Vom Pendeln zwischen zwei Welten

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Pendeln vom Land in die Stadt - Kölner Hauptbahnhof

Ich lebe in zwei Welten. Eine ist hier zu Hause auf dem Land – und die andere ist die Großstadt, in der ich arbeite.

Unser Dorf hat um die 120 Einwohner; Schafe / Pferde / Hühner etc. nicht mitgerechnet.
Köln hingegen kommt auf über eine Million Einwohner, plus die mehr als 315.000 Berufspendler, die ebenso  wie ich jeden Tag von außerhalb in die Stadt strömen.

Schloss Eulenbroich in Rösrath

Eben noch laufe ich mit dem Hund einen schmalen Feldweg entlang, höre nichts als das Zwitschern unzähliger Vögel und beobachte auf dem gegenüberliegenden Hügel zwei Rehe. Kurz darauf quetsche ich mich zusammen mit einem ganzen Pulk anderer Fahrgäste aus dem Zug heraus auf einen hoffnungslos überfüllten Bahnsteig, kämpfe mich über Trolleys und Koffer hinweg zur Treppe vor, während dröhnende Lautsprecheransagen über Dutzende Unterhaltungen und Kindergeschrei hinweg fluten und die Luft geschwängert ist vom Geruch nach Zigaretten, Döner, viel zu viel Parfüm und verbranntem Gummi.

Hach ja, das Pendeln.

Meine Kölner Kollegen sind oft irritiert zu hören, wie lange ich zur Arbeit brauche. Dass ich freiwillig nach so weit außerhalb gezogen bin und trotzdem weiterhin in Köln arbeiten werde. Wie ich mir unterwegs denn die Zeit vertreiben würde? Und ob das nicht Zeitverschwendung sei?

Daher gibt es heute mal einen Beitrag zum Thema Pendeln. 🙂

Pendeln vom Land in die Stadt - Kölner Hauptbahnhof

Wie komme ich zur Arbeit? Und wie lange dauert das Pendeln?

Morgens verlasse ich um 7.45 Uhr das Haus.

Mit dem Auto fahre ich 15km bis zum nächstgelegenen Bahnhof. Eigentlich brauche ich für die Strecke rund 22 Minuten – wenn da nicht die ganzen anderen Autofahrer wären, vierAmpeln und ein Bahnübergang. Da dauert die Fahrt schon mal 10 oder 15 Minuten länger.

Immerhin – mit dem Bus wären es 40 Minuten bis zum Bahnhof, und der fährt nur einmal pro Stunde. Leider ist die Strecke ziemlich hügelig und mangels Radwegen auf engen, kurvigen Straßen im Berufsverkehr recht gefährlich, deswegen nehme ich da nicht das Fahrrad.

Am Bahnhof Hennef gibt es praktischerweise ein kostenloses Park & Ride-Parkhaus. Um den benötigten Parkausweis zu erhalten, musste ich im Rathaus einfach mein Jobticket vorzeigen.

Obwohl Hennef ein eher kleiner Bahnhof ist mit nur drei Bahnsteigen, verkehren hier immerhin drei verschiedene Linien: zwei S-Bahnen und ein RE. Dadurch muss ich nie allzu lange auf einen Zug warten.
Die S-Bahn braucht 37 Minuten bis zum Kölner Hauptbahnhof, der RE 27 Minuten. Meistens erwische ich die S-Bahn.

Vom Hauptbahnhof aus laufe ich dann noch rund zehn Minuten bis zur Firma, wo ich gegen 9.15 Uhr ankomme.

Pendeln vom Land in die Stadt - Kölner Hauptbahnhof

Insgesamt bin ich also rund anderthalb Stunden unterwegs – und abends folgt das gleiche Spiel in die Gegenrichtung.

3 Stunden täglich unterwegs – wie hält man das aus?

Das ist erstmal eine ganze Menge Zeit, ja. Zusammengerechnet sind das 15 Stunden pro Woche, also fast zwei zusätzliche Arbeitstage.

Morgens im Auto genieße ich die Ruhe. In der Bahn lese ich – zu Hause komme ich fast nie zum Lesen, aber dank der Pendelei schaffe ich rund 50 Bücher pro Jahr. 😀
Wenn mir die Gespräche der Mitreisenden zu doof werden, stöpsele ich meinen iPod ein und höre halt Musik.

Auf der Rückfahrt im Auto schalte ich abends meistens das Radio ein und höre mir zumindest die Nachrichten an. Morgens informiere ich mich beim Frühstück über einige Online-Zeitungen, abends bekomme ich so dann nochmal in Kurzform mit, was sich im Laufe des Tages ereignet hat.

Pendeln vom Land in die Stadt - Kölner Hauptbahnhof

Übrigens bin ich es gar nicht anders gewohnt, als immer relativ lange von A nach B zu brauchen.
Ich bin ja auf dem Land aufgewachsen, nur wenige Kilometer entfernt von hier. Schon zum Kindergarten mussten mich meine Eltern mit dem Auto bringen. Der Bus zur Grundschule benötigte rund 20 Minuten, und um später mit dem Linienbus zum Gymnasium zu kommen, musste ich erst einmal die 5 Kilometer bis zur Bushaltestelle zurücklegen.

