Schwäbische Alb II: Rusenschloss, Uracher Wasserfall & Burg Hohenurach

Wie versprochen, folgt nun auf die Fotos von Blaubeuren und dem Blautopf der zweite Teil unseres Urlaubsberichts. 🙂

Am Dienstag sind wir zunächst zur Ruine Hohengerhausen gewandert, die nicht weit von Blaubeuren entfernt liegt und auch unter dem Namen Rusenschloss bekannt ist. Danach ging es mit dem Auto ein Stück weiter nach Bad Urach, wo wir erst zum Uracher Wasserfall wanderten und dann zu der imposanten Burgruine Hohenurach.

Ruine Hohengerhausen / Rusenschloss

Das Auto ließen wir am Ortseingang von Sonderbuch auf einem kleinen Parkplatz stehen und marschierten ein ganzes Stück durch den Wald. Ein romantisch den Weg überspannender Torbogen ist das erste, was man dann von Burg Hohengerhausen sieht.

Ruine Hohengerhausen / Rusenschloss

Um 1080 erbaut und ab 1768 abgebrochen, ist vom sogenannten Rusenschloss heute allerdings nicht mehr allzu viel übrig.

Ruine Hohengerhausen / Rusenschloss

Eine Treppe führt hinauf auf den Palas, von wo aus wir eine wunderbare Aussicht über Blaubeuren und das Umland genießen konnten. Die Felsformation, die ihr als grauen Fleck rechts von Blaubeuren seht, ist übrigens ebenjene, zu der wir am Montag gewandert waren. ^^

Ruine Hohengerhausen / Rusenschloss

Nala musste natürlich immer ganz vorne mit dabei sein:

Ruine Hohengerhausen / Rusenschloss

Uracher Wasserfall

Ungefähr 40km in Richtung Nordwesten ging es dann nach Bad Urach. Wir wanderten ausgehend vom Wanderparkplatz Maisental einige Kilometer durch ebenjenes Maisental, flussaufwärts entlang am Brühlbach.

Bad Urach: Maisental

Bad Urach: Maisental

Bad Urach: Maisental

Gegen Ende wird der Weg so steil, dass er nur noch über Stufen bergan führt, immer direkt am Wasser entlang.

Uracher Wasserfall

… und dann waren wir endlich oben angelangt:

Uracher Wasserfall

Ich glaube, ich hatte noch nie einen richtigen Wasserfall aus der Nähe gesehen, nur mal einen kleineren bei einer Motorradtour in Belgien.

Ich bin dann noch ein Stück weiter geklettert, um auch aus dieser Perspektive zu fotografieren – hinter den Wasserfall.

Uracher Wasserfall

Burg Hohenurach

Vom Wasserfall aus konnten wir die Burg Hohenurach auf einem gegenüberliegenden Berg sehen und fragten uns noch, ob man wohl direkt zur Burg käme oder tatsächlich erst zurück durch das Maisental müsste – denn da hatten wir ganz am Anfang einen Wegweiser zur Burg gesehen. Vom Wasserfall aus war die Burg jedoch nicht ausgeschildert und unsere GPS-Ortung funktionierte nicht so richtig. Wir wollten nicht riskieren, umsonst mehrere Kilometer durch den Wald zu latschen und entschieden uns daher für den offiziellen Weg – also erstmal retour, den einen Berg runter, durch das Tal durch und dann hoch auf den nächsten Berg.
Überflüssig zu erwähnen, dass kurz vor der Burg dann der Wasserfall ausgeschildert war… man hätte tatsächlich ein ganzes Stück abkürzen können.

Burg Hohenurach

Der Aufstieg zur Burg ist nicht ganz ohne, lohnt sich aber wirklich.

Burg Hohenurach

Erbaut wurde die Burg Hohenurach zwischen 1030 und 1050.
Einige Jahrhunderte später wurde Heinrich von Württemberg als angeblich geisteskrank verhaftet und lebte von 1490 bis zu seinem Tod 1519 mit seiner Familie abgeschirmt von der Außenwelt in Gefangenschaft auf Burg Hohenurach.
1590 versuchte der auf Hohenurach eingekerkte Dichter Nicodemus Frischlin zu entkommen, stürzte aber beim Abseilen von der Festungsmauer ab und brach sich das Genick. Während des Dreißigjährigen Krieges überstand die Burg 1634/35 eine achtmonatige Belagerung. Nachdem 1694 ein Blitzeinschlag in den Pulverturm große Teile der Burg zerstörte, wurde sie fortan nur noch als Gefängnis genutzt und teilweise abgebrochen.

Burg Hohenurach

Burg Hohenurach

Dass der Himmel mittlerweile bedrohlich wolkenverhangen war, trug ein Übriges zur Atmosphäre bei.

Burg Hohenurach

Teilweise gelangt man sogar in Innenräume.

Burg Hohenurach

Panoramablick über Bad Urach:

Burg Hohenurach - Blick auf Bad Urach

Wäre Bad Urach von Leverkusen aus nicht so ewig weit weg, würde ich an der Location auf jeden Fall gerne mal ein Shooting machen. 🙂

Burg Hohenurach

Zum Abschluss noch eines der wenigen Fotos, wo ich mal zusammen mit dem Hund drauf bin – danke an den Besten. 😉

Nala und ich in Blaubeuren

… der Dämonenhund. *g*

Morgen folgt dann der letzte Teil meines kleinen Urlaubsberichts – am Mittwoch waren wir nämlich erst in Ulm und anschließend, alldieweil es auf unserem Heimweg lag, noch in Mainz. 🙂

5 Kommentare

  1. Michelle sagt:

    Oh, dss macht lust auf mehr 🙂
    Tolle Bilder!!
    Auf den Mainzer-Bericht freue ich mich – als Mainzerin – schon 😀

  2. […] Bilder vom Montag (Blaubeuren) und Dienstag (Ruine Rusenschloss, Uracher Wasserfall, Burg Hohenurach) habt ihr ja bereits gesehen, jetzt kommt auch schon der letzte Tag: mittwochs haben wir uns erst […]

  3. Leeri sagt:

    Tolle Bilder…ich liebe alte Ruinen 🙂
    Und tolle Aussichten von oben 🙂

  4. Kazi sagt:

    Ach menno, ist das so schön dort!! Solche schönen Fleckchen müsste es auch bei uns hier geben. Ich geh so gern spazieren und fotografiere immer überall alles was mir gefällt, aber leider find ich nun kaum noch neue und aufregende Plätze! >.<

  5. […] hat der Beste mal ein Bild von mir mitsamt Rucksack gemacht, als ich im Juni während unseres Urlaubs in Blaubeuren im Namen der Fotografie todesmutig am Abgrund […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich freue mich über jeden ehrlichen Kommentar und gebe mein Bestes, alle Kommentare zeitnah zu beantworten!

Ein Hinweis an die Spam-Fraktion: Ich überprüfe die Kommentare vor dem Freischalten. Wer etwa scheinheilig fragt, ob wir einen Malerbetrieb empfehlen können, nur um selber einen ebensolchen als Link anzugeben - der kann sich seine Mühe sparen.