Meine No Spend Challenge

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Bei Monica hatte ich schon vor längerem davon gehört, bei Sarah bin ich neulich wieder darüber gestolpert. Und als mir das Thema kürzlich bei Izabella erneutbegegnete, war klar: das mache ich jetzt auch! Wovon ich spreche? Von No Spend Challenges bzw. einer Kaufdiät.

Worum geht es bei der No Spend Challenge / Kaufdiät?

In einem bestimmten Zeitraum kein Geld (für überflüssige Dinge) auszugeben. Manche veranschlagen einen Monat, andere nur einen Tag oder auch gleich ein ganzes Jahr. Manchmal schwirrt auch die magische Zahl 21 durch den Raum, da es angeblich 21 Tage dauert, eine Gewohnheit abzulegen (dass das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, ist ein anderes Thema).

Einige Teilnehmer wollen überhaupt kein Geld ausgeben, andere nur nicht für Hobbys, Klamotten, Schminkzeug, Coffee To Go etc.  Andere limitieren Anschaffungen auf einen Kauf pro Monat.

Während bei einigen das Sparen im Vordergrund steht, geht es oft auch um Nachhaltigkeit und bewussten Konsum: brauche ich den ganzen Krempel wirklich, den ich gerade in den (echten oder virtuellen) Einkaufswagen gepackt habe? Wofür gebe ich mein Geld überhaupt aus? Und reicht mir nicht eigentlich auch weniger?

Wie sieht meine persönliche No Spend Challenge aus?

Ich habe mir vorgenommen, die Challenge erstmal einen Monat lang durchzuziehen. Da ich mal wieder zu ungeduldig bin, auf den Monatsersten zu warten, habe ich spontan vorgestern schon angefangen. Meine Challenge läuft also bis zum 19. März. Danach schaue ich, ob ich sie verlängere oder nicht.

In diesem Zeitraum möchte ich für Hobbys, Kleidung und Co. kein Geld ausgeben bzw. nur extrem wohl überlegt und längerfristig geplant.

Erlaubt sind:

  • Lebensmittel
  • Drogerieartikel, falls etwas ausgehen sollte (ich benutze da eh nicht so viel Kram, aber meine Gesichtscreme ist bald leer)
  • Tanken

Eine Ausnahme in Sachen Kleidung: beruflich bin ich im April auf einer mehrtägigen Fortbildung in einem 5 Sterne-Grandhotel, da brauche ich noch ein paar Ergänzungen in Sachen Business-Outfit. In der Firma geht’s meistens ja doch eher leger zu.
Und nein, ich freue mich nicht auf diese Ausnahmegenehmigung, ich hasse Shoppen. 😀

Generell möchte ich die Challenge nur für mich durchziehen, ohne den Besten da „mit reinzuziehen“. Unsere Abos von Amazon Prime und Netflix laufen weiter und wenn wir etwas Nettes zu zweit unternehmen wollen, was Eintritt kostet oder so, ist das auch okay. Das fällt für mich nicht in die Kategorie „überflüssiger Konsum“ bzw. ist nichts, was wir dauernd oder fast schon unbewusst machen.

Ich denke, das hier werden meine Herausforderungen:

  • Gartenkram (Erde, Saatgut, Pflanzen, …)
  • Bastelkram (Stempel, Stanzen, Papier, Stifte, Farben, …)
  • Mittagessen in der Firma – ich nehme mir oft etwas mit, manchmal siegt dann aber doch die Faulheit oder schlicht die Lust, zusammen mit den Kollegen loszuziehen

Was verspreche ich mir davon?

Anlässlich der Fastenzeit verzichtet gefühlt gerade jeder Zweite auf irgendetwas – angefangen bei Süßigkeiten über Fernsehgucken bis halt hin zum Konsum. Damit hat meine No Spend Challenge aber nicht direkt zu tun, das ist eher ein zeitlicher Zufall.

Ganz unabhängig von religiösen Hintergründen finde ich einen temporären Verzicht wirklich sinnvoll. Hinterfragen, was man wirklich braucht. Über Alternativen nachdenken. Vorfreude aufkommen lassen und genießen, indem man sich Wünsche nicht direkt erfüllt.

