Bullet Journaling für Pragmatiker – nicht perfekt, aber richtig hilfreich

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Bullet Journaling für Pragmatiker - nicht perfekt, aber hilfrei

Pinterest ist voll davon – lauter perfekt durchgestylte Bullet Journals. Die Überschriften aufwendig in Handlettering gesetzt, die Einträge selbst in Schönschrift. Color Coding mit zehn verschiedenen Farben, ausgeklügelte Formulare für alle möglichen und unmöglichen Herausforderungen des Alltags, hübsche kleine Zeichnungen Doodles und Aufkleber als Illustration dazu.

Hand auf’s Herz – die Dinger sehen toll aus und lösen so ein innerliches „Ohhh, ich will auch!“-Quietschen bei mir aus.

Die hübschen Bullet Journals… und meine.

Aber… nun ja. Im Internet diese ganzen unglaublich kreativen und hübschen Bullet Journals zu sehen und dann meine eigenen daneben zu halten, ist schon ein wenig frustrierend. Die sehen nämlich bei weitem nicht so wundervoll aus und wecken allenfalls Assoziationen zu dieser herrlichen Fotostrecke „I Saw It On Pinterest So I Did It Myself… And NAILED It! 20 Hilarious Pinterest Baking Fails“. 😀

Bin ich etwa zu unkreativ? Zu ungeduldig und inkonsequent?

Tja, nö! Wenn’s schnell gehen muss, hab ich nun mal einfach eine Sauklaue. Ich streiche Einträge durch, kringele Dinge über drei Zeilen hinweg ein und male auch schon mal Pfeile quer über die halbe Seite, ohne mich um die entrüsteten Schreie der dabei hinterrücks durchkreuzten anderen Notizen zu scheren.

Ein unperfektes, echtes Bullet Journal

Ein Bullet Journal aus dem echten Leben :o)

Ein Bullet Journal ist für mich ein Werkzeug, kein Kunstwerk. Meine Bullet Journals gewinnen keinen Designpreis, aber hey: die Dinger erfüllen ihren Zweck, und das ganz wunderbar.

Gefühlt bin ich allerdings die Einzige, die solche unperfekten Bullet Journals führt. Oder sich traut, dazu zu stehen und ganz normale, alltägliche Bullet Journals ohne Schönschrift und Verzierungen auf dem Blog zu zeigen. Daher gibt’s von mir heute mal einen Beitrag, der dem ganzen Perfektions-Hype diametral entgegengesetzt ist. :p

Anlass dafür ist übrigens, dass mein letztes Arbeits-Bullet Journal dieser Tage voll geworden ist und ich das vorhin nochmal von vorn bis hinten durchgeblättert habe.

Bullet Journaling ist, was du daraus machst

Die Grundidee beim Bullet Journaling ist ja nun gerade MinimalismusIrgendein Notizbuch und irgendein Stift, dazu eine Handvoll einfacher Symbole für die Notation und das Grundprinzip der verschiedenen Module. Fertig.

Was du daraus machst, ist dir selbst überlassen.
Du kannst einfach nur tägliche To Do-Listen führen, oder du kannst beliebig viele weitere Seiten anlegen – mit verschiedenen Kalendern, Merklisten, Skizzen oder was auch immer. Es kommt ganz darauf an, was du persönlich brauchst.

Lesetipp: Was Bullet Journaling überhaupt ist und wie du damit ganz einfach loslegen kannst, habe ich vor einiger Zeit hier beschrieben.
To Do-Listen im Bullet Journal

Ohne To Do-Listen wäre ich aufgeschmissen!

Schaut man sich in der Social Media-Welt und auf verschiedenen Blogs um, entsteht allerdings schnell ein ganz anderer Eindruck: nämlich, dass so ein Bullet Journal eine unglaublich aufwendige Angelegenheit ist. Dass du eine Vielzahl von Modulen benötigst, damit du auch ja immer alle nur erdenklichen Informationen nachschlagen kannst. Übersichten für Wochen und Monate und Jahre, über deine Ziele, dein Gewicht, deine Einkäufe, und und und.

Und natürlich muss das alles richtig schick aussehen! Sofern du noch kein Brush Lettering beherrschst, wird es jetzt wirklich allerhöchste Eisenbahn.

