DIY-Blogkalender für die Wand

Vor ein paar Tagen hat Bine von waseigenes.com ihren selbstgebastelten Blogkalender vorgestellt: eine Excel-Tabelle. Das brachte mich mal wieder zu der Frage, wie ich meine Artikel besser planen kann.

Blogposts planen mit dem Plugin “WordPress Editorial Calendar”

Ich benutze ja das Plugin “WordPress Editorial Calendar”, was ich hier schon mal erwähnt hatte. Es ist auf jeden Fall viel besser im Vergleich zur normalen schnöden Auflistung aller geplanten Posts, die WordPress standardmäßig mit sich bringt: du hast eben eine Kalenderansicht und kannst die Beiträge einfach per Drag & Drop verschieben.

Ein Manko hat das Plugin allerdings doch:
Man sieht nicht, welcher Kategorie ein Beitrag angehört. Demzufolge wird die Mischung der Themen dann auch stellenweise nicht ganz so abwechslungsreich… ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn ich nachgucke, wann denn eigentlich das letzte Rezept oder die letzte Fotostrecke online gegangen ist. Gefühlt war das nämlich immer erst vorgestern. 😉

Von Exceltabellen in Verbindung mit halbwegs kreativen Tätigkeiten bin ich irgendwie kein Freund. Es musste also etwas anderes her.

Die naheliegendste Alternative wäre natürlich ein Kalender oder Notizbuch. Vor einiger Zeit habe ich mir ja sogar einen Blogplaner gekauft. Den fand ich allerdings für meine Arbeitsweise unpraktisch… und mit Kalendern habe ich seit Jahren das Problem, dass ich sie ganz enthusiastisch einweihe und sie nach ein paar Wochen dann versanden lasse. Aus den Augen, aus dem Sinn… °_°

Die DIY-Lösung

À propos Augen: mein Blick fiel auf eine größere Leinwand, die bei mir seit einer gefühlten Ewigkeit jungfräulich in der Ecke stand. Doch, das könnte gehen…

Mit 50x70cm weist die Leinwand ein für mein Vorhaben ziemlich praktisches Format auf: 7 Spalten zu je 10cm Breite für die einzelnen Wochentage, und 5 ebenfalls je 10cm hohe Reihen für die maximal fünf Wochen, die ein Monat umfassen kann.

Mit Wasserfarben und einem breiten Pinsel habe ich den Hintergrund in eine blaugrüne Aquarelllandschaft verwandelt…

DIY-Blogkalender für die Wand

… und erstmal über Nacht gut trocknen lassen.

Am nächsten Tag habe ich mir ein paar Rollen Masking Tape geschnappt und habe damit die Trennlinien aufgeklebt.

Hinterher-ist-man-immer-schlauer-Tipp: die Bleistiftlinien hätte ich, wenn überhaupt, besser erst nach dem Bemalen aufgezeichnet. So ließen sie sich nämlich nicht mehr wegradieren und durch das Tape scheinen sie durch.

DIY-Blogkalender für die Wand

Ta-daaa:

DIY-Blogkalender für die Wand

Das Außenrum war fertig, aber irgendwie mussten nun noch die Zettelchen mit den Postideen festgemacht werden. Zuerst wollte ich dafür Pinnadeln verwenden, aber dann hätte ich des besseren Halts wegen erst noch Styropor oder Kork auf die Rückseite der Leinwand kleben müssen, und außerdem macht das ja doofe Löcher.

Aber wozu hatte ich schließlich mal eine Hunderterpackung Miniatur-Wäscheklammern aus Holz gekauft…?

Entlang der waagerechten Trennlinien spannte ich also jeweils ein Stück Schnur und klebte es auf der Rückseite mit Duct Tape fest. Da die Wäscheklammern mitsamt den Kärtchen ein gewisses Gewicht aufweisen und die Schnur nachher schließlich nicht durchhängen soll wie eine olle Wäscheleine, habe ich sie relativ straff gespannt.

Logischerweise fällt der Monatserste ja nun immer auf einen anderen Wochentag. Darum habe ich eine “1” auf einen Geschenkanhänger geschrieben und auf der obersten Schnur eingefädelt – so kann ich ihn Monat für Monat auf den jeweils passenden Tag schieben.

DIY-Blogkalender für die Wand

Wie habe ich die Übersicht nun also organisiert? – Es gibt weiße, gelbe und grüne Kärtchen. Auf weiß schreibe ich alle normalen Blogeinträge. Grüne Kärtchen signalisieren Beitragsserien und gelbe Kärtchen stehen für Artikel mit festen Terminen, die ich also schon am Anfang eines Monats einplanen kann.

So viel zur groben Übersicht.

Die einzelnen Kategorien kennzeichne ich dann noch mit einem breiten Filzstiftstrich. Rot für Food, orange für Fitness, blau für Beiträge rund um das Thema Bloggen, und so weiter. Kleine Karteikärtchen sind hierfür übrigens ganz praktisch, weil sie aus etwas festerem Karton bestehen.

Le Gesamtkunstwerk:

DIY-Blogkalender für die Wand

Wie du siehst, bin ich mit der Planung noch nicht sonderlich weit gekommen.
Aber immerhin habe ich jetzt ein Planungs-Tool! 😀

Update nach einiger Zeit

Letztlich habe ich diesen Blogkalender nach einigen Monaten doch als für mich persönlich zu unpraktisch verworfen: ich bin einfach nicht mehr damit hinterher gekommen, dauernd neue Zettelchen zu schreiben, aufzuhängen oder auch bestehende umzuhängen.

Am Ende bin ich dann doch wieder bei einer Excel- bzw. Numbers-Tabelle hängengeblieben. 😉