Ich bin zu alt für diesen Scheiß!

16. September 2018- aktualisiert: 31. Januar 2019 Leben 34 Kommentare

Listen sind ja eine dolle Sache und als Thomas und Melanie ihre Murtaugh-Liste vorgestellt haben, war klar: ich will auch! 😀

Murtaugh-Liste?!

Artverwandt mit einer Bucket List, nur genau andersrum: nämlich eine Aufzählung von all den Aktivitäten, die man altersbedingt nicht mehr machen kann, will oder muss.

Der Name kommt aus der Serie How I met your Mother, wo einer der Charaktere sich eine ebensolche Liste hat einfallen lassen (obwohl ich ja viele Serien schaue, bin ich bei HIMYM irgendwie nie hängen geblieben). Edit: kommt aus den Lethal Weapon-Filmen – wieder was gelernt, danke. 😀

Wird man jemals zu alt für etwas?

Etwas nicht mehr machen können ist relativ – ich glaube ja daran, dass man für relativ wenig jemals zu alt wird. Irgendwann ist man zwar vielleicht nicht mehr ganz so gelenkig & Co. wie zu Teenagerzeiten, aber davon mal abgesehen gibt es doch wenig, was sich ab einem bestimmten Alter nicht mehr ziemt und “man” daher nicht mehr macht.

Im Laufe der Jahre habe ich allerdings festgestellt, dass ich eine ganze Reihe an Dingen einfach nicht machen möchte – nicht nochmal oder überhaupt niemals.
Teilweise Dinge, auf die ich früher scharf war, weil sie cool waren, weil ich sie mal für sinnvoll hielt oder weil ich mich nicht getraut habe, etwas anderes zu tun. Ich glaube, das nennt man erwachsen werden. 😉

Also, höhö: Vorhang auf für meine geballte Weisheit und einunddreißigjährige Lebenserfahrung! ?

Als Sahnehäubchen habe ich dazu lauter mal mehr, mal weniger doofe Fotos von mir aus den letzten 14 Jahren herausgesucht. ?

Dinge, für die ich zu alt bin:

  • mir Sachen vornehmen für “wenn ich mal groß bin”
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwei Stunden fahren, um ein Konzert zu fotografieren und danach, uhrzeitbedingt, vier Stunden für den Rückweg brauchen
  • Kalorien zählen
  • schwarzer Nagellack im Besonderen (zu Schul- und Unizeiten nicht wegzudenken!) und Nagellack im Allgemeinen (ist einfach nicht mehr meins)
Anne Schwarz - 2004
Sweet 16, 2004 – ganz evil niemals ohne schwarz lackierte Fingernägel! Ebenso trve die Bilder an den Wänden; ignorieren wir an dieser Stelle einfach mal, dass das Bett mit Pferdebettwäsche bezogen ist 😀
  • unbequeme Kleidung tragen – von High Heels über Korsagen bis hin zu ungünstig geschnittenen Oberteilen, bei denen man dauernd den Bauch einziehen muss, um nicht für schwanger gehalten zu werden 😀
  • quietschebunte und ach-so-niedlich animierte Handyspiele
  • hohen Tieren nicht widersprechen, deren Autorität durch Hierarchien bedingt ist und nicht durch Kompetenz
  • doofe Selfies vor Badezimmerspiegeln
2012 vor irgendeinem Konzert
2012 vor irgendeinem Konzert
  • Dinge essen, bei denen ich eigentlich weiß, dass sie nicht gut für mich sind, auch wenn sie noch so hip sein mögen (ich erinnere mich an einen knallgelben, in Plastik eingeschweißten Rettich, der aus Japan versendet wurde. Urgh, den hab ich schon damals nicht runterbekommen. 😀 )
  • zelten – auf Festivals konnte ich früher nie schlafen, weil es in so einem Zelt irgendwie immer entweder eisig kalt oder bullenheiß ist
  • Festivals generell… irgendwie reizt es mich gar nicht mehr, mich mit Tausenden von Leuten auf einem mehr oder weniger matschigen Feld zu drängen und Bier zu trinken, während eine Band ihr schon x-mal aufgeführtes Programm abspult. Matschige Felder und Bier hab ich zu Hause, in angenehmerer Gesellschaft. 😀 
  • Selbstdisziplin über meine Gesundheit stellen
Mit dem Besten nach dem KölnTriathlon 2014
  • Shoppingtouren durch Läden mit grauenvoller Musikbeschallung
  • Männern mit Kleiderschrank-Statur beweisen, dass ich sie unter den Tisch trinken kann
  • Selfies mit Quietscheentchen (siehe Artikelbild oben – das war 2008 😀 )
  • “Kooperationen” mit Firmen, die ein Schweinegeld verdienen und Blogger nichtsdestotrotz für einen Bericht, der mehrere Stunden Arbeit erfordert, mit einem kleinen Gutschein abspeisen wollen
Anne Schwarz - 2015
2015
  • Popmusik und was da sonst noch so an aktuellen Hits im Radio jault
  • Instagram-Stories, Snapchat und sonstige Inhalte im Internet, die ruckzuck wieder verschwinden
  • nochmal heiraten – mit dem Besten habe ich die Liebe meines Lebens gefunden ❤️
Unsere Hochzeit
Unsere Hochzeit 2015 – Foto (c) Yves Christelsohn
  • Junk Food – bei Mäcces & Co. war ich seit rund zehn Jahren nicht mehr
  • Glücklichsein mit Oberflächlichkeit und Weltschmerz mit Tiefsinnigkeit gleichsetzen
  • Werbespots im Fernsehen – wir schwören ja auf Netflix & DVDs und sehen gar kein TV bis auf die Sportübertragungen, die der Beste sich anschaut. Wenn da zwischendrin Werbung anfängt und ich das zufällig mitkriege, nervt mich das so, dass ich richtig schlechte Laune kriege und weggehe. 😀
  • in Kauf nehmen zu frieren, nur um aus Gründen dieses oder jenes Outfit zu tragen
Anne Schwarz - Februar 2018
2018: lieber warm eingepackt als stylish unterwegs! 😀

Das waren jetzt mal so die Punkte, die mir spontan eingefallen sind – wie sieht deine persönliche Murtaugh-Liste aus?

Zu diesen Themen gibt’s noch mehr Artikel:

Ich bin zu alt für diesen Scheiß!

16. September 2018 Leben 34 Kommentare

Listen sind ja eine dolle Sache und als Thomas und Melanie ihre Murtaugh-Liste vorgestellt haben, war klar: ich will auch! 😀

Murtaugh-Liste?!

Artverwandt mit einer Bucket List, nur genau andersrum: nämlich eine Aufzählung von all den Aktivitäten, die man altersbedingt nicht mehr machen kann, will oder muss.

Der Name kommt aus der Serie How I met your Mother, wo einer der Charaktere sich eine ebensolche Liste hat einfallen lassen (obwohl ich ja viele Serien schaue, bin ich bei HIMYM irgendwie nie hängen geblieben). Edit: kommt aus den Lethal Weapon-Filmen – wieder was gelernt, danke. 😀

Wird man jemals zu alt für etwas?

Etwas nicht mehr machen können ist relativ – ich glaube ja daran, dass man für relativ wenig jemals zu alt wird. Irgendwann ist man zwar vielleicht nicht mehr ganz so gelenkig & Co. wie zu Teenagerzeiten, aber davon mal abgesehen gibt es doch wenig, was sich ab einem bestimmten Alter nicht mehr ziemt und “man” daher nicht mehr macht.

Im Laufe der Jahre habe ich allerdings festgestellt, dass ich eine ganze Reihe an Dingen einfach nicht machen möchte – nicht nochmal oder überhaupt niemals.
Teilweise Dinge, auf die ich früher scharf war, weil sie cool waren, weil ich sie mal für sinnvoll hielt oder weil ich mich nicht getraut habe, etwas anderes zu tun. Ich glaube, das nennt man erwachsen werden. 😉

Also, höhö: Vorhang auf für meine geballte Weisheit und einunddreißigjährige Lebenserfahrung! ?

