Meine Sizzix Big Shot

Ich war ja schon immer ganz fasziniert, wenn ich auf Pinterest und in einschlägigen Blogs gesehen habe, was für schicke Karten und Schachteln da gebastelt werden. Besonders begeistert haben mich dabei regelmäßig diese filigranen Stanzteile aus Papier und Pappe – Blüten, Schmetterlinge, Ranken, … ich hätte nicht gedacht, dass man die tatsächlich selber fabrizieren kann, ohne teuren Plotter.

Kann man aber sehr wohl, wie ich dann irgendwann herausgefunden habe! Man braucht nur entsprechende Stanzvorlagen und eine Art Walze, durch die man die Stanzen dann mitsamt dem Karton durchdreht. Ach was!

Genau so eine Walze ist die Big Shot* von Sizzix, die ich mir nun vor einiger Zeit endlich gegönnt habe. 🙂

Wie funktioniert die Big Shot?

Du hast eine flache Stanzform aus Metall, die du zusammen mit deinem Papier oder Karton zwischen verschiedene Platten legst.

Je nachdem, mit was du stanzt oder prägst, brauchst du verschiedene Platten

Dann betätigst du die Handkurbel an der Seite, um das Sandwich aus Prägeplatten, Stanze und Papier einmal durch die Big Shot hindurch zu schicken.

Sizzix Big SHot

Einmal Durchkurbeln reicht, und schon hältst du ein sauber ausgestanztes Motiv in Händen. Du brauchst dafür also keinen Computer, keinen Stromanschluss und keine Batterien. 🙂

Stanzen mit der Sizzix Big Shot

Neben dem Stanzen kann die Big Shot noch etwas anderes: prägen.
Dafür legst du statt der Metallstanze einfach eine Plastikkarte mit entsprechendem Relief um deinen Karton herum:

Prägen geht genauso leicht wie das Stanzen

Prägen geht genauso leicht wie das Stanzen

Ich finde es nach wie vor faszinierend, dass das alles tatsächlich funktioniert und das Ergebnis dabei so professionell aussieht! Ohne ausgefranste Ecken, ungewollte Knicke und so weiter. Hach! 🙂

Wo kann ich so eine Big Shot kaufen?

Die Sizzix-Produkte werden unter anderem über Stampin‘ Up! vertrieben. Daher kannst du sowohl die Big Shot selber, als auch das Zubehör und die Stanzen über die Stampin‘ Up!-Demonstratorin deines Vertrauens beziehen.

Wenn du lieber direkt kaufst, wirst du auch bei Amazon fündig. Hierüber habe ich selber auch bestellt, weil es da ein sehr attraktives Starterset* gibt:


Für genau dieses Set habe ich mich entschieden. Neben der großen Big Shot selber (es gibt sie in zwei verschiedenen Größen) und den diversen Platten sind nämlich auch gleich mehrere Stanzen, ein Prägefolder sowie hübsch gemustertes Papier enthalten. Damit hast du schon mal eine solide Grundausstattung, mit der du viel gestalten kannst.

Natürlich gibt es unzählige Stanzen und Prägefolder zu kaufen – so ziemlich jedes nur erdenkliche Motiv. Dabei kannst du nicht nur die Stanzen von Sizzix verwenden, sondern auch von anderen Herstellern (neben der Big Shot gibt es noch ein paar andere ähnliche Modelle von anderen Firmen, beispielsweise die CuttleBug).

Je nachdem firmieren die Stanzen unter der Bezeichnung Framelits oder ThinlitsThinlits sind Designelemente, die alleine stehen können, wie beispielsweise ein Schriftzug. Framelits hingegen sind dafür gedacht, einen Rahmen für weitere Elemente zu bilden.

Was brauche ich als Zubehör zur Big Shot?

Es gibt so gut wie jedes Motiv als Stanzform. Manche Stanzen sind sehr speziell und kommen daher verhältnismäßig selten zum Einsatz – beispielsweise Weihnachtsmotive. Da kann man schnell jede Menge Geld loswerden für Motive, die man dann nur alle Jubeljahre einmal benötigt.

Für den Anfang rate ich dir, erst einmal in die Basics zu investieren. Nicht mehr missen möchte ich zum Beispiel die Kreisstanzen aus dem Framelits-Set Circles Collection*, Kreise braucht man immer! Mindestens ebenso häufig stanze ich Buchstaben und Zahlen aus, um damit beispielsweise das Alter oder den Namen eines Geburtstagskinds auf einer Karte zu platzieren.
Ein paar dekorative Elemente wie Blüten oder Schmetterlinge lassen sich ebenfalls sehr vielseitig einsetzen. 🙂

Ähnliches gilt für die Prägefolder, hier gibt es ebenfalls recht spezielle Motive und solche, die du für alle möglichen Karten verwenden kannst. Das hier sind übrigens meine drei liebsten Folder:

Diese drei Prägefolder setze ich am häufigsten ein, um Hintergründe zu gestalten

Diese drei Prägefolder setze ich am häufigsten ein, um Hintergründe zu gestalten

Update nach mehreren Monaten

Nachtrag vom April 2016:
Mittlerweile besitze ich die Big Shot seit über einem halben Jahr. Und was soll ich sagen – ich habe den Kauf noch keine Sekunde lang bereut! 🙂

In der Zwischenzeit habe ich sicherlich etliche Hundert Teile ausgestanzt und mehrere Dutzend Karten geprägt. Die Stanzen haben dabei keinen Deut an Schärfe eingebüßt, die Prägefolder sind nicht gesprungen oder ähnliches. Hier stimmt die Qualität einfach. 🙂

Das Einzige, was mittlerweile recht stark in Mitleidenschaft gezogen ist, sind die durchsichtigen Schneideplatten. Die sind ja nun aus Plastik, und beim Stanzen drücken sich die Stanzen immer unweigerlich ins Plastik und hinterlassen einen Abdruck. Bei mir sind die Platten schon so stark zerschrammt, dass die Kratzer beim Stanzen ungewollt Reliefs in den Karton drücken.
Daher habe ich mir angewöhnt, zum Schutz noch ein zusätzliches Stück Schmierpapier zwischen Karton und Schneidebrett zu legen. Früher oder später werde ich aber wohl mal in neue Schneideplatten investieren müssen.

Stanzen mit der Sizzix Big Shot

Alles in allem kann ich die Big Shot also nur empfehlen! 🙂

Besitzt du auch schon eine Big Shot oder spielst mit dem Gedanken, dir eine zuzulegen?
Welches sind deine Lieblingsstanzen und Prägefolder, auf die du nicht mehr verzichten magst?

22 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Liebe Anne,

    das klingt ja nach einem wunderfantastischem Gerät, das ich gleich mal auf meine Wunschliste setze. Wusste gar nicht, dass es so ein Gerät gibt. Danke für die Anregung, ich bastel nämlich auch sehr gern und finde grad selbstgebastelte Glückwunschkarten nochmal eine superpersönliche Ergänzung zu einem Geschenk.

    Liebe Grüße vom See,
    Ines

  2. Paleica sagt:

    WOW! wenn ich zeit hätte… das wärs!

  3. Julia sagt:

    Ohja so eine Maschine wäre toll!, Schrecke noch ein bisschen vor dem preis zurück. Bin noch ganz neu im „Stempeln/Karten“ Business. Habe nur ein paar Stempel von Lawn Fawn, nur nen schwarzes Stempelkissen und jede Menge Fragen in meinem Kopf 😀 aber zu jedem Stempsel müsste man ja dann auch immer die Stanzformen kaufen, lohnt das? Würde es dann vielleicht auch eher nur für so Umrandungen etc. kaufen und nicht für jedes kleine Stempelmotiv. Aber wie gesagt bin noch ganz neu damit und Stampin up finde ich auch echt spannend, aber habe noch nichts bestellt 😀 Muss gerade auch noch bisschen sparen weil wir stecken mittem im Umzug.
    Gerne mehr Beiträge mit dem Thema!
    Liebe Grüße
    Julia

    • Anne sagt:

      Hallo Julia,

      mh, es gibt tatsächlich zu vielen Stempeln die entsprechenden Stanzer. Bis jetzt hab ich mir aber nur einen dieser Stanzer gekauft (um Sechsecke auszustanzen, passend zum Stempelset „Six-Sided Sampler“). Der Preis hat mich da auch erstmal schlucken lassen… andererseits ist der Stanzer wirklich gut verarbeitet und nachdem ich ziemlich oft gestempelte Blumen ausschneide und da immer ewig dran sitze, werde ich mir irgendwann vermutlich auch die Blumenstanze gönnen. 😉

  4. Aki sagt:

    Höhö, bitte gerne – wenn weitere Fragen aufkommen, einfach melden. 🙂
    Schick ist sie geworden, deine Karte. Der Hintergrund gefällt mir sehr gut, und die kleinen Golddetails. <3

  5. Melanie sagt:

    uiui, deine Karte ist wirklich sehr hübsch geworden! Ich muss gestehen, dass mich das auch interessiert hätte, mir die big shot aber einfach zu teuer ist – vor allem gemessen daran, wie selten ich Karten brauche. Die meisten Karten, die ich damit gesehen haben begeistern mich auch null. Deine Karte gefällt mir da schon ziemlich gut 🙂
    Allgemein bin ich was Karten betrifft aber eher auf der Zeichen- und bastelschiene..

    • Anne sagt:

      Freut mich, dass dir meine Karte gefällt! 🙂 Ich werde in nächster Zeit auch wieder öfter Karten zeigen, muss da einfach an das Fotografieren denken.

