Unser Garten im Juli 2020

Unser Gartenguckloch im Juli 2020

Zwischen Herbst und Hochsommer – das fasst das Wetter im Juli ganz gut zusammen.

An vielen Tagen war es vor allem morgens neblig und kühl, es hat viel geregnet und nachts gingen die Temperaturen sogar öfters mal runter in den einstelligen Bereich. Aber mit 34°C holte sich der letzte Julitag den Rekord als bisher heißesten Tag des Jahres.
Was für eine Mischung!

Unser Danhaus im Juli 2020
Kurz vor einem kräftigen Regenguss…

Im Vorgarten

Die im letzten Gartenguckloch erwähnten Dahlien sind tatsächlich gar nichts mehr geworden. In Verdacht habe ich Wühlmäuse – die sind nämlich unglaublich aktiv. So heftig hatten wir das hier noch nie. Der Rasen besteht aus lauter Löchern und in den Beeten sind schon etliche Stauden kaputtgegangen, weil die Wurzeln ratzekahl abgefressen wurden.

Als „Entschädigung“ überraschten uns dafür jede Menge Sonnenblumen, die sich von selbst ausgesät haben. 🙂

Im Mittelgarten

Ziemlich ernüchternd sieht es hinter der Garage aus, wo ich den Topinambur angepflanzt habe. Meine Sorge, dass der ohne Wurzelsperre außer Rand und Band geraten könnte, hat sich als herzlich unbegründet erwiesen…
Im Frühjahr hatte ich zehn Knollen vergraben. Gerade mal die Hälfte davon hat überhaupt Triebe ausgebildet. Tja… und von diesen 5 wackeren Recken sind vier den besagten Wühlmäusen zum Opfer gefallen. Nur noch eine einzige Pflanze ist übrig und ich bin nicht gerade zuversichtlich, dass die überlebt und uns im Winter ernähren wird.

Mittelgarten im Juli 2020
Mitte Juli standen noch ein paar mehr Topinambur-Pflanzen da als jetzt…

Hinten im Garten

Der unbestrittene Star ist gerade die riesige Sonnenblume, die sich im Kartoffelbeet ausgesät hat und rund drei Meter hoch aufragt. Der Stängel ist so dick wie ein Kölschglas! 🙂

Was da so schön im Vordergrund blüht, ist die Sonnenbraut. Die ist gerade im Abendlicht unglaublich fotogen:

Daneben habe ich einen roten Purpur-Sonnenhut gepflanzt, der fast den gleichen leuchtenden Farbton hat:

Sonnenhut
Sonnenhut

In der Mulde blühen Färberkamille, Schafgarbe, Kornblumen, und jede Menge mehr um die Wette. Auch im Bauerngarten habe ich in einem der Quadranten ja eine Bienenweide ausgesät, die sich da sehr hübsch macht.

Blühender Hauswurz
Blühender Hauswurz

Geerntet haben wir verschiedene Sorten Tomaten und Salat, Mangold, Zucchini und den ersten Schwung Zwiebeln. Die hängen jetzt zum Trocknen auf der Terrasse.

Die Jostabeeren und Johannisbeeren sind mittlerweile vernascht, aktuell pflücken wir die letzten Sommerhimbeeren und Stachelbeeren. Die Brombeeren sind beinahe reif.


Das war also der Juli… meine Freizeit verbringe ich gerade größtenteils beim Sport oder mit den Tieren, weswegen ich nicht so viel am Rechner bin und das Gartenguckloch ewig und drei Tage nicht fertig geworden ist. Na, hier ist es jetzt endlich! 😀

Wie geht es deinem Garten gerade?

4 Kommentare

  1. Blackmoon sagt:

    Ich guck ein wenig neidisch auf deine Gemüsevielfalt 😉

    Und das mit den Dahlien ist natürlich doof. Bei uns waren´s keine Wühlmäuse (soweit ich gesehen hab,haben wir nur ne Spitzmaus) sondern das Wetter. Ich hab einiges an Zwiebeln verloren dadurch. Zu nass. Da haben sie sich zersetzt oder sind verschimmelt.
    Aber zum Glück kommen einige und haben sich von der Invasion an Schnecken erholt 🙂

    Auch wenn ich die Hitze doof finde,jetzt legt´s bei uns los. Gemüse kann endlich reif werden.
    Richtig abwechslungsreich wird´s wohl leider nicht. Zucchini,Bohnen,Kohlrabi,rote Rüben waren/sind nichts geworden und/oder mäckeln rum. Gurken wollen nicht,Radieschen schießen nur und bilden keine Knollen etc.
    Dafür Kartoffelbeute in Ordnung,Möhren werden wir nicht zu knapp haben,dezent mutierte Zwiebeln und die Kürbisse machen Spaß.
    Ich hab noch Chinakohl drin und schau was der wird,Kohlrabi noch einmal und noch etwas Salat. Eher braucht ich den nicht nachsäen wegen der Schnecken.
    Himbeeren kommen erst gerad noch (ich hab zwei Sorten … eine die was später ist)

