Nachhaltig… in der Küche? #Bestandsaufnahme

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Roomtour im Danhaus: unsere Küche

Ich freue mich sehr, dass mein erster Bestandsaufnahme-Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit, nämlich im Bad, bei euch so gut angekommen ist und auf so viel Interesse stößt! 🙂
Heute geht es weiter – mit einem Blick in unsere Küche und Vorratskammer und der Frage, wie nachhaltig wir da bereits leben, was wir umgestellt haben, wo noch Potential ist.

Das leidige Thema Müll

Ich schätze, 80% unseres Plastik- und Haushaltsmülls entstehen tatsächlich in der Küche: nämlich in erster Linie durch die Verpackungen von Nahrungsmitteln. Urgh!

Milchkartons, Konservendosen vom Gemüse, leere Gläser von Kaffeepulver, Würstchen und Senf, die Folien von Wurst und Käse, und und und… hier können wir noch verdammt viel verbessern.

Allerdings sind wir halt zu zweit. Zwei verschiedene Menschen, zwei teilweise verschiedene Einstellungen.
Ich muss mich manchmal zusammenreißen und etwas zurückhalten – ich bin ja gern so ein Hoppla-di-hopp-ab-jetzt-alles-anders-Typ, der Dinge von jetzt auf gleich radikal umstellt. Den Besten nervt das bisweilen, wenn ich auf einmal alles in Frage stelle und ganz anders machen will.

Kompromissbereitschaft ist hier das Stichwort, und Babysteps.

Und ich freue mich total, wenn der Beste jetzt auch immer öfter auf unnötige Verpackungen achtet, im Discounter nicht einfach zu den Kartoffeln aus Neuseeland greift und gute Ideen hat, wo wir unsere Umweltbilanz verbessern können. 🙂

Wie ernähren wir uns überhaupt?

Beim Thema Ernährung gibt es Vieles, was den Besten und mich gleichermaßen betrifft. Der grundsätzliche Unterschied zwischen uns ist, dass ich halt kein Fleisch esse. Ich mache da aber kein großes Brimborium drum… ich esse es halt einfach nicht und fertig. Ohne dass ich es verurteilen würde, wenn sich der Beste halt sein Schnitzel auf den Teller packt.

Wenn wir gemeinsam kochen, entscheiden wir uns entweder von vornherein gemeinsames für ein vegetarisches Gericht, oder ich variiere meinen Teil einfach – bspw. mit einer Tomaten- statt Hackfleischsoße zu den Nudeln, oder ich schnippele mir einfach einen bunten Salat zusammen.

Da der Beste im Schichtdienst arbeitet und daher zu sehr unterschiedlichen Zeiten daheim ist, essen wir oft zu unterschiedlichen Zeiten und nicht immer gemeinsam. Zu einem gemütlichen Abend zu zweit gehört ein leckeres Essen für uns dann auch mit dazu. Gerne selber gekocht – na gut, etwa einmal im Monat siegen Jieper und Faulheit und wir bestellen etwas beim Pizzadienst.

Seit sechs oder sieben Jahren besitzen wir einen Thermomix und diese Anschaffung hat sich wirklich gelohnt! Böse Zungen behaupten ja gern, ein Thermomix sei etwas für Leute, die zu doof sind zum Kochen. Für uns ist es einfach eine Küchenmaschine, die Zeit spart: Pürieren und Häckseln geht in nullkommanix, und beim Kochen muss man nicht nebendran stehen bleiben, weil das Ding von selbst umrührt.
In einer idealen Welt stünden wir natürlich total gechillt und achtsam rührend am Herd – in der Realität haben wir nach Feierabend aber noch  x andere Dinge zu erledigen und keinen Nerv, ewig in der Küche zu stehen.

Essenspläne

Seit etwa anderthalb Jahren schreiben wir einen Essensplan für die kommende Woche. Während der Bau- und Umzugsphase haben wir damit geschludert, finden aber gerade wieder zu diesem Rhythmus zurück.

Am Wochenende blättern wir gemeinsam in unserer Kochbuchsammlung und überlegen uns, mit unseren jeweiligen Dienstplänen und Kalendern in der Hand, an welchem Tag wir was kochen wollen. Manchmal muss es schnell gehen, manchmal muss es etwas sein, was man gut zur Arbeit mitnehmen kann und manchmal wollen wir bestimmte Vorräte aufbrauchen, damit sie nicht schlecht werden.

Anhand dieses Essensplans erstellen wir die Einkaufsliste. In der Regel kommen wir damit aus, zweimal pro Woche einkaufen zu gehen.
Um dafür nicht unnötig Sprit zu verballern (oder schwer bepackt mit dem Fahrrad unsere ganzen Berge hier hoch keuchen zu müssen 😀 ), erledigen wir die Einkäufe auf unserem Arbeitsweg. Wir kommen beide an einer ganzen Reihe von Supermärkten vorbei.

Obst und Gemüse

Einiges an Obst und Gemüse bauen wir selber im Garten an: Salat, Kartoffeln, Tomaten, Kohlrabi, verschiedene Beerensorten, Äpfel, diverse Kräuter, Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Rosenkohl, … Bei den meisten Sorten stehen wir noch vor der ersten Ernte und sind sehr gespannt, wie das so klappen wird.

Pflücksalat und Rauke haben wir jetzt schon im Garten, hiervon brauchen wir aber definitiv mehr. Derzeit müssen wir noch Salat dazukaufen. Auch Salatgurken fehlen uns aktuell.

Nächstes Jahr werde ich die Gemüsebeete vergrößern. Wir werden den kompletten Bereich links von der Terrasse mit einer Pforte abtrennen, sodass der Hund nicht durch den Wirsing latscht, und dann werde ich verdammt viel Platz für mehr Gemüse haben. Yay! 🙂

Nachhaltigkeit in der Küche

Noch keine eigenen Kartoffeln, unsere sind noch nicht so weit

Ernte aus dem eigenen Garten spart nicht nur die Transportwege und die Verpackung, sondern wir können auch sichergehen, dass keine Chemie an unsere Nahrung gelangt ist. Da schmeckt es nochmal so gut!

Beim Einkaufen achten wir seit Längerem beide auf die Herkunft von Obst und Gemüse: über Äpfel aus Neuseeland oder Gurken aus Spanien können wir beide nur den Kopf schütteln und greifen lieber zu regionalen Produkten.

Was beim Schnippeln und Schälen an Abfall zusammenkommt, landet übrigens auf dem Kompost statt in der Tonne. So nutzt es unserem Garten noch und wir haben ein wenig Müll vermieden.

Brot

Brot ist so ein Thema. Vieles vom Bäcker schmeckt uns einfach nicht. Als wir noch in Leverkusen gewohnt haben, hatte der fußläufig erreichbare Bäcker ein leckeres Brot, aber hier haben wir kein Pendant gefunden.
Eigentlich würde ich unser Brot daher gern einfach selber backen. Zum Einzug haben wir selbst gebackenes Brot von Bekannten geschenkt bekommen, und das hat auch dem Besten wirklich gut geschmeckt.

Nachhaltigkeit in der Küche

Uneigentlich siegt bislang allerdings meine Faulheit bzw. die Tatsache, dass ich eh schon nicht allzu viel Freizeit habe, und wir kaufen preiswertes Brot vom Discounter. Möp.
Als Kompromiss habe ich mir vorgenommen, im Winter – wenn nicht mehr so viel Zeit für den Garten draufgeht – mit dem Brotbacken anzufangen. In der Hoffnung, bis zum Frühling eine Routine entwickelt zu haben, um die dann beizubehalten.

Hat jemand von euch empfehlenswerte Rezepte?

Vorräte

Wie gesagt, grundsätzlich kochen wir viel selbst und verzichten auf Fertiggerichte. Die schmecken größtenteils einfach nicht so gut und sind verhältnismäßig teuer.

Allerdings bin ich mit unseren Zutaten oft noch nicht glücklich… auch beim Selberkochen kommt halt schnell relativ viel Müll zusammen: Dosen von Gemüsekonserven, Kokosmilch und Co., Plastiktüten vom Tiefkühl-Gemüse, Tuben vom Tomatenmark und so weiter.

Nachhaltigkeit in der Küche

Room for improvement…

Teilweise könnten wir die Dinge selber herstellen – für passierte Tomaten beispielsweise braucht’s eigentlich keinen Tetrapack, die kann man sich ja auch selbst einkochen. Oft hapert es nur am zeitlichen Aufwand.

Ich möchte stärker darauf achten, welches Gemüse gerade Saison hat und welches nicht. Wenn es den Blumenkohl gerade frisch gibt, müssen wir ihn schließlich nicht im Plastikbeutel aus der Tiefkühltheke angeln.

Nachhaltigkeit in der Küche

Honig aus unserer Gemeinde

Im Rewe gibt es hier ein Regal mit regionalen Produkten; beim Honig beispielsweise greifen wir viel lieber zu einer Sorte, die nur einige Dörfer weiter hergestellt wurde, als zu einer kruden Mixtur von „Honig aus EG-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ (brrrr).

Getränke

Ohne Kaffee kommen wir beide morgens nicht aus dem Quark. Zu Studentenzeiten habe ich mir angewöhnt, Instantkaffee mit einem Schuss Milch zu trinken… und irgendwie schmeckt er mir sogar besser als normaler Kaffee. Ich versuche, nicht mehr als zwei Tassen pro Tag zu trinken.

Der Beste liebt den Kaffee aus der Dolce Gusto. Ich selber trinke ihn gar nicht, da ich keine Kaffeespezialitäten brauche und mir der Müll einfach zu viel ist. Je nach Sorte fallen pro Sorte ein oder zwei Plastikkapseln an… das ist schon heftig.

Für die Baustelle haben wir damals eine normale Kaffeemaschine angeschafft und die läuft jetzt auch alleweil. Das Kaffeepulver werfen wir nicht in den Abfall, sondern nutzen es als Dünger und zur Schneckenabwehr in unseren Beeten.

Milch für den Kaffee kaufen wir aktuell mit 1,5% Fett in Tetrapacks im Discounter. Zufrieden bin ich damit nicht. Der Beste mag den Gedanken, jederzeit Milch auf Vorrat zu haben – da ist was dran. Rohmilch hält sich halt nur zwei bis drei Tage im Kühlschrank.
Hier in der Nähe gibt es frische Milch vom Bauernhof bei einer „Milch-Tankstelle“… wir haben die mal bei einer Nachbarin probiert und sie ist wirklich verdammt lecker. Auch oder gerade weil sie deutlich mehr Fett enthält. 😉
Hier wollen wir öfter mal hinfahren.

Wir trinken viel Leitungswasser: das Trinkwasser hier in der Region ist sehr gut und kommt übrigens aus der Wahnbachtalsperre, wo ich ja unter anderem an meinem Geburtstag wandern war.

Nachhaltigkeit in der Küche

Derzeit kaufen wir aber noch Mineralwasser dazu, weil der Beste gerne auch mal Sprudelwasser trinkt. Wir überlegen, uns über kurz oder lang vielleicht einen SodaStream mit Glasflaschen anzuschaffen. Das spart nicht nur Geld und die Schlepperei, sondern leuchtet uns in Sachen Transportwege des Wassers auch deutlich mehr ein. Wozu Wasser aus der Eifel oder sonstwo herkarren, wenn wir hier doch wunderbares Wasser direkt vor der Haustür haben.

Und auf der Arbeit?

Der Beste nimmt sich Brote, Joghurt oder Vorgekochtes mit.

Ich muss gestehen, dass es da bei mir noch hapert. Bei meinem Talent fürs Kleckern und Matschen mag ich nichts in Dosen in der Handtasche mit zur Arbeit transportieren. 😀
Oft gehe ich mit den Kollegen zusammen essen (einen Bulgursalat beim Kiosk nebenan, oder ein Sandwich). Eine Zeitlang habe ich mir in der Firmenküche einfach ein Brot geschmiert oder Obst und Müsli zusammengeschnibbelt (netterweise stellt die Firma das alles bereit)… das will ich wieder öfter machen. Das spart schließlich nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Geld.

Tuppern statt folieren

Immerhin verbrauchen wir seit einigen Jahren deutlich weniger Frischhalte- und Alufolie. Wir sind dazu übergegangen, übrig gebliebenes Essen entweder in Vorratsdosen zu packen oder direkt in eine kleine Keramikschüssel, die wir mit einem Abendbrotteller abdecken. So kann das Essen dann am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank in die Mikrowelle wandern, ohne dass zusätzliches Geschirr anfällt.

Wir haben eine ganze Menge Tupperdosen (okay, meistens sind es deren No Name-Vettern) und dazu etliche Schüsseln aus Glas. Die können praktischerweise sowohl in den Backofen, als auch in die Mikrowelle und ins Gefrierfach. Wir lieben solche Multitalente! Unterm Strich reduziert das die Anzahl des benötigten Geschirrs und die Schränke bleiben übersichtlich.

