Yippieh, das Gewächshaus ist fertig!

Vorfreude sei die schönste Freude, heißt es ja, und davon hatte ich reichlich: im Februar legten nämlich der Beste, meine Mom sowie Freunde zusammen und schenkten mir einen Bausatz für ein Gewächshaus zum Geburtstag – und dann dauerte es geschlagene drei Monate, bis wir es dieser Tage endlich montieren konnten. 🙂

Erst hatten wir lange Bodenfrost, dann war es zu matschig, und dann warteten wir auf den GaLa-Bauer, der das Fundament anlegen sollte… aber der Reihe nach.

Die Vorbereitungen: Platz da!

Als Standort für das Gewächshaus hatte ich die ehemalige Bunte Ecke auserkoren, also hinten links auf unserem Grundstück. Die Weide dort musste ohnehin weg, da sie sehr dicht am Haus der Nachbarn stand und ihre Wurzeln über kurz oder lang die Mauern in Mitleidenschaft ziehen würden.

Unser Garten im März 2018
Anfang März 2018: hinten links die “Bunte Ecke” und die Weide

An dieser Stelle bekommt das Gewächshaus von frühmorgens bis mittags viel Sonne ab, steht ab nachmittags aber nicht mehr in der prallen Sonne. Die Pflanzen sollen ja schließlich nicht gegrillt werden. Die Mauer des Nachbarhauses sowie der Schuppen der anderen Nachbarn sorgen dafür, dass es etwas windgeschützt ist – hier oben weht ja doch oft eine ganz schön steife Brise. Nicht zuletzt steht ein Gewächshaus dort am Rand des Grundstücks auch einfach nicht im Weg herum.

Im März entfernten wir also die Weide (die bei Bekannten im Garten ein neues Zuhause gefunden hat) und gruben ihre Wurzel aus. Das war ein ziemlicher Kraftakt – wie gut, dass ich mit einem Wikinger verheiratet bin. 😀

Wurzel ausgraben

Die Hortensie, die Astern, Himbeeren und einige weitere Stauden aus dem ehemaligen Beet pflanzte ich um. Die Rose direkt am Zaun konnte stehenbleiben.

Vorbereitungen für das Gewächshaus
Einige Tage später: das Beet ist geräumt, der Baum weg

Auf den ersten Blick sieht der Bereich dort hinten relativ eben aus. Bei genauerem Hinsehen wird aber doch ein leichtes Gefälle sichtbar. Wir planten auf jeden Fall ein Streifenfundament aus Kantsteinen, um dem Häuschen mehr Stabilität zu verleihen, das würde dann auch das Gefälle ausgleichen.

Besagtes Fundament wollten wir lieber von Profis machen lassen, ehe wir da selber etwas verpfuschen würden. Einmal einbetonierte Dinge lassen sich halt nur recht unschön wieder korrigieren, und wer meine Geduld mit solchen Dingen kennt… 😉
Daher hieß es jetzt warten – und warten… und warten… auf dass der GaLa-Bauer unseres Vertrauens endlich Zeit haben würde. Mitte Mai, nach den Eisheiligen, wollte ich ja pflanzen können!

Den Fundamentrahmen des Gewächshauses hatten wir bereits montiert und den genauen Standort mit Heringen abgesteckt.

Das Fundament & die Tücke des Objekts

Letzte Woche war es denn endlich soweit: das Fundament wurde angelegt. 🙂

Dazu wurden einfach Kantsteine einbetoniert, sodass sich im Inneren des Gewächshauses normaler Erdboden befindet.
Erst jetzt fiel  auf, wie krass das vermeintlich geringe Gefälle doch ist: satte 30cm ragen die Steine hinten links aus der Erde, während sie vorne rechts ebenerdig sind.
Der ein oder andere erinnert sich vielleicht, dass wir einen ähnlichen WTF-Moment hatten, als damals unser Keller gebaut wurde und der hinten links dann auch deutlich weiter als erwartet aufragte…

Das Warten hat sich aber auf jeden Fall gelohnt – die GaLa-Jungs haben sehr akkurate Arbeit abgeliefert, so sauber hätten wir selber das nicht hinbekommen.

Schippen & Schaufeln: Anfüllen

Am nächsten Tag schippte ich den Erdhaufen, der vom Setzen der Kantsteine übrig war, zurück und verteilte ihn in und um das Fundament. Innen soll die Erde natürlich bis zur Oberkante der Steine angefüllt werden, außen sollten sie ebenfalls abgestützt werden.

Fundament für das Gewächshaus

Wie ich alsbald feststellte, kam ich damit aber nicht weit – es fehlte noch eine ganze Menge Erde. Praktischerweise wollten Bekannte ohnehin ein Hochbeet auflösen. Tags drauf fuhren wir also mit Anhänger in das Nachbardorf und schaufelten den ganzen Anhänger voll mit Erde. Ausgerechnet an dem Tag regnete es in Strömen, sodass das eine ziemliche Matscheparty wurde, ich habe auf Fotos verzichtet. 😀

Nun weiß ich ja, dass ich mich in Sachen Augenmaß schon mal vertue, wenn ich übrig gebliebenes Essen in Gefrierdosen umfülle. In Anbetracht des vollen Anhängers war ich mir aber wirklich sicher, dass wir viel zu viel Erde hätten! Haha… von wegen. Letztlich reichte sie gerade so, um innen bis zur Oberkante der Steine anzufüllen und den Hang außen zu modellieren.

Gewächshaus – Fundament

Endlich: der Aufbau

Praktischerweise hatten der Beste und ich diese Woche Urlaub, sodass wir den ganzen Montag Zeit zum Aufbauen hatten.
Als erstes bereiteten wir die Kantsteine vor: wir legten den Alurahmen darauf, richteten ihn exakt aus und markierten dessen vorgegebene Löcher auf dem Beton.

