{Blogparade} Stadtkind oder Landei?

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Dorf oder Stadt? – Zu dieser Frage hat Ilona dieser Tage eine Blogparade ins Leben gerufen:

Es scheint, dass so ziemlich jeder eine Meinung zum Thema „Stadt vs. Land“ hat. Es gibt die, die gerne auf dem Land leben – oder leben würden. Es gibt die, die Kleinstädte bevorzugen. Es gibt die Großstadt-Fans, die zwar der Lärm immer wieder mal nervt, die aber die vielen Möglichkeiten für kein Geld der Welt eintauschen würden. Und dann gibt es die, die derzeit das eine vorziehen, sich das andere aber durchaus vorstellen können.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen…

In einem kleinen Dorf, das auf knapp 50 Einwohner kommt, wenn man das ein oder andere Pferd mitzählt. Hinter meinem Elternhaus lag eine Schafsweide und davor ein großer Acker, auf dem mal Kühe weideten, mal Mais angepflanzt wurde. Zur Irritation sämtlicher Besucher gibt es nicht einmal Straßennamen, die Häuser sind einfach durchnummeriert. 😉

Als Kinder spielten wir viel draußen – wir kletterten im Wald rum, erkundeten Scheunen und Steinbrüche, so gut wie jeder konnte reiten (mehr die Zottelpony-Variante, kein elitäres Dressurreiten), im Winter prettelten wir mit unseren Schlitten die verschneiten Weiden runter. Mit meinem damaligen Hund bin ich viel durch die Wälder und Felder gestromert und dabei war es ziemlich normal, bei einem zweistündigen Marsch keine Menschenseele zu treffen.
Klingt rückblickend betrachtet viel kitschiger und idyllischer, als es mir damals vorkam. 😉

Witzigerweise ist das Foto hier fast auf den Tag genau vor acht Jahren entstanden:

Eine typische Freizeitbeschäftigung auf dem Land ;-)

Eine typische Freizeitbeschäftigung auf dem Land 😉

Landleben heißt allerdings auch: ohne Auto ist man aufgeschmissen. Der nächste Supermarkt liegt von meinem Heimatdorf rund 5 hügelige Kilometer entfernt, im Dorf selber fährt nur ein Schulbus für die Handvoll Grundschüler, die wir in meiner Kindheit waren. Auch die nächste Linienbushaltestelle ist 5km entfernt, und natürlich fuhr der damals nur zweimal in der Stunde (wohl auch heute vermutlich nicht öfter). Nach der Schule hieß das also immer noch fast eine halbe Stunde auf den Bus warten. Für eine Freistunde mal eben nach Hause fahren, lohnte sich nicht.
Meine Klassenkameraden wohnten alle in anderen Dörfern, sodass wir uns nachmittags nicht mal eben spontan treffen konnte, sondern als Kinder immer auf irgendeinen Elternteil mit Auto angewiesen waren. Dass mit 18 jeder den Führerschein machte, war normal und quasi lebenswichtig 😉 und fortan gurkte man dann halt selber ewig durch die Pampa.

(Übrigens finde ich es nach wie vor furchtbar, durch größere Städte fahren zu müssen. Mehrspurige Straßen, kreuz und quer fahrende Radfahrer, Straßenbahnen, Fußgänger, wtf… dafür kenne ich diverse Stadtkinder, die Panik bekommen, wenn auf der Landstraße vor ihnen halt gerade eine Kuhherde die Straße überquert. 😀 )

Überhaupt war es ziemlich normal, für alles und jeden lange Fahrtzeiten in Kauf zu nehmen. Vielleicht komme ich jetzt deswegen ganz gut mit dem Pendeln zurecht, weil ich es einfach nicht anders kenne und sehr irritiert bin, wenn jemandem alles über einer Viertelstunde Entfernung schon zu weit zur Arbeit ist.

Internet kam bei uns übrigens erst sehr spät auf, und dann natürlich jahrelang nur als 56kBit-Leitung.
Der Klassiker: „Mensch Anne, geh endlich mal offline, ich muss telefonieren!“ 😀

… dann bin ich in die Stadt gezogen…

Tja. Zum Studium zog ich aus, nach Köln.

