Steckdose

Die Sache mit dem Stromverbrauch

Wenn es um einen nachhaltigeren Lebensstil geht, gibt es ja jede Menge Ansatzpunkte: weniger Müll verursachen. Mehr Regionales und Saisonales essen. Weniger neues Zeug anschaffen. Öfter das Auto stehen lassen. Weniger Strom verbrauchen. Und und und…

In diesem Beitrag geht es um das Stromsparen und unsere Schritte in diese Richtung.

Stromsparen?! Wieso überhaupt?

Wir verbrauchen heutzutage so viel Energie, dass wir unseren Planeten damit kaputtmachen. CO₂-Ausstoß, Treibhauseffekt, Klimawandel, … du weißt schon. Wenn wir weniger Strom verbrauchen, muss logischerweise gar nicht erst so viel Strom erzeugt werden.

Es gibt ja das Vorurteil, dass ein umweltbewusster Lebenswandel teurer sei – etwa, weil die Preise im Biomarkt höher sind als beim Discounter. Beim Stromverbrauch gilt das definitiv nicht. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde hat nämlich auch einen unmittelbar spürbaren Effekt – sie spart bares Geld, wenn die nächste Stromrechnung ins Haus flattert.

Beim Stromsparen tun wir also nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.

Nicht selbstverständlich

Wir Menschen ticken ja nunmal so, dass das, womit wir aufwachsen, für uns „normal“ ist. Ich bin in den Achtzigern geboren und elektrische Geräte waren für mich immer selbstverständlich.

Hand aufs Herz – ohne Strom sähe mein Alltag komplett anders aus. Weder gäbe es mein Studienfach (Informatik), noch die Branche, in der ich arbeite (E-Commerce). In Sachen Hobbys gäbe es kein Bloggen und keine Digitalfotografie, und überhaupt hätte ich dazu wahrscheinlich gar keine Zeit, weil selbst so banale Dinge wie das Wäschewaschen viel, viel aufwändiger wären.

Nichtsdestotrotz sind Tausende Generationen vor uns ohne Elektrizität ausgekommen. Wenn ich mir das mal bewusst vor Augen führe, verschiebt das die Perspektive auf mein eigenes Leben.

Auf dem Teppich bleiben

Strom sparen zu wollen heißt nicht, alles zu verteufeln, was einen Stecker hat.
Solche radikalen Ansätze führen nur zu Polemik à la „Oh, dann müssen wir wohl wie die Steinzeitmenschen wieder in Höhlen wohnen!“ und das bringt uns nicht weiter.

Genau wie Zero Waste, wenn wirklich gar kein Abfall erzeugt werden soll, sind solche radikalen Ansätze abschreckend bzw. für viele Leute einfach nicht umsetzbar. Es kann und will nicht jeder sein Leben komplett auf den Kopf stellen.
Ich denke, dass viele kleine, einfach umzusetzende Schritte da deutlich mehr bringen. Um die soll es auch hier in den kommenden Blogartikeln gehen.

Ich bin verdammt dankbar für die Möglichkeiten, die aus so einer Steckdose kommen. Ich finde es nur wichtig, dass wir verantwortungsbewusst damit umgehen und keine Energie gedankenlos verschwenden.

Wofür verbrauchen wir Strom?

Wenn ich mir bewusst mache, wofür ich alles Strom verbrauche und wie abhängig ich damit bin, macht mich das schon nachdenklich.

Morgens wache ich vom Alarm meines Handyweckers auf. Während ich erst im Bad, dann in der Küche und danach in meinem Arbeitszimmer bin, schalte ich jeweils das Licht ein. Dank Heizung ist es dabei angenehm warm. In der Küche koche ich mir einen Kaffee, nehme die Milch dazu aus dem Kühlschrank und frühstücke vor dem Computer.

Danach putze ich mir die Zähne mit der elektrischen Zahnbürste, dusche mit heißem Wasser und föne mir die Haare. Weil es draußen noch dunkel ist, nehme ich auf die Hunderunde eine Taschenlampe mit und löse erstmal die Bewegungsmelder vor der Haustür und der Garage aus. Vom Hügel aus sehen die von Weihnachten übrig gebliebenen Lichterketten in den Gärten nett aus.

Nachdem ich mit dem elektrischen Türdrücker das Garagentor geöffnet habe, fahre ich mit dem Auto zum Bahnhof und von da aus weiter in die Firma. Dort verbringe ich den ganzen Tag abwechselnd vor meinem eigenen Laptop und den großen Monitoren in Konferenzräumen.

Abends kochen der Beste und ich Nudeln auf dem Herd, erhitzen die Soße schnell in der Mikrowelle und entspannen uns bei einer Netflix-Folge vor dem Fernseher. Das Geschirr wandert danach in die Spülmaschine, während des Küchemachens hören wir Musik über Handy & Soundbox. Zwischendurch klingelt das Telefon.

Und so weiter…

Und das ist nur unser direkter Stromverbrauch. Hier ist noch nicht berücksichtigt, dass so ziemlich alle Gegenstände um mich herum – von der Kloschüssel über Bücher, unsere Treppenstufen, die Möbel bis hin zur Tasse und Tastatur – mit Hilfe von Maschinen hergestellt wurden, die dafür ebenfalls Strom verbraucht haben. 😧

Ich finde das krass. Die gute Seite daran ist, dass das jede Menge Möglichkeiten zur Optimierung bietet. 🙂

Wie viel Stromverbrauch ist normal – und was verbrauchen wir?

Beruflich beschäftige ich mich ja viel mit Datenanalyse und eines meiner liebsten Zitate lautet:

What’s measured, improves.