Mir geht es nicht darum, durch die Challenge eine bestimmte Geldsumme zu sparen. Klar, wenn dabei der ein oder andere Euro auf dem Konto bleibt, ist ein netter Nebeneffekt. Aber viel wichtiger ist mir, mein Kaufverhalten nachhaltig zu ändern und auszukommen mit dem, was ich habe.  „Der Weg ist das Ziel“ – daher meine Wahl des Beitragsbildes.

Ich besitze unglaublich viel Krempel – und habe trotzdem regelmäßig das Gefühl, unbedingt noch dieses oder jenes kaufen zu müssen. Ich sehe ein großartiges Tuschebild? – OMG, ich brauche unbedingt Tusche! Ungeachtet der Tatsache, dass ich drölfzighundert andere Stifte, Farben und Pinsel besitze, mit denen ich halt etwas anderes malen könnte. Und dass ich genau weiß, dass die Tusche dann nach zwei, drei Bildern vermutlich im Schrank landen würde, weil ich in der Zwischenzeit etwas anderes entdeckt habe. Eeek.

Ich habe schon mal überlegt, demnächst eine Beitragsreihe à la „Benutz mich!“ zu starten – für all diese Stehrumchen, die einem die Schränke verstopfen und die man zwar so gut wie nie benutzt, aber auch nicht weggeben will („Ist ja eigentlich eine tolle Sache, müsste man nur mal verwenden!“). Gilt für Bastelsachen ebenso wie für das ein oder andere Küchenutensil (ich sag nur: Julienne-Schneider, Spiralschneider für Zucchini-Nudeln, Milchaufschäumer, …).

Meine Wunschliste

Für all die Dinge, die ich normalerweise direkt gekauft hätte, habe ich mir jetzt mal eine Wunschliste angelegt. Es hilft ja tatsächlich, so einen Wunsch erstmal ein paar Tage lang sacken zu lassen… erstaunlich oft entpuppt er sich dann nämlich als doch nicht so wichtig.

  • Frühlingsblüher für zwei oder drei Kästen auf dem Hof, damit der nicht so trist aussieht. Hier habe ich mir ein Limit von 20€ gesetzt.
  • Stallschuhe (meine Gummireitstiefel mag ich nicht sonderlich, bin eigentlich ein Fan von Schuhen + Chaps. Aber meine zerlöcherten aussortierten Laufschuhe, die ich zu Gartenschuhen degradiert habe, sehen echt abgeranzt aus. Und, oh, sie sind pink.)
  • vernünftig sitzende Reithose (meine ist beim Waschen eingelaufen, sodass sie jetzt a) zwickt und b) hochwassertauglich ist 😀 )
  • Tennishose mit Taschen (im Winter ziehe ich zum Tennisspielen immer eine Laufhose an, die eigentlich toll ist – aber leider kann ich da keine Bälle reinstopfen und muss dann alle Naselang Bälle aufsammeln oder zum Eimer zurückrennen, zum Leidwesen meiner Mitspieler)

Ein paar Sachen konnte ich gedanklich bereits von meiner Wunschliste streichen, bevor ich sie hier überhaupt aufgeschrieben habe:

  • Einen Bokashi-Eimer. Eigentlich eine interessante Sache, dieses Fermentieren mit Effektiven Mikroorganismen. Aber hey, ich habe einen Kompost für meine rohen Küchenabfälle (und einen Hund für die seltenen gekochten Speisereste 😉 ). Und eigentlich keine Lust, regelmäßig diese EM-Flaschen nachkaufen zu müssen, eingedenk der benötigten Ressourcen für Herstellung, Verpackung und Transport. Ein positiver Effekt von Bokashi als Dünger konnte anscheinend auch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, da setze ich lieber auf Brennnesseljauche & Co.
  • Rindenmulch für den Weg durch den Nutzgarten – bevor ich den Weg vielleicht irgendwann mal mit Platten befestige, will ich erstmal ein paar Jahre lang testen, ob der Verlauf so taugt. Meinen Pfad im Mittelgarten habe ich ja bereits mit Rindenmulch gestreut und das hat sich als praktisch, preiswert und nett anzusehen erwiesen. Aber brauche ich einen abgestreuten Weg? Nö. Vorerst tut’s auch ein Trampelpfad.
  • Kreidefarbe. Neulich durfte eine dieser Moppe-Kommoden vom Möbelschweden ins Werkelzimmer einziehen und ich wollte die Schubladen eigentlich gerne mit Kreidefarben streichen. Aber was würde ich sonst damit machen? Erstmal nichts. Und ich habe eine ganze Kiste voller Acrylfarben. Die werden es auch tun.