Während des Studiums habe ich in verschiedenen Städten gewohnt und auch da war ich immer relativ lange zur Uni unterwegs. Selbst, als ich in Köln gewohnt habe – da hat eine Strecke auch 40 Minuten gedauert. (Immerhin war dafür die Miete bezahlbar. 😉 )

Blick über Much

Und als wir noch in Leverkusen gewohnt haben – merke: die beiden Städte Köln und Leverkusen grenzen quasi aneinander – habe ich tatsächlich auch eine knappe Stunde pro Strecke gebraucht.

Daher kenne ich es gar nicht anders. 😉

Für den Besten hingegen ist das Pendeln eine Umstellung. In Leverkusen konnte er zu Fuß zur Arbeit gehen, jetzt ist er rund 45 Minuten mit dem Auto unterwegs. Aber dank Schichtdienst fährt er zumindest zu Zeiten, wo sonst nicht viel los ist auf den Straßen.

Und warum nehme ich nicht einfach komplett das Auto?

Wenn die Straßen frei wären, wären es mit dem Auto nur etwa 40 Minuten pro Strecke, also rund doppelt so schnell.

Tja, wenn. Hallo Autobahn, hallo Stau. 🙂
Trotz flexibler Arbeitszeiten gibt es bei uns eine bestimmte Kernarbeitszeit, in der man da sein sollte, weil dann Meetings stattfinden. Und dadurch käme ich zumindest auf einer der beiden Strecken voll in den Berufsverkehr.
In der Bahn vertreibe ich mir die Zeit, wie gesagt, mit Lesen. Im Auto ginge das schlecht, und wenig nervt mich so sehr, wie im Stau zu stehen. Das tue ich mir nicht freiwillig jeden Tag an.

Die Umwelt dankt es natürlich ebenfalls, wenn möglichst viele Pendler die Öffentlichen benutzen.

Nicht zuletzt ist es auch eine Geldfrage. So ein Stellplatz in der Kölner Innenstadt kostet einen dreistelligen Betrag pro Monat – und dazu kommen dann halt noch die Spritkosten. Das Geld hebe ich mir lieber für andere Dinge auf. Mein Jobticket kostet mich rund 50€ pro Monat und damit kann ich nicht nur zwischen Zuhause und der Arbeit pendeln, sondern im gesamten Verkehrsverbund fahren – das ist schon praktisch.

Nervt das Pendeln nicht trotzdem?

Klar, in einer idealen Welt könnte ich mir diesen Arbeitsweg sparen, mit der Zeit wüsste ich schon etwas anderes anzustellen. 😉
Aber in meiner Branche schlägt das Herz nun mal in der Medienstadt Köln und nicht auf dem Land… und auf Dauer ist Home Office auch etwas öde.

Abends nach Hause aufs Land zu kommen und im letzten Licht des Tages die Ponys auf der Weide nebenan grasen zu sehen, die Stille um mich herum zu genießen, nachdem ich das Garagentor zugemacht habe… das ist schon verdammt toll und entschädigt für die ganze Pendelei. Um nichts in der Welt würde ich hier wieder wegziehen wollen – nie wieder Stadt! Letztlich bin ich halt doch ein Dorfkind. 😀

Noch mehr Pendler hier?

Wie kommst du zur Arbeit / zur Ausbildung? Wie lange bist du unterwegs, und was wäre für dich die Obergrenze?
Und wie vertreibst du dir unterwegs die Zeit?

Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

37 Kommentare

    • Moment, irgendwie sieht das komisch aus… ist mein Kommentar angekommen? Ich schicke ihn dir einfach nochmal…

      Huhu Anne,

      na, die Beschreibung kommt mir doch irgendwie bekannt vor 😉 Mein Arbeitsweg sieht nämlich ganz ähnlich aus.
      Nur steige ich als erstes in einem Bus (statt ins Auto) und fahre damit ein paar Kilometer, bevor ich dann in den nächsten umsteige. Der bringt mich dann bis zur S-Bahn, in der ich ca . 35 Minuten verbringe. Es folgt noch einmal Umsteigen und eine weitere Busfahrt von ca. 15 Minuten.
      Wenn alles klappt (es also nicht mal wieder Oberleitungsstörungen oder andere Unregelmäßigkeiten gibt), brauche ich 90 Minuten von Haustür bis Büro. Ich starte um 7:15 Uhr und komme im Normalfall um 8:50 Uhr an.

      Die Zeit vertreibe ich mir, genau wie du, mit Lesen. Ich würde wohl auch kaum Bücher schaffen, wenn ich nicht so lange pendeln würde. Damit habe ich übrigens so gar kein Problem. Klar wäre es manchmal schön, abends schneller zu Hause zu sein und wenn dann auch noch Verspätungen dank irgendwelcher Störungen auftreten, geht die Laune schon mal runter, aber generell gewöhnt man sich einfach dran.