Peter Drucker

Der erste Schritt in Sachen Stromsparen ist für mich daher, einen Überblick darüber zu bekommen, wie viel Strom wir überhaupt verbrauchen, wofür und wie die Werte einzustufen sind.

Das „wie viel“ ist einfach, dafür gibt es die jährliche Stromrechnung bzw. den Blick auf den Stromzähler im Keller. Und genau das hat auch den Anstoß gegeben, mich überhaupt näher mit diesem Thema zu beschäftigen: unser Stromverbrauch ist deutlich höher, als er es sein sollte.

Für einen Zweipersonenhaushalt werden als Richtwert pro Jahr 2.700 kWh angegeben. Wir kommen auf 5.200 kWh, also fast das Doppelte. 🙈 Und das ist nur der normale Strom, denn unsere Wärmepumpe läuft über einen eigenen Zähler. Update: mittlerweile haben wir herausgefunden, dass nur die Heizung über den Zweitzähler läuft. Das Warmwasser läuft tatsächlich über den Hausstrom.

Unsere Stromrechnung war schon so krass, als wir noch in einer deutlich kleineren Wohnung statt in einem Haus lebten, keine Spülmaschine hatten und noch nicht regelmäßig den Backofen angeheizt haben, um unser eigenes Brot zu backen. Seitdem ist es aber nicht besser geworden.

Das Thema Stromverbrauch ist mir nicht nur seit längerem ein Dorn im Auge. Vor allem ist es mir auch ein Rätsel. Ich habe nämlich eigentlich nicht das Gefühl, als würden wir wer weiß wie verschwenderisch bzw. krasser als andere Leute leben. Die Durchschnittswerte stammen ja vermutlich nicht aus den 1920ern. 🤔

Das ist mir jetzt etwas peinlich, aber: ich habe es bis heute nicht geschafft, dahinterzukommen, wofür wir eigentlich so viel Energie verballern.

Deswegen ist das mein erstes Projekt für 2020. 🙂

Unseren Stromverbrauch nachvollziehen: hallo Stromzähler, hallo Excel

Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, habe ich einen Stromzähler angeschafft.

Stromzähler

Das ist ein handliches Gerät, das man einfach zwischen Steckdose und Stecker einstöpselt und das dann den Stromverbrauch misst.


Meine Oma führte früher ein Heft, in dem sie sämtliche elektrischen Geräte in ihrem Haushalt auflistete. Wozu genau sie das getan hat, weiß ich nicht. Früher belächelte ich das… aber was soll ich sagen? Mittlerweile habe ich selber so eine Liste.

Um die Daten zu erfassen, habe ich nämlich eine Excel-Datei angelegt (jaah, ich liebe die Dinger! 😀 ). Darin habe ich alle Räume und sämtliche darin jeweils enthaltenen Elektrogeräte aufgelistet: von den Deckenlampen und dem Drucker über unsere beiden Laptops, Ladegeräte und LED-Lichterketten bis hin zu Wecker und Wasserkocher.

Für jedes Gerät messe ich jetzt, wie viel Energie es verbraucht. Manche, wie etwa der Kühlschrank, laufen rund um die Uhr. Für andere Geräte berechne ich, wie viele Stunden pro Jahr sie durchschnittlich im Einsatz sind.

Allerdings gibt es einige Geräte, die entweder gar keinen Stecker haben (wie etwa die Deckenlampen) oder wo ich nicht drankomme / der Stromzähler nicht dranpasst (schöne Grüße an die Spülmaschine!). Da arbeite ich nolens volens mit der Angabe von den Datenblättern, die beim Kauf beilagen. Wobei die natürlich ungenau sind, weil der Stromverbrauch je nach Modus / Helligkeit / etc. variiert.

Auf diese Weise will ich verstehen, wie sich unser Stromverbrauch überhaupt zusammensetzt und auch, wo etwas faul ist. Denn wir fangen ja nicht bei Null an, sondern haben in den letzten Jahren schon an etlichen Stellschrauben gedreht.

Wo sparen wir schon Strom?

All unsere Lampen sind Energiesparlampen. Das Licht schalten wir aus, wenn wir einen Raum verlassen (womit ich den Besten manchmal zum Wahnsinn treibe 😀 ). Der Fernseher oder die Musik laufen auch nicht einfach im Hintergrund weiter, wenn keiner dabei ist.

Am Fernseher und einigen anderen Geräten ist eine ausschaltbare Steckdosenleiste angebracht, sodass die Geräte nicht im Stand-By bleiben.

Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft beim Stromsparen

Die Waschmaschine läuft im Eco-Modus und meist nur auf 30°C, auch die Spülmaschine läuft auf Eco. Generell werden die beide nur angestellt, wenn sie auch wirklich voll sind.

Beim Backofen versuchen wir, die Energie sinnvoll zu nutzen. Also etwa erst den Auflauf zubereiten und dann direkt im Anschluss Brot backen, sodass wir nur einmal anheizen müssen. Wenn nur ein einzelnes Brötchen aufgebacken werden soll, schmeißen wir dafür nicht extra den Backofen an.

Mittlerweile sind wir übrigens auch endlich auf Ökostrom umgestiegen. Das macht den Verbrauch zwar nicht niedriger, aber immerhin ein kleines bisschen weniger umweltschädlich.

Wo sehe ich noch Verbesserungspotential in Sachen Stromverbrauch?