      Ich bewundere es ja immer, was für ein unglaubliches Talent du zum Zeichnen und Malen hast. 🙂

  6. Lisa sagt:

    Ich habe jetzt ca. ein Jahr eine BigShot und möchte sie nicht mehr missen. Ich bastel sehr gern Karten und Verpackungen und bin auch sehr bei SU hängen geblieben. Thinlits, die nicht unbedingt zu einem Stempelset passen, kaufe ich aber auch bei anderen Firmen. Am meisten benutze ich Kreis-Thinlits. Mir sind die Handstanzer in Kreisform einfach zu teuer, deshalb hab ich mir mal ein Set Kreis-Thinlits gekauft und kurbel Kreise immer durch die BigShot. Auch die Magnetplatte (war sie bei dir gleich dabei?) finde ich wichtig. Oft stempel ich erst und stanze dann.

    Hab viel Spaß mit deiner BigShot und pass auf, dass dich der Stempelvirus nicht zu hart infiziert 😉

    • Anne sagt:

      Die Magnetplatte war bei mir nicht dabei, nur diese ganz dicke Platte, die immer unten drunter kommt, eine etwas dünnere sowie eine ganz dünne Plastikplatte. Außerdem natürlich die beiden durchsichtigen Plastikplatten (die mittlerweile schon ganz schön abgenutzt aussehen, weil ich schon so viel geprägt habe und sich das Muster ja immer mit reindrückt ^^).
      Wenn die Thinlits nicht verrutschen sollen, befestige ich sie mit einem Stückchen Masking Tape am Karton, das geht ganz gut.

      Ich muss sagen, die Thinlits finde ich viel, viel praktischer als die normalen Stanzer. Erstens weil man damit nicht an den Papierrand gebunden ist und zweitens, weil man sie viel genauer platzieren kann. Ich hab mir den sechseckigen Handstanzer gekauft und dazu die entsprechenden Stempel. Das sind allerdings keine Clear Stamps, sondern dieses rötliche Gummi – das ist ein ziemliches Gefriemel, den Stempel dann quasi blind genau mittig auf dem ausgestanzten Papierschnipsel zu platzieren. Thinlits wären da einfacher…

  7. Ulli sagt:

    Ist wirklich super hübsch geworden deinen Karte! 🙂
    Etwas neidisch bin ich auf die BigShot schon. Aber da ich eine Computermaus bin und Vektoren liebe, werde ich mir lieber eine Silhouette gönnen. Dann entfallen die Folgekosten für die Stanzformen. xD So zumindest mein Plan. 😉
    Ich bin gespannt auf die nächsten Werke.

  8. Dings sagt:

    Eine wirklich sehr schöne uns gelungene Karte, darüber freut sich hoffentlich jeder!

    Was mich aber ein kleines bisschen stört: deine Anleitung sollte besser einheitlich im Perfekt (oder Präsens) stehen, über Präteritum rollen sich mir als Germanistin die Zehennägel hoch. 😀

  9. […] BigShot habe ich ja vor einiger Zeit schon mal vorgestellt. Und was soll ich sagen – ich bin nach wie vor begeistert und benutze sie fast jeden […]

  10. […] Jetzt folgte jede Menge Gestanze und Gekurbel an der Big Shot! […]

  11. […] Hierfür habe ich die fünftkleinste Stanze, deren Innendurchmesser 6cm beträgt, durch die Big Shot […]

  12. […] nächstes habe ich mit der BigShot verschiedene Stanzteile durchgekurbelt: die Nummern für die „30“, einen entsprechend […]

  13. […] Jetzt folgte jede Menge Gestanze und Gekurbel an der Big Shot! […]

  14. Regina Süptitz sagt:

    Ich überlege, ob ich die big shot oder die big shot plus kaufen soll…was kann man anderes auf der „plus“ machen, und wie oft macht man das dann… Vielleicht hat jemand Erfahrung mit beiden und kann mir ein bißchen helfen????

    • Anne sagt:

      Hallo Regina,

      der Unterschied zwischen beiden ist die Größe und damit auch das Gewicht. In die normale Big Shot passt DIN A5 rein, in die Big Shot Plus A4, deswegen ist sie größer und schwerer. In der Big Shot Plus kannst du also entweder größere Motive ausstanzen oder halt viele kleine auf einmal.
      Ich hatte mir damals die Plus gekauft, weil das angebotene Set für mich attraktiver war. Ehrlicherweise habe ich aber bis heute nur eine einzige Stanze, die größer ist als DIN A5. Und sooo viel Zeug auf einmal stanze ich auch selten aus. Wenn ich viel ausstanze, ist es meistens das gleiche Motiv mehrfach, d.h. da muss ich eh die gleiche Stanze wiederverwenden und habe keinen Vorteil davon, dass die zur Verfügung stehende Fläche größer ist.
      Wenn du die Big Shot öfter mitnehmen möchtest (Workshops, Urlaub, etc.), würde ich aufgrund der Dimensionen und des Gewichts zu der kleineren Version greifen. Ansonsten schau einfach mal, ob es für die normale Big Shot auch ein Starter Kit mit ein paar Schablonen gibt.

      Ich hoffe, das hat dir weitergeholfen! 🙂

      Liebe Grüße
      Anne

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