebenwirkungen. Von der versprochenen Euphorie merkte ich allenfalls am ersten Tag etwas, ansonsten hatte ich nur einen metallischen Geschmack im Mund.

Was mir allerdings eine Heidenangst machte: dass die Ärztin schließlich darüber sprach, woher die Probleme denn überhaupt kommen könnten. Ich hatte das ja auf diese Mega-Erkältung / eine Super-Infektion geschoben. So einfach war das alles aber anscheinend nicht. Im MRT vom Gehirn sehe man zwar keine akuten Entzündungen, aber dafür Läsionen, wo früher mal etwas entzündet gewesen sein muss. Auch die aktuellen Sehstörungen bzw. Probleme mit dem 4. Hirnnerv kämen davon. Nur, warum? Sie nahm auf einmal so oft das Wort MS (Multiple Sklerose) in den Mund, dass mir echt anders zumute wurde.
Bei der bisherigen Diagnostik war MS nur einer von diversen unwahrscheinlichen Gründen, die es auszuschließen galt… und auf einmal stand das so im Mittelpunkt?

MS, das ist doch das, was ein ehemaliger Nachbar in meiner Kindheit hatte… der jahrelang bewegungslos in einem Pflegebett im Wohnzimmer vor sich hin vegetierte. Urgh. Ich klammerte mich an die Hoffnung, dass es ja auch andere Ursachen haben könnte. Am nächsten Tag sollten weitere Untersuchungen folgen.

Zum ersten Mal seit Tagen bekam ich dienstagabends plötzlich Hunger und Appetit. Dummerweise schon längst nach Abendessenszeit… um halb neun schrieb ich das dem Besten, und was machte er? Zauberte 30 Minuten später Pizza und Salat in mein Zimmer, das hatte er zu sich auf Station bestellt. Nach seiner Schicht aßen wir also noch zusammen und ich fühlte mich endlich wieder wie ein Mensch und nicht mehr so kaputt. Heißer Käse ist die beste Medizin… na, gleich nach Liebe. <3

Weitere Differentialdiagnostik

Schon um 7 Uhr ging es am Mittwoch los zum erneuten MRT und Röntgen. Wie gut, dass ich Frühaufsteher bin und da eh schon wach und sogar geduscht war. 😀

Während im ersten Krankenhaus ein MRT vom Gehirn gemacht worden war, kam jetzt eines des ganzen Rückens dazu. Falls auch dort alte Läsionen entdeckt würde, wäre das ein weiteres MS-Indiz.

Danach ging es auch schon weiter zum EMG… im Aufzug googelte ich erstmal schnell, was das überhaupt heißt. Elektromyografie, aha.

Der erste Test war harmlos, ich bekam diverse Nadeln an den Kopf gesteckt und sollte dann auf einen Bildschirm schauen. Darauf war ein Schachbrettmuster mit einem roten Punkt in der Mitte, das ich ansehen sollte, während die Schachbrettfarben schnell wechselten. „Konzentrieren Sie sich! … konzentrieren Sie sich!“ – ja, äh, wie denn? Ich guck halt das Ding an?

Danach wurde es etwas unangenehm. Ich bekam weitere Nadeln in den Kopf, an den Nacken, die Schultern und den Rücken und wurde dann abwechselnd an den Armen und Beinen verkabelt – und mit Stromschlägen wurde gemessen, wie gut meine Nerven- und Muskelzellen funktionieren. „Entspannen Sie sich!“ – Gut gesagt, wenn man da wie auf einem elektrischen Stuhl sitzt und einen die Stromschläge zucken lassen. 😀

Später auf dem Zimmer wurde ich an die nächste Ladung Kortison angeschlossen.

Nachmittags kam der Beste (obwohl er frei hatte, fuhr er also quasi extra zur Arbeit! <3) und wir spazierten durch den Klinikumspark. Mein Kreislauf hatte sich mittlerweile wieder erholt und das Beste war, dass ich auch fast wieder ganz normal sah. Abends war ich nochmal alleine draußen im Wald, der direkt an das Gelände angrenzt, und da sah ich wieder teilweise doppelt.

Ausflug in den KH-Park mit dem Besten – was für ein irres Herbstwetter! 🍂 Mir gehts deutlich besser, sehe fast wieder normal (“HA! EIN Verkehrsschild! Hase, ich sehe EIN Verkehrsschild!!”) und der Kreislauf tut auch wieder, was er soll. Nur die Erkältung feiert heute ihren dreiwöchigen Geburtstag. 🎂 Hatte heute noch ein MRT, wurde geröntgt und hatte ein EMG (aka: Tests mit Stromschlägen oO) – noch sind nicht alle Ergebnisse da, aber die Ärztin meinte eben, es sehe soweit gut aus – könnte sein, dass MS quasi in mir schlummert und bei sowas wie dieser Mega-Erkältung Schübe kommen, aber so sähe es nicht nach irgendwelchen Einschränkungen aus. 😊 Morgen Vormittag bei der Visite gibt’s die ausführliche Version… und vielleicht kann ich morgen schon nach Hause! 🙃 #goodnews #krankenhaus #herbst #autumn #autumn🍁 #hospital #tree #leverkusen #twloha #towriteloveonherarms

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Bei der Visite am Donnerstag hatte ich im Sehtest keine Probleme mehr, vorsichtshalber wurde aber noch ein 4. Tag Kortison i.v. verordnet. Also noch eine Nacht.
Und diesmal drückten mir die Ärzte einen ganzen Stapel Infomaterial zum Thema Multiple Sklerose in die Hand… urgh. Das fühlte sich alles sehr… unwirklich an.

