[Test & Gewinnspiel] Das Rocketbook – ein wiederver­wendbares Notizbuch

28. Dezember 2019- aktualisiert: 30. November 2020 Organisation 28 Kommentare

Bei einer Bekannten aus den USA lernte ich neulich ein ganz besonderes Notizbuch kennen: das Rocketbook, dessen Seiten man einfach abwischen und wiederbeschreiben kann! Was für eine coole Idee – für mich als bekennenden Schreibwarenfan war klar, dass ich das unbedingt selbst näher unter die Lupe nehmen möchte.

In diesem Beitrag erwarten dich ein ausführlicher Test, ein Discount-Code sowie deine Chance, bei meinem Gewinnspiel eines von zwei Rocketbooks zu ergattern! 🙂

Was macht das Rocketbook besonders?

Notizbücher gibt es ja in allen möglichen Varianten – das Rocketbook* sticht aber durch zwei Features hervor:

  1. Die Seiten sind wiederbeschreibbar
  2. Über eine App kannst du deine Notizen digitalisieren

Klingt spannend, oder?

Das Rocketbook Everlast im Detail

Es gibt verschiedene Varianten des Rocketbooks, die unterschiedlich oft verwendet werden können und unterschiedliche Stifte benötigen.

Ich durfte das Rocketbook Everlast* testen, das unbegrenzt immer wieder und wieder neu beschrieben werden kann. Du erhältst es in drei verschiedenen Formaten (A4, A5, A6) – ich verwende hier das große in DIN A4.

Rocketbook Everlast im Test

In Sachen Lineatur kannst du zwischen liniert und punktkariert wählen. Das Punkteraster sieht etwas anders aus als sonst, da in jeder zweiten Reihe ein Punkt ausgelassen wird. Das lässt die Seite ruhiger und aufgeräumter wirken. Das Zeichnen von Boxen, Bannern und anderen Gestaltungselementen, wie du sie etwa vom Bullet Journaling her kennst, klappt trotzdem problemlos.

Mit 32 Seiten ist das Everlast recht dünn und leicht, wodurch du es problemlos mitnehmen kannst.

Als Stift kommt der beiliegende Pilot FriXion zum Einsatz.

Ein Mikrofasertuch zum großflächigen Reinigen der Seiten rundet das Paket ab.

Wie funktioniert das wiederverwendbare Notizbuch?

Die Seiten des Rocketbooks bestehen nicht aus normalem Papier, sondern weisen eine Spezialbeschichtung auf. Die Oberfläche ist sehr glatt, hat aber trotzdem eine angenehme Haptik.

Rocketbook Everlast im Test

Du beschreibst sie mit speziellen Stiften, den ausradierbaren Pilot FriXions*. Von diesen Stiften hast du vielleicht schon einmal gehört – sie schreiben ähnlich wie ein Tintenroller, lassen sich aber einfach ausradieren. Die Tinte ist nämlich thermosensitiv und wird durch die Reibungshitze beim Radieren unsichtbar. Das funktioniert auf normalem Papier ebenso wie auf den speziellen Seiten des Rocketbooks.

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Kleine Korrekturen nimmst du über den Gumminöppel oben am Stift vor (ähnlich wie die Radiergummis an Bleistiften). Anders als beim normalen Ausradieren fallen dabei übrigens keine Brösel an.
Komplette Seiten wischst du ruckzuck mit einem feuchten Mikrofasertuch sauber.

Rocketbook Everlast im Test

Ich verwende hier einen schwarzen Tintenroller, es gibt die FriXions aber auch in anderen Farben und etwa als radierbare Textmarker.

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Ich bin begeistert davon, wie angenehm es sich im Rocketbook schreibt! Der Stift gleitet nur so übers Blatt, das macht einfach richtig viel Spaß.

Als Linkshänderin bin ich außerdem positiv überrascht davon, dass nichts verschmiert.

Wie werden die Notizen digitalisiert?

Du fotografierst die Seiten mit deinem Smartphone ab. Über die kostenlose Rocketbook-App werden sie dann an die Cloud-Dienste deiner Wahl gesendet oder als E-Mail verschickt.

Rocketbook Everlast im Test

Der Clou: auf jeder Seite befindet sich unten eine Handvoll Icons. Diese verknüpfst du einmalig mit den Diensten deiner Wahl, etwa Google Drive. Beim Schreiben kreuzt du einfach die gewünschten Icons an und die App erkennt darüber, wo du was speichern möchtest.

Wie gut funktioniert die App?

Die kostenlose Rocketbook-App steht sowohl für iOS, als auch Android zur Verfügung.

Rocketbook Everlast im Test

In der App legst du zunächst fest, welches der Symbole mit welchen Diensten verknüpft werden soll.
Zur Auswahl stehen derzeit Google Drive, Evernote, Dropbox, OneNote, OneDrive, Trello, Slack, Box, Google Photos und – wenn du nicht alles in die Cloud schieben möchtest – die gute alte E-Mail-Adresse.

Ein kleiner Hinweis in Sachen Datenschutz: vertrauliche Notizen, etwa aus deinem Berufsleben, solltest du natürlich nur mit Bedacht an Cloud-Dienste schicken oder überhaupt digitalisieren… 😉

Nach dem einmaligen Einrichten scannst du die Rocketbook-Seiten einfach über die App ein. Das klappt flott und zuverlässig. Die Scans sehen sehr ordentlich aus – vom Punkteraster oder den Icons ist nichts mehr zu erkennen, es ist einfach schwarze Schrift auf weißem Grund.

Rocketbook Everlast im Test

Automatische Handschriftenerkennung – yay or nay?

In der App kannst du auch die automatische Handschriftenerkennung aktivieren. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass diese zumindest derzeit nur für Englisch funktioniert.

Ich war neugierig und habe die Probe aufs Exempel gemacht. Denn es wäre ja schon verdammt cool, wenn ich meine handschriftlichen Notizen so einfach digitalisieren und dann etwa nach Stichworten durchsuchen könnte!

Nun ja. Das Ergebnis ist leider recht ernüchternd. Ich habe einmal eine Seite mit deutschsprachigen Notizen verwendet und einmal eine mit englischen, wobei diese durch Formeln zugegebenermaßen etwas anspruchsvoller war.

Links der Scan und rechts das daraus erstellte Textdokument, was komfortabel direkt mitgespeichert wird: