Im Fokus: das Daily Log

Bullet Journal

Dein Bullet Journal unterstützt dich mit verschiedenen Modulen dabei, alles Wichtige festzuhalten und immer parat zu haben. Das Future Log und das Monthly Log hast du bereits kennengelernt. Heute schauen wir uns mit dem Daily Log die kleinteiligste Einheit an.

Was ist ein Daily Log im Bullet Journal?

Wie der Name schon verrät, ist das Daily Log deine tägliche Liste. Du erstellst täglich einen neuen Eintrag mit allem, was an diesem Tag relevant ist.

Was kommt alles ins Daily Log?

Kurz gesagt: alles, was du heute nicht vergessen möchtest!
Ein Klassiker sind natürlich deine Aufgaben für diesen Tag. Auch Termine und Geburtstage notierst du dir hier. Darüber hinaus kannst du im Daily Log aber auch deine Gedanken und Einfälle festhalten. Und was hast du heute erlebt?

Du siehst schon, das Daily Log ist so viel mehr als nur eine schnöde To Do-Liste! Es bietet dir Tag für Tag einen zuverlässigen Platz für alles Mögliche, das nicht in Vergessenheit geraten soll.

In manchen Bullet Journals siehst du auch tägliche Notizen zum Wetter, was gegessen wurde, zum Gewicht und so weiter. Wieder einmal gilt: alles kann, nichts muss.

Tipp: Mach es nicht zu kompliziert. Halte dein Daily Log lieber minimalistisch, ehe es in Stress und ein „Müssen“ ausartet.

Wie sieht das Daily Log aus?

Als Überschrift verwendest du das Datum, vielleicht auch den Wochentag. Bei mir hat sich eine Kurzschreibweise à la „Mi, 20.11.“ bewährt, die ich mit einem Textmarker hervorhebe.

Die einzelnen Einträge notierst du mit Hilfe der Symbole aus dem Rapid Logging:

Symbole im Bullet Journal

Das Schöne ist, dass du durch diese Icons immer den Überblick behältst und deine Einträge nicht sortieren musst. Du kannst also ruhig Aufgaben, Geburtstage, Notizen und Termine wild durcheinander aufschreiben, so wie sie dir gerade in den Sinn kommen.

Wie arbeite ich mit dem Daily Log?

Am besten erstellst du dein Daily Log schon abends vor dem Schlafengehen oder morgens früh.

Den Grundstein bildet alles, was du aus anderen Modulen überträgst:

  • Schau ins Monthly Log (ggf. auch in die Geburtstagsliste, falls du eine führst), ob heute etwas ansteht.
  • Blättere zurück zu dem gestrigen Daily Log und übertrage alle offen gebliebenen To Dos. Im alten Daily Log änderst du die Punkte dabei in einen Pfeil > ab, um zu kennzeichnen, dass du die Aufgaben verschoben hast. So kannst du sicher sein, nichts zu vergessen.

Anschließend notierst du im Laufe des Tages alles, was an Aufgaben oder Ideen so eintrudelt. Das hilft ungemein gegen dieses „Uuuurgh, das muss ich mir unbedigt merken…!“, was man dann doch meist wieder vergisst. 🙂
Ich habe mein Bullet Journal deswegen immer aufgeschlagen auf dem Schreibtisch zu liegen.

Ryder Carroll drückt das sehr schön aus:

Es geht darum, dass Sie Ihren Geist konsequent entlasten. Er wird beruhigt sein in dem Wissen, dass alles sicher in ihrem Notizbuch verwahrt ist. […] An diesem sicheren Ort darf sich Ihr Geist frei entfalten, fern jeglicher Kritik und stets mit einem offenen Ohr für Ihre Gedanken, die den Tag über aufkommen.

Ryder Carroll: Die Bullet Journal-Methode, S. 103

Meine persönliche Variante des Daily Logs

Mich selber haben am klassischen Daily Log zwei Dinge gestört:

  • Es war oft noch hingekritzelter, als das bei meinen Meeting-Notizen & Co. eh schon der Fall ist – einfach, weil ich auch am Telefon und in Eile viele Aufgaben und Notizen festhalte.
  • Die erinnerungswürdigen Einträge gingen in jeder Menge „Rauschen“ unter – beispielsweise den ganzen lapidaren To Dos, die schon am nächsten Tag keine Rolle mehr spielen.

Daher führe ich seit ziemlich langer Zeit tatsächlich zwei Bullet Journals mit jeweils einem Daily Log. Eins „für gut“ :D, in dem ich alle Collections und Listen drin habe, das Future Log und Monthly Log sowie ein Daily Log im Sinne eines Tagebuchs: was habe ich erlebt und was beschäftigt mich gerade? Hierin blättere ich auch später gerne nochmal zurück.

Und dann gibt es noch das andere Bullet Journal. Den hässlichen Zwilling, sozusagen. 😀 Darin führe ich meine täglichen To Do-Listen und dort landen auch Meetingnotizen aus der Firma.


Wie sieht dein Daily Log aus? Was hältst du darin alles fest?

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6 Kommentare

  1. Ich bin gerade dabei, meine neue „Mitte“ zu finden, jetzt wo ich einen Bürojob habe mit Meetings, dinge die ich für den nächsten Tag brauche, usw. ich frag mich nur, ob es sinnig ist, ein BuJo zu zweit zu führen und eben aufm Schreibtisch zu lassen. wir sind zwei Disponentinnen ich arbeite früh und sie in der spät Schicht, eigentlich wäre es ja die Idee, da ein gemeinsames Aufgabenbuch zu führen.

    In meinen privaten kommt dann eben nur noch sowas wie Arbeitszeit, Schulungen usw. sowie eben dinge die ich nicht vergessen will/darf.

    • Huhu! 🙂

      Hmm, müsst ihr denn gegenseitig wissen, an welchen Aufgaben die andere gearbeitet hat oder übergebt euch regelmäßig gegenseitig Aufgaben?
      Mein erster Gedanke war, dass mir handschriftliche Notizen vielleicht zu umständlich wären für Übergaben an andere und dass es eventuell auch schwierig nachzuverfolgen wird, wer wann was getan hat oder noch tun muss. Aber das kommt halt auch auf die Aufgaben an bzw. wie viele Details da jedesmal erklärt werden müssen.
      Bei uns in der Firma arbeiten wir mit einem Ticketsystem (Jira). Da hat man ein Ticket pro Aufgabe und über Kommentare kann man detailliert an andere Kollegen übergeben, wenn die an der Reihe sind (auch mit Links, dem Hochladen von erklärenden Screenshots usw.). Für weniger komplexe Übergaben wäre das aber dann doch zu umständlich.

      Wie gesagt, es kommt halt auf die Art der To Dos an.
      Im Zweifelsfall könnt ihr es ja einfach mal ausprobieren! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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