Am Freitag hatte ich endgültig keine Doppelbilder mehr, auch bei meinem normalen Marschtempo war endlich alles wieder normal. Puh!

Als letzte Untersuchung stand noch ein EEG an. Dazu bekommt man eine mehr oder weniger stylishe Haube auf den Kopf gesetzt, wird an diverse Kabel angeschlossen und muss dann erfreulicherweise nichts weiter machen, als sich etwa 20 Minuten lang zu entspannen. Da auch diese Untersuchung noch vor dem ersten Kaffee anfiel, war das nicht weiter schwer… 😉

Zurück auf Station gab’s eine letzte Infusion Kortison… und dann die beste Nachricht des Tages: „Sie können gehen!“ =)

Nach insgesamt einer Woche im Krankenhaus kam ich Freitagabend also endlich wieder nach Hause. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie irre erleichtert ich bin, wieder hier zu sein und auch keine Nadeln mehr in meinem Körper stecken zu haben!

Was ist denn nun los mit mir?

Tja… und was ist mit den Testergebnissen? Nicht so doll.

Sowohl in meinem Gehirn, als auch in der Rückenmarksflüssigkeit finden sich MS-typische Veränderungen. Auch die Nervenleitgeschwindigkeit an einem Auge ist wohl etwas verzögert.

Da sich aber keine weiteren Indizien finden, gilt das jetzt noch nicht als offizielle MS, sondern als „Klinisches isoliertes Syndrom“ (CIS), die Vorstufe von MS. Ab einem zweiten Schub wäre es MS. Das Risiko ist wohl fifty-fifty.

{unbezahlte Werbung, da eine Marke auf dem Foto zu sehen ist…} Nicht so tolle Neuigkeiten bei der Visite… in meinem Rückenmark und im Gehirn finden sich Hinweise auf MS. Da an anderen Stellen noch keine sind, heißt das Kind jetzt CIS (klinisch isoliertes Syndrom) – quasi die Vorstufe von MS. Die Wahrscheinlichkeit liegt wohl bei 50%, dass daraus MS wird bzw. bei 30%, dass es binnen der nächsten 12 Monate einen weiteren Schub gibt. Hab vom Arzt jetzt erstmal jede Menge Infomaterialien bekommen… irgendwie alles sehr unwirklich. Vermutlich sollte ich jetzt irgendwas Positives à la “ich kämpfe und lass mich nicht unterkriegen” posten, hab eben aber trotzdem erstmal geheult. 😐 Jetzt läuft grad die 3. Infusion Kortison, morgen gibt es noch eine. Vielleicht kann ich morgen nach Hause. Vermisse mein Hundetier so sehr. 🙁 #krankenhaus #visite #ms #cis #nichtsoschön #heimweh

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MS ist scheiße, so richtig. Es gibt zwar diverse Artikel und Blogs von Betroffenen, die alle darüber schreiben, wie sie sich nicht unterkriegen lassen und wie sehr sie dadurch das Leben zu schätzen gelernt haben und so weiter… aber Lähmungen und Taubheitsgefühle und Konzentrationsstörungen und all sowas als plötzlich nicht mehr völlig abwegige Zukunftsprognose hat mir dann doch dezent den Boden unter den Füßen weggerissen.

Es gibt wohl nicht „die“ klassische MS, sondern einen bunten Haufen doofer Symptome, von denen man echt kein einziges haben will und wo man nicht weiß, was als nächstes kommt und ob es wieder weggeht – brrrrr.

Wie geht es weiter?

Ich könnte jetzt mit einer sogenannten Basistherapie beginnen, d.h. regelmäßig Medikamente nehmen, um das Risiko eines erneuten Schubs zu senken. Allerdings steht gar nicht fest, dass das wirklich etwas hilft. Und diese Medikamente sind ziemlich heftig, nicht nur was die Nebenwirkungen angeht… allein schon die Vorstellung, mich ab jetzt für immer und ewig mehrmals die Woche spritzen zu müssen, finde ich ziemlich gruselig. Da fühlt man sich ja direkt krank. Zumal auch ohne Medikamente durchaus Jahre vergehen können, bevor jemals wieder etwas auftreten sollte… die Nebenwirkungen der Medikamente würde mein Körper dann trotzdem auf jeden Fall abbekommen. :/

Ich werde mir jetzt einen Neurologen bei mir in der Nähe suchen und zusammen mit dem entscheiden, wie es weitergeht und mich auf jeden Fall regelmäßig durchchecken lassen. Ich habe noch nicht alle Ergebnisse der jetzigen Tests vorliegen, aber anhand der Anzahl der Läsionen, ihrer Stellen und ein paar weiterer Faktoren kann man wohl einigermaßen ermitteln, wie gefährdet ich bin.

Und warum das nun überhaupt ausgebrochen ist? Keine Ahnung.

Man weiß wohl nicht genau, wo CIS bzw. MS herkommt. Das Alter von 30 Jahren ist wohl klassisch für den Ausbruch, und dass ich in letzter Zeit ziemlich viel um die Ohren hatte, spielt vielleicht auch eine Rolle. Erst der Hausbau und der Umzug, quasi direkt im Anschluss daran engagierte ich mich in der Firma zusätzlich zu meinem regulären Job in einem großen Projekt, das mich auch nach Feierabend und nachts nicht losließ. Und als Sahnehäubchen dann jetzt diese Erkältung… da kam wohl eines zum anderen.