Auf jeden Fall werde ich im März hier im Blog berichten, wie meine No Spend Challenge gelaufen ist bzw. läuft.

Hast du schon mal eine solche Kaufdiät durchgezogen oder würdest es gerne tun?
Wie sehen deine Erfahrungen aus?

Mit diesem Artikel nehme ich teil an der #EiNaB, der Blogparade zu den Themen grünes Leben, DIY und Nachhaltigkeit.

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Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

30 Kommentare

  1. Hallo Anne,
    danke für die Erwähnung! 🙂
    Ich finde No Spend total super zur Selbsterkenntnis. Mir hat es schon den ein oder anderen Aha-Effekt verschafft. 🙂
    Halte durch! Bastelkram ist aber auch fies…
    Liebe Grüße
    Sarah

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    • Hallo Sarah,

      ja, ich bin mal gespannt wie es so weitergeht – bis jetzt läuft es gut und ohne Probleme. 🙂

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  2. Als Student, der gerade so ca. zwei Jahre lang dauerpleite war (so richtig), muss ich ein bisschen lachen. Auf jeden Fall kann ich bestätigen: Wunschlisten anlegen ist in der Tat heilsam, so manches fliegt da wieder runter (in meinem Fall eben bevor ich es mir leisten kann). Das „vorher nachdenken“ funktioniert daher auch jetzt ganz gut, wo ich etwas Geld habe, leider auch nicht immer. Ein Beispiel wäre tatsächlich auch bei mir Kreidefarbe, allerdings in Form von Sprühkreide – da gab es diese Idee für ein Fotoshooting, zack, Sprühkreide gekauft, Fotoshooting hat nicht stattgefunden, und jetzt steht die natürlich bloß rum. Ist aber tatsächlich sehr selten, weil mich auch diese Stehrumchens sehr nerven.

    Ich frage mich auch immer, und nun bist du dran mit lachen über meine Naivität, wie diese Entwicklung funktioniert. Pleitestudenten (oder Pleiteschüler, Pleiteazubis…) waren wir doch fast alle früher mal, warum fangen so viele Menschen irgendwann an, ihr Geld zu verschleudern, statt weiterhin sinnvoll damit zu wirtschaften? Ich habe eine imaginäre Liste von Dingen, die ich kaufen möchte, wenn ich nach dem Studium Vollzeit arbeite, die sinnvoll sind: Anständige Waschmaschine, neue Matratze, ergonomischer Schreibtischstuhl, so Zeug. Was kommt danach? (Fühl dich bitte davon nicht kritisiert – die Gedanken mache ich mir allgemein öfter, nicht, weil ich jetzt durch den Blogpost denke, du würdest wer weiß wie dekadent leben.)

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    • Ha, das ist eine spannende Frage… ich war ja auch mal Studentin und da auch oft so pleite, dass mein Mini-Kühlschrank in der Regel nur ein Glas Senf und eine Flasche Vodka beinhaltete. Und bei einem unserer allerersten Dates habe ich dem Besten so lange glaubhaft zu versichern versucht, dass ich wirklich nicht mal einen Kaffee trinken möchte, bis er drauf gekommen ist, dass ich schlichtweg restlos abgebrannt war. 😀

      Ich vermute mal, der Hauptgrund ist: vernünftige Erwachsenendinge zu kaufen wie Matratzen oder Waschmaschinen ist einfach stinklangweilig. Das macht man, ja, aber… es macht keinen Spaß. Und wenn man dann nicht mehr so auf jeden Euro schauen muss, als dass das Netflix-Abo oder ein neues Buch wehtun würden, ist das echt verführerisch.