Angeschnittene Zitronen oder halbierte Äpfel müssen auch nicht in Folie verpackt werden, die stellen wir einfach mit der Schnittfläche auf ein Tellerchen.

Unterm Strich

Tja… in Sachen Ernährung finde ich Nachhaltigkeit in der Praxis oft wirklich schwierig umzusetzen.

Bei anderen Produkten wie beispielsweise Kleidung oder Kosmetik kann ich ja einfach erstmal auf das Neukaufen verzichten und mir ganz in Ruhe Gedanken machen, wo ich vielleicht dann doch irgendwann mal etwas Neues kaufe – oder eben auch nicht.
Beim Happishappi hingegen muss es zackzack gehen, da soll schließlich jeden Tag etwas auf dem Tisch landen. Bedingt durch die Tatsache, dass wir beide in Vollzeit arbeiten und – zeitlich versetzt – jeweils 10-12 Stunden am Tag außer Haus sind, muss es dann oft schnell gehen und wir machen gewisse Abstriche. Hinzu kommt eben, dass wir manchmal unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was bewusster Verzicht ist und was ein „Mangel“.

Zufrieden bin ich damit nicht, aber ich sage mir: jede kleine Veränderung ist besser als gar nichts. Jede Schüssel Salat aus dem eigenen Garten ist ein kleiner Fortschritt, ebenso wie jedes einzelne Plastikpöttchen, was wir im Supermarkt stehen lassen und nicht in unseren Einkaufswagen befördern.

Wenn ich daran denke, dass wir uns der Problematik vor ein paar Jahren noch überhaupt nicht bewusst waren und jeden Gedanken an das, was da eigentlich an merkwürdigen Zusatzstoffen im Essen steckt und an die Müllberge, die wir produzieren, tunlichst beiseite geschoben haben… da sind wir heute schon einen Schritt weiter.

Die Erkenntnis ist das eine und geht verhältnismäßig flott – die Umsetzung hingegen ist ein langer Prozess. Aber wir sind dabei. Immer öfter regionale Produkte, immer öfter selbst hergestellte Nahrung, immer öfter eine müllsparende Alternative.

Wie sieht das bei euch aus? Achtet ihr bei eurer Ernährung auf nachhaltige Produkte? Welche Tipps habt ihr?

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Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

24 Kommentare

    • Jaaah, ich kann’s definitiv empfehlen! Ist zwar relativ aufwändig (Beete vorbereiten, Saat ausbringen, jeden Tag gießen, regelmäßig gegen „Un“kraut verteidigen, auf Schnecken und sonstiges Viehzeug komtrollieren usw.), aber mich entspannt die Gartenarbeit einfach. 🙂

      Das Brot werde ich mal ausprobieren, danke! Einen Römertopf haben wir sogar. 🙂

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  1. In der Küche ist es wirklich schwierig. Man kommt nicht leicht an unverpackte Lebensmittel. Bei frischem Obst und Gemüse kann man gut damit arbeiten, auf diese Beutel zum Abwiegen einfach zu verzichten (stört in meinen Supermärkten niemanden, weder da, wo man selbst abwiegen muss, noch da, wo an der Kasse gewogen wird). Aber manches ist selbst frisch verpackt und nicht frisch heißt es entweder Dose oder Tiefkühlplastikbeutel… ich weiß auch nicht so richtig, wie man das lösen kann.

    Was ich schon lange mal ausprobieren wollte, ist, mit Tupperdose zur Käsetheke zu gehen und die zu bitten, mir die Sachen da rein zu tun statt in Folie. Ich fürchte aber, das dürfen sie vielleicht gar nicht. Denn solange die Käsetheke alles in Folie packt, ist das nicht wirklich besser als der Käse aus der Kühltheke.

    Brot backe ich selbst, seit ich in Chemnitz lebe, da ich hier einfach keins kaufen kann, das mir schmeckt. Ich nehme meist dieses Rezept und variiere es gelegentlich: http://www.chefkoch.de/rezepte/1450531249917574/3-Minuten-Brot.html
    Das dürfte auch was für euch sein. Nachdem man es ein paar Mal gemacht hat und auswendig kann, ist der Titel nicht gelogen, mein Ofen braucht länger zum Aufheizen als ich zum Vorbereiten des Teigs, und es ist wirklich lecker. Außerdem funktioniert es sowohl mit Vollkorn- als auch nicht Vollkornmehl.

    Auf die Milchtankstelle bin ich etwas neidisch! Sowas gibt es in der Stadt eben einfach nicht und man will ja auch nicht ewig fahren für sein „nachhaltiges“ Produkt (Daumen rauf zu Einkaufen auf dem Arbeitsweg). Und so ein Sodastream lohnt sich, wenn ihr öfter Wasser mit Kohlensäure wollt. Die Gasflaschen sind ja auch wiederbefüllbar. Bei mir hätte es finanziell einfach nichts gebracht, daher verzichte ich zurzeit einfach ganz auf Sprudelwasser.

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    • einige läden haben das schon mit der wursttheke, aber da muss man die Dose „leihen“ und beim nächsten mal abgeben und bekommt eine neue. also mehrweg. wegen der keime usw. aber frag das mal, einige machen das auch so.

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    • Jep – vieles ist einfach von vornherein so arg verpackt. Wir haben hier zwar auch einen kleinen Obst- und Gemüseladen, wo man stückweise und unverpackt kaufen kann, aber die Preise dort sind so exorbitant… heidernei.
      Im Supermarkt habe ich mich neulich zum ersten Mal „getraut“, das Brot aus dem Backautomaten in eine mitgebrachte Tüte zu packen und das Obst und Gemüse ohne Plastiktütchen aufs Band zu legen. So halb hatte ich ja befürchtet, als totaler Ökofreak schief angesehen zu werden oder einen Rüffel zu kriegen, dass das so ja nicht ginge. 😀 Aber nö, hat keiner was gesagt.

      Bei den Wurst- und Käsetheken sowie beim Bäcker dürfen die selber mitgebrachten Behältnisse nicht auf die andere Seite der Theke gelangen, glaube ich. Irgendwelche bekloppten Hygienevorschriften. Aber wenn man dir den Käse einfach herüberreicht… sollte das kein Problem sein.
      Finde ich auf jeden Fall super, dass du das ausprobieren magst! Berichte dann bitte mal, wie es geklappt hat.