Eventuell stelle ich beim Messen fest, dass irgendein Gerät an sich einfach unglaublich viel Strom frisst. Davon unabhängig suche ich aber auch nach Möglichkeiten, um die vorhandenen Geräte einfach sparsamer zu nutzen:

Aus Faulheit habe ich meinen Rechner meist nur in Stand-By versetzt, statt ihn herunterzufahren und beim nächsten Mal dann darauf zu warten, dass sämtliche Dateien wieder geladen werden. Das habe ich jetzt begonnen zu ändern. Wenn ich tagsüber eh nicht am Rechner bin sowie über Nacht wird er jetzt konsequent ausgeschaltet.
Vermutlich macht das nicht 1.000 kWh im Jahr aus, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Der Trockner läuft einmal in der Woche, weil der Beste auf flauschigen Handtüchern statt kratzigem Frottee von der Stange besteht. Da experimentiere ich gerade mit anderen Betriebsmodi herum.

An den Tagen, wo ich morgens keinen Wecker brauche, schalte ich mein Handy jetzt nachts aus.

Statt mindestens einmal pro Woche mit dem Staubsauger herumzufuhrwerken, will ich öfter einfach mal fegen. Wir haben ja fast nirgendwo Teppiche, da sollte das ganz gut gehen.

Ich gespannt, was ich in den nächsten Wochen so herausfinde.

Natürlich werfe ich jetzt auch regelmäßig einen neugierigen Blick auf unseren Stromzähler im Keller, um zu sehen, welche Auswirkungen das alles hat. 🙂

Mit dem Stromzähler im Keller habe ich den Stromverbrauch im Auge

Wie ist das bei dir – achtest du auf den Stromverbrauch?

Mit diesem Artikel nehme ich teil an der #EiNaB, der Blogparade zu den Themen grünes Leben, DIY und Nachhaltigkeit.

36 Kommentare

  1. Christiane sagt:

    Moin,

    kürzlich habe ich dazu auch überlegt.

    Ich gestehe: unsere Geräte sind oft im Stand-By-Modus und ich hatte mir überlegt, dass zu unterbinden. Aktuell mit einer einfachen Steckdosenleiste mit An-Aus-Knopf.

    Das Problem: Der Griff hinter den Fernseher.
    Lösungsidee: Funk-Leiste mit Fernbedingung.

    Nächstes Problem: An der Leiste hängen XBox, Playstation, Sky und der Fernseher. Oftmals brauchen wir nur den TV, aber alles geht in den Stand-By. Da möchte ich mir noch eine möglichst „kabelarme“ Lösung einfallen lassen.

    Wie du siehst: Auch hier sind Überlegungen im Gange, da kommt mir dein Beitrag gerade recht 🙂

    Ich bin gespannt von deinen Lösungen zu lesen!

    (P.S.: Ich bin eh pro fegen, da ich Staubsauger und deren Lärm nicht so mag. Trotzdem haben wir einen Staubsaugroboter… Der ist aber oft „offline“, weil er noch keinen wirklich festen Platz hat)

    • Anne sagt:

      Cool, dass du da auch am Ball bist! 🙂

      Die Sky-Receiver (wir haben einen im Wohnzimmer und einen im Keller) sind bei uns tatsächlich auch immer im Stand-By, weil die irgendwie dauerhaft mit dem Internet verbunden sein müssen. Andernfalls würde man die Zweitkarte gesperrt bekommen (weil man die ja theoretisch sonst verleihen könnte… irgendsoetwas war da die Begründung). Den Sky-Receiver im Keller haben wir jetzt in so ein Deep-Stand-By versetzt, wo er weniger Strom zieht. Für den im Wohnzimmer taugte das leider nicht, weil der danach echt lange zum Aufwachen braucht (der im Keller ist seltener in Betrieb, wenn der Beste da Sport macht und nebenbei Fußball laufen lässt… da kann man die Startzeit von vornherein mit einplanen).

      Die Steckerdosenleiste vom Fernseher (mit Anlage und DVD-Player) liegt so seitlich, dass man ganz gut drankommt. Ansonsten klingt das mit der Funkleiste auch praktisch.

  2. Liebe Anne,
    dieser Post bringt uns vermutlich beiden etwas…eine sog. Win-Win Situation… Wieso wirst du Dich jetzt vermutlich fragen…Ich erkläre es ganz schnell:
    Also ich habe einen Vorteil aus Deinem Hinweis auf dieses Strom-Messgerät. Das wird in aller Bälde angeschafft. Denn damit kann man exakt feststellen, dass z.B. die Geräte im Stand-By-Modus mit Sicherheit mehr an Strom verbrauchen, als mein Mann zugeben will…Das ist immer wieder ein Diskussionspunkt hier bei uns…

    Und ich kann Dir vielleicht helfen, indem ich Dein Augenmerk auf das Brotbacken lenke…Wir selbst haben vor etlichen Jahren (so ca.vor 25 Jahren) schon einmal unser Brot selbst gebacken. Das war eine Zeit als unsere Kinder mächtig im Wachsen waren und besonders unser Sohn jede Menge an Nahrung vertilgte. Da war jeden Tag Brot backen angesagt…Als wir dann im darauffolgenden Jahr die Stromabrechnung mit einer deftigen Nachzahlung bekamen, waren wir zuerst geschockt. Dann haben wir genauer überlegt und einmal überschlägig ausgerechnet, was alleine die vielen Brote (auf Hitze bringen, mind. 1 Std. Backzeit bei hohen Temperaturen) an Strom gekostet haben…Das Ergebnis war niederschmetternd und wir hatten zuerst einmal „die Flemm“ (= saarländische Mundart für stark gefrustet). Also stellten wir zunächst das Brot-Backen wieder ein…Aber, wenn mal einmal diese abwechslungsreichen, nach eigenem Gutdünken und Geschmackserlebnis ausgerichteten Brotsorten genossen hat, schmecken die aus dem Laden lange nicht mehr so gut…Also – neue Überlegungen…Wir fanden dann für uns eine Lösung. Ich habe den Backofen-Innenraum genau ausgemessen und dann entsprechende Kastenbackformen gesucht, die solche Ausmessungen hatten, dass 4 davon auf einmal in den Backofen passten…Das bedeutete 3/4 der Energie, die wir zuvor fürs Brotbacken eingesetzt hatten, konnten wir sparen…Die Rechnung ist vielleicht nicht ganz korrekt, denn wir haben 3 der Brote ganz frisch (aber natürlich richtig abgekühlt) eingefroren. Damals war die Kühltruhe aber nicht so ausgelastet wie heute, und so muss an dieser Stelle kaum an zusätzliche Stromanteile gedacht werden.
    Uns hat diese Umstellung in jedem Fall eine sehr spürbare Menge an Stromkosten erspart.

