Leverkusener Winterlaufserie, Teil II: 15km

Schnee in Leverkusen

Der heutige Lauf hat dem Namen “Winterlaufserie” alle Ehre gemacht: nachdem es vorgestern kr├Ąftig geschneit hatte und die Temperaturen gestern noch deutlich unter Null lagen, ging es heute zwar hoch in Richtung Gefrierpunkt, es lagen trotzdem noch jede Menge Schnee und Schneematsch herum. Gratis dazu gab’s zeitweise auch Schneeregen. ­čÖé

Dessen ungeachtet traten der Beste und ich tapfer ├╝ber die 15km an. Um 12.30 ging’s los; nasse Socken hatte ich da bereits seit einer Stunde, seitdem ich das Auto vom Schnee freigeschaufelt hatte. oO Das sollte sich sp├Ąter denn nat├╝rlich auch prompt mit etlichen Blasen r├Ąchen, aber was soll’s, man ist ja kein M├Ądchen-M├Ądchen. ­čśÇ

Zun├Ąchst liefen wir in einem akzeptablen Tempo los – in 6:11, 6:10, 6:24 lie├čen wir die ersten drei Kilometer hinter uns. Im Vergleich zum ersten Lauf waren heute weitaus weniger L├Ąufer angetreten und auch am Streckenrand herrschte leider eher tote Hose.

Vom Gel├Ąnde der Kurt-Ries-Anlage aus f├╝hrte die Strecke ├Ąhnlich wie im November an der Dh├╝nn entlang. Diesmal bog der f├╝nf Kilometer lange Rundkurs, der also dreimal gelaufen werden wollte, allerdings nicht in den Neulandpark ab, sondern verlief weiter auf dem Dh├╝nndamm entlang. Zur einen Seite eine Wohnsiedlung, zur anderen die romantisch vor sich hin m├Ąandernde Dh├╝nn… dass sich dort eigentlich ein zweispuriger Rad- und Fu├čweg befindet, konnte man heuer allerdings nur erahnen. Der verbarg sich unter einer rutschig-hubbeligen Schicht aus festgestampftem Schnee und Eis, die nur teilweise aufgebrochen war. Auf der letzten Runde war der Untergrund dann streckenweise angetaut und wartete mit ordentlich Schneematsch auf, der mir die interessante Erfahrung bescherte, beim Laufen nicht wie ├╝blich nach vorne wegzufedern – sondern bei jedem Schritt nach dem Aufsetzen erstmal wieder ein St├╝ck zur├╝ckzurutschen. oO

Kurz nach der 7km-Marke passierte es dann; gerutscht, abgefangen und dabei eine doofe Bewegung gemacht, Kn├Âchel- und Muskelaua. Vorsichtig getestet, so schlimm war’s nicht, Weiterlaufen ging noch. Von da an lief ich dann aber doch etwas vorsichtiger und lie├č den Besten von dannen ziehen, wobei ich dennoch f├╝r den Rest der Strecke relativ dicht hinter ihm blieb. Memo an mich: das Profil relativ abgelaufener Schuhe, die die 1000km-Marke l├Ąngst hinter sich gelassen haben, ist f├╝r solche Streckenverh├Ąltnisse denkbar ungeeignet… *hust*

Kalt war’s mir nach den ersten paar Minuten ├╝brigens gar nicht mehr, auch wenn ein Gl├╝hweinstand unterwegs sicherlich f├╝r gro├čes Hallo gesorgt h├Ątte. ­čśÇ

W├Ąhrend Kilometer 5 noch eine 5:57 war, ging es ab No. 7 dann mit einem Pace um die 6.40 weiter… und Kilometer 11, 12 und 13 trugen denn pl├Âtzlich eine 7 vorne dran. *T├╝te ├╝bern Kopf* Nun gut, heil im Ziel anzukommen war mir da dann auch wichtiger geworden als die Zeit.
Letztlich war ich damit aber doch recht zufrieden: nachdem ich im Vorfeld eine 1:35:00 angepeilt hatte und dies in Anbetracht der Witterungsverh├Ąltnisse  in “alles unter 1:45:00” korrigiert hatte, ist es schlie├člich eine 1:40:13 (netto) geworden. ­čÖé Wer h├Ątte gedacht, dass ich mal 4. meiner Altersklasse werde und insgesamt auf Platz 16 der Damen komme… und ja, es sind mehr als 16 L├Ąuferinnen gestartet. ­čśÇ Der Beste kam in 1:38:15 an.

An dieser Stelle darf ein Lob an die flei├čigen Helfer nicht fehlen, die sich daf├╝r ins Zeug gelegt haben, dass der Lauf heute trotz des Wetters stattfinden konnte und nicht abgesagt werden musste!

Weiter geht es in gut einem Monat, wenn am 13. Januar die Halbmarathondistanz ruft. ­čÖé

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2 Kommentare

  1. Abz├╝glich der fast zwei Drittel der Strecke ausmachenden Eisschicht war es insgesamt ein toller Lauf, aber er war anstrengender als jeder Halbmarathon…elendes rumgerutsche…Schneeketten ftw!

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