Over-Engineering in Listenform

Das Herzstück eines Bullet Journals scheinen nicht länger zu erledigende Aufgaben und Gedankenstützen zu sein, sondern teils hanebüchene Listen.

Klar, du kannst dir Listen für alles Mögliche schreiben, da gibt es überhaupt keine Limitierungen. Ich bin selber so jemand, der Dinge gerne in Listen festhält. Beispielsweise, welche Bücher ich gelesen habe. Für viele Dinge, die man sich irgendwie merken will oder muss, sind Listen einfach eine verdammt feine Sache.

Aber was ist, wenn dir nun partout keine Listen für dein Bullet Journal einfallen wollen? Dann gibt es natürlich im Internet jede Menge Inspirationen. Etwa in den „25 Ideen für dein Bullet Journal“ von But first, create oder in den „50 Collections & Lists for your Bullet Journal“ von Page Flutter: welche Restaurants du ausprobieren willst, was im Haushalt repariert werden will, Yoga-Stellungen, das Wetter, Zitate von berühmten Menschen / deinen Kindern / deinem Haustier.

Aber – brauchst du das wirklich? Oder ist das nicht vielmehr Zeitverschwendung? Musst du dir wirklich aufschreiben, wie viel Wasser du heute getrunken hast? Oder machst du das nur, weil diese kleinen Zeichnungen von Gläsern so nett ausschauen und weil so eine Liste irgendwie zu einem ordentlichen Bullet Journal „dazu gehört“?
Wie viele der Dinge, nach denen solche Listen fragen, hast du nicht eigentlich eh im Kopf? Und müssen es wirklich diese ganzen hübschen Überschriften und Verzierungen sein?

Keine Frage – es kann durchaus Spaß machen, ein Bullet Journal liebevoll zu gestalten. Aber es gibt da ja immer diesen berühmten Kosten-Nutzen-Faktor. Und bei mir geht die Rechnung spätestens dann nicht mehr auf, wenn die Pflege eines Tools mehr Aufwand verursacht, als es mir nutzt. Bin ich die Einzige, die so an das Thema Bullet Journaling herangeht?

Effizientes Bullet Journaling – wie organisiere ich meine Arbeit?

Ich führe zwei verschiedene Bullet Journals parallel, eines für meinen privaten Kram und eines für die Arbeit in der Firma.
Vor allem beim Arbeits-Bullet Journal ist der Fokus ganz klar: effizienter arbeiten. Ohne eine Aufgabe zu vergessen, Informationen zu verschludern oder Ideen erst umständlich in irgendein Mindmap-Programm tippen zu müssen, wenn ich doch einfach schnell zu Stift und Papier greifen kann.

In der Firma erfüllt mein Notizbuch also drei Aufgaben:

  1. To Dos notieren
  2. Gedankengänge und Ergebnisse aus Meetings festhalten
  3. Notizen für mich selber aufschreiben

Und daher habe ich mein Bullet Journal so aufgebaut, dass es ganz genau diese drei Bereiche abdeckt. Nicht nach Schema F.

Bullet Journaling für Pragmatiker - nicht perfekt

Auf was verzichte ich in meinem Bullet Journal?

Was ich auf der Arbeit zum Beispiel gar nicht im Bullet Journal brauche, sind Termine. Meetings werden bei uns elektronisch organisiert, sodass mein digitaler Kalender immer auf dem neusten Stand ist. Da brauche ich mir die Termine nicht nochmal auf Papier zu übertragen, das wäre nur unnütze Arbeit.
Um auf dem Weg von einem Meetingraum zum nächsten zu wissen, wo ich überhaupt hin muss, nehme ich halt immer mein Smartphone mit. Daher: keine Weekly Logs, keine Monthly Logs, keine Jahresübersichten.

Übersichten über den Fortschritt eines Projekts gehören für mich ebenfalls nicht ins Bullet Journal. Denn dort würde nur ich sie sehen können – und nicht der Rest des Teams. In Sachen Transparenz wäre das kontraproduktiv.

Regelmäßig ergänzte Listen gibt es in meinem Arbeits-Bullet Journal ebenfalls nicht.

Und was ist dann drin?

Ein ganz essentieller Bestandteil sind tägliche To Do-Listen. Wenn ich morgens ins Büro komme, schlage ich als erstes mein Bullet Journal auf und beginne eine Liste für den neuen Tag. Die Überschrift ist dann einfach das Datumskürzel („Mo, 27.2.“), mit einem Textmarker hervorgehoben.

