Der Traum vom eigenen Pferd

Dolida im Dezember 2020

Vielleicht hast du es schon auf Instagram gesehen… in unserer tierischen Familie ist ein großes neues Mitglied hinzugekommen: ein Pferd! 🥰
Wie es dazu kam, erfährst du in diesem und einem weiteren Beitrag. 🙂


Typisch Pferdemädchen

Vor einiger Zeit schmökerte ich in meinen alten Tagebüchern – mit dem Tagebuchschreiben habe ich damals im Alter von 9 oder 10 Jahren begonnen. Auch vor den Zeiten des Bloggens habe ich also schon immer viel geschrieben. 😉

Immer wieder geht es in den Einträgen um die Pferde, mit denen ich damals in der Reitschule und später bei verschiedenen Reitbeteiligungen zu tun hatte. Und – natürlich – um den Traum vom eigenen Pferd. Welches Pferdemädchen hegt den schließlich nicht… 😀

In meiner Kindheit und Jugend war ein eigenes Pferd aber aus Kostengründen völlig illusorisch. Da half auch die Pferdekasse nicht, die ich vom Taschengeld ansparte. Stattdessen ritt ich erst in Reitställen und hatte später dann verschiedene Reitbeteiligungen bzw. Pflegepferde. Pferde waren also eigentlich immer Teil meines Lebens.

An dieser Stelle dürfen ein paar mehr oder minder peinliche Kindheitsbilder nicht fehlen – ein Hoch auf die späten 80er und 90er. 😀

Pferde in der Kindheit - April 1989
Mit 2 Jahren liebte ich das Pony in unserer Nachbarschaft
Pferde in der Kindheit - Juni 1989
Wahrscheinlich das erste Mal hoch zu Ross 😉
Pferde in der Kindheit - September 1996
Mit 9 Jahren durfte ich endlich Reitstunden nehmen. Auf diesem Bild ritt ich seit 3 Monaten regelmäßig

Zum Studieren zog ich in die Stadt, und dann war es erstmal vorbei mit der Pferdezeit. Es fehlten sowohl Geld, als auch Zeit und überhaupt Pferde in der Nähe.

Ausreiten mit Cindy (2008)
Nach der Schulzeit kam ich nur noch selten zum Reiten – hier mit meiner damaligen Reitbeteiligung

Danach kam erstmal unser Projekt Hausbau. Seit vier Jahren wohnen wir nun endlich wieder auf dem Land und hier gibt es natürlich Pferde wie Sand am Meer.

Endlich wieder Pferdezeit!

Seit 2018 versorge ich Ponys hier in der Nähe mit, die für einen Erwachsenen allerdings zu klein zum Reiten sind. Erst ein Shetty und Minishetty, deren Besitzer aber wegzogen; seitdem einen Dülmener-Mix und ein (anderes) Minishetty. Kurzzeitig waren auch eine Isländer-Stute und ihr gerade geborenes Fohlen dabei, ehe sie in eine Fohlenherde umsiedelten.

Ponyliebe
Perla im Juni 2018

Generell ist es mir viel wichtiger, überhaupt Zeit mit Pferden zu verbringen, als zu reiten. Das Reiten ist für mich quasi nur das Sahnehäubchen. 😀
Es gibt ja Menschen, die fahren nur zum Trainieren zum Pferd und delegieren das ganze Drumherum an andere. So ticke ich definitiv nicht. Von daher habe ich das schon sehr genossen, wieder regelmäßig wiehernde Vierbeiner um mich herum zu haben.

Pferde im Schnee
Elfi im Oktober 2018

Im Sommer 2020 fand ich zudem auch endlich wieder eine Reitbeteiligung. Ein 7jähriger Tinkermix – herzensgut, aber auch dickköpfig, ungeduldig, verfressen und einfach ein Clown. 😉 Ich mag den Kerl echt gerne, auch wenn wir mitunter viel diskutieren mussten und ich die ein oder andere Blessur von gelegentlichen Rodeo-Einlagen davontrug.

Ausritt im August 2020

Ende des Jahres stand fest, dass sowohl der Tinker, als auch ein anderes Pferd aus diesem Stall verkauft werden.

Ein eigenes Pferd?!

Das ließ mich mal wieder über das Thema „eigenes Pferd“ nachdenken. Kassensturz gemacht. Monatliche Ausgaben und Rücklagen aufgelistet. Gerechnet.
Was an Arbeit auf mich zukäme, weiß ich ja durch die Pflegepferde und die Reitbeteiligung.

Ich überlegte hin und her, ob ich dem zeitlich und finanziell gerecht werden kann. Eigentlich ja… aber was ist, wenn sich gesundheitlich oder beruflich etwas bei uns ändert? Wir arbeiten eigentlich beide in recht krisenfesten Metiers – aber man weiß ja nie, was vielleicht noch kommt. Wobei man das schließlich nie wissen kann.
Den Ausschlag gab schließlich der Beste, der sich meine Grübeleien tagelang anhören musste und irgendwann meinte: „Boah, mach et einfach!“ 😀

OMG! Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie hibbelig und geflasht ich war. 😀
Ich würde tatsächlich ein Pferd kaufen und mir diesen 25 Jahre alten Traum erfüllen! 🤩

Wie es weiterging, erfährst du im nächsten Beitrag – stay tuned… 🙂

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13 Kommentare

  1. Du kannst doch nicht einfach mit einem Cliffhänger aufhören …. 😱

    Aber … herzlichen Glückwunsch zur Traumerfüllung. Das Glück bzw. die Chance haben nicht alle. 🥰

  2. Ja, das ist wirklich der Knaller, da wird es gerade so richtig spannend! Und dann…..!!!! Aaaaargh!!!

    ich freu mich schon auf die Fortsetzung!!! 🙂 😉

    Ganz liebe Grüße aus Wassenberg, so von Landmädchen zu Landmädchen!
    LONY x

  3. Oh Anne, wie ich mit Dir fühle!!! Ich freue mich für Dich!!! Weiß ich doch wie wunderbar diese Vierbeiner sind…Wir, da heißt eher meine Eltern (ich war damals schon selbstständig) hatten einige Jahre Isländer. Mit ihrem Tölt waren sie ganz wunderbar zu reiten…Jedes Wochenende waren wir (mein Mann und ich) mit draußen auf der „Ranch“! Ich denke sehr gerne an diese Zeit zurück und wünsche Dir genauso viele, ungezählte wunderschöne Stunden, wie wir sie hatten.
    Alles Liebe
    Heidi

    • Hallo Heidi,

      oh, wie schön – töltende Isis sind ja etwas ganz Besonderes! Vor einigen Jahren hatte ich mal das Glück, ein paar Mal auf einem 5-Gang-Isi zu reiten. Das macht schon Laune. 🙂

      Danke für deine lieben Worte! 🙂

    • Vielen lieben Dank!
      Jaaaah, hoffentlich können wir bald mal Fotos bei besserem Wetter machen. Aktuell ist der Himmel ja meist eher langweilig grau und das Pferdle auch nur mäßig begeistert davon, wenn ich dauernd mit dem Handy vor der Nase herumhantiere (es wurde natürlich schon getestet, ob es essbar ist… 😀 ).

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