Ich habe mir definitiv vorgenommen, mir mehr Ruhe zu gönnen.

Ich muss nicht alles machen, was ich _könnte – eine Kollegin hat mich mal so passend beschrieben: „Du siehst Mist und schon packst du ihn an und kümmerst dich drum“… das resultiert natürlich in jeder Menge Extraarbeit. Und dazu dann mein elender Perfektionsmus… nee.

Erstmal werde ich mir jetzt Zeit nehmen, diese hartnäckige Erkältung wirklich vollständig auszukurieren. Und auch demnächst vorsichtiger sein – wenn ich eh schon angeschlagen bin, muss ich mich nicht noch in öffentliche Verkehrsmittel quetschen.

Ich will mich weniger unter Druck setzen… wenn wir Besuch kommen, muss ich nicht vorher das ganze Haus auf dem Kopf stellen. Bei anderen Leuten achte ich ja auch nicht drauf, ob auch ja alle Fenster frisch geputzt sind…

Und ich werde wieder reiten gehen. Hatte ich ja eh grob vor, jetzt wo wir wieder auf dem Land wohnen, es aber aus Zeitgründen immer wieder verschoben. Aber Sport wird zur MS-Vorbeugung empfohlen und neben meinem Ausdauersport ist Reiten ja super für den Gleichgewichtssinn, was nicht schaden kann… und hey, überhaupt, Ponys. <3

Noch ein Wort zum Abschluss

Ich mag nochmal kurz (ja, ich seh euch schon grinsen… herzlichen Glückwunsch, bis hierhin habt ihr schon etwa 3.200 Wörter von mir ollen Labertasche durchgehalten :D) etwas dazu sagen, dass ich das hier so öffentlich im Blog erwähne.

Als ich ins Krankenhaus kam, machte ich mir noch gar keine Gedanken über dahinterstehende Probleme, bzw. dass es etwas Krasseres sein könnte als halt irgendein stranges Erkältungssymptom. Mir war langweilig und überhaupt, ich postete eben auf Instagram und Twitter, dass ich im KH war und so weiter. Dann eben auch meine Angst bei der Diagnose.

Und ich bekam so viele verdammt liebe Reaktionen! Das hat mir echt geholfen – das Gefühl, nicht alleine damit zu sein. Mit dem weiter weg wohnenden Teil meiner Familie und mit Freunden whatsappte ich, und sogar liebe Post und Besuch bekam ich! <3

Wie gesagt, ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass das hier nur ein Warnschuss vor den Bug war und ich hoffentlich beschwerdefrei bleibe. Ich will das nicht herunterspielen oder verharmlosen, mich aber auch nicht verrückt machen lassen.

Falls euch das Thema interessiert, kann ich demnächst gern nochmal etwas dazu schreiben, was beim Neurologen herausgekommen ist und wie es weitergeht.

Ansonsten… folgen hier demnächst ein paar Beiträge aus dem Werkelzimmer, über Nala, über die nicht ganz so schönen Erfahrungen mit unserer Heizung und so weiter. Stay tuned. 🙂

Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

40 Kommentare

  1. Ich kann mir vermutlich nicht mal ansatzweise ausmalen welche Angst oder Panik du vor der Diagnose hattest und jetzt vielleicht vor einem weiteren Schub. Es tut mir sehr leid für dich, dass sich diese ganze Erkältungssache zu so einer Sch***e entwickelt hat. Ich drücke dir sehr den Daumen, dass kein weiterer Schub kommt und es tatsächlich nur ein Warnschuss vor den Bug war. Alles in Allem ist es aber eine gute Idee, wenn du dir mehr Ruhe gönnst und dir Zeit für dich und die Dinge nimmst, die dir fehlen (wie eben das Reiten).

    Ich wünsche dir von Herzen das Beste! ♥

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    • Hallo Barbara,

      danke für’s Daumendrücken – und ja, irgendwie klingt es ja furchtbar kitschig und abgedroschen, aber in den letzten Tagen denke ich wirklich bei so einigen Dingen darüber nach, ob sie meine Zeit wert sind… es gibt halt einfach nicht unbegrenzt viel Zeit für diese ganzen „Irgendwanns“ – bei niemandem, auch ohne so eine Diagnose. Vielleicht ist das ganz gut, mir das öfter mal bewusst zu machen.

      Liebe Grüße

      Antworten

  2. Ich mag deine Einstellung. <3 Und natürlich drück' ich die Daumen, dass du erstmal ohne Medis hinkommst.
    Falls du weiter über das Thema schreiben magst, interessieren würde es mich auf jeden Fall.

    Ich freu mich auf die nächsten Beiträge aus dem Werkelzimmer 😀 (und OMG Heizung läuft aber hoffentlich mittlerweile okay, oder?)

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    • Dankefein! <3

      Jaah, so halb tut sie das, was sie tun soll... Heizen funktioniert zum Glück soweit gut, aber im Sommer hatten wir viel Brassel mit der damit zusammenhängenden Kühlfunktion. In den letzten Wochen standen wir daher immer wieder in Kontakt mit Acalor und irgendwie wird da mal wieder ein Update-Artikel fällig.

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  3. puh, ganz schön heftig. Diese Lumbalpunktion klingt alles andere als schön, genauso wie das Doppeltsehen (da würde ich ja schon Panik bekommen. Also, ernsthaft.) Zum Glück geht es dir aber nun wieder besser und du hast deinen Mann, der sich um dich kümmert. Auch gut, dass er dich nach Leverkusen geholt hat.