      Meine Kollegen, die allesamt im Hamburger Stadtgebiet wohnen, sind immer wieder total geschockt, wenn ich ihnen erzähle, wie lange ich unterwegs bin. Ich glaube, für sie (vor allem für die Autofahrer) wäre es unvorstellbar, so einen weiten Weg zurück zu legen. Die sind ja schon überfordert. wenn sie mal mit den Öffentlichen fahren müssen, wenn das Auto in die Werkstatt muss – sehr zu meinem Amusement :p
      Aber es kommt für mich auch nicht in Frage, nach Hamburg zu ziehen. Ich bin ein Landkind, war schon immer ein Landkind und werde es auch bleiben. Davon mal ab, dass ich meine Frau auch niemals dazu kriegen würde, weg zu ziehen 😉

      Liebe Grüße
      Sas

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      • Guten Morgen Sas,

        ah, dein anderer Beitrag ist auch angekommen, aber ein bisschen arg minimalistisch. 😉

        Da hast du ja auch einen ziemlich langen Arbeitsweg – vor allem mit dreimal Busfahren, oha. Bahnfahren finde ich nicht so schlimm wie Busse – zumindest waren die Linien, mit denen ich früher zur Uni gefahren bin, immer hoffnungslos überfüllt… und in einem Bahnwaggon bleibt gefühlt wenigstens noch etwas mehr Sauerstoff übrig. 😀

        Liebe Grüße
        Anne

        Antworten

        • Ach, mit den Bussen geht es eigentlich. Der erste fährt nur ein paar Minuten, da brauche ich schon mal keinen Sitzplatz und zudem ist das ein reiner Pendler-Bus, in dem zusätzlich nur ein paar Schüler sitzen, daher auch nicht überfüllt. Der zweite ist zwar meist voll, aber nie so voll, dass ich keinen Sitzplatz mehr bekommen würde – und ich steige an der letzten Haltestelle vor der Autobahn ein, danach kommen also auch keine Fahrgäste mehr dazu.

          Der einzige Bus, in dem dann manchmal die Luft etwas knapp wird, ist der letzte. Ich arbeite in einem reinen Industriegebiet, deshalb müssen natürlich viele Leute hierher gebracht werden und zudem fährt die Linie auch nicht im 10-Minuten-Takt. Aber die paar Minuten ist das durchaus auszuhalten – und es ist auch nicht jeden Tag so schlimm.

          Liebe Grüße
          Sas

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  1. In Braunschweig brauchte ich 10 Minuten zu Fuß zur Uni. Ein Traum. Dann 15 Minuten mit dem Auto zur Arbeit. Immer noch super. Und seit September eine Stunde mit dem Auto zur FH. Der Zug würde 2 Stunden brauchen und die Tickets wären insgesamt sogar teurer als das Benzin, dass ich verbrauche, daher kommt das nicht in Frage.

    Aber eine Stunde ist auch schon meine Grenze. Dein Arbeitsweg klingt schlimm für mich, denn du fährst ja nicht mal durch sondern hast 3 Streckenabschnitte. Wenn man sich „vor der Haustür“ in Zug setzt und dann bei der Arbeit ankommt geht das ja vielleicht noch irgendwie, aber so wie bei dir kommt es mir sehr stressig vor. Aber für dich scheint es ja okay, und damit ist es das auch.

    Andererseits kann ich gut nachvollziehen, warum du dort wohnen möchtest, wo du wohnst. Auch ich bin als Dorfkind aufgewachsen und ohne Auto kam man nirgendwo hin. Kindergarten 10km, Grundschule 8km und Gymnasium 15km. Zur Grundschule gab es einen Bus, zu den beiden anderen Stationen nicht.
    Auch ich möchte nicht IN die Stadt ziehen, aber AN die Stadt wäre schon nett. Richtig zurück aufs Dorf möchte ich nicht und drücke mir einfach mal selbst die Daumen, dass ich nach dem Abschluss Arbeit finde, die mit unter einer Stunde Pendelzeit zu erreichen ist. Hoffen darf man ja 😉

    Du hast mich hiermit übrigens auf eine Blog-Aktion-Ideen gebracht. Da muss ich mal drauf rumdenken. Danke.

    LG Lexa

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    • Hallo Lexa,

      oh, dann bin ich schon mal gespannt, was für eine Aktion dabei herauskommt! 🙂

      Kommst du mit dem Auto denn wenigstens meistens staufrei durch?

      Ja, als Dorfkind ist man ohne Auto wirklich aufgeschmissen. Meine Kollegen aus der Innenstadt sind oft irritiert, dass wir zwei Autos haben… ja mei, auf dem Land ist das normal. 😀

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

      • Das ist nicht nur normal, sondern eine Lebensnotwendigkeit. 😀 Genau so, wie man als Jugendliche jeden Führerschein macht, den man sich leisten kann, damit man endlich selbst mobil ist.

        Ja, glücklicherweise komme ich immer staufrei durch. Nur Bundesstraße und etwas durch Orte. Insgesamt 2 Ampeln auf den gesamten 62km. Das ist sehr angenehm zu fahren.

        Wegen der Aktion werde ich dich sicherlich anschreiben. Denn ich werde Dorf- und Stadtkinder brauchen 😉 Wenn der genaue Plan steht, wirst du von mir hören.