      Das Brot klingt gut – vor allem, da es ohne Gehen des Teigs auskommt. Das kann man dann ja auch mal spontan backen, wenn man abends feststellt, dass kein Brot für’s nächste Frühstück mehr da ist. Danke! 🙂

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  2. Schön, dass es hier mit der Nachhaltigkeit so zackig weiter geht.

    Zunächst finde ich es prima, dass ihr eigenes Gemüse anbaut <3 Das möchte ich im nächsten Jahr im eigenen Garten auch ganz dringend tun.

    Brotbacken finde ich an sich auch sehr interessant, bei mir scheitert das allerdings auch sehr am Zeitmangel, so etwas öfter umzusetzen. Ein gutes Rezept habe ich allerdings – es ist das BAGUETTE MAGIQUE aus dem TM. Das habe ich schon mehrmals für Raclette-Abende mit Freunden gemacht.

    Mit dem Thema Frischhaltefolie/Alufolie habe ich mich kürzlich auch befasst und mir in Österreich den Jaus'n'Wrap bestellt. Das ist so ein Bienenwachstuch das in einem schnuckeligen Familienbetrieb hergestellt wurde. Darüber wollte ich bald mal einen Blogeintrag schreiben.

    Beim Lebensmittelkauf begegne ich im Discounter auch sehr häufig diesem Plastik-Müll-Wahnsinn, weswegen ich dort mittlerweile fast gar nicht mehr einkaufe. Zumindest bei Fleisch, Wurst, Obst und Gemüse klappt das auch ziemlich gut. Diese Dinge kaufe ich beim Metzger bzw. Gemüseladen um die Ecke. Auf Fleisch kann ich persönlich nicht verzichten, aber mir ist es wichtig, dass es zumindest hochwertig ist und aus der Region kommt. Darüber lässt sich sicher streiten, aber ganz ohne möchte ich nicht. Aber ich werde mir definitiv kein Billig-Fleisch beim Discounter kaufen. Beim Gemüseladen finde ich das schöne, dass ich zum einen wenn dann überhaupt nur eine Papiertüte nehme und zweitens sämtliches Gemüse in der Menge kauf, in der ich das auch aufbrauchen kann. Auch dort versuche ich darauf zu achten, wo mein Gemüse herkommt. Die Eier beziehe ich in der Regel von meiner Oma, die Hühner im Garten hat 🙂 Milch und Butter fände ich auch großartig wenn ich dies bei einem Bauern beziehen könnte, da habe ich aber bisher noch nichts für mich entdeckt, dass sich mit meinem Leben kombinieren lässt. Zumindest kaufe ich dann die Produkte aus dem Berchtesgadener Land – zumindest habe ich da das Gefühl, mein Geld ist gut investiert.

    Die Dolce Gutso hatte ich auch sehr lange zuhause, bis wir uns dann doch zu einem Kaffeevollautomat entschieden haben – hier möchte ich allerdings noch vermehrt auf die Herkunft der Kaffeebohnen achten.

    Ins Büro nehme ich mir in 90 % der Fälle etwas von zuhause mit – natürlich in der Tupperdose. Die ist zwar aus Plastik aber sie ist nun mal da und ist schon wirklich super um Verpackungsmüll einzusparen. Wenn wir beim Italiener bestellen, bekommen wir das Essen auf den normalen Tellern ins Büro mit und sogar der Döner-Verkäufer wurde bereits darauf getrimmt, dass er den Salat möglichst gleich in den mitgebrachten Teller packt. 🙂

    Alles in allem gibt es sicherlich verdammt viele Punkte auf die man im Bereich Küche und Lebensmittel achten kann. Ich denke aber, dass es schon sehr viel wert ist, sich überhaupt mit dem Thema zu befassen und einige Dinge einfach bewusst zu hinterfragen und ggf. Schritt für Schritt zu ändern.

    Nachhaltigkeit ist ein sehr vielschichtiger Begriff und da gibt es einfach verdammt viele Ansatzpunkte.

    Achja und noch eine Rezeptempfehlung für den Thermomix – Der Gewürzpaste für Gemüsebrühe! Sie hat zu jederzeit einen festen Platz bei uns im Kühlschrank und hat mittlerweile die Instantbrühe komplett vertrieben.

    <3

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    • Guten Morgen! 🙂

      So grob habe ich vor, einmal pro Woche etwas zum Thema Nachhaltigkeit zu schreiben. Ebenso wie einmal pro Woche etwas aus dem Garten und je nachdem, was gerade ansteht, noch etwas aus den Bereichen Fotografie, Roomtours oder sonstige Alltagsgeschichten. Soweit der Plan, es steht und fällt alles damit, wie viel Zeit ich zum Schreiben finde. 😉

      Dieses Bienenwachstuch klingt interessant, dann bin ich schon mal gespannt auf deinen Artikel darüber!

      Ich finde, wenn man bestimmte Gegenstände aus Plastik bereits besitzt, dann kann man sie auch ruhig weiterbenutzen. Die alle durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen, obwohl sie noch „gut“ sind, ist ja auch wieder nicht nachhaltig, weil die neuen Artikel ja auch erstmal produziert und ausgeliefert werden wollen. 😉
      Super, dass ihr beim Essenbestellen die Verpackungen spart!
      Das müsste ich mir auch mal wieder angewöhnen – eine Zeitlang sind wir mittags immer zum gleichen Sandwichladen gegangen (den es so jetzt leider nicht mehr gibt) und da habe ich auch immer eine Tupperdose mitgebracht, um die Einwickelfolie zu sparen.

      Danke für die beiden Rezepttipps! 🙂 Gemüsebrühe selber zu machen, klingt gut. Ich hatte das schon mal vor und zu diesem Zweck eine Tupperdose im Eisfach zu stehen, in der ich damals (bevor wir umgezogen sind und noch keinen Kompost hatten) die Küchenabfälle vom Schälen usw. gesammelt habe… aus irgendwelchen Gründen wurde diese Sammlung dann bloß nie weiterverarbeitet. Nächster Versuch. 😀

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      • Die Gewürzpaste für Gemüsebrühe ist auch im Grundkochbuch vom Thermomix drin. Ich bekomme da immer so 3 Gläser aus einer Ladung heraus. Reicht mir dann meistens ein halbes Jahr im Kühlschrank, da ich meistens dann noch 1 Glas verschenke 🙂

        Und was das Wegschmeissen von nicht ganz Nachhaltigen aber noch funktionstüchtigen Sachen angeht, seh ich das wirklich genau wie du. Das wäre völlig Kontraproduktiv 🙂

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  3. Mich stört der ganze Müll auch total. Einen ganzen Sack für die Gelbe Tonne in der Woche und ich lasse echt viel schon im Supermarkt!
    Ich nutze zb auch keine plastiktüte für das Gemüse, zwar meckern die an der kasse immer da sie einzeln wiegen müssen (weils bei zb 3 sachen gern mal runter kullert) aber ist mir egal. Hallo? die Schaffen die Plastiktüten ab, dann sollen die das auch bei Obst und Gemüse. Papiertüte oder Mehrweg körpchen, die man dann an der kasse nach dem Wiegen sammelt.