    Den Blog Feeistmeinname kennst du sicher, oder? Die hat ja MS. Hoffen wir aber mal, dass es bis zum nächsten Schub noch Jahre dauert.

    Wie hat eigentlich die Katze reagiert, als du wieder nach Hause gekommen bist? Meine Mutter erzählt immer, wie beleidigt die Katzen von meinen Großeltern waren, wenn sie aus dem Urlaub kamen. ?

    Hab einen schönen Sonntag!
    Viele Grüße

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    • Stimmt, jetzt wo du Fees Blog erwähnst… ich glaube, da gehe ich die Tage nochmal ausführlicher lesen.

      Die Katze hat das gar nicht sonderlich interessiert. Nala hingegen war erstmal ein wenig verdattert… sie hat mich zwar begrüßt, war aber gefühlt nicht so ganz bei der Sache und ist weniger ausgeflippt, als ich erwartet hätte. Das hat dann wirklich gedauert, bis wir alle auf dem Sofa saßen bzw. später im Bett lagen – da kam sie dann ganz doll kuscheln. <3

      Antworten

  4. Liebe Anna, Danke für Deinen ehrlichen Bericht. Ich habe ihn mit Betroffenheit gelesen. Ich drück dich ganz lieb und noch mehr drücke ich dir die Daumen, dass es nicht MS ist. Schalte ein paar Gänge runter und genieße dein Leben ohne Stress und Druck.
    Ganz ganz liebe Grüße von Ines

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    • Hallo Ines,

      lieben Dank – ich bin mal gespannt, wie schwer oder leicht mir das fallen wird, „einfach mal“ weniger / langsamer zu machen… vielleicht ziehen dazu denn auch mal ein paar Beiträge hier im Blog ein, mal schauen.

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  5. Ach Du Scheiße, da hast Du was hinter Dir – und hoffentlich nicht vor Dir! 50% sind immerhin fünfzig Prozent Chance, dass Dir ein zweiter Schub (und weitere) erspart bleiben. Dafür ganz fest gedrückte Daumen! Auch wenn man sich dann künftig vielleicht künftig immer Gedanken macht, ob dies oder jenes vielleicht doch…? Aber Du klingst sehr positiv eingestellt, ich wünsche Dir, dass das so bleibt und das es mit dem nicht verrückt machen lassen gut klappt!

    Antworten

    • Hallo Linni,

      danke – ja, ich versuche es halt auch von der 2Das Glas ist halb voll“-Seite aus zu sehen. Egal was die Zukunft bringt – bis dahin muss ich mir ja nicht unnötig noch selber zusätzliche Steine in den Weg legen.

      Liebe Grüße

      Antworten

  6. Schön, dass Du die Krankenhausphase überstanden hast und dass es erstmal besser geht. Ich drücke die Daumen, dass es auch weiterhin gut läuft und Du vielleicht zu den 50% gehörst, die nie wieder was davon hören. Fühl Dich gedrückt!

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  7. Hey…

    anhand meiner IP kannst du vermutlich rausfinden, wer ich bin – in der Öffentlichkeit möchte ich lieber anonym bleiben.
    Deine Diagnose tut mir leid. Das vorweg.

    Ich habe vor über 2 Jahren Diabetes dignostiziert bekommen. Anfangs versuchten wir es mit tabletten, da ich ähnlich dachte, wie du: Spritzen will ich nicht! Da ist man so krank… eine Tablette nehmen am Tag, das ist schon ok. Nach 2 Jahren habe ich dann kapituliert: jedesmal die Angst, zuviel zu essen, dass die Zusammensetzung einfach falsch ist, mitten in der Nacht noch 2, 3 Kilometer laufen, weil das den Blutzuckerspiegel senkt – ich bin oft nahe der Unterzuckerung rumgelaufen, einfach um „bessere“ Werte zu haben. Hat auch nix genützt, es sind wohl noch mehr der inuslinbildenden Zellen über den Jordan gegangen. Ich entschied mich für Insulin. D.h. täglich (mehrfach) spritzen, ja. Das ist anfangs komisch, aber: ich bin saufroh, dass ich diese Möglichkeit habe. Und: es entsstresst mich unglaublich, da ich viel mehr Kontrolle und weniger Angst habe…

    Anfang habe ich auch immer die Blogs anderer Betroffener gelesen. Aber ich kann damit nicht viel anfangen, mit diesem „Die Krankheit hat mir ein Leben geschenkt“-Zeugs. So bin ich nicht, so denke ich nicht. Alles positiv sehen ist ja schön und gut aber blind und ohne Beine ein Pflegefall sein – sorry, DAS kann ich nicht positiv sehen. Und ich glaube, so geht es vielen, die von schweren Krankheiten betroffen sind. Die machen nur keine Blogs darüber. Aber es kann auch gut tun, damit mal zu hadern, sich auszukotzen wie scheiße alles ist, die Zukunftsaussichten, die Dinge, die man dann googelt, Möglichkeiten, die man bedenkt.

    MS ist beschissen. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass der zweite Schub nie kommt.

    Antworten

    • Hej,

      keine Sorge, das sehe ich so nicht direkt anhand deiner IP und bin auch zu faul bzw. es liegt mir fern, da jetzt groß in der Datenbank herumzusuchen. Alles gut.

      Puh, Diabetes stelle ich mir auch hart vor. Gut, dass du deine Werte dank Insulin in den Griff bekommen hast! Ich glaube, auf dem Gebiet wurde auch schon relativ viel geforscht, oder? Bei MS steht halt nicht mal fest, ob die Basistherapie überhaupt etwas bringt bzw. warum sie bei manchen scheinbar Schübe herauszögern kann und bei anderen nicht.