      Bei uns ist das durch den Hausbau tatsächlich nochmal anders geworden. Wir sind jetzt nicht wer weiß wie reich, arbeiten aber halt beide in Vollzeit und haben keine Kinder – richtige Bilderbuch-DINKS. Vor dem Hausbau haben wir uns beispielsweise beim Lebensmitteleinkauf oft gesagt, „Dieses oder jenes gönnen wir uns jetzt einfach, wir können’s uns ja leisten“. Da haben wir beide quasi mehr gearbeitet, als wir überhaupt Zeit hatten, das Geld auszugeben.
      Mittlerweile sind wir deutlich sparsamer, was aber auch mit Nachhaltigkeits-Gedanken zusammenhängt.

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      • Haha, Daumen rauf zum Wodka! 😀 Das mit dem Kaffee beim Ausgehen kenne ich auch, selbst wenn das „Ausgehen“ in die Mensa führt.

        Danke für die ehrlichen Gedanken! Du hast schon Recht – ich freue mich tatsächlich auch immer noch über den neuen Kühlschrank, der von meinem allerersten Ratenkredit finanziert wird, aber natürlich hätte ich das Geld noch lieber für Probenraum-Equipment ausgegeben, trotz zurzeit nicht vorhandener Band. Veilleicht muss man einfach aufpassen, dass man nicht irgendwann bei jeder Idee nur noch One-Click-Einkaufen betreibt, weil man nicht mehr nachdenken muss…

        Die Nachhaltigkeitsgedanken sind bei dir wohl neueren Datums? Denn das ist sicherlich ein Hauptgrund für mein Unverständnis, ich bin sehr nachhaltig erzogen worden und habe das auch später gerne übernommen, die Frage, ob ich den Kauf von X aus Nachhaltigkeitssicht vertreten kann, ist also immer präsent, auch wenn es mal nicht am Geld scheitert. Vielleicht ist das sogar die Antwort – hält einen das Geld nicht vom Kaufrausch ab, braucht man einen anderen Grund, weil viele Dinge kaufen einfach Spaß macht. Und nachhaltiger Konsum ist ja etwas, was nach wie vor viele Menschen nicht kennen.

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        • Mh, eigentlich gar nicht mal… also, sagen wir mal so, einen gewissen Ökotick hatte ich schon immer (etwa, was Verpackungsmüll angeht oder Tierschutz) und ich war auch noch nie der Typ Shopping-Queen. Wenn ich mein Kaufverhalten und die Menge an Krempel, den ich so besitze, mit Freunden und Bekannten vergleiche, ist das vermutlich sogar eher wenig. Ich horte keine Säcke voll ungetragener Kleidung oder einen vollgestopften Dachboden oder so, was teils einfach „normal“ zu sein scheint. Aber es kommt halt immer auf die Perspektive an und womit man es vergleicht… für mein persönliches Empfinden ist Vieles immer noch Überfluss, eigentlich überflüssig. Das hinterfrage ich tatsächlich erst in den letzten ein, zwei Jahren zunehmend stärker. Wobei ich auch nicht denke, dass Minimalismus gleich der Weisheit letzter Schluss ist. Und ich will mir auch nicht alles Mögliche verbieten – aber genügsamer werden.