    Jetzt las ich gestern das ein Rewe hier bei und eine Milchtankstelle hat von Bauern vom Niederrhein <3 Total toll, leider aber nicht user rewe sondern etwas weiter =( hoffe unser bekommt die auch. Find das mega und da zahl ich gern 1,30 den Liter. Da die ohne umlagerung direkt vom hersteller in den laden kommt, also verdienen keine Zwischenhändler (naja eigentlich ja schon aber weniger, so ist es bauer und aufbereiter und rewe die verdienen wo vorher noch der ein oder andere zwischenlieferant war)

    Spühlmaschine nutze ich Pulver da die tabs oft zu hoch dosiert sind und dadurch teurer. spüle selten per hand, da zu viel wasser verbrauch, sodastream seit rund 3 Jahren, die katuschen hole ich in einem reformhaus hier statt 8,99 zahl ich da 5,99, durch Buchmessen habe ich gefühlt 200 Jutebeutel also brauch ich auch keine plastiktüten mehr (hat man hier eh so gut wie alles abgeschafft) Was ich gern hätte wäre echt ein Gemüsebeet =( pflücksalat und kräuter. wollte das im schrebergarten machen, aber das ist der schwiegerfamilie zu viel arbeit, daher wurden aus alle beete nun scheiß steingärten.

    wir sind aber auch schon daher "nachhaltig" weil wir den einkauf immer zu fuß machen. haben ja kein auto. heckenporsche und auf gehts 😀 auch wenn wir dann mal 3h unterwegs sind.

    Zum Soda nochmal, da wollen wir auch jetzt von den plastik auf die glasflaschen umsteigen. da die flaschen echt eckelig werden und auch nur ein paar jahre halten danach wird das plastik porös und es kann wegplatzen beim aufsprudeln.

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    • ach und eier kaufen wir nur noch bei uns aufem markt, die sind von bauern von hier. kosten dann wzar 26ct das stück aber die schmecken sooooo viel geiler als im laden. <3

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      • Das klingt super! Ich muss mal schauen, wenn ich das nächste Mal unter der Woche frei habe und unseren Wochenmarkt ausprobieren kann, den es hier freitags gibt! Der beginnt leider erst um 7.30, da bin ich normalerweise schon auf dem Weg zur Arbeit.

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    • Jap, bei uns kommt auch ziemlich viel zusammen. Gerade, da wir jetzt unsere Mülltonnen alleine befüllen und es nicht auf die Nachbarn schieben können… *hust*
      Über Müll schreibe ich auch nochmal einen Beitrag, denke ich.

      Von Hand spülen wir mittlerweile auch nur noch selten – bedruckte Tassen oder Weingläser beispielsweise, oder wenn wir riesige Pfannen benutzen, die alleine schon die halbe Spülmaschine in Beschlag nehmen würden.

      Pflücksalat müsste eigentlich auch in Töpfen funktionieren! So groß sind die Pflanzen ja nicht. 🙂

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  4. Es gibt richtig gute Brote, die „relativ“ schnell gehen – grundsätzlich ist das zeitaufwendigste beim Brotbacken das Gehenlassen, dafür braucht man schon ein richtiges Zeitmanagement. Wenn man zum Beispiel für Sonntags ein schönes Brot haben möchte, muss man schon früh genug anfangen, die einzelnen Schritte sind tatsächlich gar nicht sooo zeitaufwendig.
    Wenn du mir sagst, worauf du achten möchtest (kein Weizen, kein Sauerteig), kann ich ja mal in meine Brotbackbuch gucken, ob ich etwas für euch finde. Brot backen macht mir auf alle richtig viel Spaß und dann einfach mit guter Margarine, Salz und frischen Tomaten aus dem Garten ist es wirklich perfekt!

    Ich finde es so spannend, dass ihr euer Gemüse selbst anzieht. Das würde ich auch supergern machen, aber noch lebe ich in einer Wohnung inmitten der Stadt. Ich hoffe aber, dass das noch kommt. 🙂

    Und ich finde, wenn man auf so vieles achtet wir ihr es schon macht, dann kann man die paar Konserven verkraften. Aber du kannst ja zum Beispiel mal gucken, ob du Ananas im Glas findest – das Glas kannst du danach wiederverwenden für Eingekochtes oder Saucen oderoderoder. Konserven wiederverwenden finde ich aufgrund des fehlenden Deckels immer schwierig, aber auch mit den lassen sich ja schöne Dinge zaubern und man muss sie nicht wegschmeißen. Zur Not habt ihr halt eine Menge Blumenvasen. 😀

    Liebe Grüße!
    dunkelbunt

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    • Guten Morgen,

      mhm, wir haben gestern Abend ein bisschen nach Brotrezepten geschaut und gleich erstmal ein neues Wort gelernt – Anstellgut. Bis dato hätte ich behauptet, so ein Wort gäbe es gar nicht. 😉
      Ich denke, für den Anfang probieren wir’s mal mit einem möglichst einfachen Rezept… besagtes Anstellgut klingt schon recht umständlich bzw. auch so, als könnte man es gut vermasseln. 😉
      Backst du denn im normalen Backofen oder in einem Brotbackautomaten?

      Ja, ich wollte jetzt in nächster Zeit auch verstärkt darauf achten, Konservengläser statt -dosen zu kaufen. Immerhin eine kleine Verbesserung.