      Alles Gute dir!

      Antworten

      • Naja – Diabetes ist lukrativ, weil es viele Menschen haben. Da verdienen Pharmafirmen natürlich ein Heidengeld dran. Aber es wird auch viel Mist gemacht: mein ehemaaliger Diabetologe schenkte mir ein Blutzucker-Messgerät, das er selbst von dem Hersteller des selben bekommen hatte. Zwei jahre später habe ich dann erfahren, dass diese Geräte gar nicht zugelassen sind. :O Da kam Freude auf. x) Hinzu kommt: viele Kosten muss man selbst tragen, zum beispiel die Teststreifen mit denen der Blutzucker gemessen wird – 50 Stück kosten ca. 23€, ich brauche mindestens 4 täglich. Dazu Lanzetten und Nadeln für die Insulin-Pens… ein Kabel um mein Blutzucker-Messgerät mit dem PC zu verbinden, kostet schlappe 30€. Mit einem anderen funktioniert das natürlich nicht. Ganz abgesehen von Zeug, das ich gar nicht einsehe, zu kaufen: Diabetiker-Socken, Diabetiker-Fußcreme, Diabetiker-Schuhe…

        Wirkliche Empfehlungen werden gar nicht mehr herausgegeben – so gut erforscht ist die Krankheit nicht und jede Pharmafirma propagiert natürlich ihr Medikament, als das einzig Wahre, der deutsche Diabetikerbund hält sich da sehr zurück. Man nimmt halt das, was man verträgt. Oft senken diese Medikamente dann gar nicht aktiv die Zuckermenge sondern machen, dass die Nahrung langsamer verdaut wird z. B. – auch alles mit Nebenwirkungen. Die hat das inulin dafür gar nicht, es ist ja ein körpereigener Stoff.

        Dass du jetzt keine Basistherapie möchtest, heißt ja nicht, dass der Zug dann abgefahren ist, oder? Eine unheilbare/chronische Erkrankung bringt erstmal viel durcheinander, man findet sich erstmal kaum zurecht aber mit der Zeit wächst man daran. Anfangs hatte ich das Gefühl, die Krankheit würde mich von nun an ausmachen, weil sie soviel in meinem Leben bestimmt hat. Klar, 4x am Tag Zucker messen, nicht mehr am Bahnhof ein Brötchen kaufen können, ohne das tun zu müssen – das nimmt erstmal sehr viel vom Denken ein. Aber es rückt auch wieder in den Hintergrund, denn das Leben geht weiter. Es ist irgendwann zu einer beiläufigen Aktion geworden, so wie schminken oder Schuhe zubinden.

        Ich kann dir nur den Tipp geben: achte auf dich und deine Gefühle. Wenn die Nebenwirkungen im Moment nicht tragbar wirken, ist das so. Wenn sich Angst einschleicht und manifestiert… vor enem neuen Schub… kann diese Therapie auch eine Chance sein, dein Leben zu vereinfachen, selbst, wenn sie die Krankheit nicht in Schach hält – vielleicht ist sie eine wirksame Waffe gegen die Angst (wobei es auch andere, gute Medikamente dagegen gibt – auch da müsste man abwägen).

        Nimm dir Zeit, auch, damit umzugehen. Wir sind oft darauf gepolt, eine Krankheit möglichst schnell loswerden zu wollen, weil wir schnell wieder zur Arbeit wollen, am Wochenende was vor haben… das ist bei chronischen Krankheiten kaum möglich. Dafür geben sie einem aber häufig etwas sehr wertvolles: Zeit. Eine Entscheidung muss nicht sofort getroffen werden. Und der erste Arzt ist nicht immer der beste, manchmal dauert es, einen zu finden, mit dem man klarkommt.

        Ich drücke dir die Daumen, dass es den zweiten Schub nie gibt und das alles bald nur noch ein Alptraum ist.

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        • Puh, dass du bei Diabetes so viel selber zahlen musst, war mir gar nicht bewusst. Das geht dann ja echt ins Geld. Aber gut – die Gesundheit ist es einem halt wert. Aber super, dass du dich da mittlerweile so gut arrangiert hast und dein Leben nicht komplett davon beeinflussen lässt!

          Sobald ich bzw. meine Hausärztin die vollständigen Berichte aus dem Krankenhaus hat, werd ich damit zu einem niedergelassenen Neurologen gehen und mir mal anhören, wie der die Situation einschätzt. Meine Hausärztin hat mich gestern beruhigt, dass ich mich da jetzt wirklich nicht verrückt machen muss und meine Einstellung da völlig okay ist. Zu 95% bin ich mir sicher, dass ich meinem Körper lieber mehr Gelassenheit, Bewegung und gutes Essen gönnen mag bzw. dass mir das besser tut als wer weiß was für chemische Keulen.

          Liebe Grüße
          Anne

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  8. Oh Anne…

    Auch, wenn du mit diesem Post nicht um Mitleid bitten willst: Du hast mir schon leid getan, als ich noch dachte, du hättest „nur“ eine schlimme Erkältung. Aber dass du so eine Krankhaus-Odysee hinter dir hast, die nun mal gar nicht angenehm klingt, liest sich ja echt nicht schön…
    Und Multiples Slekrose? Meine Güte… ich habe zwar keine Ahnung von dieser Krankheit, aber ich weiß zumindest, dass sie die „befallenen“ Personen sehr stark in ihrem Leben einschränken kann. Und genau das wünsche ich einem so wundervollen Menschen wie dir natürlich nicht (Okay, eigentlich wünsche ich es niemandem!)… also drücke ich die Daumen, dass es bei diesem einen Schub bleibt und deine Stressreduktion ihre Wirkung erfüllt. Kannst du vielleicht aus deinem Job eine 3/4 oder Halbtagsstelle machen?