    Hilft Dir dies weiter?

    Noch kurz zum durchschnittlichen Stromverbrauch eines 2-Personen Haushalts. Wir lagen in 2012 noch über der 3.100 Marke…obwohl wir auch damals schon Sparbirnen hatten, aber nicht überall. das haben wir zunächst geändert, dann sind wir ähnliche Wege gegangen, wie Du sie hier aufführst…Es wird in der Regel nur noch 1 x in der Woche gesaugt, ansonsten ist kehren angesagt; einen Trockner haben wir auch nicht mehr. Ich habe meinem Mann erklärt, dass dieses heftigere Rubbeln der Haut die Durchblutung anregt, dem Körper gut tut und einem durchtrainierten Mann vermutlich sowieso „lieber ist“…(Trick 17). Wasch- und Spülmaschine laufen nur, wenn die Füllung stimmt…Lichter werden ausgeschaltet; auf zusätzliche weihnachtliche Beleuchtung am Haus und an den Fenstern haben wir in 2019 gänzlich verzichtet; eine Kerze vor der Haustüre – das war´s! Microwelle wird nicht mehr zum Auftauen genutzt – das Gefriergut einfach früher aus der Truhe holen; ich hatte bis vor Kurzem ein Bügeleisen mit Piepser – es gab einen Ton, wenn man zu lange beim Zusammenlegen brauchte – nervte am Anfang ganz schön, machte aber gleichzeitig deutlich wieviel Zeit vergeht, in der das Eisen ungenutzt Strom verbrauchte – es hat mich regelrecht umerzogen!!!
    beim Neukauf von E-Geräten auf Energieeffizienz achten…mehr fällt mir im Augenblick nicht ein…

    Jetzt wünsche ich Dir und Deinem Besten ein segensreiches 2020 und alles Liebe

    Heidi

    PS unser aktueller Stromverbrauch hat sich zwischen 2.400 und 2.600 eingependelt…Aber auch daran kann man noch arbeiten! Viel Erfolg in dieser Sache Euch Beiden!

    • Anne sagt:

      Hallo Heidi,

      schön zu hören, dass wir nicht die einzigen mit solchen Debatten sind. 😉

      Ja, Stand-By ist halt so ein Stromverbrauch, von dem man letztlich nichts hat. Wenn man Musik hören möchte und dafür Strom verbraucht, ist das die eine Sache. Aber wenn ein Gerät untätig vor sich hin rödelt, während man nicht mal da ist… narf.

      Das mit dem Backen mehrerer Brote klingt auf jeden Fall gut! Der Beste ist da noch skeptisch, weil er aufgetautes Brot nicht so gerne isst. Ich selbe schmecke da ehrlicherweise keinen großen Unterschied, ob ein Brot jetzt drei Tage lang im Brotkasten lag oder am Vortag aufgetaut wurde. Ich bleib da mal dran!

      Zum Auftauen nutzen wir die Mikrowelle gar nicht. Umgekehrt lassen wir übrig gebliebene Essensreste auch immer erst abkühlen, ehe wir sie in den Kühlschrank stellen oder einfrieren.
      Unser Kühlschrank steht schon lange bei 7°C. Den Gefrierschrank habe ich jetzt nach einer erneuten Recherche, was der den wirklich braucht, mal umgestellt von -18°C auf -15°C.

      Ein Bügeleisen besitzen wir nicht mal. 😀
      Das Piepsen klingt aber auf jeden Fall extrem hilfreich.

      Viel Erfolg weiterhin beim Stromsparen, und überhaupt ein schönes 2020!

      Liebe Grüße
      Anne

  3. Konzertheld sagt:

    Ha, mein Thema! Ich bin ein totaler Kontrollfreak beim Strom. Allerdings mit Erfolg: Als ich mal beim Stromanbieter anrief, sie sollen bitte meinen Abschlag nicht anhand der für einen Einpersonenhaushalt üblichen 1500kWh bemessen, sondern an meinen echten 950, ist denen wohl erstmal die Kinnlade runtergeklappt. So ein Strommessgerät habe ich also auch schon ewig und finde es nach wie vor nützlich. Damit findet man z.B. auch heraus, ob ein Kühlschrank vielleicht defekt / undicht ist und irre viel Strom verbraucht.

    Was ich aus meinen Erfahrungen beitragen kann: Licht und Standby machen etwas aus, aber weniger, als man sich erhofft. Was für Energiesparlampen habt ihr? Jede Sorte spart enorm viel gegenüber Glühbirnen, aber LEDs nochmal spürbar mehr.

    Hilfreich ist auch, den Standby-Verbrauch des gesamten Haushaltes zu kennen. Also: Wenn ihr mal beide gemeinsam wegfahrt, vorher und nachher Stromzähler ablesen. Ich erfuhr so, dass genau ein Drittel meines Verbrauchs Leerlauf ist, also effektiv: Der Gefrier- und Kühlschrank wenn ihn keiner aufmacht, der DSL-Router und… eigentlich war’s das auch schon.