      Dosen hatte ich früher mal lackiert und bepflanzt… das war eigentlich ganz nett, stimmt. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

      • Da kommen noch viel viel mehr neue Wörter auf euch zu – Schwaden, Stückgare, Stockgare, Langstoßen, Langwirken, Quellstück…. 😀 ich kann euch das Brotbackbuch Nr. 1 von Lutz Geißler empfehlen, da ist alles wirklich gut erklärt und da gibt es schöne Rezepte für Anfänger bis Fortgeschrittene drin, mit Sauerteig, ohne Sauerteig, Brötchen, Brot, Weißbrot, Baguette, Milchbrötchen (superlecker!)
        Ich backe mit Ofen, meine Mama hat aber einen Brotbackautomaten und der automatisiert natürlich das Backen schon, aber ich mag es handwerklich aus dem Ofen lieber.
        Was ich aber raten würde – nutzt eine Küchenmaschine für’s Kneten. Aber ich denke, das kann der Thermomix? Mit Hand kneten ist natürlich schön handwerklich, aber man muss wirklich minutenlang durchkneten, das geht besser mit einer Küchenmaschine. Und beim Thermomix kann man sicher schon eine ganz geringe Temperatur einstellen? Das hilft ungemein bei Hefeteigen, die benötigen dann weniger Zeit beim Aufgehen. 🙂

        Liebe Grüße!
        dunkelbunt

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  5. Soo… vorhin aus Neugierde am Smartphone gelesen – und jetzt kommt mein Kommentar, denn das ist mir am Handy zu blöd 😉

    Bei mir ist die Situation wohl noch schlimmer in der Küche als bei dir… und das gefällt mir gar nicht.

    Leider ist der Wochenmarkt meist, wenn ich Hochschule habe und im Bioladen Obst und Gemüse zu kaufen, kann ich mir nicht leisten… Ich versuche zwar, loses Zeug auch lose mitzunehmen (habe ja meine Stofftasche, auch für z.B. Tomaten und Litschies), aber vieles bekomme ich entweder lose oder bio und da nehme ich dann z.B. bei Möhren immer bio. Außerdem ist das lose Zeug auch oft leider teurer als abgepackte 1kg Packungen, was für mich seit dem Ponykauf doch ein Thema ist.

    Einen Garten so wie du habe ich ja leider auch nicht… nur ein paar Töpfchen, in denen Paprika, Bohnen und Zucchini sowie Tomaten wachsen – aber die tragen alle noch lange nicht und werden nie im Leben meinen Bedarf decken können. Mehr Platz habe ich aber auch nicht 🙁
    Da wünsche ich dir also viel Spaß dabei, deine Beete im nächsten Jahr noch zu erweitern… ich bringe mir einfach weiterhin ab und zu was von Mama und Oma mit, wenn die in ihren großen Gärten was entbehren können und ich gerade da zu Besuch bin.

    Auch bei meinem Joghurt und Quark fällt viel Plastik an… aber das Zeug liebe ich so, dass ich nicht verzichten will… und im Glas habe ich Quark noch nie gesehen und BioJoghurt auch nicht. Zumindest nicht im Discounter oder normalen Supermarkt.

    Käse, Wurst und Konserven habe ich dafür kaum… ein Glück. Eigentlich sind echt 90% der Verpackungen bei mir von Obst und Gemüse und Quark, dazu kommen dann noch Mehlpackungen und gelegentlich Verpackungen von Schokolade oder Keksen.
    Fertiggerichte kaufe ich aber gar nicht – also machen wenigstens die keinen Müll 🙂

    Brot bekomme ich immer lose von der Tafel – häuptsächlich für mein Pony, aber meist sind die Laibe noch so frisch, dass ich da selbst auch von esse.
    Ich muss aber auch sagen, dass ich es schwer finde, bei Bäckern leckeres, bezahlbares Brot zu kaufen. Meist schmeckt mir Discounterbrot echt besser… und vom Preis reden wir nicht. Selbst backen ist aber eine tolle Idee – nur nicht für mich, da ich nur einen Mini-Ofen habe. Aber Laugenbrötchen und Rosinenbrötchen backe ich mir wenigstens selbst und dir drücke ich die Daumen für deine ersten Brote. Hier ist ein Blog, der tausende von Rezepten dafür hat: https://www.ploetzblog.de

    Ach ja und noch ein paar Worte zu Vorräten: Mais habe ich auch in Dosen und Tomatenmark in der Tube, aber Bohnen / Kichererbsen / Erbsen koche ich selbst und friere dann ein. Auch Tiefkühlgemüse gibt es bei mir außer Spinat eher nicht. Da kaufe ich eigentlich immer das frisch, was günstig ist (und möglichst Saison hat).

    Getränke habe ich nur Teebeutel da… aber momentan ernte ich eigene Zitronenmelisse und Pfefferminze und mache daraus den Tee. Hoffentlich leben die Pflänzchen noch ewig und sind fleißig 😉

    Ach ja, Gemüse- und Obstabschnitte halte ich SEHR gering… ich schäle z.B. fast gar nicht und entferne nur hässliche Stellen und esse teilweise sogar Blätter (Kohlrabi, Blumenkohl) mit. Und Eierschalen wandern als Kalk-Futter zu Mamas Hühnern statt in den Müll 🙂

    Wenn es um Essen außer Haus geht, dann habe ich IMMER eine Dose dabei… wirklich immer. Da bin ich ziemlich konsequent – aus Geiz und als Nachwirkung der Essstörung, in der ich nichts essen wollte, von dem ich nicht genaustens weiß, was drin ist.

    Also,… ich bin wesentlich unvorbildlicher unterwegs, als ich es gern wäre, obwohl ich allein wohne und meine Meinung gegen niemanden verteidigen muss so wie du… aber ich schiebe das gern zumindest etwas auf meine finanziellen Mittel und die eher geringen guten Einkaufsmöglichkeit. Zero Waste ist in meiner Region halt noch nicht so richtig angekommen.

    Dass dein Thermomix dir hilft, ist aber echt gut. Wenn das Kochen zu aufwändig ist, dann lässt man es ja doch eher und greift zu verpacksreichen Alternativen… ich habe das Problem gelöst, indem ich ausschließlich schnelle Rezepte koche, die nur einen Topf ODER eine Pfanne dreckig machen. Ich denke da nämlich auch immer gleich an die Zeit, die ich anschließend spülen muss.

    Essenspläne mache ich aber nie… ich kaufe immer zu Fuß meist auf dem Weg nach Hause oder in der Mittagspause ein und schaue einfach, was gerade günstig ist und habe Basics zu Hause, die ich dazu kombinieren kann. Trotzdem muss ich da bisher fast nie was wegwerfen… Aber dafür gehe ich eben auch 5-6 Mal die Woche Mini-Einkäufe machen 😉
    Mit dem Auto einkaufen tue ich in der Regel auch nur, wenn ich eh irgendwo mit dem Ding hinfahre… sonst nur in Ausnehmefälle, wenn ich sehr viel oder sehr schweres Zeug brauche.