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          • Sehr wahr, je nach Perspektive sind wir vielleicht sogar beide schon Minimalisten. Habe da im Freundeskreis allerdings auch ein paar Beispiele, gegen die ich ein richtiger Messi bin. Und du hast auch Recht, überflüssige Dinge zu besitzen und verschwenderisch zu leben sind doch nochmal zwei unterschiedlich starke Varianten des selben Themas… also auf jeden Fall Daumen rauf, dass du beides nicht mehr willst! 🙂

  3. ich finde das eine super idee. was ich in letzter zeit begonnen hab, ist ebenfalls, mehr mit wunschzetteln zu arbeiten und erstmal abzuwarten, was davon ich eine woche später immer noch unbedingt haben will. irgendwann werde ich so eine kaufdiät auch mal starten, weil ich manchmal schon das gefühl habe, dass es ein etwas zwanghaftes muster angenommen hat, das gut und gern mal durchbrochen werden sollte. ganz aktuell ist es aus verschiedenen gründen aber sowas wie lebenshaltungsmaßnahme bis zur änderung einer bestimmten rahmenbedingung und dann soll generell an diesem verhalten ausgemistet werden.

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    • Ja, das mit den Wunschzetteln ist wirklich eine feine Sache. So schön Spontaneität ist, beim Kaufen muss ich die nun wirklich nicht haben.

      Wenn das gerade bei dir aber wichtig ist und dir hilft, finde ich das absolut in Ordnung. Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass sich diese Rahmenbedingung bald zum Besseren wendet. <3

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      • ich danke dir meine liebe <3 ich arbeite dran, aber es hängt leider nicht *nur* von mir ab. also gedrückte daumen können grade die nächsten tage erstmal bestimmt nicht schaden 🙂
        ich denke auch, man muss halt auf seine seele achten, welches verhalten nützt und welches schadet und da einfach *achtsam* mit sich sein (auch wenn dieses wort überstrapaziert ist, ist es hier einfach das richtige)

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  4. Ich muss zugeben, dass ich das ganze Jahr nichts anderes mache 😀 Ich kaufe mir seit einigen Jahren tatsächlich nur noch das, was ich wirklich brauche oder von dem ich denke, dass es mir den Alltag erleichtert. Klamotten? Das letzte Mal eine Hose im Frühjahr letzten Jahres, weil meine alte kaputt gegangen ist. Warum ich das mache? Weil sich meine Bedürfnisse irgendwie verändert haben… Ich habe keine Lust mehr auf volle Schränke oder das Geld auszugeben für Klamotten, die ich vielleicht nur zweimal anziehe..

    Klar muss ich auch zugeben, dass ich besonders im Beautybereich oft PR-Samples zugeschickt bekomme und daher immer mal wieder was Neues habe. Es ist super, aber ich bräuchte es nicht zwingend 😉

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    • Das klingt super, wie du dich da entwickelt hast! 🙂

      Bei Kleidung war ich zum Glück noch nie jemand, der oft Neues kauft. Die allermeisten Kleidungsstücke trage ich tatsächlich so lange, bis sie auseinanderfallen oder so fadenscheinig geworden sind, dass sie auch nicht mehr für den Garten taugen. 😉

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  5. „no spend“ hab ich vor ein paar Jahren immer mal mal gemacht, meistens im März – weil Dezember/Januar/Februar dem Geldbeutel feste eins drauf geben, weil ich in der Zeit den meisten Hobbykram kaufe. Und manchmal im Spätsommer nochmal.
    War schwierig, aber machbar.

    Die Hobbysachen sind auch das einzige, wo ich wirklich über die Stränge schlagen kann. Ich war nie ein großer Klamottenkäufer, ’nen Garten haben wir nicht (und die Balkonpflanzen habe ich einfach alle überwintert) – aber das Stempelset und die Stanze, da könnte man doch.. 😉

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    • Mh, spannend – hast du denn dann im April quasi „nachgekauft“ oder waren dir die Sachen dann nicht mehr so wichtig, die du dir im März eigentlich gern zugelegt hättest?