    Geht der Stromverbrauch für Gartengeräte bei euch mit ein? Ich könnte mir vorstellen, dass die Pumpe ne Menge zieht. Und der Trocker ist definitiv ein Stromfresser, auch bei seltenem Gebrauch. Ich habe auch bewusst keine Spülmaschine, weil auch die echt viel Strom verbraucht. Und bei Waschmaschinen hat sich viel getan, ich weiß nicht, wie alt eure ist, meine ist nagelneu. Als ich noch keine LED-Lampen, meinen ersten Kühlschrank und eine richtig alte Waschmaschine hatte, habe ich deutlich über 200 kWh mehr verbraucht im Jahr.

    • Nara sagt:

      Sehr interessant! Wir sind jetzt Mitte Dezember in unserem Neubau eingezogen und haben schon 700kwh verbraucht (mit Luft-Luft-Wärmepumpe allerdings). Sofern Lampen hängen sind es überall LEDs. Spülmaschine läuft sehr oft. Wir haben am Fernseher WLan-fähige Steckdosen und können diese per Siri oder App ein- und ausschalten. Die Playstation hat auch so eine und ist daher auch auslassbar. Bin sehr gespannt was du rausfinden wirst.

      • Anne sagt:

        Hallo Nara,

        Glückwunsch zu eurem neuen Haus! 🙂

        Wir sind damals ja auch im Winter eingezogen und da stand sowohl beim Umzug selber, als auch vorher bei verschiedenen Handwerkern wie etwa dem Montieren der Treppe dauernd die Haustür offen. Das hat da natürlich für mehr Heizkosten gesorgt als normalerweise. Toi toi toi, dass sich das bei euch einpendelt!

        Liebe Grüße
        Anne

    • Anne sagt:

      Wow, das ist echt beeindruckend! 🙂

      Wegen der Lampen muss ich direkt mal nachgucken. In den Decken haben wir auf jeden Fall LED-Spots verbaut. Bei den anderen Lampen sind wir vor etlichen Jahren, als wir noch in der Wohnung lebten, in einer Hauruck-Aktion in den Baumarkt gefahren und haben sämtliche Lampen gegen die energiesparendste Version ausgetauscht, die es da gab. Da lag dann auch ein dreistelliger Eurobetrag im Einkaufswagen. *hust

      Unsere Kühl-/Gefrierkombi habe ich ja so latent im Verdacht. Ich muss die nochmal über einen längeren Zeitraum als nur ein paar Stunden messen. Die ist auf jeden Fall schon ziemlich alt, weil wir sie vor Jahren gebraucht gekauft haben. Waschmaschine und Trockner sind… äh, jetzt wollte ich gerade „neu“ schreiben, wobei mir aber klar wird, dass die Anschaffung auch schon fast 10 Jahre her ist. Gosh, ich bin auch alt. 😀

      Die Gartengeräte sind da auch mit dabei, ja. Ich muss direkt mal raussuchen, was für einen Verbrauch die Pumpe in der Zisterne hat. Ansonsten haben wir da recht wenig mit Stecker… wobei dieses Jahr vermutlich ein Akku-Rasenmäher statt der uralten Benzinschleuder dazukommt, die trotz Reperaturversuch allmählich den Geist aufgibt.

      Liebe Grüße
      Anne

      • Konzertheld sagt:

        LED-Spots sind ja dann auch wieder gleich mehrre. 😉 Wobei die ja oft auch jede einen niedrigeren Stromverbrauch haben. Und Licht macht echt nicht soo viel aus, ich bin ja eine Nachteule, entsprechend beleuchte ich viel viel mehr als andere Menschen. Zurzeit ist es besonders krass, ich schlafe manchmal genau dann, wenn es hell ist. (Andere Baustelle.)

        10 Jahre alt ist jetzt nicht uralt, aber so alt wäre mein alter Kühlschrank jetzt auch. Da hat sich wohl doch einiges getan. Ich weiß auch nicht, ob der Prozess des Alterns auch eine Rolle spielt. Ich muss meinen Gefrierschrank auf jeden Fall mal wieder abtauen… aber ja, bei den Kühlgeräten ergibt eigentlich nur eine 24h-Messung Sinn, da die ja völlig unvorhersehbar kühlen. Immer mit der Ruhe. 🙂

        Ich hoffe dann schonmal auf einen Bericht über den Akku-Rasenmäher! Hätte mir fast einen gekauft, habe dann aber einen alten mit Kabel geschenkt bekommen und noch läuft der super. Bin ich ganz froh drüber, umwelttechnisch ist der definitiv am wenigsten problematisch – kein Benzin, keine Akkuchemie. Sonderlich praktisch ist es aber definitiv nicht.

        • Anne sagt:

          Ja, unseren jetzigen Rasenmäher haben damals meine Eltern angeschafft, als ich noch ein Teenie war. Der ist also echt uralt und bei jedem Mähen frage ich mich, ob er jetzt endgültig den Geist aufgibt.
          Mit einem Kabel funktioniert das bei uns leider nicht, dafür sind definitiv zu viele Bäume und Stauden im Weg, die ich früher oder später strangulieren würde.
          Ich spiele immer mal wieder auch mit dem Gedanken an einen Handrasenmäher, also ganz ohne Antrieb… ich weiß nur nicht, wie praxistauglich so ein Ding bei unserem Grundstück wäre. Der Rasenanteil wird dank meiner Expansionspolitik in Sachen Beete zwar potentiell eher weniger :D, aber eine Menge ist es immer noch, plus die Steigungen hier. Hmmm.