    Wasser kommt bei mir auch aus dem Hahn… weil ich nicht schleppen will und Kohlensäure eh nicht mag. Aber für euch beide ist der Sodastream sicher eine Überlegung wert – spart Arbeit und Geld und Transportwege.

    Liebe Grüße und sorry, falls alles wirr ist. Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht und hoffe, dass auch ich irgendwann noch „besser“ werde.

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    • Guten Morgen!

      i wo, wirr fand ich das jetzt gar nicht. 😉

      Geht mir übrigens auch so, dass ich viel übers Handy lese und dann aber erst kommentiere, wenn ich am Rechner bin. Das geht einfach viel schneller.

      Das ist ja cool, dass du altes Brot für deine Adena bekommst und es somit nicht weggeworfen wird!
      Und wenn es noch nicht so hart ist und du es noch selbst essen kannst, umso besser.

      Ja, teilweise fallen beim Kochen wirklich Unmengen an Abwasch an. Wenn ich am Wochenende oder an einem besonderen Anlass Zeit habe, finde ich so komplexe Rezepte mit mehreren Gängen ja eigentlich super spannend zuzubereiten – allerdings sieht die Küche danach aus wie ein Schlachtfeld und das taugt nicht für den Alltag.

      Danke für den Link! Deine Rosinenbrötchen, die du neulich mal gezeigt hast, mag ich auch mal ausprobieren. Eigentlich esse ich die nämlich verdammt gerne, aber es gibt da ja auch verschiedene „Teigsorten“/Konsistenzen… und ich habe hier keinen Bäcker gefunden, der die genau so bäckt, wie ich sie mag.

      Liebe Grüße
      Anne

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  6. Hey, erstmal: das ist ein super toller Artikel! Es wird nichts schön geredet, wie ich leider zu oft den Eindruck bei blogartikeln über Nachhaltigkeit habe. Danke für deine Ehrlichkeit!

    Mir fällt leider vermehrt auf, dass es gerade auf dem Land es so eine Sache ist, die Küche weitgehend müllfrei und umweltfreundlich zu halten. Hier gibt es weder Unverpackt-Läden, noch einen Wochenmarkt, den man samstags besuchen könnte. Unser Wochenmarkt ist am Donnerstag – jetzt in der Elternzeit zeitlich kein Ding, aber später?! Außerdem ist es mit dem Wochenmarkt so eine Sache: da kosten die Eier einfach mal 40 Cent das Stück… Klar, gerade tierische Produkte sollten einfach „teurer“ sein, sprich fairer bezahlt werden. Aber es ist halt doch eine finanzielle Umstellung, gerade jetzt in der Elternzeit. Du siehst: genau hier schließt sich der „Teufelskreis“.
    Während ich in den Städten, in denen ich bisher lebte, auch immer das Glück hatte so einen Laden um die Ecke zu haben, der auf „Hofladen“ gemacht war, gibt es genau solche echten Hofläden hier auf dem Land eben nicht – die Kundschaft fehlt.
    Außerdem brauche ich hier für so ziemlich jeden Einkauf das Auto – der Supermarkt ist mir einfach für unsere Großeinkäufe zu weit weg, bzw. bekomme ich die Menge auch mit dem Anhänger am Fahrrad nicht mit. Da sitzt ja schließlich das Kind drin. Und jeden Tag einkaufen fahren? Hm, das ist mir ehrlich gesagt zu aufwendig.
    Daher also eine Einkaufsliste schreiben und einmal die Woche eine Kurzstrecke mit dem Auto hinlegen (leider!).
    Obst und Gemüse versuche ich so viel wie möglich ohne Plastikbeutel und Verpackung zu kaufen. Außerdem versuche ich auf Regionalität zu achten. Aber Vorsicht: nicht alles, wo regional drauf steht ist es tatsächlich auch. Bei einem bekannten Supermarkt kamen zwar die Kartoffeln aus einem Nachbardorf. Die wurden jedoch erst nach Bayern gefahren, um verpackt zu werden und schließlich wieder hier im Regal als „regionale“ Ware verkauft zu werden. Sorry, aber da tun es die Kartoffeln aus dem Nachbarland auch.

    Und noch etwas, was dich besonders sympathisch macht: diese Sache mit Hopladihop! Sehr toll, dass du so ehrlich darüber schreibst. Denn genauso geht es mir auch! Mein Mann braucht dafür aber immer etwas länger. Und auf bestimmte Sachen möchte er einfach partout nicht verzichten. Aber ich sehe es wie du: besser einige kleine Schritte in die richtige Richtung, als gar keine zu machen. Und ich finde genau der Austausch über das Internet (eben durch so ehrliche Leute wie dich!) kann viel mehr Leuten die Augen öffnen, wie viel doch möglich ist, ohne dass der erhobene Zeigefinger kommt.
    Mach bitte weiter so!
    Liebe Grüße,
    Natalie
    PS: der Umstieg auf ein müllfreies Badezimmer viel mir übrigens viel leichter, als den Müll in der Küche zu reduzieren. (verrückte Welt!)

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    • Hallo Natalie,

      lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂

      Ja, das mit dem Wochenmarkt klingt auch nur in der Theorie so toll. Unser kleiner Wochenmarkt hier findet auch zu einer unpraktischen Zeit statt – mit viel Abgehetze würde ich es gerade so schaffen, vor der Arbeit in aller Herrgottsfrühe hinzudüsen, dann wieder nach Hause, die Einkäufe abladen und wieder los zur Arbeit. Nicht ganz der entspannende Einkauf, den man sich da so vorstellt. Zumal die meisten Stände anscheinend wohl auch Putzzeug, billige Klamotten und sowas feilbieten, weniger frische Obst und Gemüse. Wenn ich mal Urlaub habe, will ich trotzdem mal hin und mir einen Eindruck verschaffen.

      Hofläden gibt es hier in der Ecke zum Glück allerdings schon so einige! Es ist halt etwas aufwändiger, für den Einkauf dann x kleine Dörfer abklappern zu müssen… neulich waren wir in einer Getreidemühle hier um die Ecke. Das war richtig toll – ein kleiner Hofladen, wie man sich das halt so vorstellt, eine nette Beratung und halt Mehl aus der Region. Wobei die Waren halt schon ihren Preis haben… um die vier Euro für eine Backmischung sind ein Wort. Aber lecker ist’s auf jeden Fall (wir backen seit etwa drei Wochen unser Brot selber, darüber werde ich demnächst auch mal einen Beitrag schreiben).