Dabei schreibe ich zuerst die Dinge auf, die ich an diesem Tag erledigen will. Als nächstes folgen die Überträge vom Vortag – was da nicht fertig geworden ist und sich über Nacht leider nicht von selbst erledigt hat, ist dann halt heute dran. Erst danach rufe ich meine Emails ab und gucke in den Instant Messenger, was sich hier noch alles für To Dos ergeben haben.

Ebenso wichtig sind Themenseiten zu Meetings. Ja, ich habe viele Meetings. :p Für jedes Meeting beginne ich eine neue Seite. Als Überschrift packe ich das Thema und das Datum drüber und markiere auch das wieder mit einem Textmarker. In Meetings mache ich mir oft stichpunktartige Notizen – und nein, das ist dann nun wirklich keine Schönschrift. 😀

Bullet Journaling für Pragmatiker - ohne Lineal

Keine Zeit für Lineale :o)

Immer mal wieder kommt es vor, dass ich mir zwischendurch einfach mal ein paar Zahlen aufschreiben muss oder einen groben Entwurf skizziere. Dafür nutze ich einfach den freien Platz auf früheren Seiten, die ich nicht mehr brauche – beispielsweise rechts neben alten To Do-Listen.

Welche Notationshilfen haben sich bewährt?

Wie gesagt, Überschriften habe ich mit einem Textmarker hervor. Da verwende ich in der Regel auch immer die gleiche Farbe – aus dem einfachen Grund, dass ich halt genau einen Textmarker auf meinem Schreibtisch zu liegen habe. 😉

Jedes Meeting beginnt bei mir auf einer eigenen Seite. An den äußeren oberen Seitenrand füge ich dabei ein eingekringeltes Kürzel hinzu, damit ich beim Zurückblättern später schnell die gesuchten Informationen finde. Dabei reicht mir eine grobe Klassifizierung – bloß kein Over-Engineering! Insgesamt verwende ich vier verschiedene Kürzel für unterschiedliche Projekte und Aufgabenbereiche, das reicht mir.

In Sachen Auflistungszeichen komme ich mit vier Symbolen aus:

  • einfache Punkte kennzeichnen To Dos
  • Gedankenstriche stehen für, nun ja, Gedanken / Informationen
  • eine spitze Klammer > kennzeichnet ein To Do, was auf eine spätere Liste verschoben wurde
  • Termine notiere ich mit einem dicken Kringel

Manchmal gibt es wirklich wichtige Einträge, die ich auf jeden Fall auch später noch öfter heraussuchen will. Beispielsweise stehe ich total auf diese kleinen Modelle, die irgendeine Theorie illustrieren. 😀 Diese Zeichnungen bekommen einen langen Textmarkerstrich an der Seite.

Zeig her dein unperfektes Bullet Journal!

So, jetzt bist du dran! 🙂

Führst du ein Bullet Journal? Und wenn ja, Hand aufs Herz: sieht es bei dir immer so hübsch gestaltet aus wie auf Pinterest? Welche Module verwendest du und welche haben sich für dich als überflüssig erwiesen? Auf welche Inhalte schwörst du?

Ich würde mich freuen, mehr unperfekte Bullet Journals aus dem echten Leben zu sehen. :o)

Dieser Beitrag wurde bereits 27mal kommentiert - was denkst du? Hau in die Tasten! 🙂

Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

27 Kommentare

  1. Hallo Anne,
    Im Arbeitsleben sieht mein Bullet-journal genauso aus. Total wirr, wenig organisiert und vermutlich wäre ein anderer mit meinen Notizen hilflos. Von schön ist weit und breit nichts in Sicht ?

    Zuhause habe ich ein anderes Journal, das ist eher eine Art Notiz Tagebuch. Da steht dann drin, was gutes passiert ist, welche Ideen ich umsetzen möchte oder auch, was mir besonders gut geschmeckt hat. Sowas ist super, um Erinnerungen zu sammeln.

    Danke für die Beschreibung deines Journals, ich habe mir tolle Ideen für eine Struktur mitnehmen können.