        LG Lexa

        Antworten

  2. Zum Arbeitsplatz brauche ich wenn’s gut geht 30 min, wenn’s mittel oder schlecht geht 40-45 min mit dem Auto. Aktuell läufts eher mittelprächtig, da direkt neben der A8 an Stuttgart21 gebaut wird….Mit der Bahn müsste ich erst nach Stuttgart reinfahren und dann wieder mit der S-Bahn rausfahren, das wäre für mich allerdings umständlicher (und länger unterwegs). Vor ein paar Monaten sind wir auch aufs Land gezogen, das bedeutet hier aber: Dorf mit 6000 Einwohnern. 😉
    Um einigermaßen einen Kompromiss zwischen Arbeitsstelle und ländlicher Umgebung mit Wohnqualität zu finden, mussten wir echt lange suchen…Wir hatten uns als Grenze gesetzt: höchstens 1 h Fahrtzeit für die einfache Strecke für jeden.
    Daher kann ich schon verstehen, dass dich die Strecke trotz idyllischen Wohnens manchmal annervt. Aber solange du genügend Zeit findest, uns weiter mit deinen Fotos und Blogbeiträgen zu erfreuen, ist alles gut. 😉
    LG Nora

    Antworten

    • Guten Morgen Nora,

      haha, 6.000 Einwohner sind ja schon fast eine Großstadt. 😀

      Ganz ursprünglich hatten wir auch mal nach Häusern im Umkreis von Leverkusen gesucht, eben um näher am Arbeitsplatz des Besten und auch an Köln zu sein. Leider hat sich das als absolut unerschwinglich herausgestellt – da hätten sich die niedrigeren Spritkosten auch in 20 Jahren noch nicht gerechnet. Und so ist es dann meine alte Heimat geworden und es war eine verdammt gute, richtige Entscheidung. 🙂

      Tatsächlich stehe ich hier noch einen Tacken früher auf, um Zeit zum Bloggen zu finden. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  3. Bin gerade zufällig über deinen Blog gestolpert, gefällt mir sehr gut. 🙂

    Nach nunmehr 15 Jahren Pendeln (ebenfalls insg. 3 Stunden täglich, erst Uni, dann Job) habe ich nun einen Job angenommen, bei dem mein Büro gerade einmal 15 Minuten Fußweg von Zuhause entfernt ist. Die Kita meines Sohnes liegt auf dem Weg, so dass ich ihn morgens einfach dort „abliefern“ und ein paar Minuten weiter zur Arbeit laufen kann. Sehr praktisch. Ich bin unglaublich froh, nicht mehr pendeln zu müssen – auch wenn ich jetzt definitiv kaum noch zum Lesen komme, aber das war auch der einzige Vorteil der Pendelei, finde ich, die Nachteile haben deutlich überwogen.

    Antworten

    • Hallo Julia,

      dann mal willkommen hier auf dem Blog! 🙂

      Oh, dein jetziger Arbeitsweg klingt ja fantastisch!
      Naja, mal schauen, was die Zukunft bringt. Vielleicht wird es auch für größere Internetfirmen ja irgendwann hip, auf dem Dorf zu residieren. 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  4. Hallöchen,

    ich habe zwar eben schon auf Facebook kommentiert, aber da ich selbst Bloggerin bin, weiß ich, dass man sich doch immer nochmal ein klein wenig mehr über Kommentare auf dem Blog freut. 🙂
    Ich pendle seit dem Wintersemester 2014 mehrfach die Woche von einem kleinen Dorf bei Wolfsburg nach Hannover zur Uni. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich nicht für die Stadt gemacht bin. Da ich kein Freund von WGs bin und Ein-Raum-Wohnungen in Unistädten meist unbezahlbar sind, war es sowieso keine wirkliche Alternative nach Hannover zu ziehen, zumal ich sowieso ein Auslandssemester machen muss.
    Ich habe leider nicht das Glück eines kostenlosen Parkplatzes. Ich könnte an einem kleineren Bahnhof parken, allerdings sind dort alle Parkplätze ab 6:30 Uhr bis etwa 18 Uhr belegt. Muss ich also nicht gerade um 8 Uhr in Hannover sein, bleibt mir nur das Parkhaus für 6€ pro Tag übrig. Da ich aber nicht jeden Tag hin muss, geht das schon. Für einen Dauerparkplatz stehe ich auf der Warteliste seit 2014…ich glaube, dass wird nichts mehr.
    Zumindest dauert die Pendelzeit pro Strecke 1,5 Stunden. Leider kommt der Zug ungünstig in Hannover an, so dass ich zweieinhalb Stunden vor Seminarbeginn von zu Hause los muss, und fährt so, dass ich entweder durch Hannover sprinten oder 40-60 Minuten warten muss. Ich sprinte öfter als es mir lieb ist.
    Trotzdem lohnt es sich für mich. Ich genieße vor allem im Sommer das Landleben mit eigenem Garten und Pool sowie die meist etwas niedrigeren Temperaturen. Ich verstehe meine Kommilitonen, die immer verwundert schauen, ist es doch manchmal nervig, wenn man nur für eine Sprechstunde oder eine einzige Sondersitzung kommen muss. Aber ich habe in drei Jahren jetzt auch erlebt, dass es immer mehr Pendler werden. Zwar meist nur im halbe bis dreiviertel Stundenbereich, aber auch einige die Strecken wie ich auf sich nehmen. Eine Freundin von mir hatte eine Kommilitonin, welche von Braunschweig nach Göttingen pendelte, was bis zu 3 Stunden pro Strecke sind mit der Bahn. das wäre dann auch mir zu viel.

