Monatsbuch November 2018

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Herbstspaziergang 2018 - Sonnenaufgang bei Nebel

Gefühlt hat der November wirklich lange gedauert – interessant, wie unterschiedlich man die Zeit wahrnimmt. Kennst du das?

Erlebtes

Ich weiß ja nicht, ob ich das nun unbedingt unter „Erlebnisse“ verbuchen will… aber ich hatte gleich vier Arzttermine. 🙄

  1. Anfang des Monats bekam ich bei der Gartenarbeit plötzlich Kopfschmerzen, die innerhalb von ein paar Minuten richtig stark wurden und auch am nächsten Tag noch nicht weg waren. Des Rätsels Lösung: ein eingeklemmter Nerv. Das konnte meine Hausärztin dann zum Glück beheben, die Kopfschmerzen blieben aber noch ein paar Tage.
  2. Damit eierte ich zum planmäßigen Termin bei der neuen Neurologin, mein vorheriger Arzt hat ja die Stelle gewechselt. Herzlichen Glückwunsch, die Diagnosekriterien haben sich geändert, es heißt jetzt nicht mehr nur Klinisch Isoliertes Syndrom, sondern ich habe offiziell Multiple Sklerose. Auch wenn das nur eine Bezeichnung ist und eigentlich null Auswirkungen hat, zog mich das ziemlich runter.
  3. Aaaber, die gute Nachricht: im MRT wurde keine Veränderung festgestellt! Mein Dachschaden ist also nicht größer geworden. 😀
  4. Zu guter Letzt hatte ich dann auch noch einen schon länger geplanten Zahnarzttermin – jetzt bin ich erstmal durch mit allem. 😀

Dass mich aktuell die Erkältungswelle erwischt hat, kuriere ich selber mit viel Heißgetränken aus.

Von Cocktailbars und Bussen

Der Beste und ich waren seit langem mal wieder abends weg. Hier auf dem Land heißt das: entweder feiert man bei den Nachbarn, oder einer bleibt nüchtern zum Fahren, oder man nimmt den Bus.

Wir entschieden uns für die Option „Bus“, juckelten die 40 Minuten über die Dörfer und verbrachten einen netten Abend in einer Cocktailbar. Bis wir auf dem Rückweg den Bus verpassten. Der nächste wäre zwei Stunden später gefahren – wir waren beide müde und satt, hatten keine Lust noch irgendwo weiter herumzuhängen und in guter alter Wikinger-Manier hatte der Beste nichtmal eine Jacke dabei. Also Taxi… das war dann fast so teuer wie der ganze Abend in der Cocktailbar. Autschn.

Abend in der Cocktailbar
Der Beste freute sich über einen Burger, ich hatte eine Ofenkartoffel, und wir beide jede Menge Cocktails 😀

Sankt Martins-Umzug

Wie schon in meinem Beitrag über die selbstgebackenen Weckmänner erwähnt, fand hier im Dorf der Sankt Martins-Umzug statt. Es war ein richtig netter Abend. 🙂

Viele Häuser waren mit Windlichtern und Kerzen geschmückt, so auch unseres…

Kerzendeko vorm Haus an Sankt Martin
Unsere Kerzendeko vorm Haus an Sankt Martin

Sankt Martins-Umzug
An den Haustüren wurde geklingelt und gesungen

Später ließen wir den Abend am Feuer ausklingen, mit Weckmännern, Kakao und Glühwein.

Sankt Martins-Feuer

Habe ich schon mal erwähnt, wie froh ich bin, wieder auf dem Dorf zu wohnen? 😀

Selbstgemachtes

Im Gartenguckloch hab ich’s neulich ja schon erwähnt – ich habe den letzten Schwung Tomaten zu einer absolut göttlichen Soße eingekocht, mit diversen Kräutern aus dem Garten. 

Tomatensoße einkochen

Ich habe Weckmänner gebacken

Rezept: selbstgebackene Weckmänner

… und Ringelblumenöl selbst hergestellt:

Ringelblumenöl selbst herstellen

Außerdem habe ich noch etwas gebastelt, das ich aus Gründen aber erst im Dezember zeigen kann. 😀

Sportliches

Einmal war ich eine kleine, dafür aber steile Runde mit dem Mountainbike unterwegs und einmal war ich laufen. Dazu kam das wöchentliche Yoga- und Tennisprogramm.

Zusammen mit jemandem aus dem Dorf waren wir dann seit Langem endlich mal wieder Bogenschießen! Dazu kommen wir viel zu selten, obwohl es so viel Spaß macht. 🙂

Bogenschießen

Eigentlich kein Sport im klassischen Sinne, war trotzdem ein ordentliches Workout: ich habe jede Menge Mist geschippt. 😀 
Um es mit Homer Simpsons Worten zu sagen, war der Misthaufen bei den Pferden nämlich nicht undicht, er lief über. Zu fünft haben wir das Zeug mit Schubkarren und einem Quad auf einen benachbarten Acker geschafft und verteilt (und natürlich vorher den Bauern um Erlaubnis gefragt).