    Dass es im Krankenhaus auch abseits der ekligen Nebenwirkungen, Symptome und Untersuchungen nicht schön war, kann ich mir wohl nur annähernd ausmalen, denn ich selbst war seit meiner Geburt nicht mehr stationär im Krankenhaus. Lange kann ich aber auch nicht unter Menschen sein – schon nach 10 Stunden Schule oder einer Familienfeier fange ich manchmal grundlos zu heulen an, weil ich fertig bin. Und wenn man dann noch seine Tiere vermisst…

    Dein Bester scheint aber seine Bezeichnung wirklich zu verdienen! Welcher Mann gibt seiner Frau bitte seine eigene Pizza, sorgt für eine Verlegung des Krankenhausplatzes und all solches Zeug? Darfst ihm von mir ausrichten, dass ich sein Verhalten wundervoll finde!

    Das einzige, was mich etwas erschrocken hat, ist, dass du in deinem Zustand mit dem Auto gefahren bist… Bitte Anne, lass sowas demnächst wenn irgendwie möglich – stell dir vor, du hättest einen Unfall gehabt und dich und womöglich auch andere schwer verletzt/getötet…

    Tja, und jetzt bleibt nur zu sagen: Ich drücke die Daumen, dass es keine weiteren Schübe gibt, und musste schmunzeln, als ich das mit dem Reiten gelesen habe. Reiten hilft gegen alles – also freut es mich, dass du dich diesem Hobby nun wieder widmen möchtest 🙂

    Liebe Grüße

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    • Danke für’s Daumendrücken!

      Nee, ich will schon weiterhin Vollzeit arbeiten. Abgesehen davon, dass mir mein Job wirklich Spaß macht, ist das halt auch leider eine ganz popelige Geldfrage, was das Haus angeht. Und das ist so eines der Dinge, die für mich feststehen… der Beste und ich haben so hart dafür gekämpft, uns ein gemeinsames, gutes Leben aufzubauen und in dem Zusammenhang dann halt auch unser Zuhause hier – das geb ich nicht mehr her, dafür kämpfe ich. <3

      Keine Sorge, ich bin nicht selber Auto gefahren. Das hätte ich mir in dem Zustand wirklich nicht zugetraut. Der Beste hatte mich gefahren bzw. ansonsten bin ich zu Fuß gegangen.

      Jaah, ich freue mich auch schon sehr darauf, endlich wieder mit Pferden zu tun zu haben! Die Tage will ich mal beim Islandhof hier um die Ecke vorbeischauen, ob man da als "Normalsterblicher" (sprich: ohne eigenes Pferd) reiten kann.

      Liebe Grüße

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  9. Hallo Anne.
    Ich habe den Beitrag gerade mit klopfendem Herzen gelesen und da mir viele Schilderungen bekannt vorkamen, wusste ich schon was mich am Ende erwarten würde.
    MS ist seit ich klein bin ein Thema in der Familie. Sowohl mein Stiefvater als auch mein Mann sind erkrankt.
    Mein Mann hatte vor 20 Jahren die Diagnose bekommen und ist jetzt Mitte 30 mit insgesamt 2 Schüben und symptomfrei. Ebenso mein Stiefvater. Wir haben also Glück.
    Liebe Anne, egal was du negatives und gruseliges lesen solltest, es muss nicht negativ verlaufen. Es gibt auch gute Fälle. Positiv denken ist hierbei das Wichtigste!
    Wir planen ebenfalls ein Haus (zurzeit noch in der Finanzierungsphase) und haben ein gemeinsames Kind. Wir leben unser Leben und lassen es uns nicht durch zwei Buchstaben verderben.
    Wir drücken euch die Daumen. Ja euch, denn auch dein Mann braucht in der Zeit viel Kraft aber ihr seid ein tolles Team und steht das zusammen durch. Viel Glück.

    Liebe Grüße, Lena

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    • Hallo Lena,

      puh, das stelle ich mir heftig vor, wenn gleich zwei deiner Lieben davon betroffen sind. Aber wie schön zu hören, dass beide schubfrei sind! Da drücke ich euch ganz fest die Daumen, dass es so bleibt.

      Ja, ich bin eigentlich auch ein positiv denkender Mensch. Es nutzt ja nix, mir wer weiß was für Sorgen zu machen, was alles schiefgehen _könnte… und mir währenddessen selber die Chance auf eine gute Zeit zu nehmen.

      Viel Erfolg für’s Häuslebauen! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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  10. Hallo. Ich glaub dies ist mein erster Kommentar hier auf dem Blog und dann zu so einem bescheidenen Anlass.

    Ich kann gut nachvollziehen wie panisch man wird wenn so etwas im Raum steht.
    Ich selbst habe meine MS-Diagnose im Februar 2017 bekommen und es hat mir total den Boden unter den Füßen weggezogen, zumal ich den HWS Typ habe der wohl aggressiver ist.

    Inzwischen habe ich mich weitestgehend damit abgefunden, ich habe übrigens auf Anraten meiner Neurologin eine Basistherapie angefangen, es ist nicht so schlimm wie man es sich vorstellt. Es gibt sowohl Tabletten als auch Spritzen und die Tabletten die ich zuerst genommen habe, haben immerhin dafür gesorgt dass all meine Entzündungsherde bis auf einer verschwunden ist.