    Liebe Grüße
    Sarah von Books on Fire

    Antworten

    • Guten Morgen Sarah,

      oh, das ist lieb! <3
      Bei facebook finde ich's in der Tat teilweise auch schwierig, die Namen einem Blog zuzuordnen. 😉

      Uff, die Parksituation bei dir klingt aber heftig. Wenn um 6:30 schon alle Plätze belegt sind... herrje. Ich komme meistens um Viertel nach 8 am Bahnhof an und ergattere dann fast immer einen Parkplatz auf der 5. von 7 Etagen im Park & Ride-Parkhaus... wobei eine halbe Stunde später dann auch tatsächlich manchmal nur noch etwas ganz hinten oben auf der 7 frei ist. Und das ist schon ein ziemlich großes Parkhaus. :o)

      Die langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Zügen sind natürlich blöd... mich hat es ja schon in Leverkusen gefuchst, dass die Bahn da nur zweimal pro Stunde fuhr und ich dadurch teilweise eine halbe Stunde am Bahnhof herumgestanden bin. Bei dir ist das ja nochmal heftiger.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  5. Ich bin in meinem Berufsleben auch schon viel gependelt… heutzutage mag ich es allerdings gar nicht mehr. In der Ausbildung war ich ca. alle 4-6 Wochen in einer anderen Filiale (jeweils in einer anderen Stadt eines Bundeslandes) eingesetzt. Die längste Anreisezeit die ich da mal zu überwinden hatte waren ca. 2:30 Stunden. Und dann Abends wieder zurück. Wenn die Einsatzorte zu weit vom Heimatort entfernt waren hätte ich auch in einer Pension nächtigen können. Sobald ein Fahrweg aber iiiiirgendwie mit den Öffis an einem Tag mit Hin und Zurück machbar war, bin ich auch lieber gependelt. Schließlich wollte ich auch etwas von meiner ersten eigenen Wohnung haben. Ich habe immer Musik gehört (damals noch mit CD-Player und später mit den ersten MP3 fähigen USB-Sticks wo gerade mal 1 oder 2 Alben drauf gepasst haben xD – irgendwie klingt das jetzt als wäre ich ganz schön alt oder? Kennen Jugendliche von heute überhaupt noch tragbare CD-Player?).

    Nach der Ausbildung ging das Pendeln weiter. Heimatort und Arbeitsort waren verschiedene Städte. Dann hieß es mit Straßenbahn oder Fahrrad zum Hbf (ca. 20 Minuten), dort in den überfüllten Zug quetschen (ca. 20 Minuten) und dann im Arbeitsstädtchen nochmal ca. 20 Minuten zu Fuß bis zur Arbeit. Und Abends dann wieder zurück. Ist ein Zug ausgefallen, musste ich mindestens 30 Minuten auf den nächsten warten. Auch wenn ich mir die Zeit im Buchladen gerne vertrieben habe, wurde es irgendwann nur noch nervig. Als die Bahn damals anfing zu streiken und ich entweder gar nicht mehr zur Arbeit oder nach Hause kam, war ich gänzlich angefressen.

    Jetzt wo ich in Hamburg wohne bin ich zwar auch gut 45 Minuten unterwegs, aber wenigstens fährt die UBahn im Minutentakt. Lange Wartezeiten gibt es so gut wie nie.

    Ein Traum wäre es für mich auch, wie ihr auf dem Land zu leben. Da ich aber nicht mobil bin (ich fahre kein Auto) würde ich nicht zur Arbeit kommen. Denn für ein bezahlbares Häuschen müsste man hier schon seeeeeeehr weit ins Umland gehen, und dort gibt es wiederrum keine vernünftiges Verkehrsnetz.

    Aber in meiner unmittelbaren Umgebung ist es zumindest sehr schön grün, dem Hund gefällts und ich fühle mich hier auch sehr wohl.

    Lieben Gruß, nossy

    Antworten

    • Guten Morgen nossy,

      oha, 5 Stunden Arbeitsweg pro Tag sind aber dann wirklich heftig gewesen.

      Ohne Auto ist man hier in der Tat auch aufgeschmissen. Wobei es mir hier im Vergleich zu dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, schon sehr luxuriös vorkommt, dass ein Linienbus nur einige Hundert Meter vom haus entfernt hält. :o) Um beispielsweise abends mal wegzugehen, ist der aber auch nur bedingt hilfreich. An meinem Geburtstag waren wir halt an einem Tag unter der Woche in der nächsten größeren Stadt ein paar Cocktails trinken und mussten zusehen, dass wir auch ja zeitig da sind… um 20:55 fährt dann nämlich der letzte Bus zurück. 😀