Ich fand es großartig, samstagabends einfach so kurzentschlossen zu Fuß zum Supermarkt gehen und einkaufen zu können. Ein völlig neues Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, damals machten die meisten Läden auf dem Land halt schon Samstagmittag zu und die Bürgersteige wurden prompt hochgeklappt. 😉
Ich brauchte plötzlich kein Auto mehr, konnte zur Fuß zur Straßenbahn laufen, zur Uni fahren, in die Stadtmitte. Es war immer was los – dass man sich so gegen zehn Uhr abends für’s Weggehen dann so allmählich mal fertigmacht, war schon ein krasser Unterschied zu früher, wo um kurz nach Mitternacht der letzte Bus zurück fuhr und man dementsprechend gut damit beraten war, zeitiger anzufangen… 😉

Nach einem Jahr in Köln wohnte ich dann ein Jahr lang in einer kleineren Stadt in einer WG. Das war schon deutlich ländlicher als Köln, aber trotzdem halt eine Stadt.
Wiederum ein Jahr später zog ich nach zum Besten nach Leverkusen, und hier wohne ich tatsächlich schon seit 2009. Urgh.

… und jetzt wohnen wir bald wieder auf dem Land.

Bekanntlich haben wir ja ein Grundstück auf dem Land gekauft, ziehen zurück in meine alte Heimat.

Das rechts hinter dem Ortsschild ist unser Grundstück :)

Das rechts hinter dem Ortsschild ist unser Grundstück

Ich zähle wirklich die Tage, bis wir hier aus der Stadt weg sind.
Mich nervt vor allem der Lärm. Obwohl wir direkt am Waldrand wohnen – es ist halt nur ein winziges Wäldchen, und dahinter liegt eine vielbefahrene vierspurige Straße. Am Ende unserer Straße rauschen alle paar Minuten Güterzüge vorbei, morgens ab vier Uhr dröhnen die LKW zur Anlieferung für die Krankenhausküche an unserem Schlafzimmerfenster vorbei, und selbst nachts, wenn eigentlich alles still sein sollte, hört man die Autobahn.

Obwohl man hier nie für sich ist und ständig Leute um einen herum sind, ist es doch sehr anonym. Unsere Hausgemeinschaft ist super und durch die Hundespaziergänge kenne ich halt auch ein gutes Dutzend anderer Hundebesitzer, die ich regelmäßig treffe, aber wie die Leute im Haus nebendran heißen…? Das ist im Dorf schon anders.

Und die Freizeitgestaltung? Klar, mit Weggehen ist auf dem Land nicht viel los. Immerhin hat der Italiener im nächstgrößeren Ort ein paar Cocktails auf seiner Karte zu stehen.
Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir da mittlerweile eh ruhiger geworden sind. Nach einer stressigen Arbeitswoche finde ich die Aussicht auf einem Couchabend mit Film und Pizza deutlich attraktiver als mich gleich wieder irgendwo ins Getümmel zu stürzen. Und die Wochenenden verbringe ich auch lieber beim Sport an der frischen Luft, mit Gartenarbeit oder einem Fotostreifzug durch die Natur, als freiwillig shoppen zu gehen.
Wunderbare Leseempfehlung an dieser Stelle: „Are we boring?“, ein Blogpost von einem meiner Kollegen aus den USA.

Ich bin also eindeutig ein Landei. 🙂

Trotzdem arbeite ich in einer Großstadt.

Ich habe nicht nur in Köln studiert, ich arbeite seit über drei Jahren auch dort. Mitten drin, fußläufig zum Hauptbahnhof. Dass das nicht gerade die idyllischste und ruhigste Ecke ist, wissen wir nicht erst seit Silvester. *ahem*

Es ist laut, es ist stressig. Es gibt definitiv Besseres, als nach einem anstrengende Tag aus der Firma zu kommen und zu wissen, dass noch eine Stunde Heimweg vor einem liegt. Wahlweise in meistens verspäteten, überfüllten Zügen oder im Stau auf der Autobahn. Weil ich beim Warten auf die Bahn wenigstens lesen kann, nehme ich so gut wie immer die Öffentlichen.

Und warum arbeite ich in der Stadt? Weil es dort gerade in der IT-Branche einfach die spannenderen Jobs gibt. In der Hinsicht stimmt das Stadt-Land-Klischee dann halt doch.
Nichtsdestotrotz würde ich für den Job nie wieder in eine Stadt ziehen wollen, sondern nehme dann halt lieber eine längere Fahrt in Kauf.