          • Konzertheld sagt:

            Hmm, ein Handrasenmäher ist auch ne Idee, aber ich glaube, das wäre mir dann tatsächlich zuviel. Meiner hat nämlich keinen Korb mehr, das heißt, zusammenrechen muss ich jetzt schon. Das müsstest du ja dann auch, oder? Also jedenfalls kenne ich keine manuellen Mäher mit Auffangkorb.

            Oder halt doch Schafe… 😉

          • Anne sagt:

            Ha, bring mich nicht auf dumme Ideen… 😀 Ist ja nicht so, als würde ich nicht schon länger tatsächlich mit Schafen liebäugeln. 😉 Nicht zum Rasenmähen im Garten zwar, sondern auf einer Weide… aber ja, Schafe sind toll. <3 Aktuell hängt es an mangelnden Weideflächen - aber irgendwann bestimmt. 😉

            Auf Amazon habe ich einen Handrasenmäher mit Korb gesehen. Allzu groß sieht der allerdings nicht aus (27 Liter - weiß gar nicht, was in meinen aktuellen Auffangkorb reingeht). Ein Argument für einen Akkumäher wäre für mich die Mulchfunktion, weil hier teilweise mehr Rasenschnitt anfällt, als ich auf den Beeten verteilen kann. Das geht mit einem Handrasenmäher halt nicht. Öfter als maximal einmal in der Woche habe ich einfach keine Zeit zum Mähen, sodass das Gras dann meist zu hoch ist, um es anschließend einfach auf dem Rasen liegen zu lassen. Trotzdem tendiere ich irgendwie gerade zu der manuellen Version. 😉
            So oder so werde ich im Frühsommer oder so dann mal über meine Erfahrungen berichten. 🙂

          • Konzertheld sagt:

            Okay, mit Korb ist das tatsächlich ne interessante Option, zumindest einen Versuch wert. 27 Liter klingen jetzt erstmal nicht so viel, aber vermutlich möchte man eh öfter mal verschnaufen. 😀

            Ist „Mulchfunktion“ nicht ein Euphemismus für „verteilt den Rasenschnitt trotz Korb in der Gegend“? 😀 Oder wird da auch hoher Rasenschnitt kleiner zerkleinert? Krass wie schnell euer Rasen wächst, dafür ist meiner glaube ich insgesamt in einem zu schlechten Zustand. Ich mähe eher so 1-2x im Monat…

          • Anne sagt:

            Ein Mulchmäher häckselt den Grasschnitt halt, ehe er ihn wieder ausspuckt. Von daher hat man dann nicht große Flatschen aus langen Grashalmen auf dem Rasen zu liegen, sondern das Zeug wird fein verteilt. letztlich soll der Rasen damit quasi gedüngt werden. Ich weiß allerdings nicht, bis zu welcher Rasenhöhe das noch gut funktioniert.

            Bei uns gibt es Stellen, an denen der Rasen kaum nachwächst – beispielsweise vor dem Gartenhäuschen, wo vermutlich die Wurzeln des alten Apfelbaums viel Wasser entziehen. In anderen Bereichen ist es durchschnittlich und dann gibt es so Stellen, etwa da wo jetzt die Hochbeete stehen, da wächst das Zeug wie sonstwas. Ich glaube, da hatte ich im Herbst 2018 Kompost verteilt, das scheint gewirkt zu haben. 😀

          • Konzertheld sagt:

            Interessante Idee auf jeden Fall, diese Flatschen sind ja durchaus mal problematisch. Wobei man dann natürlich nicht mehr zusammenrechen kann, aber das ist ja auch nicht der Sinn der Sache und sicher ist die Funktion optional zuschaltbar. Richtig praktisch wäre es, wenn es auch bei langem Gras funktioniert, aber das wirst du wohl durch Ausprobieren herausfinden, falls es ein elektrischer wird. 🙂

          • Anne sagt:

            Ja, da kommt halt kaum Sauerstoff durch und darunter kann es dann schnell anfang zu faulen bzw. der Rasen geht kaputt. Aus diesem Grund schmeiße ich den Rasenschnitt auch nicht mehr auf den Kompost, sondern verteile ihn nur relativ dünn auf den Beetflächen.

          • Moin. Ich habe gerade deinen Blog entdeckt – gefällt mir sehr gut, vielen Dank für die vielen Tipps. Zum Thema Rasenmäher: Wäre es vielleicht eine Option, den Rasen zumindest in Teilen einfach wachsen zu lassen und nur zweimal im Jahr zu mähen? Die Bienen würd’s freuen …
            Gruß
            Cordula

          • Anne sagt:

            Hallo Cordula,

            dann mal willkommen hier, ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen! 🙂

            Im Frühjahr habe ich mir tatsächlich einen Spindelmäher / Handrasenmäher angeschafft. Damit klappt das Mähen wunderbar, ganz ohne Stromverbrauch. Demnächst muss ich das gute Stück mal in einem Artikel vorstellen, so einen Erfahrungsbericht hätte ich mir vor der Anschaffung selber gewünscht.