Als Sahnehäubchen habe ich dazu lauter mal mehr, mal weniger doofe Fotos von mir aus den letzten 14 Jahren herausgesucht. ?

Dinge, für die ich zu alt bin:

  • mir Sachen vornehmen für “wenn ich mal groß bin”
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwei Stunden fahren, um ein Konzert zu fotografieren und danach, uhrzeitbedingt, vier Stunden für den Rückweg brauchen
  • Kalorien zählen
  • schwarzer Nagellack im Besonderen (zu Schul- und Unizeiten nicht wegzudenken!) und Nagellack im Allgemeinen (ist einfach nicht mehr meins)
Anne Schwarz - 2004
Sweet 16, 2004 – ganz evil niemals ohne schwarz lackierte Fingernägel! Ebenso trve die Bilder an den Wänden; ignorieren wir an dieser Stelle einfach mal, dass das Bett mit Pferdebettwäsche bezogen ist 😀
  • unbequeme Kleidung tragen – von High Heels über Korsagen bis hin zu ungünstig geschnittenen Oberteilen, bei denen man dauernd den Bauch einziehen muss, um nicht für schwanger gehalten zu werden 😀
  • quietschebunte und ach-so-niedlich animierte Handyspiele
  • hohen Tieren nicht widersprechen, deren Autorität durch Hierarchien bedingt ist und nicht durch Kompetenz
  • doofe Selfies vor Badezimmerspiegeln
2012 vor irgendeinem Konzert
2012 vor irgendeinem Konzert
  • Dinge essen, bei denen ich eigentlich weiß, dass sie nicht gut für mich sind, auch wenn sie noch so hip sein mögen (ich erinnere mich an einen knallgelben, in Plastik eingeschweißten Rettich, der aus Japan versendet wurde. Urgh, den hab ich schon damals nicht runterbekommen. 😀 )
  • zelten – auf Festivals konnte ich früher nie schlafen, weil es in so einem Zelt irgendwie immer entweder eisig kalt oder bullenheiß ist
  • Festivals generell… irgendwie reizt es mich gar nicht mehr, mich mit Tausenden von Leuten auf einem mehr oder weniger matschigen Feld zu drängen und Bier zu trinken, während eine Band ihr schon x-mal aufgeführtes Programm abspult. Matschige Felder und Bier hab ich zu Hause, in angenehmerer Gesellschaft. 😀 
  • Selbstdisziplin über meine Gesundheit stellen
Mit dem Besten nach dem KölnTriathlon 2014
  • Shoppingtouren durch Läden mit grauenvoller Musikbeschallung
  • Männern mit Kleiderschrank-Statur beweisen, dass ich sie unter den Tisch trinken kann
  • Selfies mit Quietscheentchen (siehe Artikelbild oben – das war 2008 😀 )
  • “Kooperationen” mit Firmen, die ein Schweinegeld verdienen und Blogger nichtsdestotrotz für einen Bericht, der mehrere Stunden Arbeit erfordert, mit einem kleinen Gutschein abspeisen wollen
Anne Schwarz - 2015
2015
  • Popmusik und was da sonst noch so an aktuellen Hits im Radio jault
  • Instagram-Stories, Snapchat und sonstige Inhalte im Internet, die ruckzuck wieder verschwinden
  • nochmal heiraten – mit dem Besten habe ich die Liebe meines Lebens gefunden ❤️
Unsere Hochzeit
Unsere Hochzeit 2015 – Foto (c) Yves Christelsohn
  • Junk Food – bei Mäcces & Co. war ich seit rund zehn Jahren nicht mehr
  • Glücklichsein mit Oberflächlichkeit und Weltschmerz mit Tiefsinnigkeit gleichsetzen
  • Werbespots im Fernsehen – wir schw