Hat sich meine Einstellung zum Stadt- bzw. Landleben im Laufe meines Lebens geändert?

Ja, ganz klar.

Ich mochte es eigentlich immer, auf dem Land zu leben.
Aber früher wollte ich immer ein Extrem – entweder so weit in der Pampa, dass wirklich überhaupt keine anderen Menschen mehr in der Umgebung wohnen, quasi als Selbstversorger – oder eben mitten in einer Großstadt. So ein größeres Dorf wie das, in dem ich zur Schule gegangen bin, mit seinen rund 5.000 Einwohnern fand ich ganz furchtbar. Nichts Halbes und nichts Ganzes!

Genau das hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Mittlerweile schätze ich es sehr, nicht ganz so weit ab vom Schuss zu wohnen. In der Stadt zu wohnen, ist definitiv nichts für mich, aber es ist schon nett, mit dem Fahrrad einkaufen fahren zu können und ein paar nette Nachbarn zu haben.

Von unserem Grundstück aus sind es 3 Kilometer bis in besagtes größeres Dorf, das geht. Und trotzdem wohnen wir dann direkt am Feldrand, ist man in wenigen Minuten im Wald (und zwar in einem richtigen 😉 ). „Unser“ neues Dorf hat übrigens um die 120 Einwohner.

Linktipp: DorfStattStadt

Durch Zufall bin ich neulich auf eine witzige Seite gestoßen: DorfStattStadt
Insbesondere die Sammlung der „Dorfkindmomente“, die es übrigens auch auf Instagram gibt, ist herrlich und so passend. 😀

Und du?

Wie sieht es mit dir aus? Bist du ein Stadtkind oder ein Landkind? – Verrate es hier in einem Kommentar oder nimm an Ilonas Blogparade teil, die läuft nämlich noch bis zum 20. Januar. 🙂

Dieser Beitrag wurde bereits 24mal kommentiert - was denkst du? Hau in die Tasten! 🙂

Anne Schwarz

Geschrieben von Anne Schwarz

Merry meet! Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Das ♥ schlägt für die Natur, die Fotografie & das Schreiben. Ich bin viel draußen unterwegs, baue unser eigenes Obst und Gemüse an und tobe mich gern kreativ aus - egal ob mit Papier oder Quellcode. » Magst du mehr erfahren?

24 Kommentare

  1. schön, dass du dabei bist 🙂 Ich finde es immer interessant, zu sehen, wie unterschiedlich Menschen ticken.
    Ähnlich wie Renate von „Raus ins Leben“, die ja auch mitgemacht hat, habe ich z.B. noch nie so laut gelebt, wie auf dem Land. Das war sicher auch einfach Pech, weil meine Wohnung direkt an der Bundesstraße lag – aber dafür lagen all meine Stadtwohnungen immer viel ruhiger, v.a. die jetzige.

    Auch das mit dem Pendeln – wahrscheinlich ist es wirklich Gewohnheit. Ich bin zwar in einer Kleinstadt (also wohl eher eine mittelgroße…) aufgewachsen, mit großem Garten, damals war auch noch nichts verbaut außenrum, lauter Felder und Wiesen überall – aber dennoch zentral. Mit dem Rad war ich in 10min überall. Ich kann mir gar nicht vorstellen, warum sich jemand das Pendeln antut – für mich der absolute Horror. Für mich war ja immer klar: Wo ich arbeite will ich auch wohnen – und die Arbeit sollte möglichst öffentlich erreichbar sein! Denn ich hasse Autofahren – obwohl ich das auf Landstraßen lieber mache, als in der Stadt.

    Jedenfalls bietet mir die Blogparade interessante Einblicke 🙂

    LG, Ilona

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    • Hallo Ilona,

      klar, es kommt natürlich immer auch drauf an, in welcher Ecke man wohnt. Auf dem Land gibt es teilweise viel mehr Autoverkehr, habe ich den Eindruck – klar, wenn die Öffentlichen so mau aufgestellt sind…

      Liebe Grüße

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  2. Hallo Anne,

    über das Blogger Alphabet bin ich auf dich aufmerksam geworden und finde die Aktion echt cool :)!
    Zu diesem Post muss ich sagen, ich bin theoretisch ein Stadtkind (wenn man eine Stadt mit 4.000 Einwohnern mitzählt). Aber es ist eine eher ländliche Umgebung, d.h im Endeffekt war es wie auf einem Dorf aufzuwachsen ;).
    Seit ca. einem dreiviertel Jahr wohne ich jetzt aber in einem richtigen Dorf mit ca. 300-400 Einwohnern und ich muss sagen, das mir das jetzt nicht so richtig was ist, also ich mag zwar die Ruhe, aber dadurch das es eben wirklich nichts gibt, keinen Lebensmittelladen, kein Restaurant oder Hotel, keinen Arzt und keinen Kindergarten ist es halt schon doof.
    Mir hat dein Post dazu sehr gut gefallen :).