      Das mit der Verpackung ist ja heftig… wie hast du das herausgefunden?

      Liebe Grüße
      Anne

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  7. Hi Anne,
    es steht tatsächlich der Ort direkt auf dem Produkt, wo verpackt wird, bzw. wurde. Das findet natürlich der „Normalverbraucher“ nicht, weil entweder winzig klein gedruckt, oder hinter irgendwelchen Kennnummern versteckt – ähnlich wie bei Eiern. Doch wenn man mal das Personal fragt, oder selbst genau hinschaut, sind solche Fallen, wie bei den „regionalen“ Produkten zu finden.
    Noch so ein Ärgernis: wollte letztens Biokartoffeln kaufen und hab mich schon ein wenig über den günstigen Preis gewundert. Doch erst beim genauen Blick auf das Etikett wurde klar: die Kartoffeln stammen aus Israel! Was ist ökologisch betrachtet besser? Die nicht-bio-Kartoffeln aus Deutschland oder die Biokartoffeln aus Israel? Überall sind solche Stolpersteine. Also immer genau schauen, das Personal fragen bei Unklarheiten und nach bestem Gewissen entscheiden. Und vor allem: nicht entmutigen lassen! Ich sag nur: wenn viele kleine Leute, viele kleine Schritte tun…
    Liebe Grüße,
    Natalie

    Antworten

    • Hallo Natalie,

      das ist gut zu wissen, da muss ich beim nächsten Einkauf auch mal drauf achten.
      Wobei ich mal stark davon ausgehe, dass das meiste Personal im Supermarkt nicht unbedingt bei solchen Fragen nach der Herkunft o. Ä. weiterhelfen kann…
      Über die vermeintlichen Bio-Kartoffeln aus Israel bin ich neulich auch gestolpert – ich habe dann die regionale Sorte gewählt. Mittlerweile sind zum Glück unsere eigenen Kartoffeln so weit. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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  10. Oh ja, das leidige Thema Müll – gar nicht immer so einfach.
    In einer Hinsicht habt ihr es auf dem Lande gut: ihr könnt selber eine ganze Menge Gemüse anbauen. Das hilft schon mal einiges weiter.
    Andererseits ist die Situation mit Läden und dem Wochenmarkt mit den ungünstigen Öffnungszeiten natürlich blöd. Da habe ich es hier in der Stadt mit Unverpacktladen, mehreren Bioläden und einem Wochenmarkt, der auch samstags stattfindet, deutlich besser.

    Mit Deinem Garten kannst Du aber schon einiges erreichen, glaube ich. Z.B. Tomaten einkochen: 2016 war hier bei uns das Mega-Tomatenjahr, da habe ich von nur sieben(!) Pflanzen in meinem Mini-Beet insgesamt 28,5 kg geerntet. In dem Jahr habe ich Tomaten eingekocht wie verrückt (obwohl wir auch gern und viel frisch essen, wir sind Caprese-Junkies) und zusammen mit den Tomaten von unserer SoLaWi hatte ich so viel, daß ich in dem darauffolgenden Winter keine passierten Tomaten kaufen mußte. Das hilft wirklich wirtschaften.
    Ansonsten kochen wir auch sonst einiges ein: Marmeladen, Apfelmus, Apfel- und Quittensaft, Gurken, Peperoni, Gemüsebrühe. Die jetzt anfallenden Gläser von Würstchen, Gemüsekonserven und Senf könnt ihr also schon mal sammeln für den Zeitpunkt, wo es was einzukochen gibt, Gläser braucht man immer 🙂
    Eure Essensplanung finde ich sehr beeindruckend! So genau planen wir hier nicht. Wir kochen allerdings auch nicht täglich, das wäre uns zuviel, da wir beide auch 100% arbeiten. Ich löse das dann so, daß ich wenn ich koche (meist am WE), mindestens 6-8 Portionen mache. Dann ist was da, um es in der Woche mitzunehmen und auch was zum Einfrieren. Dann kann man sich unter der Woche auch was aus der Tiefkühlung mitnehmen und muß nicht die ganze Woche dasselbe essen.
    Zum Mitnehmen verwende ich übrigens gern die Glasslock-Dosen. Da ist nur der Deckel aus Plastik, der Glasteil kann in die Mikrowelle und man kann darin auch zuhause mal einen Auflauf backen. Dann einfach nach dem Auskühlen Deckel drauf und fertig. Es gibt auch Edelstahldosen mit Dichtring, da läuft auch nichts aus. Auch für Kleckermätze geeignet (rate, woher ich das weiß 😉
    Aber die bereits mal gekauften Plastikdosen brauche ich auch auf, da hast Du völlig recht, daß das keinen Sinn macht, die jetzt wegzuwerfen.
    Zum Brotbacken hat Dir ja jemand weiter oben schon mal den Plötzblog empfohlen (bzw. auch das Brotbackbuch Nr.1 von Lutz Geißler, das ist der Blogautor). Beides ist gut. Sehr gut und vor allem anfängergeeignet finde ich auch den Blog „Hefe und mehr“ von Stefanie Herberth und dort vor allem ihre Reihe von Posts „Brotbacken für Anfänger“: https://www.hefe-und-mehr.de/alphaindex/#Beginner Das gibt es inzwischen auch als Buch. Gut geeignet, um sich da im Schwierigkeitsgrad langsam vorzuarbeiten.
    Einen Tip zu den Kichererbsen, die ich auf Deinem Dosenfoto gesehen habe: wenn man trockene Hülsenfrüchte kauft und die über Nacht einweicht und dann mit etwas Natron kocht (erst mal ohne Salz! – das würde die Garzeit sonst wieder verlängern), dann braucht man gar nicht die gefürchtete stundenlange Kochzeit, sondern sie werden relativ schnell gar. Dann hat man statt zwei Dosen maximal eine halbe kleine Plastiktüte als Müll. Eine halbe deshalb, weil 500g trockene Kichererbsen niemals mit einem Mal aufgebraucht sind. Das Zeug geht beim Kochen sowas von auf…
    Das verlangt natürlich Planung, aber da seid ihr ja mit Euren Essensplänen ohnehin sehr diszipliniert.
    Jedenfalls finde ich es super, wie ihr das angeht und wünsche weiter viel Erfolg!
    Schöner Blog, ich freu mich, ihn entdeckt zu haben 

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