    Aber du hast Recht die Nebenwirkungen sind halt nie ohne immerhin wird dein Immunsystem quasi runterreguliert, daher kann ich dich gut verstehen wenn du das nicht möchtest.

    Was ich persönlich wichtig finde ist einen guten Neurologen zu haben dem man vertraut.

    Übrigens ist mit der MS-Sache gut Geld verdient (meine Monatspackung kostet z.B. 1500€ dazu Betreuung durch eine MS-Nurse etc, da freuen sich die Pharmaleute) daher wird auch immer weitergeforscht und wer weiß was es in ein paar Jahren für Möglichkeiten gibt.

    Das ganze ist jetzt etwas wirr geworden glaub ich. Tut mir leid dafür. Ich würde mich übrigens freuen, wenn du weiter über das Thema berichtest, da ja jede MS anders verläuft finde ich das ganze interessant (ist das makaber?) und falls du Fragen hast oder Reden magst oder ich irgendwie helfen kann, kannst du mir gern eine Mail schreiben oder so. Und falls das zu aufdringlich war sorry.

    LG Lina

    Antworten

    • Hallo Lina,

      dann mal willkommen hier auf dem Blog!

      Uff, direkt die Diagnose MS statt CIS zu bekommen, stelle ich mir nochmal deutlich heftiger vor. Hast du denn jetzt noch anhaltende Symptome, oder hast du die in Griff bekommen?

      Ich hab mir die MS-Leitlinien rausgesucht, es gibt ja durchaus ein paar Studien… allerdings finde ich die aufgrund der doch recht überschaubaren Teilnehmerzahlen nicht so wirklich aussagekräftig und auch, weil anscheinend gar nicht klar ist, wie genau die Medikamente wirken bzw. warum einige Teilnehmer davon profitieren und andere nicht. Da frage ich mich halt schon, wie groß der Einfluss der Pharmaindustrie auf die Interpretation der Ergebnisse ist… hmm.

      Ich werd hier berichten, wie’s bei mir weitergeht!

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  11. Hallo Anne!

    Krass. Da fehlen mir erstmal die Worte. Natürlich wünsche ich dir nur das Beste und drück die Daumen, das nichts mehr kommt aus der Richtung!

    Gönne dir mehr Ruhe im Alltag und hör mal was deine Neurologin/dein Neurologe – wen auch immer du auswählst – dir rät.

    Und denk immer dran: Mit 20% Einsatz erreichst du 80% Ergebnis. Für die letzten 20% zur Perfektion brauchst du 80% Kraft. 😉

    Liebe Grüße
    Marina

    Antworten

  12. Fühle dich gedrückt!

    Für mich wären die ganzen Untersuchungen wohl unertragbar gewesen. Mich würde es interessieren wie es weiter geht. Einfach aus dem Grund, weil ich dich durch deinen Blog nun schon ein ganzes weilchen begleite und ich mich ein wenig mit dir verbunden fühle. Klingt irgendwie komisch, aber ich denke, du weißt was ich meine. 😉

    Ansonsten freue ich mich aber auch über die Werkelzimmerergebnisse und die ganz normalen Geschichten aus dem Alltag. ^^

    Lieben Gruß, nossy

    Antworten

    • Hallo nossy,

      lieben Dank! Ich weiß, was du meinst… ich mach mir auch so meine Gedanken, wenn auf anderen Blogs plötzlich Funkstille herrscht oder wenn ich mitbekomme, dass es jemanden nicht gut geht – auch wenn ich viele Blogger „nur“ virtuell kenne bzw. lese, nimmt man doch irgendwie Teil am Leben der anderen.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  13. liebe anne, ich hab es ja ein bisschen über insta verfolgt und ich denke, dass es für dich gut und wichtig ist, das hier auch aufzuschreiben, als reflexion des ganzen und eben, wie du sagst – weil es sich nicht richtig anfühlt, einfach quasi kommentarlos zur tagesordnung überzugehen.
    meine daumen sind ganz fest gedrückt, dass das ganze bei dem bleibt, was es jetzt ist und dass du nie wieder davon hören musst. über den fall, dass es nicht so sein sollte, kann man sich gedanken machen, falls das tatsächlich passiert.
    ich denke aber schon, dass dein körper dir damit einen gewissen schuss vor den bug geknallt hat und dir gesagt hat, dass du es einfach mal langsamer angehen kannst, darfst und sollst. ich sag immer: freunde, für die ich aufräumen muss, sind keine freunde 😉
    ich drücke dir die daumen, dass du einen guten neurologen findest, dem du vertraust und der kompetent ist und dir hilft, die entscheidungen zu treffen, die notwendig sind.
    alles liebe für dich!
    Christina

    Antworten

    • Danke für deine lieben Worte! <3

      Ich merke, dass es mir gut getan hat, hier darüber zu schreiben und auch im Real Life über das Thema zu sprechen - aber dass es allmählich auch genug ist. Es ist da, das ist okay und ich verdränge das alles nicht krampfhaft - aber ich konzentriere mich trotzdem auf andere Dinge und denke nicht 24/7 darüber nach, was alles schiefgehen kann.
      Aber das mit dem Entschleunigen wird echt eine Herausforderung, das seh ich schon kommen. 😀

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  14. Hallo Anne,
    oh, da hast du ja einen richtigen Krankenhausmarathon hinter dir… Ich kann mir gut vorstellen, dass die Diagnose erstmal ein Schock war, aber lass dich davon nicht unterkriegen! Ich finde deine positive Einstellung super und wie du schon schreibst, kann die Krankheit so unterschiedlich verlaufen, dass du hoffentlich kaum Einschränkungen dadurch haben wirst.