    Liebe Grüße
    Anie

    http://anie1990.blogspot.de/

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    • normalerweise gehören so kleine Ort ja zu einer anderen Gemeinde, also etwa

      Dorf 23
      00000 Gemeinde

      So kenn ich das zumindest

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      • Ja, genau, so ist das da auch.

        Wobei unsere neue Anschrift lustig wird; die Gemeinde heißt Neunkirchen-Seelscheid, weil da diese beiden größeren Dörfer zu einer Gemeinde zusammengefasst wurden, und wir wohnen wiederum in einem Dorf, wo die Straße so heißt wie das Dorf: Brackemicher Straße in Brackemich, also eigentlich dann Brackemicher Str. in Neunkirchen-Seelscheid-Brackemich. Poesie ist nix dagegen. 😀

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    • Dorf 1
      12345 Gemeinde;)

      Insgesamt hat die Gemeinde rund 14.000 Einwohner, aber die verteilen sich halt auf über 100 Dörfer. 😉

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  3. oh jaaa! ohne auto ist man echt aufgeschmissen. bei uns war das komplett normal, dass alle mit 18 ihren Führerschein machen, um nicht von den Eltern abhängig zu sein.

    als ich später bei Koblenz wohnte, hatten so viele menschen gar keinen Führerschein. das konnte ich gar nicht verstehen :D. Und ich hasse es auch durch Städte zu fahren, viel zu viele Autos, zu viele Ampeln und man muss auf soviel gleichzeitig acht geben. ich fühle mich danach so gestresst.

    und ja, die langen Entfernungen waren für uns auch nichts schlimmes. wir sind früher 60km bis zu nächsten Discothek gefahren oder einfach mal nach Luxemburg.

    vlt sollte ich auch einen Beitrag verfassen :D.

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    • Gnihi, ja, das kann ich alles 1:1 unterschreiben. 😀
      Ich hab meinem Mann schon gesagt, dass ich vor dem Umzug noch ein paar Mal so richtig feiern gehen will, solange man noch mit dem Bus hinkommt und das Taxi zurück weniger als 15 Euro kostet, von solchen Zuständen werden wir nochmal träumen. 😀

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  4. Ein sehr interessanter Artikel, ich bin vor +/- 50 Jahren auf dem Dorf aufgewachsen, die Eltern hatten kein Auto, also wurde so viel wie möglich mit dem Rad erledigt. Kindergarten ging nicht, 2 km weit weg. Vor der Einschulung musste ich Rad fahren lernen. Die weiterführende Schule in der Kreisstadt war mit dem Bus zu erreichen. Kino ging nicht, der letzte Bus fuhr zu früh. Mit 18 habe ich dann eine Ausbildung in Düsseldorf begonnen und auch mal so richtig Kino, Theater, shoppen und die Altstadt genossen. Auch jetzt lebe ich in einer Großstadt, aber recht ruhig. So richtig auf dem Dorf leben möchte ich eigentlich nicht mehr.
    Liebe Grüße Wilma

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    • Hallo Wilma,

      ja, ohne Auto ist man da dann schon wirklich krass eingeschränkt, vor allem mit Kindern… danke für diesen Einblick! 🙂

      Liebe Grüße

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  5. Spannender Post. Wenn ich es schaffe, meinen Blog bis zum 20. wiederzueröffnen, dann schreibe ich vielleicht auch noch was dazu 🙂
    Aber so viel sei gesagt: ich bin ein Stadtkind durch und durch und Kilometerangaben zu wichtigen Punkten wie Supermarkt oder Haltestelle hören sich für mich absolut schrecklich an 😀

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  6. Ich glaube, für Kinder sind ländliche Gegenden einfach am besten. Wenn man dann älter wird, will man irgendwann in die Großstadt und sobald man etwas Erfahrungen mit dem hektischen Stadtleben gesammelt hat, schätzt man doch wieder die Ruhe oder wenigstens den Kompromiss 😉

    Ich habe auch einen Beitrag zu der Blogparade geschrieben und kam dabei zum Fazit: Kleinstadt-Stadtrand.

