Der Winter 2023 / 2024 in unserem Garten

Der Winter 2023 / 2024 bei uns im Garten

Ich möchte ein neues Format einführen: anstelle der monatlichen Rückblicke im Gartenguckloch gibt es ab jetzt vierteljährliche Berichte aus unserem Garten. Und zwar immer gemäß der (meteorologischen) Jahreszeiten!

Das allmonatliche Gartenguckloch ist zwar super, weil ich immer zurückblättern und genau nachsehen kann, wie der Garten beispielsweise im Mai 2018 ausgeschaut hat. Aber Hand aufs Herz, das Zusammenstellen der Fotos und Texte war auch immer ziemlich viel Arbeit und irgendwann fühlte es sich nach einer energieraubenden Pflicht an, immer gegen Monatsende diese Artikel zu schreiben. Nach etlichen Jahren war bei mir einfach die Luft dafür raus.
Und hey – letztlich gilt für das Bloggen das gleiche wie für den Garten… es soll Spaß machen und wenn etwas nicht mehr so gut funktioniert, gehe ich es anders an. 🙂

Ich wünsche dir also viel Spaß beim Nachlesen, was in den letzten drei Monaten so im Garten passiert ist – im Zeitraffer. 😊

Ein verregneter Dezember 🌧️

Der Winter startet stürmisch und mit viel Regen. Eigentlich regnet es seit September fast ununterbrochen; im Herbst habe ich es deswegen nicht einmal geschafft, den Rasenmäher nach dem letzten Mähen gründlich sauberzumachen und für den Winter einzulagern: es war einfach nie trocken genug, um das Ding mal auf den Rasen legen zu können.

Auch die Beete kann ich daher nicht optimal auf den Winter vorbereiten. Eigentlich wollte ich nochmal gemulcht haben; uneigentlich ist es mir viel zu nass.

Unser Lehmboden kann schon lange kein Wasser mehr aufnehmen. Ich vermeide es nach Möglichkeit, über den klatschnassen Rasen zu laufen – denn der verwandelt sich in nullkommanix in Schlamm. In den Wühlmausgängen rauscht das Wasser, teilweise sind sie schon eingestürzt und haben richtige Krater im Rasen hinterlassen. Der Maulwurf wirft unbeeindruckt Hügel um Hügel auf und hat sich mit seinen Gängen wahrscheinlich ein ganzes Badeparadies aus Wasserrutschen gebaut. 🌊

Der Rasen hat über den Winter gelitten
Man sieht, wo der Hund seine Rennstrecke hat…

Die Stürme übersteht unser Garten zum Glück unbeschadet; nur der Spanngurt, mit dem der Strandkorb verankert ist, reißt und wird durch ein dickeres Exemplar ersetzt.

Und es ist warm, vor allem Ende Dezemeber! Heiligabend haben wir 11°C. In den Beeten wächst Unkraut, die Himbeeren haben Knospen. Neben der Garage blüht die Rose.

Lediglich an Nikolaus haben wir mal kurz etwas Schnee:

Unser verschneiter Garten in der Dämmerung

Winterwunderland ☃️ im Januar

In der zweiten Januarwoche stürzen die Temperaturen plötzlich ab: nachts haben wir -10°C, tagsüber ist es für kurze Zeit zwar herrlich sonnig, aber weiterhin frostig.

Dann kommt der Schnee: viiieeel Schnee! Innerhalb eines Tages versinkt der Garten in so viel Schnee, dass die Blumenkübel und das Zäunchen im Mittelgarten schlicht nicht mehr zu sehen sind.

Nach ein paar Tagen (die wir übrigens auch ausgiebig zum Schlittenfahren und Schneewandern mit den Nachbarn nutzen 🙂 ) schmilzt der weiße Zauber aber auch schon wieder weg und geht über in… du ahnst es schon… Regenwetter.

Der Februar ist wieder nass, aber es geht draußen los! 🌱

Im Februar klettern die Temperaturen etliche Male in den zweistelligen Bereich. So richtig will lange Zeit aber trotzdem keine Frühlingsstimmung aufkommen, denn was gehört zum Frühling dazu außer Wärme, den ersten Knospen, Krokussen und Vogelgezwitscher? – Richtig, Sonne. Die scheint größtenteils leider in Strömen vom Himmel… 🫠

Ich putze die Scheiben im Gewächshaus, das mache ich immer gerne im Februar und habe das dann erledigt. Da setzt sich übers Jahr ja doch immer eine ordentliche grünliche Schicht ab.

Unser Gewächshaus

À propos grünliche Schicht: der dauernde Regen hat nicht nur auf unserem Rasen Spuren hinterlassen, auch das Holz am Zaun und an den Hochbeeten hat echt gelitten. Es ist voller Moos und sieht einfach gammelig aus. Daher schnappe ich mir eine Wurzelbürste und heißes Wasser und fange mit dem Schrubben an. 💪

Beim Pflanzregal geht das recht flott und macht sogar Spaß, weil das Ergebnis echt beeindruckend ist. Nach dem Trocknen habe ich das Holz noch abgeschliffen und lasiert.

Der Zaun an der Terrasse erweist sich allerdings als deutlich aufwändiger. Das Moos ist hartnäckiger und zudem hat der Zaun viel mehr kleine Ecken und Ritzen, wo man nicht gut hinkommt. Da bin ich noch nicht fertig…

Die Beete räume ich in den Regenpausen teilweise auch schon leer und schneide die vertrockneten Stauden zurück – das junge Grün treibt nämlich schon kräftig aus und auch die ersten Frühjahrsblüher sorgen für bunte Farbtupfer:

Lilafarbene Krokusse

Außerdem startet bei mir im Februar natürlich die neue Anzuchtsaison! 🙂
Meine Anzuchtstation mit LED-Lampen leistet mir wieder gute Dienste. Den Anfang machen Zwiebeln (die ich dieses Jahr zum ersten Mal aussäe, bislang hatte ich immer nur Steckzwiebeln), Fenchel, Eichblattsalat und die erste Sorte Tomaten.


Das war also der Winter 2023 / 2024 bei uns im Garten – wie war er bei dir?

Anne Schwarz | Bloggerin auf vom Landleben

Anne Schwarz

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2 Kommentare

  1. Hallo Anne
    deine Beiträge sind schön und die nun vierjährliche Berichterstattung finde ich sogar besser als die alte monatliche. Ich bin erleichtert, dass es in diesem Winter nicht nur bei mir so wüst aussieht. Der war nun ein wahresTrauerspiel!
    Lieben Gruß

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