    Ich drücke die Daumen, dass du zu den 50% gehörst, die keinen zweiten Schub bekommen.

    Liebe Grüße
    Caro

    Antworten

  15. Liebe Anne,

    Ich hatte das ja schon bei Instagram verfolgt, aufgrund dessen, was du da so berichtet hast, wusste ich schon in welche Richtung es geht. Eine Bekannte von mir wurde auch in deinem Alter mit MS diagnostiziert und lebt damit gut, trotz eines progredienten Verlaufs, das A und O ist ein sehr guter, erfahrener Neurologe. Ein sehr guter Freund hatte ein einziges Mal einen Schub und danach nie mehr etwas und das ist jetzt 20 Jahre her.
    Wenn ich dir einen Arzt empfehlen darf, schreib mich an, ich bin seit 20 Jahren bei einem MS Spezialisten in Behandlung. Es tut mir leid, dass dich diese Erkrankung erwischt hat, aber man kann damit wirklich gut leben.

    Alles Gute, liebe Anne.

    Antworten

    • Hallo Bee,

      lieben Dank für deine Zeilen!

      Witzig, dass ich jetzt schon von mehreren Seiten gehört habe, „aufgrund der Symptome wusste ich schon was da bei dir herauskommt“ – da kommt man sich ein wenig vor wie irgendein Protagonist in einer Serie – mit Spoileralarm. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  16. Hallo Anne,

    zunächst mal finde ich es gut, dass du über das Thema hier schreibst. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es gut tut. Ein Schuss vor den Bug will ja auch verkraftet werden. Ich drücke dir ganz feste meinen Daumen, dass es glimpflich abgeht. Das Signal, dir und deinem Körper etwas mehr Ruhe und Aufmerksamkeit zu gönnen, hast du ja gehört und ziehst Konsequenzen daraus. Supi. Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute.

    LG Hans

    Antworten

  17. Hallo Anne,

    ich hatte es ja schon bei Instagram ein wenig mitbekommen und finde es wahnsinnig gut, dass du hier auch nochmal was schreibst.
    Das ist bestimmt für andere Leute auch super hilfreich und für dich vielleicht in einigen Jahren auch, wenn dann doch nichts mehr kam. Wer weiß das schon?
    Ich hatte auch leider direkt das im Kopf, hab es aber wirklich gehofft, dass es dich nicht trifft. Mein Arbeitskollege hatte auch eine MS-Diagnose, der hat mir viel darüber erzählt. Es klang aber alles nicht so schlimm, wie diverse Horrorgeschichten, die man schon so mal gehört hatte.
    Meine Daumen sind gedrückt, dass es dabei bleibt. Und wenn nicht: Du packst das!
    Ganz liebe Grüße!

    Antworten

    • Hallo Vicky,

      hab lieben Dank! <3 Mitte November hab ich einen Termin beim Neurologen, ich werd berichten, was dabei herauskam.

      Antworten

  18. …meine Mam hat immer gesagt:“…was dich nicht umhaut, macht dich stark!“ …und dieser „Vorfall“ hat dich mitgenommen, aber nicht umgehauen! …und du bist stark daraus vorgegangen! Du hast für dich selbst entschieden dich nicht von Medikamenten, von denen man nicht weiß, ob sie überhaupt wirken „abhängig“ zu machen, sondern mit deinem Neurologen eine Alternative zu finden! Ich bin überzeugt, dass du einen guten Neurologen hast, der dir auf jeden Fall Alternativen aufzeigen kann! Auch du selbst hast schon für dich entschieden deine Kraft nicht herzugeben, bestimmte Dinge zu tun bzw. zu lassen! Für mich bist du mit deiner Einstellung eine sehr Mutige! Ich drücke dir trotzdem die Daumen! …kann man immer brauchen 😉

    …alles Liebe!
    …see you
    engy

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    • Lieben Dank für’s Daumendrücken – und mit dem Spruch hat deine Mom allemal Recht. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  19. Man weiß gar nicht so recht, was man sagen soll, außer: das tut mir echt leid für dich und keiner, der nicht in einer ähnlichen Lage war, kann sich wohl vorstellen, wie du dich gefühlt haben musst. :/

    Spannend finde ich das Thema schon, weil man ja auch einfach oft die Personen hinter dem Blog kennen lernt, wenn man die Beiträge liest. Und wenn es dir hilft, damit umzugehen, wenn du darüber bloggst, dann sollst du das auf jeden Fall tun können! 🙂

    Das als „Warnschuss“ zu betrachten ist vielleicht gar keine so schlechte Idee, manchmal braucht man das ja einfach, um zu merken, dass man etwas kürzer treten sollte / sich vorher zu viel aufgeladen hat.

    Ich hoffe einfach, dir geht es bald emotional etwas besser mit dem ganzen Thema. Und fühl dich von Seiten der Leser unterstützt! 🙂

    Liebe Grüße
    Lara

    Antworten

    • Hallo Lara,

      lieben Dank für deine Worte. Mittlerweile hab ich das für mich soweit erstmal ganz gut weggesteckt, glaube ich. Am 14. November habe ich einen Termin beim Neurologen, davor bin ich ja schon etwas nervös… aber es überwiegt der Optimismus, dass das so hoffentlich erstmal alles keine Konsequenzen haben wird.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

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