    Liebe Grüße

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  7. Wir werden vielleicht bald Nachbarn sein :-)))

    Ich kann vor allem den Auto- und Internetteil Deines Berichts zu 100% unterschreiben 🙂 Auch die Freizeitgestaltung sah bei mir genauso aus, nur dass ich erst jetzt ein Pferd habe und früher nicht geritten bin 🙂

    Ich wollte nie in der Stadt wohnen und mein Mann, gebürtiger Düsseldorfer, nie auf dem Land. Schließlich hat ihnen die Qualität des Landlebens doch überzeugt. Trotzdem möchte er in Autobahn und Köln-Nähe wohnen. Dort wo wir jetzt wohnen fährt man erstmal eine halbe Stunde zur A3. Aber lange Wege bin ich als Landkind ja sowieso gewohnt. Alles ist immer „ein halbes Stündchen“ entfernt. Aber das ändert sich in den nächsten Jahren vielleicht, wenn jetzt alles glatt läuft 🙂

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  8. Pingback: Stadtei oder Landkind? | Jenseits des täglichen Wahnsinns

  9. Dorfkind! Ganz eindeutig. Ich könnte alles, was du schreibst, genau so unterschreiben.

    Ich bin in einem Dorf mit 250 Einwohnern aufgewachsen, mitten in einer extrem ländlichen Gegend. Die nächste Stadt hatte 900 Einwohner; die Stadt, in der ich zur Schule gegangen biin 5.000. Mittlerweile gibt es dort auch kein Gymnasium mehr. Leider der Nachteil an extrem ländlichen Gegenden – Schulschließungen. Bei uns werden sie leider im großen Stil betrieben, es fehlen einfach die notwendigen Schülerzahlen. Wir hatten übrigens größtenteils mit 16 schon den ersten Führerschein – Moped oder Traktor. Mit dem Traktorführerschein konnte man nämlich auch Moped fahren und im Sommer dann beim Bauern in der Ernte helfen. 😉

    Mit 18 bin ich dann zum Studium nach Hannover gegangen – die perfekte Großstadt für Dorfkinder. Hannover fand ich relativ übersichtlich und hatte viel Grün, das ging. An sich habe ich da auch gerne gelebt, nach dem Studium dann aber Arbeit in unserer Kreisstadt bekommen. Also zurück in die Heimat – allerdings in die Kreisstadt mit 35.000 Einwohnern. Ein paar Monate später bin ich dem Herzmann wiederbegegnet (wie man das auf dem Land so ist, man kennt sich schon ewig) und bin ihm in die Kreisstadt des Nachbarkreises gefolgt. Und hier bin ich jetzt – in einer Kleinstadt mit nicht ganz 25.000 Einwohnern. Wir sind auf Haus- und Grundstückssuche, am liebsten wieder auf dem Land. Ich möchte wieder auf’s Dorf.

    Zu deiner Frage, ob Stadtei oder Landkind. Für mich gibt es nur entweder Großstadt oder richtig Dorf, Kleinstadt ist gar nicht meins. Ich hoffe, wir finden bald das richtige Grundstück für uns.

    Antworten

  10. Hey!
    Wir müssen auch gerade die Entscheidung treffen, ob Haus auf dem Land oder Wohnung in der Stadt. Und es wird das Zweite werden. Ich bin auch auf dem Land groß geworden und fand es irgendwann total ätzend. Ich wollte auch mal was trinken, aber nein, ich musste ja immer fahren. Busse fuhren so gut wie nie, meine Freundinnen wohnten ewig weit weg. Ich würde momentan für kein Geld der Welt wieder da hinziehen. Jeder weiß alles über jeden. Boah. 😉
    Wir wohnen in einem etwas ruhigeren Teil von Frankfurt, sind aber in 15 Minuten in die Stadt gelaufen. Für uns perfekt. Es ist immer was los hier. Es wird nie langweilig. Im Sommer am Main wohnen ist so traumhaft, das würde ich zu sehr vermissen. Und ja, wir haben ein Kind. Das kann aber auch gut in der Stadt groß werden.
    LG Steffi

    Antworten

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