Was sonst noch so passiert ist

Mitte des Monats hatte ich einen ziemlichen Durchhänger, was zum einen an der jetzt offiziellen MS-Diagnose lag, zum anderen jährte sich der Todestag meines Papas zum 4. Mal-

Ich habe mich mit Arbeiten (Firma) und Hausputz (daheim) abgelenkt. Netter Nebeneffekt: ein paar Räume habe ich dabei wirklich komplett von rechts auf links gestülpt. Alle Fenster sind blitzeblank. Wir haben eine ganze Autoladung voll Zeug zur Müllkippe geschafft und nochmal so viel Kram wartet darauf, zur Nachbarschaftshilfe gebracht zu werden. 

Außerdem habe ich diesen Monat begonnen, mit dem Buch Wicca – A Year and a Day zu arbeiten. Für 366 Tage hält es eine tägliche Aufgabe parat. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. 🙂

Im Gartenguckloch hatte ich dieser Tage ja bedauert, noch keine Fotos vom Pflastern zeigen zu können. Heute habe ich welche, es ging nämlich zwischenzeitlich los!

Pflastern der Terrasse
Vorbereitungen vor dem Pflastern
Pflasterarbeiten
Steht ein Bagger vor der Tür… die Aktion ist wohl das letzte Mal, dass wir einen Bagger auf dem Grundstück haben. 😀

Jetzt sind wir auch schon fast in der Adventszeit angelangt… der nächste Monatsrückblick wird also vermutlich etwas weihnachtlich angehaucht sein. 😉

Wie war dein November?

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Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

8 Kommentare

  1. Der November ist um? Verrückt. Ich war diesen Monat jede Woche auf einem Konzert und darüber hinaus etliche Freunde in anderen Städten besuchen, außerdem sorgt das für mich noch ziemlich neue tägliche arbeiten gehen immer noch dafür, dass die Zeit sowieso schon wie im Flug vergeht. Trotz allem war Zeit für etwas Gartenarbeit und mittlerweile kann ich anfangen, Ideen zu spinnen, wie es dann zukünftig mal aussehen soll. 🙂

    Übrigens habe ich deine Mail zu Heatmaps hier immer noch bei den markierten Mails liegen – hab’s nicht vergessen, aber wie das manchmal so ist mit Dingen, die null Priorität haben, aber Zeit kosten… sorry! :\

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    • Kein Ding, hab mir schon gedacht, dass du bestimmt hundert dringendere Sachen um die Ohren hast.
      Du wolltest ja bei dir im Blog auch mal ein paar Bilder von deinem Garten zeigen… da wäre ich echt neugierig. 🙂

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  2. was für ein wunderbarer rückblick! klingt nach vielen schönen dingen, die passiert sind. dass dich die „umdefinition“ der diagnose irgendwie getroffen hat, kann ich verstehen. da sieht man halt, dass bezeichnungen in der wahrnehmung schon eine rolle spielen :/ aber der befund ist definitiv ja grund zur freude oder zumindest erleichterung und beruhigung! <3

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    • Ja, auch wenn es eigentlich total dämlich ist – es sind nur Worte, die doch eigentlich rein gar nichts ändern. Meh.
      Über den Befund habe ich mich unglaublich gefreut, jep! 🙂

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  3. Vier Arzt Termine sind echt eine Menge… Und dass dich die neue Bezeichnung nicht gerade freut, verstehe ich. Aber die Formulierung mit dem Dachschaden ist dir wirklich gelungen!

    So ein Mist -Workout habe ich auch schon mal gemacht. Ich kam gerade von meinem Vater wieder – und meine Mama hat direkt ausgenutzt, dass ich heilfroh war, wieder zu Hause zu sein. Dann mache ich nämlich freiwillig allen Blödsinn mit – Auch Pferdemist mit der Schubkarre auf einem Acker verteilen.

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!

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    • Haha, da hat deine Mom ja den richtigen Zeitpunkt abgepasst. 😀
      Ich fand’s bemerkenswert, wie unterschiedlich schwer das Zeug war. Die obere Schicht war easy-peasy, aber weiter unten war das schon halb verrottet und zu so einer zähen Masse zusammengepappt, wo jede Schaufel gefühlt das Doppelte wog… örx. Das sollte jetzt aber erstmal wieder ein paar Monate reichen. 😀

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  4. Dass mit der Diagnose ist nicht erfreulich zu hören. Aber der Befund ist ja gott sei dank positiv aufzunehmen.

    Ich wollte auch Bogenschießen – auf dem Hamburger Winterdom (Volksfest) – hab mich dann aber für Dosenwerfen entschieden und natürlich nicht abgeräumt.

    Toll, dass du jede Woche beim Yoga warst. Ich will das auch gerne wieder machen, aber es ist so schwer einen guten bezahlbaren Kurs zu finden – der dann noch zeitlich irgendwie passt.

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    • Dosenwerfen klingt aber auch witzig. 😀

      Ich zahle hier 15€ für 90 Minuten… das läppert sich auch, aber mei. Zeitlich habe ich echt Glück, dass es einen Kurs gibt, der erst um 20 Uhr anfängt – da habe ich dann meistens noch eine halbe Stunde Zeit zwischen dem Nachhausekommen von der Arbeit, bevor ich wieder los muss.

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