Mit dem Akkubohrer wurden diese Löcher vorsichtig vorgebohrt, ehe der Bohrhammer randurfte:

Gewächshaus aufbauen
Gewächshaus aufbauen

Dübel rein und fertig. Damit konnten wir den Alurahmen dann festschrauben

Nach und nach montierten wir die diversen Teile, die ich in weiser Voraussicht vorsortiert hatte.

Gewächshaus aufbauen
Gewächshaus aufbauen

Alles in allem klappte der Aufbau besser als erwartet. Wir fluchten zwar, als ein Plastikteil fehlte und ein anderes dann partout nicht passte – nur um festzustellen, dass sich das vermeintlich fehlende Teil in dem anderen verkantet hatte und am Ende doch alles gut war. 😀

Gewächshaus aufbauen

Sieht doch schon fast fertig aus, oder?

Gewächshaus aufbauen

Nala war natürlich mit von der Partie!

Gewächshaus aufbauen

Voilà! =) Nach ungefähr sieben Stunden waren wir tatsächlich fertig:

Wenn du dich jetzt fragst, was für ein Gewächshaus das ist: es handelt sich um das Modell “Hybrid” von Palram in der Größe 247x185x208 cm*.

Palram Hybrid Gewächshaus, Silber, 247x185x208 cm
Preis: 379,99 € (190,00 € / Einheiten)
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Das Fenster auf dem Bild oben ist noch die manuelle Variante, die mitgeliefert wird. Hier kurbelt man das Fenster einfach auf und zu. Da ich unter der Woche aber tagsüber nicht daheim bin, habe ich dann noch in einen automatischen Fensteröffner* investiert. Der kommt ohne Strom aus und lässt sich leicht nachträglich einbauen. Bei Temperaturen ab 12-15°C dehnt sich ein Wachs darin aus und öffnet bzw. schließt das Fenster – das ist schon saupraktisch. 🙂
Der nachträgliche Einbau war kein Problem.

Wenn es richtig heiß ist (und ich da bin), lasse ich zudem die Tür offen. Ein Magnet fixiert sie am Rahmen, sodass sie nicht wieder zugeweht wird. Hier muss ich nur noch eine großes Rankgitter besorgen, das ich vor die Öffnung stelle – sonst latscht mir der Hund auf die Pflänzchen. Über ein Holzbrett ist er mit Unschuldsmiene einfach drübergesprungen, der alte Schlingel. 😀

Die Pflanzen dürfen einziehen!

Am nächsten Morgen legte ich mit dem Bepflanzen los. Als erstes brachte ich noch eine Schicht Blumenerde auf und vermengte sie mit Kompost.

Dann durften endlich die vorgezogenen Tomaten und Paprika einziehen! =)

  • 5 Tomaten “Vilma”
  • 2 Tomaten “Harzfeuer” (habe ich als Pflanzen von Bekannten geschenkt bekommen)
  • 1 Tomate “Green Zebra” (die Samen hat mir die liebe Caro geschenkt)
  • 5 Paprika “California Wonder”
  • 6 Paprika “Sweetgreen”
Gewächshaus bepflanzen

Auch wenn die Pflänzchen noch recht klein sind, habe ich schon mal Rankhilfen in den Boden gesteckt. Dann wissen sie direkt, wo sie hinsollen. 😉

Neben den Tomaten habe ich Plastiktöpfe leicht schräg in den Boden gegraben: das Gießwasser kippe ich nicht aufs Erdreich, sondern in die Töpfe. Darüber versickert es gleichmäßig im Boden und es kommt definitiv kein Wasser auf die Blätter – das mögen Tomaten ja gar nicht.

Tomate im Gewächshaus

Zum Schutz der Pflanzen, um den Platz gut auszunutzen und nicht zuletzt auch Insekten anzulocken, die später zum Bestäuben wichtig sein werden, habe ich außerdem noch ein paar Kräuter und Blumen gesät bzw. gepflanzt:

  • Basilikum (gesät)
  • Minze (Ableger eingepflanzt)
  • Petersilie (gesät)
  • Zitronentagetes (gesät)
  • Orangentagetes (gesät)
  • Tagetes patula Cresto Flame (zwei gekaufte Pflanzen gesetzt)
Gewächshaus bepflanzen

Am Ende habe ich den Boden noch mit einer Schicht Stroh gemulcht.

Gewächshaus bepflanzen

Noch während des Pflanzens machte es plötzlich *PLONG* – ein Vogel war gegen eine Scheibe geflogen. Der Piepmatz flog zwar unversehrt weiter, aber damit hier keine Unfälle passieren, habe ich ringsum an den Scheiben noch ein paar Vogelschutz-Aufkleber angebracht.

Außenherum

Außen sollte natürlich auch nicht einfach nackige Erde bleiben.
Den Hang auf der Rückseite habe ich mit Bodendeckern bepflanzt.

Auf der dem Garten zugewandten langen Seite habe ich Dahlien vergraben, außerdem hat eine meiner vorgezogenen Astern hier ein Zuhause gefunden und ich habe Salbei gesät. Wahrscheinlich wird hier auch die Zitronenmelisse wiederkommen, deren Wurzeln noch im Boden stecken müssten.
Daneben sowie neben der Tür habe ich noch ein paar bunte Farbkleckse gepflanzt und unser Rabe hat auch ein neues Zuhause gefunden.

Beet am Gewächshaus

Auf eine reiche Ernte! 🙂

Unser Garten im Mai 2018