      Tragbare CD-Player… hach, da werden Erinnerungen wach… 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  6. Da erlebst du ja tagtäglich einen enormen Kontrast!! Ich habe als Kind in einem 1000 Einwohner Dorf gelebt fand schon, dass da nichts los ist… Und seit 5 Jahren lebe ich nun in Kleinstädten – erst Korbach und nun Frankenberg. Der Stadtrand ist da für mich optimal – Einkaufen zu Fuß, ab und zu Veranstaltungen und Feste, aber auch Ruhe 🙂

    Langes pendel würde ich auch furchtbar finden – meine 20-25 Minuten mit dem Auto sind da gerade noch im Rahmen. Dichter dran ziehen will ich nicht, da ich dann nur noch mit Auto einkaufen könnte und noch weiter von Mama weg käme. Und die Öffis sind hier auch auf dem Land unbrauchbar – von Frankenberg aus fährt immerhin eine Bahn ist Richtung Marburg und Korbach regelmäßig 🙂

    Also ich muss schon sagen – ich würde einen Arbeitsweg wie deinen hassen, da mir da zu viel Zeit flöten geht. Aber trotzdem kann ich verstehen, dass du aufs Land gezogen bist – mit Tieren und wenn man gern joggt und Rad fährt, ist das einfach schöner 🙂

    Ohje – für deinen Mann war die Umstellung ja echt drastisch. Ich hoffe, ihm macht dasn icht zu viel aus?

    Und dass du die Bahn nimmst, kann ich voll verstehen. Wenn der Bus nicht zur falschen Zeit fahren würde und ich dann 4x so lange brauchen würde, würde ich auch nicht selbst fahren…

    Antworten

    • Guten Morgen Tabea,

      ja, es ist halt irgendwie alles eine Gewöhnungssache. 😉

      Für den Besten ist die Umstellung schon krass. Vor allem, wenn er nach dem Nachtdienst noch die ganze Strecke zurückfahren muss… da habe ich schon jedesmal ziemliche Bauchschmerzen. :/ Zum Glück steht der Nachtdienst nur zweimal oder so im Monat an und die anderen Schichten sind nicht ganz so heftig.

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  7. Ich pendel zum Glück nicht, aber mein Freund pendelt ja immer mit dem Zug von Aachen nach Köln. Zwar haben wir ein Auto, aber er fährt mit dem Bus zum Bahnhof. Von unserem Wohngebiet gibt es keine direkte Busverbindung zum Hbf, sondern erst zwei Haltestellen weiter. Meistens fährt mein Freund aber zum nächstgelegenen Bahnhof mit dem Bus und steigt dort in einen Zug, mit dem er dann die eine Station zum Hbf fährt. Von da aus nimmt er dann den ICE. In Köln selber fährt er meistens mit der S-Bahn und läuft dann das Stück zum Media Park. Bei gutem Wetter nimmt er auch schon mal ein Fahrrad von der Bahn. Der Rückweg sieht dann ähnlich aus. Wenn er Glück hat, bekommt er den ICE nachmittags noch, ansonsten muss er den RE nehmen.
    Ich glaube, kostenlos kann man hier am Hbf nicht parken. Aber mein Freund redet schon seit Ewigkeiten davon, sich ein Motorrad kaufen zu wollen, um damit zum Bahnhof zu fahren. Zum Glück hat er es bisher nicht gemacht. ? Wenn es nicht anders geht, nimmt er das Auto. Aber das kommt extrem selten vor und sollte die Bahn streiken (oder die Busse), dann macht er eben Homeoffice.

    Antworten

    • Hallo Verena,

      ah, mit dem ICE geht’s natürlich nochmal eine Spur flotter als mit der Bimmelbahn. Kann es sein, dass er sonst den gleichen RE nimmt wie ich, den RE9? 😀

      Sag übrigens Bescheid, wenn du mal wieder in Köln bist… 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  8. Seit ich anfang 2006 mein Auto aufgeben musste (den Auto UND eigene Wohnung war anfangs nicht drin) bin ich Pendlerin. Aber eben nur hier im Ruhrpott xD Mehr als 30 Minuten waren es jedoch selten. Außer wo wir zu bestimmten Maßnahmen im Duisburger Süden mussten, da waren wir dann gern mal 1h unterwegs.
    Heute pendel ich noch immer von Daheim zur Uni. Die beste strecke wäre 10 Minuten zum HBF laufen, RE 10 Minuten, U-Bahn 10 Minuten xD
    Aber dann käme ich gar nicht mehr zum lesen, also nehme ich den Bus der 30 Min fährt und fahre dann mit der bahn dich auch 30 Minuten fährt xD

    Ich fahre sehr gerne lange strecken wo ich nicht umsteigen muss. Da kann ich viel lesen oder die gegen beobachten. Mit dem Auto nach Essen, never, ich würde jedesmal im berufsverkehr landen und von parken an der Uni will ich erst gar nciht anfangen.

    Mein Freund ist auch ne zeit nach essen gependelt, während der Ausbildung. Jetzt läuft er zur Arbeit. Ist auch sehr nett, gerade in einer Großstadt. Ich hoffe aber auch, dass ich hier Fußläufig was bekommen werde, die Pendelzeit ist jetzt noch ok, aber später will ich die Zeit für meine Familie nutzen.