      Grad bei Bastelsachen finde ich es krass, wie sich meine Wahrnehmung vom Maß der Dinge da im Laufe der Zeit verändert hat. Ich erinnere mich, wie ich vor ziemlich langer Zeit (als ich gerade erst mit Karten anfing) das erste Mal ein YouTube-Video von irgendeiner Kartenbastlerin sah, die eine Roomtour durch ihr Werkelzimmer drehte. Mir ist förmlich die Kinnlade runtergeklappt, wie viele Kisten und Schränke und Schubladen sie voll mit allen nur erdenklichen Bastelutensilien hatte – ich hab noch gedacht, dass das bei ihr echt total aus dem Rahmen gelaufen ist und bescheuert für eine Privatperson, die einfach nur einem Hobby nachgeht.
      Mittlerweile, einige Jahre und Dutzende anderer Videos, Pinterest-Fotos und Blogbeiträge über anderer Leutz Werkelzimmer später, finde ich solche Mengen nicht mehr außergewöhnlich. Es scheint normal zu sein, einen ganzen Schrank voll mit verschiedenen Papiersorten zu haben und etliche Dutzend Stempelsets, komplette Farbkollektionen an Stempeltinte von diversen Herstellern, und und und. Und schon fühlt es sich „gerechtfertigt“ an, wenn ich über weitere Anschaffungen nachdenke… schließlich besitze ich ja viel weniger als andere. Und wenn andere so viele Varianten besitzen, scheint es ja wirklich nötig zu sein und nichts, wo ich übertreiben würde. – Wenn ich dann an die Geschichte eines Bekannten denke, der erzählte, wie seine Uroma (?) als junges Mädchen ein ganzes Jahr lang auf einem Hof schuftete und als Lohn schließlich eine Schere erhielt, weil die Bauernfamilie selber bettelarm war und dass sie diese Schere ein ganzes Leben lang wie einen Schatz behandelte, dann kann ich nur den Kopf über mich selbst schütteln.

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      • Ach jeh, ich hab irgendwie die Benachrichtigung hierzu nicht gesehen – mein Fehler.
        „nachgekauft“ habe ich tatsächlich nicht und das tue ich bis heute nicht. Die meisten Sachen landen erstmal auf einer Wunschliste und die wird immer mal wieder durchgeschaut und entrümpelt.
        Da staune ich manchmal selbst über mich, was da alles drauf landet!

        Natürlich übertreiben wir alle irgendwo. Ich brauche ziemlich sicher nicht die dritte Farbabstufung rosa Papier.. vorallem, weil ich rosa selten als Grundfarbe nutze. Trotzdem habe ich drei. Vom grünen Papier will ich gar nicht erst anfangen..
        Es ist wie mit so vielem: die Möglichkeit ist da, also will man es haben. Ob das gut ist.. nuja. Kann man drüber streiten. :/

        Antworten

    • Ah, super – dann wünsche ich dir mal gutes Gelingen! 🙂
      Magst du dann auch mal berichten, wie es bei dir gelaufen ist?

      Antworten

  6. Die Idee ist wirklich super. Ich überlege fast, einzusteigen. Aber eigentlich kaufe ich meistens nur dinge, die ich brauche. Und Jetzt steht die Investition „Schreibtisch Höhenverstellbar“ an 😉

    Liebe Grüße

    Antworten

  7. Hallo Anne!

    Ich finde es großartig, dass sich immer mehr Menschen darüber Gedanken machen, welche Auswirkungen ihr Konsum auf die Umwelt hat.

    Es gibt so viele Möglichkeiten alles zu haben, was man braucht, ohne Neues zu kaufen.

    Ich wünsche Dir ganz viele Entdeckungen, wie Du auch anders zu dem kommst, was Du gerne hättest. Nicht alles muss man besitzen, um es zu nutzen.