            Grundsätzlich gebe ich dir recht, wenn möglich sollte man lieber einmal weniger mähen. Ich mähe bei uns je nach Wetter & Wachstum alle ein bis zwei Wochen, dazwischen dürfen Klee, Gänseblümchen, Hahnenfuß & Co. in der Wiese blühen. Noch länger möchte ich das Gras allerdings nicht werden lassen, dazu ist mir unser Garten zu klein / hat keinen „verwilderten“ Teil (wir haben hier ringsherum eh jede Menge riesiger ungemähter Wiesen). Die Bienen finden bei uns in den Beeten jede Menge Nahrung. 🙂

            Liebe Grüße
            Anne

          • Konzertheld sagt:

            Ich glaube, es geht da nicht nur um Nahrung; hier in Chemnitz ist das mit den Insektenwiesen usw. gerade groß Thema. Aber bei euch auf dem Land dürften sämtliche Probleme weniger gravierend sein als hier in der Stadt, wo es halt bloß Asphalt, Pflaster und gemähten Rasen gibt (wobei die Stadt ihre Mähintervalle auch reduziert hat). Aber an deinem Kommentar ist mir aufgefallen, dass meine „wilde Ecke“ tatsächlich bleiben sollte, denn gerade reich blühende Zierpflanzen habe ich ja eher wenig.

  4. Sabrina sagt:

    Kontrolliere auf jeden Fall große Geräte, gerade Truhe oder Kühlschrank können schnell Stromfresser werden, wenn sie zwar ganz erscheinen, aber dennoch einen Defekt haben. Und der Spülmaschine und Waschmaschine zu liebe, bitte ab und an kein Eco und 90 Grad, sonst hast du nicht lange Freude daran, gerade eine Spülmaschine brauch höhere Temperaturen, was mit Fettablagerungen im Wasser zu tun hat. Ich hab mir dadurch 3! Maschinen ruiniert -.- bis mir dann mal ein Fachmann die Schläuche in der Maschine zeigte…. überall fette abgelagert -.- Teils einfach so dicht, das die nicht mehr pumpte. (da 2 kaputte Maschinen noch im Keller standen konnten wir bei beiden nachsehen, er hat se mitgenommen gereinigt und tada gingen wieder)
    Seitdem alle 2 Wochen heißeste Stufe.
    Das Gleiche gilt auch bei der Waschmaschine, meinte er. Fette der Haut aber auch Dreck setzt sich bei kleiner Temperatur schnell ab. Er meinte aber 60 Grad reichen meist. 1mal im Monat hau ich 90 durch, bei der Bettwäsche eh nen muss (Allergie bedingt)

    Viele Birnen verbrauchen beim Anschalten auch mehr Strom als, wenn sie dauerhaft an wären. Wir haben das im Terrarium mal getestet, die verbrauchte in einer Woche Dauerbetrieb weniger, als wo sie täglich 2mal an und aus geschaltet wurde. ist zwar eine Wärmelampe, aber das hat mich echt stutzig gemacht.

    Ansonsten, auf Effizienz achten und wenig stand by.

    • Anne sagt:

      Oh, danke für den Hinweis! Bei der Spülmaschine machen wir das schon regelmäßig, aber bei der Waschmaschine werd ich drauf achten – Bettwäsche hab ich auch nicht immer mit 60°C drin, werd das aber ab jetzt machen.
      Übel, dass dir da so viele Geräte verreckt sind, die sind ja auch immer schweineteuer. :/

      Liebe Grüße

      • Konzertheld sagt:

        Das ist tatsächlich auch ein guter Hinweis. Und vergleich mal den Energieverbrauch je nach Temperatur bei den entsprechenden Geräten – nicht immer ist es die Temperatur, die den Braten fett macht. Moderne Waschmaschinen z.B. halten die Temperatur oft gar nicht konstant, sondern heizen nur einmal auf – und es schreckt ja auch niemand davor zurück, kurz zwei Minuten den Wasserkocher für Tee anzuwerfen.

        • Anne sagt:

          Ja, am Wochenende muss ich mal die genaue Modellbezeichnung raussuchen. Dass das Ding einen „A+++“-Aufkleber trägt, muss nicht allzu viel aussagen. 😉

          • Fussel sagt:

            Ich hab noch mal drüber nachgedacht: Du hattest doch geschrieben, dass ihr auch in der Mietwohnung vorher schon einen ungewöhnlich hohen Verbrauch hattet. Dann kann es eigentlich nicht nur an der Brauchwasserpumpe liegen, sondern muß noch an Anderem in Eurem Lebensstil liegen.
            Da wäre es sicher günstig, wenn man das genauer aufschlüsseln kann.

          • Anne sagt:

            Ja, das ging mir auch durch den Kopf. Leider habe ich die alten Abrechnungen aus der Mietwohnung nicht mehr, um den genauen Verbrauch nachzusehen – vielleicht hatte ich das auch falsch im Kopf und er war gar nicht sooooo hoch.
            Ich muss hier demnächst mal ein Update schreiben – es ist tatsächlich besser geworden. An einem durchschnittlichen Tag (ohne Backofen oder Waschmaschine / Trockner) kommen wir jetzt auf rund 9 kWh.

  5. Hallo Anne,
    wir haben in der Küche alle Geräte einmal getauscht in neuere sparsamere Modelle. War aber eh angebracht nach über 20 Jahren. Die WaMa ging kaputt und wurde ebenfalls ersetzt. Darüberhinaus gab es nach 20 Jahren eine neue Gastherme nebst Umwälzpumpe. Das alles zusammen hat Einiges an Ersparnis gebracht. Einen Trockner und Mikrowelle besitzen wir nicht. Brotbacken tue ich gelegentlich. Wir hatten früher überall schaltbare Steckdosenleisten, bis wir erfuhren, das Ausschaltung am PC nicht so glücklich ist. Also bleibt dort die Leiste geschaltet, der PVC wird aber runtergefahren nach Gebrauch. TV und alle Nebengeräte werden ausgeschaltet plus Leiste auf aus. Und wie Sabine schon schreibt, WaMa und Spülmaschine mal mit höherer Temperatur laufen lassen.
    Liebe Grüße
    Karen

    • Konzertheld sagt:

      Hallo Karen, jetzt bin ich aber neugierig, in 15 Jahren IT habe ich noch nichts davon gehört, dass PCs am Strom bleiben sollten… abgesehen von denen in großen Unternehmen, die aus der Ferne gewartet und dazu über das Netzwerk eingeschaltet werden, die müssen dafür natürlich am Strom sein. Was hat man euch erzählt?