    Antworten

    • Guten Morgen Sabrina,

      hehe, bei euch im Pott liegt ja quasi alles nebeneinander. 😀
      Witzig, du fährst eigens zum Lesen eine längere Strecke?

      Toi toi toi, dass du einen Job in der Nähe findest!

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  9. Hi meine Liebe,
    toller Beitrag. Ich wohne selbst rund 55 km von meinem Arbeitsplatz weg und pendle 5 x die Woche. Genau wie du brauche ich ca 1,5 Stunden für die einfache Strecke. Morgens laufe ich 20 Minuten zum Bahnhof, fahre dann rund 40 Minuten mit dem Regio nach Stuttgart und steige dann dort noch in den Bus um. Abends das Ganze natürlich umgekehrt wieder. Obwohl ich das mittlerweile seit 7 Jahren mache, gibt es immer noch Menschen in meinem Umfeld, die das nicht verstehen können. Dabei liebe ich das Pendeln. Schon am frühen Morgen habe ich etwas Bewegung und bringe meinen Kreislauf in Schwung. Im Zug lese ich, höre Hörbücher, kümmere mich um die Social Media Profile meiner Blogs, recherchiere, lerne und schreibe auch hin und wieder ganze Blogposts. Für mich ist die Zeit in den öffentlichen Verkehrsmittel niemals verschwendet (aktuell sitze ich zB. im Bus zum Büro). In Stuttgart zu wohnen, würde für mich übrigens nie in Frage kommen. Dafür gefällt mir das Leben in der Kleinstadt viel zu sehr. Und wenn ich meine Kollegen sehe, die völlig gestresst ins Büro kommen, weil sie sich ewig durch den Stau quälen mussten, dann bin ich mir sicher, dass das was ich tue genau richtig ist.

    Liebe Grüße und ein Hoch aufs Pendeln
    Moni

    Antworten

    • Hallo Moni,

      das mit der Bewegung stimmt natürlich auch – wobei meine Frisur nach dem Marsch durch die oft zugigen Straßenschluchten in Köln ihren Namen auch nicht mehr so wirklich verdient hat. 😀

      Liebe Grüße, und allzeit gute Fahrt. 😉
      Anne

      Antworten

  10. 3 Stunden ist wirklich eine ganze Menge. Ich wohne auch in einem Dorf (nicht ganz so ländlich wie du) und fahre zum Arbeiten in die Stadt. 30-45 Minuten pro Strecke mit Auto. Ich mag die Zeit auch recht gerne (obwohl Zug fahren wirklich um einiges entspannter ist). Ich nutze die Zeit zum Lesen. Scherz. Ich höre Musik, Hörbücher, Predigten, Podcasts. Manchmal telefoniere ich auch. Aber der Vergleich von dem Geräusch wenn ich morgens aus dem Auto zur Arbeit aussteige und nachmittags zuhause aussteigen ist so unglaublich. In der Stadt ist es laut, egal wo man ist (habe auch einige Jahre hier gewohnt) und zuhause ist es leise. Man hört Vögel, Leute quatschen, nur ab und zu ein Auto und wenn jemand vorbeikommt sagt man Hallo. Ich würde es auch niemals eintauschen.

    Antworten

    • Hallo Nessa,

      jep… das geht mir auch so. Hier ist es so schön ruhig, dass wir tatsächlich neugierig aus dem Fenster gucken, wenn denn mal ein Auto vorbeifährt. 😀
      Und wie viele Vögel hier morgens in aller Frühe schon loslegen, ist einfach irre. <3

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  11. Puuuh, 3 Stunden täglich sind echt ne Hausnummer. Ich musste mal für drei Monate eine Stunde pro Strecke fahren und das hat mich sowas von angekotzt, dass ich mit dem nächsten Umzug quasi vors Büro gezogen bin (von Tür zu Tür 15 Minuten). Das mit dem Lesen war bei mir ganz genauso, aber das nehme ich nun gerne hin. Für mich war das ganz und gar nichts und mehr als 30 Minuten möchte ich mir auch nie wieder antun. Hoffentlich habe ich immer das Glück, wer weiß, was sich da noch auftut in meinem Leben.

    Antworten

    • Guten Morgen,

      na, wie sagt der Rheinländer so schön – jeder Jeck ist anders. 😉
      Ich glaube, ich würde wahnsinnig werden, wenn ich in der Innenstadt wohnen müsste, mir haben schon meine Randbezirks-Erfahrungen gereicht. 😀

      Liebe Grüße
      Anne

      Antworten

  12. ich bin 2 jahre auch immer 2 1/2h täglich zur uni gependelt. das war aber nicht so wild, weil man ja keine 9h am tag auf der uni verbringt. da wir vermutlich in nicht allzu ferner zukunft auch wieder aus der stadt rauswollen, wird das pendeln möglicherweise auch wieder thema. ich finde es super, dass du diese zeit so gelassen nutzen kannst. mich hat das schon immer ziemlich genervt. andererseits hast du dafür jetzt dieses tolle haus und das ist auch was besonderes.