    Herzliche Grüße Claudia

    Antworten

    • Hallo Claudia,

      hehe, schön zu hören, dass ich nicht die einzige bin mit einem eher gekritzelten Bullet Journal. 😉

      Ja, in meinem privaten Bullet Journal führe ich auch einige Listen… aber halt relativ wenige und auch nur die, die mir halt wirklich weiterhelfen. Vielleicht schreibe ich da auch mal einen Beitrag drüber. 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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  2. Oh ja – auch diese perfekt durchgestylten und liebevollen Bullet Journals bin ich auch jedes Mal etwas neidisch… aber ich weiß auch, dass so ein Büchlein bei mir nicht mal annähernd so aussehen würde und ich eh eher ein digital planender Mensch bin 😉

    Deinen Post hier finde ich da richtig erfrischend – und es tut gut, mal ein realitätsnahes Journal zu sehen. Und auch, dass mit den Listen sehe ich wie du: Ein paar mag ich selbst ganz gern, aber man braucht nicht für alles eine.

    Ich finde, dein System an der Arbeit klingt perfekt. Ich habe privat einen Kalender, in dem ich Geburtstage notiere und Arbeitstage (unregelmäßige Sonntage), sowie Urlaube, Semsterbeginn, Praxisphasen. Dabei bekommen freie Tage von mir einen grünen Textmarkerstrich am Rand, Arbeitstage einen Lilanen und Praxisphasen sind Gelb. Der Rest sind logischerweise Semestertage 😉

    Liebe Grüße

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    • Guten Morgen,

      schön, dass du das auch so siehst. 😉
      Deine Farbmarkierungen klingen auch einleuchtend und nicht zu überladen… nutzt du da denn einen vorgedruckten Kalender oder irgendetwas selbst geschriebenes?

      Liebe Grüße
      Anne

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  3. Ich hab gar keien Zeit für schnickschnack. dann wäre ich auch beim Filofaxing geblieben xD
    Es muss schnell gehen, praktisch sein alles an seinen Platz und auch mal chaotisch. Bei Facebook gibt es etra die minimalistischen BuJo gruppe ganz ohne design schnickschnack und kleinen kunstwerken 😀 Find ich viel besser.

    Doch ich brauche Jahresübersicht und Monatsübersichten, den ein oder anderen Tracker und dann eben ne Wochenübersicht. Da notiere ich dann meine todos der woche, was von letzter woche über blieb, Termine die anstehen und ganz wichtig, der Essenswochenplan + Einkaufsliste

    Aber wie genau mein Buju aktuell ausschaut wird die Tage auch gebloggt, sitze schon am Artikel 😀

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  4. Hallo,

    ich benutze das Bullet Journal erst seit kurzem und experimentiere noch was für mich gut und sinnvoll ist. Da ich teilweise freiberuflich arbeite, habe ich auch langfristige Termine, sodass ich nicht Monat nach Monat anlegen kann. So ganz hab ich mein System noch nicht gefunden. Es ist aber auf jeden Fall schön, ein „nicht so perfektes“Setup zu sehen ?

    Liebe Grüße
    Ines

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    • Hallo Ines,

      ja, das ist halt das Schöne am Bullet Journal – man kann sich sein ganz persönliches System erarbeiten, ohne von irgendwelchen vorgedruckten Seiten etc. eingeschränkt zu werden.
      Am Anfang habe ich mich tatsächlich ein bisschen schwer getan damit, einige Wochen nach dem und dem System zu organisieren und dann wieder etwas zu verändern, weil das dann natürlich nicht mehr „einheitlich“ war. Aber wayne – erstens sieht das ja eh niemand außer mir, und zweitens führe ich dann doch lieber ein nicht einheitliches Bullet Journal, als dass ich nur der Ordnung halber an nicht wirklich gut funktionierenden Regeln festhalte. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

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  5. ha, genau der richtige Artikel für mich! ? Ich bin viel zu faul, um mir in mühevoller Arbeit ein „echtes“ Bullet Journal zu erstellen. Daher greife ich lieber auf einen Kalender zurück, in den ich meine ToDo-Listen und Termine reinschreibe, allerdings ohne irgendwelche besonderen Notationen, sondern einfach nur Kästchen zum Abhaken. Zwar wäre ich gerne so superkreativ wie manch andere, aber mir fehlt echt die Geduld dafür.