    lg
    Maria

    Antworten

    • Hallo Maria,

      jap, das finde ich – und das ist für mich auch einer der Gründe, hier darüber zu schreiben. Klar, ich könnte so eine Challenge auch einfach im stillen Kämmerlein durchführen. Aber erstens finde ich es motivierend, sie nicht einfach stillschweigend unter den Teppich kehren zu können, wenn’s nicht laufen sollte. Und zweitens sind es ja auch die Blogeinträge anderer, die bei mir das ein oder andere angestoßen oder vertieft haben (und das immer wieder aufs Neue tun)… da möchte ich gerne auch meinen Teil dazu beitragen. Und ich bin nun wirklich nicht perfekt – was ich da hinkriege, kann jeder schaffen.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  8. „No spend“ habe ich so noch nie gemacht und im Moment scheint mir das auch zu rigide. Wenn ich mit den Kindern etwas unternehmen will oder doch unterwegs Hunger bekomme, will ich doch etwas kaufen/ausgeben können. Was ich aber schon einige Wochen lang gemacht habe: Mir für eine Woche 50 Euro in den Geldbeutel stecken. Das musste für alles (bis auf den großen Lebensmittel-Einkauf) reichen. In manchen Wochen war es gar kein Problem und andere waren eher schwierig… Das ist auch sehr interessant und ich habe viel bewusster gemerkt, wofür ich Geld ausgebe und manchmal auch wie sich kleine Beträge aufaddieren.
    Im Moment mache ich ganz konkret eine Hobby/Stoff-bezogene „No-Spend-Zeit“ – keine Stoffe, bis ich die zuletzt gekauften alle vernäht habe. Darüber berichte ich aktuell auch auf meinem Blog 🙂
    Viel Erfolg weiterhin bei deiner Challenge!
    Cailin

    Antworten

    • Hallo Cailin,

      das ist schon spannend zu beobachten, wofür man sein Geld überhaupt ausgibt. Hat das denn etwas an deinem Kaufverhalten geändert, als dir das so bewusst wurde?
      Nichts für ein Hobby zu kaufen, bis die vorhandenen Vorräte aufgebraucht sind, finde ich super. Das hab ich mir in Bezug auf Papier etc. auch vorgenommen – dann tritt man sich halt auch mal dazu, die Dinge zu verwurschteln, die sonst ewig nur im Schrank liegen würden. Und wer weiß, was dabei alles entsteht. 🙂

      Viel Erfolg wünsche ich dir! 🙂

      Antworten

  9. Eine sehr coole Challenge! Es ist wirklich eine gute Idee mal zu schauen, ob man wirklich dies oder jenes braucht. Manchmal kauft man ja ohne Verstand nur weil es einem gerade im Moment gefällt. Ich glaube schon, dass man da viel Geld sparen kann. Ich notiere mir ja seit Monaten, für was ich wie viel Geld ausgebe und bin letztendlich bei dem Fazit: ich gebe (zu) viel für Essen (gehen) aus. Das ist für mich zum Beispiel schöner als feiern, also in Discos, zu gehen. Aber es summiert sich eben auch… Mal schauen, ob ich das eindämmen kann 😉 Und mal schauen, ob ich auch an dieser Challenge teilnehme – aber wohl nicht gleich 🙂

    Antworten

    • Hallo Jana,

      deine Ausgaben aufzuschreiben, ist auf jeden Fall schon mal hilfreich! Ich mache das für unser Konto und habe da eine riesige Excel-Datei, in der ich unter anderem auch jeden Monat sehen kann, wann was abgebucht wird und wie viel Geld uns jeden Monat zur Verfügung steht. Das ist schon aufschlussreich zu sehen, was sich da so zusammenläppert.

      Vielleicht wäre es ja eine Idee, dass du das Essengehen so etwas Besonderem machst? Sprich, wenn es etwas zu feiern gibt oder als Abschluss für einen besonderen Tag?

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  10. Eine Kaufdiät habe ich noch nie bewusst durchgeführt, da ich eh kaum Geld ausgebe. Und wenn, dann überlege ich meist auch noch 2-3 mal, ob ich mir das wasauchimmer wirklich kaufen will. Ich gehöre zu den sparsamen Leuten. Dafür gerate ich allerdings 1 mal im Jahr in einen Kaufrausch.. immer zu Weihnachten, da kaufe ich nicht nur Leidenschaftlich gerne Geschenke für andere, sondern auch gerne mal welche für mich. Wobei Kaufrausch für mich dann sicher noch eine andere Bedeutung hat, als für viele andere. 😉

    Lieben Gruß

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  11. Um ehrlich zu sein, bin ich so ziemlich immer auf Kaufdiät, da ich nur über ein Studentenbudget verfüge ?

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  12. Pingback: Meine No Spend Challenge - Fazit nach einem Monat | vom Landleben

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