    Antworten

  13. Hachja, das kenne ich auch, wenn auch vielleicht nicht ganz so in dem Ausmaß.
    Zur Schule habe ich immer relativ kurz gebraucht, gerade zur Grundschule. Laufen konnte ich auch da nicht, da hat uns ein Omnibus abgeholt.
    Für die Realschule gab es einen Einsatzwagen, der quasi genau vor meiner Tür begonnen hat, dieser fuhr aber auch einfach mal so 20-30 Minuten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
    Und dann gings los im Berufskolleg. Auch wenn das in derselben Stadt liegt, wo ich wohne – die Stelle ist von hier aus blöde zu erreichen. Zwei Busse fuhren dort hin, aber beide blöd. Der eine fuhr knapp 40 Minuten und war am Ende immer 25 Minuten vor Schulbeginn schon da und der andere Bus fuhr zwar nur 15 Minuten – war aber erst 7-8 Minuten nach Schulbeginn da. Argh!
    Im Studium wurd es nochmal schlimmer, da musste ich morgens auch so um die 1,5 Stunden zur FH fahren. Ich bin das allerdings gewohnt, ohne den Führerschein ist das hier halt nunmal so, auch wenn ich gar nicht so dass auf dem Dorf wohne 😀
    Zur Arbeit werde ich oft morgens mitgenommen, ansonsten laufe ich da so 20 Minuten zum Bahnhof und fahre dann mit dem Bus genau 5 Minunten lang bis zur nächsten Haltestelle, das ist super praktisch. Und wenn ich freitags früh aus habe, laufe ich auch schonmal diese 5 km bei gutem Wetter nach Hause 🙂

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  14. Ich pendel zum Glück nicht mehr und brauch zur Uni gerade mal eine halbe Stunde und eine Busfahrt. Das ist echt angenehm nach 3 Jahren Pendelei im Bachelor. Da hab ich 2,5h pro Richtung gebraucht und wurde auch ständig nach dem warum, wieso und wie gefragt 😀 zum Lesen kam ich leider nie, zu viel Unikram zu erledigen 😀

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    • Wow, fünf Stunden pro Tag sind schon eine heftige Hausnummer. oO
      Aber gut, wenn du die Zeit mit Unikram füllen konntest und den dann nicht zu Hause machen musstest, ist sie ja auch sinnvoll investiert.

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  15. Ich bin auch Pendlerin, vertrage das aber nicht sonderlich gut. Also erstens mal, ich bin definitiv ein Stadtkind. Zwar hätte ich die Abgeschiedenheit eines Dorfes auch gern, aber ich wüsste auch nach einer Woche nichts mehr mit mir anzufangen, also doch lieber Stadt. Und ich möchte nicht lang brauchen, um was einzukaufen – ein Auto hab ich auch nicht.
    Und hier fängt das Dilemma an. 😀 Somit bin ich Zwangs-ÖPNV-Nutzerin. Mache ich an sich auch lieber, weil – wie du sagtest – die Umwelt leidet, usw. … leider macht es mich auch tierisch abhängig von der Münchner S-Bahn und die ist berühmt-berüchtigt. Da ich auch noch *aus München heraus fahre* (und somit in die entgegen gesetzte Richtung vom „üblichen“ Berufsverkehr) sind die Verbindungen oft schlecht und S-Bahn und Bus sind schlecht getimet – mein beherzter Sprint durch den Bahnhof meiner Heimatgemeinde dürfte schon legendär sein …
    Im Sommer gönne ich mir den Spaziergang nach Hause zwar gern mal, aber bei -15° laufe ich nicht gern eine halbe Stunde nach Hause. Ja, Dorfkinder, lacht mich ruhig aus… 😛
    Ich verbringe meine Zeit morgens übrigens mit Frühstücken – ich kauf mir beim Bäcker was – und abends bin ich oft so tot, dass ich einfach die Augen zumache. Tja. (Mache ich den restlichen Teil der morgendlichen Fahrt übrigens auch.)
    Da ich um 7:30 schon an der Arbeit sein möchte (und schon spät dran bin, im Vergleich zu KollegInnen), aber eben auch etwas über eine Stunde hin brauche, ist das auch das höchste meiner Spätaufsteher-Gefühle. ;D Gleitzeit ist eben nur cool, wenn man nicht völlig verwaist auf dem Stockwerk ist…
    Nee, ich würde wirklich gern näher an meiner Arbeitsstelle wohnen – andererseits, man gewöhnt sich auch dran, morgens erst mal richtig wach zu werden, bis man im Büro auftaucht. Geht einigen hier bestimmt genauso. 🙂

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    • Hallo Rea,

      oha – ja, ohne Auto wärst du auf dem Land definitiv aufgeschmissen. Oder zumindest sehr, sehr trainiert, was Fahrradfahren und Laufen angeht. 😀

      In der Bahn zu schlafen, traue ich mich nicht. Bei meinem Glück verpenne ich sonst die Station zum Aussteigen und finde mich in Kuckuckshausen oder so wieder… 😀
      Wachst du denn immer pünktlich auf?

      Liebe Grüße
      Anne

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      • Kann ich verstehen! Ich traue mich das auch nur, wenn ich zur Endstation muss – das ist morgens auch üblicherweise der Fall. 🙂 Es steht sich schon ein bisschen leichter auf, wenn man weiß, gleich kann man noch mal die Äuglein 15 Minuten zumachen 😀

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