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  6. Danke für dieses ehrliche Bullet Journal. ich finde es klasse. oft sieht man nur die durchgestylten Planner und ich kann damit ja nichts anfangen. Klar finde ich die schön, aber ich könnte das einfach nicht weil ich dafür zwei linke Hände habe 😀
    Daher finde ich deinen Beitrag gerade für mich super hilfreich, wie man sich am besten organisiert ohne 10 verschiedene Sorten Washi Tape zu nutzen 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net/blog/

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  7. Ich finde deinen Blogpost toll und super sympathisch 🙂
    Ich leibe das schöne Aussehen von den üblichen Bullet Journals. Allerdings habe ich mich immer gefragt, wie man tagtäglich die Motivation und Zeit aufbringt, seinen Kalender so schön zu gestalten 😀
    Deine Version für Pragmatiker ist da wesentlich besser in den Alltag einzubinden!

    Caro x
    http://nilooorac.com/

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    • Hallo Carolin,

      jep, hübsch anzusehen finde ich die ich auch. 😉 Wobei ich mich auch manchmal frage, ob die gezeigten Bullet Journals dann auch wirklich von vorne bis hinten so perfekt sind oder ob nur die gelungensten Seiten abfotografiert werden… 😉

      Liebe Grüße
      Anne

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  8. Hallo Anne,
    ich muss erstmal deinen Blog loben, weil ich es interessant finde, dass wir so viele ähnliche Dinge machen…ich pendel auch 12 Stunden die Woche vom Land in die Stadt. Fotografiere und liebe meinen Garten…nun ja, Anfang des Jahres kam dann auch bei mir ein Bullet Journal ins Haus. Genauer gesagt ist es ein handgemachtes Fotoringbuch, was schon länger bei mir im Haus ist, aber noch keine Verwendung gefunden hat. Eines der vielen Ringbücher, die ich mal hergestellt habe….Also sind die schwarzen Pappseiten nun meine Trennblätter und pinterest sei Dank, hab ich es ein wenig aufgehübscht 😉 Wie lange es hält und wirklich akribisch geführt wird….ich werde sehen…spätestens beim Gemüseanbau werde ich feststellen, dass ich ein Outdoorfähiges brauche um es mal auf Neudeutsch zu formulieren. Und einen entscheidenden Nachteil hat es leider auch: es ist relativ sperrig…und mein Rucksack ist immer voll mit anderen Dingen….

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  9. Pingback: Linkliebe № 3 - LexasLeben

  10. Find ich großartig, genau so muss ein Bulletjournal aussehen haha. Klar, ehrlicherweise will ich auch so ein schönes durchgestyltes handgelettertes Journal, aber das wird halt echt nie passieren 😀

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  11. Wie schön, dass es da draußen Gleichgesinnte gibt! Mein Bullet Journal ist auch mehr aus der Kategorie praktisch aber weniger inspirierend. Nach ein paar anfänglichen Versuchen, auch so nette Sammlungen anzulegen, musste ich schnell feststellen, dass ich 1. nicht so hübsch zeichnen kann und 2. den Kram auch nicht nachhalte. Auf Jahres- und Wochenübersichten verzichte ich auch komplett, weil dann alles doppelt und dreifach irgendwo stand. Außer meinem Index gibt es nur noch eine To Do Liste pro Monat, damit ich Aufgaben für die Zukunft irgendwo notieren kann Und ansonsten eine Seite pro Tag mit den üblichen Verdächtigen als Symbolen. Ab und an kommt noch eine Liste und GANZ WICHTIG hinten eine Lasche für Visitenkarten, Zeitungsausschnitte etc., die ansonsten immer rumfliegen. Und auch, wenn es null künstlerischen Anspruch hat, liebe ich es ohne Ende, weil es mir zeigt, was ich tatsächlich alles so im Alltag schaffe und ein kleines Abziehbild meines Lebens ist!

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    • Hallo Meike,

      ja, das klingt definitiv nach einem alltagstauglichen Bullet Journal. 😉
      Die Tasche ganz hinten finde ich auch super praktisch, wobei ich die regelmäßig durchsehe und ausmiste. Für alles, was ich später ins Fotoalbum kleben will, habe ich zum Beispiel eine eigene Schublade. Sonst wird das im Bullet Journal schnell zu voll. 😉

      Viel Spaß weiterhin damit!