    • Anne sagt:

      Hallo Karen,

      ja, die modernen Geräte sind oft definitiv stromsparender als ältere. Schön zu hören, dass ihr bei euch so viel optimieren konntet! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

  6. Wahnsinn, 5200 kWh, das ist wirklich geradezu unglaublich viel für zwei Personen. Wir sind die meiste Zeit im Jahr zu dritt, für circa drei Monate sind wir zu viert. Und haben einen Stromverbrauch von etwas mehr 3300 kWh.
    Bei uns läuft aber auch keine Heizung, wir haben einen Ofen, der morgens natürlich aus ist, und auch nicht alle Räume heizt. Einen Trockner haben wir auch nicht, da muss nichts flauschig sein. Und natürlich brennt kein Licht in Räumen, in denen sich Niemand aufhält. Die Hände waschen wir mit kaltem Wasser ebenso kalt ist das Wasser zum Zähneputzen, aber die Zahnbürste ist elektrisch und wir haben auch Bewegungsmelder am Haus. Der Laptop meiner Frau schlummert auch nur im Energiesparmodus.
    Wir überlegen aber auch immer, wo wir noch Strom sparen können.
    Ich wünsche euch viel Erfolg und noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Anne sagt:

      Hallo Wolfgang,

      ja, eure Zahl klingt definitiv realistischer als unsere. *hust
      Naja, ich bin dran am Messen und Probieren. Demnächst schreibe ich einen FollowUp-Beitrag mit dem, was ich so herausgefunden habe.

      Das Wasser lassen wir auch nicht laufen, bis es warm ist. Wir haben so eine Zeitschaltuhr an der Brauchwasserwärmepumpe, wo man einstellen kann, zu welchen Zeiten man gerne warme Wasser hätte (duschen!), sodass die nicht rund um die Uhr heizt. Außerhalb dieser Zeit musss man das Wasser halt etwas laufen lassen, bis es heiß ist. Das Ding soll also Energie und Wasser sparen. Die Einstellungen will ich aber auch nochmal unter die Lupe nehmen, vielleicht lässt sich da noch etwas optimieren.

      Liebe Grüße
      Anne

  7. Katja sagt:

    Hallo Anne, du hast hier schon viele gute Tipps bekommen. Ich kann dazu nur noch ergänzen: definitiv auf Standby von Unterhaltungselektronik/ Receiver, PC und Router verzichten und diese Geräte nur wenig benutzen. Wir stellen zum Beispiel auch nachts oder wenn wir nicht zu Hause sind, den W-LAN Router aus. Dann zieht nur noch der Kühlschrank Strom und alles andere ist ausgeschaltet. Wir haben zu zweit auf 95 qm einen Verbrauch von ca. 1500 kWh (allerdings ohne Warmwasseraufbereitung und Waschmaschine, das läuft über Heizung bzw. Allgemeinstrom). Dazu muss ich sagen, dass wir auch zwei Mal pro Woche Brot backen und unser Kühlschrank und Spülmaschine über 10 Jahre alt sind und daher nicht besonders energieeffizient.
    Ich drücke Dir sehr die Daumen, dass Du die Strom-Übeltäter entlarven wirst und freue mich schon jetzt auf dein Update! Viele Grüße

    • Anne sagt:

      Hallo Katja,

      das mit dem Router ist ein guter Punkt. Leider kann ich den bei uns nicht vom Strom trennen, weil sonst der Sky-Receiver des Besten meckert – hab ich hier irgendwo in den Kommentaren schon mal geschrieben, das Ding muss dauerhaft mit dem Internet verbunden sein und Strom haben (gnah). Was ich aber noch testen mag, sind die Repeater. Der Router steht bei uns im Haustechnikraum im Keller und ich habe im EG und DG jeweils einen Repeater installiert – ich will mal messen, wie viel die verbrauchen und ob das WLAN eventuell auch ohne die stabil ist.

      Mittlerweile haben wir tatsächlich die Warmwasseraufbereitung in Verdacht… da bin ich gerade dran.

      Eure Werte sind ja wirklich gut, das motiviert! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

  8. Fussel sagt:

    Ich hab jetzt mal neugierhalber nachgeschaut, was wir so an Strom verbrauchen. Zweipersonenhaushalt, große Wohnung, ich backe viel Brot und auch sonst koche und backe ich recht viel, da dachte ich, daß wir einen eher hohen Verbrauch hätten. In den letzten Jahren schwankte der aber immer zwischen 1800 und 2100 pro Jahr, wobei ich nicht so genau weiß, wo die Schwankungen herkommen. Könnte auch daran liegen, daß die Ablesungen nicht auf den Tag genau nach einem Jahr sind. Aber alles weit entfernt von Deinen Werten, die sind ja wirklich erschreckend 😮

  9. Fussel sagt:

    Ergänzung: Kosten für Warmwasser gehen bei uns allerdings nicht über die Stromrechnung – das könnte den Unterschied machen.

    • Anne sagt:

      Ja, mittlerweile hat es sich bestätigt: die Brauchwasserwärmepumpe läuft über den Hausstrom. Derzeit habe ich meinen Strommesser da drangeklemmt, um zu sehen, wie viel die so verbraucht… aber das dürfte der Hauptübeltäter sein.

  10. […] Januar schrieb ich ja darüber, dass ich unserem hohen Stromverbrauch auf die Schliche kommen […]

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