    Wetter ist halt Wetter 🙂 Garten lehrt Gelassenheit oder so ähnlich ?!
    Nehme es wie es kommt bzw. was jetzt noch kommt. Gerad bei den Zucchini hab ich mit ner Schwemme gerechnet,da wir viel zu viele Pflanzen rausbekommen haben. Dachte noch „wenn die alle tragen“ Wo uns 2 letztes Jahr mehr als reichlich versorgt haben.
    Ich hoffe Frost lässt dieses Jahr etwas auf sich warten. Die Dahlien krümeln sich zum Teil noch aus der Erde und blühen noch nicht. Dann kann ich sie was länger stehen lassen.

    *lach* wie ich sehe hast du auch eine „Quotensonnenblume“ Bei uns steht der Riese mitten in den Kürbissen. Die ist locker 220 oder 250 inzwischen. Die restlichen die ich nicht gesät hab und die doch rausgekommen sind,sind etwas niedriger.
    Vor ein paar Tagen fand ich einen Wildaufschlag von Salbei. Hab jetzt gerad leider die Art vergessen,aber der sieht super hübsch aus und darf bleiben.

    • Anne sagt:

      Ach, das ist ja auch ärgerlich, wenn einem der Kram einfach so im Beet vergammelt. :/

      Seit es hier so heiß ist (also seit ca. einer Woche) machen die Zucchini hier trotz Gießens auch schlapp. Dabei war ich so froh, dass ich den anfänglichen Mehltau durch das Regenwetter so gut in Griff bekommen hatte. Irgendwas ist halt immer. 😀
      Mit Möhren hab ich dieses Jahr irgendwie kein Glück. Die gingen eigentlich immer problemlos, diese Saison kümmern sie echt rum. Ich glaube, nach der Aussaat wurde die Hälfte vom Starkregen weggeschwemmt und dann kamen die Vögel.

      Wäre ein Hochbeet für dich in Sachen Salat vielleicht eine Idee, damit du weniger Schneckenprobleme hast? Ich hab meinen Salat ja in einem kleinen Hochbeet auf der Terrasse (also keins, das bis unten hin mit Erde gefüllt ist / Bodenkontakt hat), das funktioniert prima.

      Dieser Tage haben die Wühlmäuse übrigens Geschmack am Fenchel im großen Hochbeet gefunden. *seufz
      Die Kartoffeln aus dem Hochbeet hab ich schon mal rausgeholt, der Ertrag war ganz gut. Mal gucken, ob die Bunte Bete da jetzt besser wächst, seit sie wieder mehr Platz hat. Oder ob die Wühlmausmafia schneller ist. 😀

  2. Die Pleite mit dem Topinambur kann ich bestätigen. Ich hatte drei Knollen, habe zwei so eingepflanzt und eine geteilt in zwei und eingepflanzt, was angeblich geht, bei genau gar keiner ist irgendwas aus der Erde gekommen. Hmpf.

    Ansonsten haben wir hier in Sachsen bisher dankbareres Wetter, viel Sonne, aber auch immer wieder richtig Regen. Ich musste trotz nur maximal 600 Litern Regenfässer kaum Wasser aus der Leitung nehmen bisher. Dafür ist mein Boden wohl an vielen Stellen durch. Alle Pflanzen haben Probleme, tiefe Wurzeln zu bilden, und viele scheinen Nährstoffmangel zu haben – die Gurken kriegen gelbe Blätter (aber auch Blüten) trotz Dünger, Bohnen wachsen kaum statt zu wuchern wie sonst, insgesamt wächst alles sehr langsam. Abgesehen von den Zucchini natürlich und auch alles, was im Hochbeet steht, kommt gut. Und tatsächlich habe ich auch Sonnenblumen, in meiner Blumenmischung waren welche und das Beet, wo ebendiese ausgesät wurde, ist echt irre zugewuchert mittlerweile, die Sonnenblumen ragen da schön raus. Witzigerweise hatte ich außerdem auch Sonnenblumensamen als Werbegeschenk von der CDU – die sind nix geworden. 😀

    • Anne sagt:

      Dann bin ich ja beruhigt, dass es dir auch so ging mit dem Topinambur. Auch wenn’s ärgerlich ist. Vielleicht kaufe ich nächstes Jahr nochmal Knollen und ziehe die in Töpfen vor / pflanze sie in große Kübel… eventuell haben die Wühlmäuse die ja schon vor dem Keimen abgefressen.

      Das mit den Sonnenblumen ist ja witzig. 😀 Wir haben den ganzen Winter über Werbegeschenk-Kresse gefuttert… da hatten wir gleich mehrere Tütchen von allen möglichen Seiten bekommen. 😀

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