      Liebe Grüße
      Anne

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  12. hallo Anne,
    vielen Dank für diesen tollen Artikel! Er hat mir wirklich aus der Seele gesprochen. Das gleiche kenne ich aus meinem Uni-Journal, da habe ich einfach keine Zeit für aufwendige Schnörkel oder ausführliche Dailies. In meinem Blogartikel hab ich vor ein paar Tagen mal mein „unperfektes“ aber für mich genau richtiges BuJo gezeigt 🙂 und ich wüsste wirklich nicht mehr, was ich ohne mein BuJo machen würde!
    Viele liebe Grüße,
    Luana 🙂

    https://luanasschreibstube.wordpress.com/2018/01/21/mein-bullet-journal/

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    • Hallo Luana,

      das freut mich – irgendwie wird auf Blogs und auf Instagram viel zu wenig Unperfektes gezeigt, finde ich.
      Schön, dass dir dein Bullet Journal so gut weiterhilft! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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  13. Danke. Sehr beruhigend. Mein BJ ist zweckorientiert zur Verwaltung eines Vereins. Die Möglichkeit Termine und Aufgaben zu „schieben“ fand ich gut. Und ja, ich kritzel und doodle auch ein wenig darin rum. Aber diesen unglaublichen Perfektionismus muss ich nicht an den Tag legen. Aus dem Alter, dass ich (private!!) Kalenderseiten fotografieren und auf Instagram einstellen würde, bin ich offenbar raus. Von daher: super, ich bin bin nicht allein!

    Antworten

    • Die Hauptsache ist ja, dass dir das Büchlein hilft – gerade wenn du ganz genau weißt, dass es einem bestimmten Zweck dient und nicht nur ein netter Anlass zum Dekorieren ist. 😉
      Schön, dass dir das Bullet Journaling deine Arbeit erleichtert!

      Antworten

  14. Hallo
    Für mich ist das Bullet Journal perfekt um meinen Alltag und Arbeit zu organisieren. Ich benutze die klassischen Bausteine und zusätzlich lege verschiedene Seiten an wenn ich sie brauche z.B.für Ideensammlungen für neue oder bevorstehende Projekte, oder 1 Seite f. Geschenkideen usw. Dadurch habe ich keine Zettelwirtschaft mehr und ich habe es aus dem Kopf aber immer griffbereit wenn ich es brauche.
    Mein BJ sieht aus wie deines, wenig kreatives aber sehr zweckmäßig. Aber nicht zum vorzeigen, warum auch. Aber ich “ liebe “ mein BJ denn es erleichtert mir vieles. Toll das du das mal zum Thema machst, das tut gut.
    Denn es ist schon seltsam welche Blüten es treibt, sind ja schon Geschäftsideen entstanden um Zubehör und Listen käuflich zu verbreiten.
    Die kreativ gestalteten „Art“ Journale gefallen mir, aber es ist eben nicht meins.
    Herzlichst Marianne

    Antworten

    • Hallo Marianne,

      ja, das ist schon heftig, wie viel Bohei und Kommerz wegen eines simplen Notizbuchs veranstaltet wird. 😉
      Schön, dass du auch eher ein rustikales Bullet Journal führst und es dir den Alltag erleichtert!

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  15. Mir geht es ähnlich wie dir. Ich habe immer wieder mein BuJo künstlich aufgeblasen und hübsch gemacht, bin aber dann immer wieder am Kosten-Nutzen Faktor gescheitert. Jetzt nutze ich 3 verschiedene Textmarker zum Hervorheben der wichtigsten Aufgaben nach Kategorie und einen roten Stift für aufgeschobene Aufgaben. Und es reicht vollkommen aus. Für Listen, die längerfristig wichtig sind, Projektnotizen und für Termine nehme ich Evernote, da ich das ständige Ausbessern Leid bin. Dieser Gestaltungshype ist auch einer der Gründe, warum ich mich in den sozialen Medien fast vollständig aus der BuJo Szene zurückgezogen habe. Es setzt mich einfach unter Druck. Und die paar Bujo Accounts, die ich verfolge sind alle ziemlich minimalistisch.

    Antworten

    • Jap, ich versteh dich da vollkommen – und selbst wenn man sich sagt, dass das ganze Gestalten für einen selber nichts ist, setzen eine solche perfekten Fotos unbewusst ja doch ein bisschen unter „Ich will auch!!“-Druck. Ich habe auch so gut wie keine Bullet Journal-Bildchen mehr bei mir in den Feeds, nur ab und an von Leuten, denen ich halt generell folge und die so ein Foto ab und an mal posten.

      Antworten

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